fognin

Der digitale Bettler…

.. unter dieser Überschrift werde ich folgenden Text mit sämtlichen meiner Webseiten verbinden. Ich bin mal gespannt, ob es Menschen gibt, die meine Arbeit wertschätzen können und wollen. Ein Versuch scheint es mir wert. Und ich möchte ganz gerne auch leben….

 

Liebe Freunde,

vielen Dank an dem Interesse auf dieser meiner Seite!

Ich habe eine persönliche Bitte: Ich habe diese und andere (siehe unten) Seiten erstellt und finanziere sie seit vielen Jahren. Das kann ich mir mir nicht mehr leisten – meine Miete und mein Essen kann ich durch meine „ordentliche Arbeit“ nicht mehr zusammen zu bekommen. Durch staatliche Beihilfen möchte ich mich nicht in Abhängigkeiten begeben. Aber zu Dir, mein Leser, habe ich Vertrauen. Ich möchte mich mit folgender Bitte an dich wenden:

Bitte überweise mir, für meine Arbeit die du vor dir hast mindestens

1 Euro

an: Markus Feuerstack, GLS Bank Bochum [430 609 67] Konto 203 390 2800

oder per paypal: tate@euromusikant.de

oder auch per flattr (wenn ich auch noch nicht weiss, wie ich davon meine Miete zahle): 

Auf die Überweisung gerne als Stichwort „digitaler Bettler“. Ich danke sehr! Und bin gespannt, ob es klappt. Gleichzeitig ist es für mich dann auch eine Bestätigung, das dass was ich mache auch sinnvoll ist.

Wer bin ich und was mache ich?

Wie ich heisse steht oben bei der Bankverbindung. Mein „Künstlername“ ist fognin. Seit vielen Jahren  fotografiere ich, gestalte Webseitenschreibe Texte, und verlege Bücher. Ein kreativer Gemischtwarenladen, den ich als Selbständiger betreibe.

Bis vor ca. einem Jahr konnte ich davon auch noch (mehr schlecht als recht) leben. Inzwischen gibt es kaum mehr Aufträge. Sehr lange schon habe ich angefangen Webseiten in Netz zu stellen, die mit Geldverdienen nichts zu tun haben, aber (für mich) ein Stück Kultur bedeuten. Ich habe dem verwunderlichen Grafen von  Saint Germain

in virtuelles Denkmal gesetzt. Ich habe sehr viele Texte des fast vergessenen phantasievollen Dichters Paul Scheerbart

veröffentlicht. Und die vielen Künstler meiner Heimatstadt habe ich in einer Künstler Monografie vorgestellt. Meine Hoffnung ist: wenn die Öffentlichkeit wahrnimmt, was für ein Potential in dieser Kreativregion steckt, dass Politik und Verwaltung langsam mal durch Förderung die Lebenssituation dieser Kollegen verbessern.  Soviel Naivität gönne ich mir, aber die Herren und Damen sind mit dem Bau und der Förderung von Einkaufszentren wohl mehr als ausgelastet. Dass Kultur und Kunst die Grundlage eines erfüllten Lebens sind – also Lebensqualität, mit dieser Überzeugung fühle ich mich manchmal sehr einsam. Meine eigenen Werke, Fotos und Texte, stehen kostenlos im Internet. Nur weil jemand wenig Geld hat, will ich ihn nicht von der Teilhabe ausschliessen. Je ärmer jemand ist, um so mehr muss er Zugang zur Kultur haben. Noch so eine komische Grundüberzeugung von mir….

Ich bin wirklich überzeugt, dass es noch andere Menschen geben muss, für die (freiwillige) Bildung, Kunst und Kultur einen Stellenwert hat. Vielleicht gehörst Du ja zu diesen. Viele hundert Menschen greifen jeden Tag auf meine Seiten zu.  Und vielleicht ist Dir meine Tätigkeit einen kleinen Beitrag wert. Dafür verspreche ich gerne, als aktiver Kulturlobbyist weiter zu machen. Auch wenn ich eigentlich nichts anderes bin, als: ein digitaler Bettler.

Eine Kulturtankstelle für Eckernförde

Dieser Tage haben mir die Freunde vom Landesvorstand der Piratenpartei Schleswig-Hostein eine große Freude bereitet. Sie haben uns eine

Kulttankstelle 

für Eckernförde geschenkt. Was eine Tankstelle ist, wissen wir genau. Was Kultur ist – darüber gibt es viele Vermutungen, jeder hat eine ungefähre Vermutung darüber. Aber: was ist eine Kulturtankstelle? Vielleicht etwas, wo man seine ermattete Seele mit Kultur auffüllen kann und dann wieder etwas frohgemuteter durch das schöne Eckernförde spazieren kann?

o ist es! Nur mit dem erfreulichen Unterschied, dass der Besuch dieser Tankstelle nicht zum Ruin führt. Sondern einfach mal garnix kostet. Null. Gratis. Aber bestimmt nicht umsonst..

Das Teil sieht so aus:

Naja, eigentlich ist das nur die Zugabe: Ein Werbeträger, der auf die Kulturtankstelle aufmerksam machen soll. Die eigentliche Kulturtankstelle ist nur ein fast stinknormaler W-Lan-Router gefüllt, mit Informationen über Künstler, Kulturstationen und lokale Sehenswürdigkeiten. Und unterschiedet sich von den anderen tausenden

W-Lan-Routern nur darduch, dass  man durch ihn leider nicht in das Internet kommt. Das kann sich nur ein pleitesüchtiger Millionär erlauben. Der hat sich noch nicht bei mir gemeldet.

In dieses Intranet kann sich jeder mit seinem Handy oder Notebook einloggen und über das informieren, was es in Eckernförde reichlich gibt: Kunst & Kultur. .

Da so ein W-Lan leider nur eine begrenzte Reichweite hat, möchte ich gerne die Stadt mit solchen Geräten fluten. Die erste Kulturtankstelle wird am Hafen stehen, weitere sollen folgen.

Natürlich sollen sich nicht alle, die mitmachen wollen, den Piraten anschließen. Für die erste Kulturtankstelle hat sich schon der Kulturverein Eckkult e.V. als Mitbetreiber gefunden. Und ganz viele weitere werden noch gesucht. Vereine, Kneipen und Geschäfte sollen sich gerne beteiligen und können sich im Gegenzuge auch auch auf der Kulturtankstelle vorstellen.

Die Hauptsache sind natürlich die Kulturschaffenden, die ihre Werke zeigen. Dazu müssen diese überzeugt werden, ihre kreativen Früchte unter eine CC-Lizenz zu veröffentlichen. Damit wird sicher gestellt, das genau die Rechte, die ihnen wichtig sind, ihr Eigen bleiben. (siehe:

(https://de.creativecommons.org/was-ist-cc/)Dann steht auf Ihrer Seite bei der Kulturtankstelle so ein kleines Schild:

Wir können außer Künstlern und den genannten Institutionen natürlich auch andere Mitstreiter brauchen: DICH! Denn jeder findet seinen Bereich, in dem er mithelfen kann. Wir wollen zeigen, dass Eckernförde eine Kulturstadt ist! Dazu müssen Internetseiten erstellt, Leute angesprochen, und Ideen entwickelt werden. Also gehe bitte in Dich und finde Dein Kulturherz. Und dann melde dich bei mir – wir werden viel Spaß haben (bei aller Arbeit….)

Markus Fuerstack (fognin) 04351 – 72 62 00 fst @ fognin . net

oder Svenja Funke 04351 – 89 34 50 svenjas.senfkultur @ gmail.com

Fstb Januar 2013

6. JANUAR 2013

Frühstücksbühne Januar 13

Thema: post mortem

Sinn des Lebens

Die Stalker-Polaroids {11}

 21. OKTOBER 2012

Die Stalker-Polaroids {11}

Oft werde ich gefragt: „Ist es nicht schwierig die bekannten Leute aufzuspüren?“ Es ist Horror! Nicht nur das es zahlreiche facebook Profile zu überwachen gilt und unzählige private Webseiten, auch muss ich ständig das Ohr in der Klatschszene offen halten. Aber all das bringt kaum brauchbare Informationen. Das gezielte Bestechen von Bediensteten – dort mal ein schöner Schein – hier mal eine kleine Aufmerksamkeit – das sorgt für gezielte Informationen. Auch Kollegen können ganz schön ergiebig sein, zumindest im fortgeschrittenen Zustand der Alkoholisierung. Oer nach dem Motto: „Ich weiss was, wenn du was weist“ kommt mancher brauchbarer Handel mit Tipps zustande. Aber es gibt ja auch Promis die so ungeheuer eitel sind, dass sie zwar nach Aussen ihr Privatleben hermetisch abschotten, aber in Wahrheit ihre Paparazzi gezielt informieren. Was wäre das für eine Blamage in ein sauteures Hotel einzuchecken und weit und breit ist kein Bewunderer?

ende vorerst

Die Stalker-Polaroids {10}

20. OKTOBER 2012

Die Stalker-Polaroids {10}

Ganz schlimm sind die Kollegen. Wo auch nur ein kleines Sternchen auftaucht sind sie schon da: Die Fotographen der Hochglanzpresse von „Frau im Silberspiegel“ „Gay in Gay!“, „unBILDung“, „TITanic“ etc. Stets drängeln sie sich vor, schieben sich den anderen vor die Linse und und interessieren sich nur für ihr Exklusivbild. Um mich von den meist schlecht gekleideten und rüpelhaften Mitbewerbern abzuheben, komme ich entweder im perfekt sitzenden massgeschneiderten Smoking, oder aufwendig getarnt als Blumenstrauss oder Mülltonne. Hauptsache ich komme ganz nah ran an die Prominenz und kann die hübschen Mädels und kernigen Kerle ohne die sie ständig begleitenden Kleiderschänke (Bodyguards) ablichten. Viele der Annäherungsversuche gehen natürlich auch fehl. Schmerzhaft ist es, in der Toilette stundenlang als Spiegelhalter getarnt bewegungslos zu warten um anschliessend durchs Fenster in den Garten entsorgt zu werden, weil die Diva ihren Anblick einfach nicht erträgt. Aber immer noch besser als im Pulk der stinkenden Fotographen an der falschen Hintertür zu warten!

 

 

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Die Stalker-Polaroids {9}

19. OKTOBER 2012

Die Stalker-Polaroids {9}

Wie wird man Inhaber eines Bildes aus der Serie „Stalker-Polaroids“? Recht einfach: Man muss ein Bild kaufen! Da es sich um bedeutende Aufnahmen von noch bedeutenderen Persönlichkeiten des öffentlichen Hochglanzlebens handelt, ist das Unterfangen nicht billig abzuhandeln. Aber dafür sind die Werke als „Fine-Art-Print“ zu erwerben, die Grösse beträgt 300 x 150 mm und das verwendete Papier ist mindestens so edel wie die abgebildeten Promis. Auf Wunsch werden die wertvollen Originale mit dem fognin Prägestempel gesiegelt – also noch edler und begehrenswerter. Die Modelle auf den Bildern, bekommen, da Promis ja immer klamm sind, gerne einen Abzug auf Fotopapier. Für ihr Fotoalbum oder für Tante Mathilda zum Geburtstag. Natürlich sind die Bilder auch als gewaltiger und repräsentativer Wandschmuck zu haben, ideal für Millionäre und internationale Museen oder sonst wen, der protzerisch repräsentativeren will. Anfragen werden ohne Anzahlung halbwegs diskret über stinkreichwerden@fognin.org abgewickelt.

 

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Die Stalker-Polaroids {8}

18. OKTOBER 2012

Die Stalker-Polaroids {8}

Die meisten Bilder aus der Reihe „Stalker-Polaroids“ sind Portraits. Eine seltsame Sache sind Bilder von Personen. Heutzutage interessiert man sich nur für Fotos von Menschen wenn diese aus dem Freundeskreis stammen oder richtig berühmt sind. In der Malerei und auch aus den Anfängen der Fotographie galten Portraits als Meisterklasse. Kaum einer weiss wirklich etwas über die gezeigten Menschen der klassischen Portraits, aber man bewundert die Kunstfertigkeit der Schöpfer. Und ein klein bisschen von dem Heiligenschein der Künstler streift auch ihre Modelle – sonst hätte das Bewusstsein der Zeit sie längst vergessen. Heutzutage trägt jeder ein fotofähiges Gerät durch die Gegend und publiziert seine Bildchen – Qualität als Aufnahmekriterium ist in Vergessenheit geraten. Eigentlich Schade. Nicht nur für Fotokünstler, die ihre entsprechenden Aufnahmen höchsten an Portraitierte verkaufen können, auch für die Qualität der Kunstentwicklung. Gottseidank habe ich in meiner Serie ja nur wirklich bekannte und glänzende Persönlichkeiten – an denen besteht immer Abbildungsbedarf. Egal wie wenig sie in Wirklichkeit geleistet haben.

Die Stalker-Polaroids {7}

16. OKTOBER 2012

Die Stalker-Polaroids {7}

Es sind ja nicht nur die langbeinigen Schönen in den zarten durchsichtigen Kleidchen und die schmelzigen Kerle mit ondulierten Brusthart mit Goldkettchen und Engelsgesicht, es gibt ja auch noch die Geistesgrössen: Professoren mit Titeln die länger als ihr Name sind, Autoren, denen die Weltliteratur nur so aus dem Ärmel fällt, Berater die bei den obersten Wirtschaftsbossen aus und ein gehen und die alles wissen und das auch noch besser! Die findet man in Kongresszentren, bei Vorträgen vor erlesenem Publikum und in Talkshows mit wuchtigen Ledersesseln. Die sind nicht so schwer zu erwischen, das klicken von Kameras stört oder erfreut sich nicht. Die ziehen gedankenverloren an ihren Pfeifen und starren Löcher in die Wand um dann bedächtig die Stimme zu erheben und etwas staatstragendes oder perfekt formuliertes von sich zu geben, dass keiner richtig versteht. Jeder nickt darauf heftig und ist erfreut, das die Menschheit wieder einen Schritt weiter gekommen ist. Während die Geistesgrösse wieder in bedächtigen Schweigen erstarrt. Auch diese Intelligenzmonster gehören natürlich in eine so bedeutende Sammlung wie die meine!

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Die Stalker-Polaroids {6}

15. OKTOBER 2012

Die Stalker-Polaroids {6}

Dieses Glück, wenn man nach Hause kommt nach langer aber erfolgreicher Lauer auf einen Superstar und mit schweissnasser Hand das Polaroid aus den Schreibtisch legt. Ein kurzer liebevoller Blick auf das streng geheime Foto und erstmal ab unter die Dusche. Der Dünger muss aus dem Haar entfernt werden, die Hundeköttel abgeschüttelt, schliesslich die anderen Reste der Tarnung als Blumenbeet kompostiert werden. Dann aber – frisch und sauber – mit vorsichtigen Fingern das Bild nehmen und mit dem Füller beschriften. Bevor jemand kommt, schnell und diskret, wie ich nun mal bin, kommt der Beweis meines verborgenen Sports in die unscheinbare Schuhschachtel unter meinen Bett. Und der Triumph, nachts dann, darüber liegend, wenn mir bewusst ist, wen ich da wieder flach gelegt habe…

–2004 {2}–

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Die Stalker-Polaroids {5}

14. OKTOBER 2012

Die Stalker-Polaroids {5}

Die Glamourjagt geht weiter! Was hier so rasch täglich veröffentlicht wird, hat mich harte, oft wochenlange Vorbereitung gekostet. Getarnt als Baumstumpf in den Garten eines Sternchens Ewigkeiten auf der Lauer zu liegen und dabei noch von parfümierten Schosshündchen angepinkelt zu werde – das ist Arbeit! Um dann endlich, wenn die eigenen Bartstoppeln zum Astloch rauswachsen, die Lady zu erwischen, im trauten Kreise ihrer ebenso brillanten Freunde oder im Arm eines bulligen Leibwächters, der den neugierigen Stalker sofort mit einer Hand zerquetschen würde. Nein, da darf nicht gezittert werden, keine Angstschweisstropfen dürfen die Linse benetzen – todesmutig die Kamera halten und den Schuss des Lebens machen. Übrigens nicht in, sondern auf das Topmodell!

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Die Stalker-Polaroids {4}

13. OKTOBER 2012

Die Stalker-Polaroids {4}

Kennt ihr sie? Diese erlesenen Partys, wo sich Prominenz an Prominenz reiht, neben erlesenen Schmuckstücken aus schweren Gold, lupenreine Perlenketten glänzen und festliche einzeln angefertigte Kleider auf perfekt sitzende Anzüge treffen? Dort sind sie: Die Cremé der Cremé der Berühmtheiten. Filmstars, Bestsellerautoren, Filmemacher, Schauspieler, und die gut betuchten Wirtschaftsbosse. Wo sich die Tische unter Hummer und Kaviar biegen und in etwas diskreteren Ecken weisses Pulver auf Spiegeln häuft? Da ist mein Arbeitsfeld. Als Kellner getarnt oder als Topfpflanze fotografiere ich mit langer Tüte* und bringe jede Menge originärer Polaroids mit nach Hause. Einen Teil der Bilder teile ich hier grosszügig mit euch!
* Fachausdruck für ein Teleobjektiv

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Die Stalker-Polaroids {3}

12. OKTOBER 2012

Die Stalker-Polaroids {3}

Die Serie „Die Stalker-Polaroids“ wird bei Bedarf als „Fine-Art-Print“ realisiert und für einen angemessenen unverschämten Preis an Kunstkenner verkauft. Die Bilder haben die Masse von 300 x 150 mm und werden auf Wunsch mit dem fognin Prägestempel als Original geprägmarkt. Wer nachweisen kann, das er selbst auf dem Bild ist, bekommt gerne einen ordinären Fotoabzug – nach einer unterwürdigen Anfrage, mit 100% Promirabatt. Internationale Museen können scharf selektierte Teile der Serie als grossformatige Ausstellungsbilder im Galerieformat erwerben. Anfragen bitte an: stinkreichwerden@fognin.org

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Die Stalker-Polaroids {2}

11. OKTOBER 2012

Die Stalker-Polaroids {2}

Nächtelang im Regen und Schnee auf der Lauer liegen. Ewiges Warten bis sich endlich einer zeigt. Einer von den ganz Grossen, von den Stars, den Promis,- die man im Fernsehen sieht, von denen man in der Fachpresse liest. Die wirklich was sind: berühmt, anerkannt, reich. Die sich alle kennen und beim Vornamen nennen. Die das wirkliche Leben sind, das Leben im Scheinwerferlicht, das Leben in der Presse, im TV, in Filmen und in vornehmen Hotels. Und hast du einen fotografiert willst du sie alle haben. Ja, ich habe es gewagt, ich bin ganz nah ran gegangen, habe mich von Hunden und Securitybullen verjagen lassen und bin doch wieder gekommen und habe sie abgeschossen, mit meiner Kamera.

-2002-

 

 

 

 

 

 

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Die Stalker-Polaroids

10. OKTOBER 2012

Die Stalker-Polaroids

Ich gestehe: Ich bin Paparazzi. Ich bin ein Stalker. Schon seit vielen Jahren fotografiere ich heimlich Prominente. Ich finde es total spannend stundenlang mit dem Teleobjektiv hinter bekannten Persönlichkeiten herzu rennen oder ihnen auf zu lauern. So habe ich es geschafft über einen längeren Zeitraum viele schöne Polaroids von bekannten Persönlichkeiten zu bekommen. Da ich mich ein klein bisschen geschämt habe, für meine doch etwas seltsame Tätigkeit, habe ich die Bildchen nur schnell beschriftet und in einem Schuhkarton unter meinem Bett versteckt. …

Jetzt endlich entschloss ich mich, auch zu meinen dunklen Seiten zu stehen und diese Bilder zu veröffentlichen – sind sie doch auch ein Teil meiner Biographie! Der Schuhkarton wird geöffnet und gelegendlich werde ich einige der Polaroids hier veröffentlichen.

Hier nun meine Serie – die Stalker-Polaroids – die laufend ergänzt wird. Viel Spass mit Stars, Sternchen und Berühmtheiten die ich mühselig aus dem Alltag heraus fotografierte.

–fognin– 2001:

 

 

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Kulturtasse – eine Plakatserie

 21. SEPTEMBER 2012

Kulturtasse – eine Plakatserie

Die Kulturtasse gibt es bei HofART in der Nicolai-Str. 7A in Eckernförde für 14,90 €. Dazu eine kleine Serie Plakate, die bisher nur für das Internet (Facebook, Picasa und hier) gedacht ist. Witzigerweise sind die Plakate „Multiwerbend“, d.h. es sind sehr viele verschiedene Werbeziele teilweise versteckt eingebaut.

Das Eichhörnche stammt von Marianne Tralau, die Schrift dazu und die Plakate verantwortet fognin.

Punk in der Bibliothek

Ungewöhnliches Geschehen in der Stadtbibliothek von Eckernförde: Gegen Abend strömen rund 50 sehr unterschiedliche Leute in den Leseraum. Ältere und Jüngere und auch viele, die man hier nicht so vermuten würde. Eine Lesung ist angesagt. Aber alles ist anders. Anstatt eines Literaten liest ein (ehemaliger) Punkrocker, statt roten Wein gibt es Freibier und eine Minibühne mit Verstärker, Gitarre, Mikrofon ist auch aufgebaut. Sogar eine Präsentation mit Bildern, eine wilden Jugend ist zu sehen.
Thomas Lötzsch, bestens bekannter Frontmann von „Illegal 2001“liest aus seinem Buch. „Punk op de Deel“ heisst der Band, der seine Kindheit und Jugend in der Provinz beschreibt. Und das ständige Bemühen anders und auffallend zu sein und richtig harte Musik zu machen.
Diese Form der Pubertät beschreibt auch, aus der Sicht der Eltern, ein Lied, das Thomas Lötzsch zur Einstimmung vorträgt: „Wie du wieder aussiehst… Was sollen denn die Nachbarn sagen…“ „Die Eltern machen sich viel mehr Gedanken um einen, als man selbst“ kommentiert Thomas Lötzsch das was Thema des Abends werden soll: Eine wilde Jugend auf dem Dorf. Aber erstmal muss der Autor den jüngeren Leuten im Publikum erklären, was Kindheit und Jugend denn mal war: ohne Internet und Spielboxen, mit Schallplatten anstatt mp3, und warum man tatsächlich raus an die Luft ging und sich mit de Freunden am Waldrand oder Weiher traf. Da gab es noch Strassenkinder mit dem Schlüssel um den Hals. „Was ist Was, das war meine Wikipedia“ Thomas ist in beiden Sprachwelten zu Hause, der neuen des Internetzeitalters und der klassischen, als man noch analog ge- und erlebt hat.
„Eine relativ behütete Kindheit“ fand Thomas Lötzsch, „denn das ganze Dorf passte auf“ Und schon ist der Entertainer mittendrin in den Geschichten seiner Kindheit und Jugend. „Das ist meine erste Lesung“ hatte er am Anfang verkündet, als ob das Publikum nachsichtig mit dem Anfänger sein sollte. Dazu bot sich den Zuhörern keinerlei Gelegenheit, den was folgte war eine gekonnt präsentierte Kaskade aus freien Vortrag, gut gespielten Liedern, rasant vorgelesenen Texten und einer Unzahl von punk(t)genau gebrachten Anekdoten. Immer wieder durchhallte heftiges Lachen die sonst eher ehrwürdigen Räumen der Bibliothek. Die erste „Freibierlesung“ hat der Bibliothek gut getan, so gelöst und und unterhaltsam. Und Thomas Lötzsch, der meinte sein Publikum mit Freibier und Eintritt „für lau“ ködern zu müssen, sollte jetzt sicher sein: Bei dem Unterhaltungswert seines Buches und Vortrages kommt das Publikum auch mit Eintritt auf seine Kosten und gerne. Hoffentlich geht die Reise bald mal wieder in die punkige Jugend in der Provinz. (fst)
„Punk op de Deel“, erhältlich für 19,50 € über loetzschmann@aol.com
per email oder per Telefon & Fax 3872. Ausserdem bei Rieck, Tabak und Wein, Langebrückstrasse.

Urheber – das Recht des Künstler, das Recht der Menschen

Als kreativer Urheber, gemeinhin Künstler genannt, verfolge ich die durch die Piratenpartei angefachte Debatte mit Interesse.
Als kulturell interessierter Mensch mit geringen Einkommen habe ich grosses Interesse Zugriff auf möglichst viele kreative Kleinodien zu haben. Gerne möchte ich tolle Filme, Musikstücke, eBooks und Bilder etc downloaden können. Rechtmässig für ein mir mögliches Entgelt, oder sogar für „lau“.

Als Künstler habe das Bedürfnis nicht allzu schlecht zu leben und meine Werke gestalten zu können. Wenn mein Lebensunterhalt gesichert ist, habe k(l)ein weiteres Bedürfnis nach der mehrfachen Vermarktung meiner Werke.

Die Piraten haben die Forderung aufgestellt, dass ein kreatives Werk, dass mit öffentlichen Mittel finanziert wurde, dann auch der Öffentlichkeit gehört. Das finde ich richtig – und der Gedanke ist ausbaubar.

Ich stelle mir eine Verwertungsgesellschaft auf solidarischer Basis vor. Nennen wir sie mal VGS. Künstler die dieser beitreten, melden Ihre Werke und nennen für diese einen Preis. Ich stelle als mein Bild „Blaue Stunde im Eckernförder Hafen“ ein und nenne den Betrag 5.000 €. Wenn ich diesen Betrag für dieses Bild erhalten habe, habe ich kein weiteres Interesse Geld dafür zu bekommen. Jeder Privatmensch darf mein Bild nach belieben nutzen, allerdings möchte meine Eitelkeit, das mein Künstlername fognin mit diesem Werk verbunden bleibt.
Ob nun ein freundlicher Mensch, der als „Kunstkonsument“ vllt. ebenfalls bei der VGS Mitglied ist, dieses Bild für „die Menschheit“ freikauft, oder ob über Crowdfundig ganz viele Leute ihre Cents und Euros dazugeben, bleibt sich gleich. Mein Bild hat dann „seinen Markt“ gefunden und gehört uns allen. Damit nicht die cleveren „Geschäftlesmacher“ dann einen neuen Mehrwert schaffen, für Ihre Werbung, als Büchertitel und für politische religiöse Kampagnen, verwertet die VGS kommerzielle Anfragen. Als Urheber kann ich solche Anfragen ablehnen oder ihnen zustimmen. Die dort erzielten Gelder kommen der VGS zugute, oder wir teilen uns diese. Das kann per Vorrausverfügung geschehen, oder im Einzelfall. Die VHS wird mit ihren Anteil ihre eigenen Kosten decken oder notleidende Kollegen unterstützen, oder, oder, oder…
Wie gesagt, ich muss dummerweise Leben um Arbeiten zu können. (Übrigens in dieser Reihenfolge!) Meine persönlichen Bedürfnisse sind nicht sehr hoch, momentan lebe ich unter dem Hartz – Regelsatz. (Weil ich das so will, mein Stolz ist gut entwickelt) Fast alle Kollegen beziehen schon solche Zuschüsse der Öffentlichkeit (des Staates). Uns allen wäre mit einem Grundeinkommen geholfen, Kunst macht sich sehr viel besser ohne staatliche Restriktionen. Ich jedenfalls wäre gerne bereit, meine Werke knapp über dem Entstehungspreis abzugeben, wenn denn der Lebensunterhalt gesichert wäre.
16.4.12 fognin

Frühstücksbühne am 1.4.12: Flohmarkt – Bilder

8. APRIL 2012

Flohmarkt – Bilder

Ausschreitungen in der Nicolaikirche

Ausschreitungen in der Nicolaikirche

Gross angelegte Kompositionen mit fast orchestralen Ausmassen brachte das zweite Konzert diesen Jahres der Konzertreihe „Neue Musik“ zur Aufführung. Nur drei Werke erklangen an diesem Abend. Alle drei hatten deutlich länger Spielzeiten und wurden jeweils in recht grosser Besetzung vorgestellt. Namensgebend und am Anfang stand die Uraufführung von Clemens Nachtmanns „ausschreitend“ für Ensemble von 2009/2010. Nachtmann, der 2010 als Stipendiat in Eckernförde weilte und während dieser Zeit an seinem Werk feilte, stammt ursprünglich aus Bayern. Musikalische und politische Studien führten ihn nach München, Berlin und Graz. In Österreich hat er einen Lehrauftrag an der Kunstuniversität Graz.
Aufgebaut auf der Idee eines Trauermarsches mit Bezügen zu Beethoven Mahler, Liszt und Berlioz beschäftigte sich der Komponist mit der Geste des Schreitens. Neun Musiker, davon 5 Bläser bildeten das Ensemble, die das schwierig zu spielende Werk mit dreidimensionaler Kraft in den Klangraum der Nicolaikirche stellten. Kraft, Lebendigkeit und Stärke sind die Begriffe die diese Komposition am treffensten beschreiben. Clemens Nachtmann malte mit seinen Tönen einen umfassenden durchseelten Raum, an einen urmächtigen Wald erinnernd, der bewohnt von vielerlei ungestörten Wesen zu sein scheint. Die starke Bläsergruppe (besonders hervorzuheben Wardy Hamburg an verschiedenen Saxophonen) spielte teilweise direkt in den Flügel und veränderte so den Raumklang in faszinierender Weise. Das diesjährige Generalthema der Musikreihe, Räume wurde in Nachtmanns Stück sehr anschaulich. Seine gross angelegten, teilweise heftigen Tonbilder klangen in spannungsgeladenen Pausen aus. Während der erste Satz die Themen in den Raum „stellte“, beschäftigte sich der zweite eher mit der inneren Verarbeitung. So ergab sich ein weiterer grandioser Spannungsbogen, der die Thematik „Bewegungen im Raum“ vielfach vertiefend spiegelte. Das Werk hat einen umfassenden Erlebnischarakter, es ist ihm zu gönnen auch noch an anderen Orten das Publikum in seinen Bann zu schlagen
Es schloss sich die Komposition „Swamp Forest“ (2004) von Larisa Vrhunc an. Die vielfach gespielte Slowenin zeigte in ihrem Werk eine „unfreundliche Waldgegend“ die zehn der 14 Musiker gewaltig in Szene setzten. Gerald Eckert setzte das Werk in seinen diesmal sehr kurzen Einführungen in Beziehung zu Lebens- und Sterbeprozessen mit ihren vielfachen Veränderungen. Immer wieder beachtlich, wie das „ensemble reflexion K“ auch in sehr grosser Besetzung präzise und durchgeprobt erscheint und auch komplexe Klangwerke lebendig und erlebnisreich vorstellen kann.
Gerald Eckert, der als musikalische Leiter des Abends alle drei Werke dirigierte, hatte eine lange Flugreise hinter sich. Er arbeitet derzeit in Seol (Südkorea) als Professor für Komposition. Als Abschluss dieses gross angelegten Konzertabendes erklang ein alter Publikums-Freund: „An den Rändern des Maßes“ (2005/2011) begegnete den Hörern der neuen Musik immer mal wieder während seiner langen Entstehungszeit. Diesmal setzte es einen gekonnten, zusammenfassenden Schlusspunkt. Das Werk beschäftig sich mit Auflösungserscheinungen. Der bewegte Raum, durch zwei Ensemblegruppen deutlich, verlagert sich spürbar nach Innen. Gerald Eckert vermag es, durch seine feinstrukturierten Kompositionen, das musikalische Geschehen in den Zuhörer zu verlagern. Während das Stück mit einer konzentrierten Schluss-Stille im Raum ausklingt, wird es das hörbar begeisterte Publikum noch eine Weile begleiten.
Das nächste Konzert der Reihe Neue Musik, zu dem Gerald Eckert wieder aus Korea anreisen wird, beschäftigt sich mit dem 250. Geburtstag der Häßler Orgel. Am Donnerstag, den 21.6. um 20 Uhr in der St.-Nicolai-Kirche. (fst)

Frühstücksbühne März 2012

8. MÄRZ 2012

Bilder und ein Film…

Semjons Text ist hier zu finden: https://www.fucktheshit.de/
Alle Photos sind HDR-Artworks

Internationaler Tag des Puppenspiels am 21.03.2012

Internationaler Tag des Puppenspiels

Am 21.3. ist wieder mal ein „internationaler Tag“. Diesmal wird das Puppenspiel gefeiert. Eine sinnvolle Aktion, denn die weltumspannende Kunst [wikipedia] des Figurentheaters verschwindet langsam aber sicher hinter den Unterhaltungskaskaden des allbeherrschenden TVs.
Puppen- oder wie die von Künstlern gepflegte Form heisst, Figurentheater, knüpft an die Tradition der Märchen oder auch der Märchenerzähler an. Nicht nur Unterhaltung sind die Motive dieser Volkskünste, auch das verbreiten wichtiger Überlieferungen und und berührender Bilder wurde gepflegt. Inzwischen kann die Kunst des Erstellens der Figuren und ihre Handhabung bereits an einigen Hochschulen erlernt werden, aber auch als Kunsthandwerk wird die Tradition noch an wenigen Stellen gepflegt. In der Kinderunterhaltung werden zunehmend auch didaktische Inhalte verabeitet, da die Kleinen besonders stark auf die Lebendigkeit der Figuren ansprechen (Kasperletheater).
Eine besondere Form des Figurenspiels pflegt in Eckernförde Cordula Thonett. Grundsätzlich mit selbstgebauten Figuren spricht sie nicht nur sehr stark Kinder an, auch Erwachsene verfallen gern den Charme ihrer Charaktere. In ihrem Stück „Spieglein, Spieglein an der Wand…“ greift sie Motive des Märchens der Gebrüder Grimm auf, schafft es dabei spielend, besondere Facetten sowohl für Erwachsene als für Kinder zu finden, so dass diese jeweils an ganz anderen Stellen lachen und sich amüsieren.
Am 21.3., eben jenen besagten Internationalen Tag des Puppenspiels erlaubt die Künstlerin einen tiefen Blick in ihre Puppenkiste: Kinder und Erwachsene dürfen auch mal einen vorsichtigen Blick hinter die Kulissen der Bühne werfen, mit den Kindern werden Figuren aus Kochlöffeln gebaut, die Grossen können sich am Abend sogar an den Bau von Klappmaufiguren wagen. Am Nachmittag wird auch das Stück „Die Premiere  oder  Ach du dickes Ei“ aufgeführt. Auch hier herrscht an diesem Tag das Besondere vor: Geld als Zahlungsmittel wird nur ausnamsweise genommen. Jeder soll mitbringen, was er hat und gerne gibt: Knöpfe, Stoffreste und andere Materialien zum Bau neuer lebendiger Gestalten sind genauso willkommen, wie andere Dinge die von der Puppenspielerin und ihrer Familie hoffentlich gebraucht werden können. Cordula Thonett lebt mit ihren zwei Kindern von der Kunst des Figurenspiel, bzw. versucht es. Neben den Aufführungen und zahlreichen Workshops, die auch gerne in Schulen, Kindergärten und anderen Einrichtungen durchgeführt werden, macht sie auch Unterhaltung bei Familienfeiern und grossen und kleinen Festen. Ihre frechen Puppen haben schon so manchen Erwachsenen aus der Fassung gebracht und lockern mit Sicherheit auch die steifste Firmenfeier auf.
 
Dieser Freitag im März ist eine gute Gelegenheit, Cordula Thonett und Klara Korn, den Manager, das Schwanadu und den wandlungsfähigen Ersie kennenzulernen. Allerdings: Das gemütliche Kabuff in der Rendsburgerstrasse 100 ist winzig. Da sollten die Besucher entweder sehr rechtzeitig vor Ort sein, oder vorher ihre Plätze reservieren. Dafür erwartete sie eine faszinierende Welt, die des Pupen- und Figurenspiels und vielleicht auch einige der witzigen und begabten Freunde der Puppenspielerin. (fst)
Figurentheater im KabuffCordula Thonett

Rendsburgerstr. 100

24340 Eckernförde

Tel.: 04351 / 883772

Fax 04351 / 726188

cordula@figurentheater-im-kabuff.de

www.figurentheater-im-kabuff.de
In der Kulturmonographie Eckernförde: https://eckkult.de/kme_cthonett.html

Lebendiger Märchenabend

Geschichten für Erwachsene
Valentinstag, mitten in der Woche. Der kleine stimmungsvolle Raum des „Figurentheater im Kabuff“ ist rammelvoll. Lauter erwachsene Menschen lauschen einer zierlichen Frau. Susanne Söder-Beyer von Beruf Märchenerzählerin erzählt mit viel Temperament von Männer und Frauen und den immer wieder verbindenden Thema: Der Liebe.
Die Märchenerzählerin im festlich eleganten roten Kleid fängt mit dem absoluten Anfang an: Der Schöpfergott hatte den Mann erschaffen und gesellte ihm eine Frau dazu. Erlesenste Zutaten benutze er, aber Adam reklamiert und bittet Gott, die ihm zugedachte Gefährtin wieder zurück zunehmen. Sie nervt ihn. Gott kommt dieser Bitte nach. Wie es dann dazu kam, dass die Menschheit doch entstehen konnte, berichtet Susanne Söder-Beyer mit schalkhaften Humor. Sie berichtet auch aus orientalischen Geschichten, in denen Männer und Frauen im Wettstreit über die List und Klugheit sich messen und nach etlichen raffinierten Verwicklungen, das auserwählte Paar sich doch noch findet.
Nicht nur aus fernen Gestaden und sehr alten Zeiten stammen die Märchen und Geschichten, auch aus Kochendorf und und in unserer Zeit spielend, gibt es hörenswertes zu berichten. Der Autor Nicolaus Kessener, der selbst schon als Vortragender im Figurentheater aktiv war, schrieb über ein alterndes Paar. Während der Mann sich mehr für eine Übertragung seines Fussballvereins zu interessieren scheint, bereitet sich seine Gattin auf ein festliches Klassentreffen vor. Natürlich schweifen ihre Gedanken in die Vergangenheit, als sie wild und gekonnt tanzten und die Liebe mächtig funkelte. Nun haben sie erwachsene Söhne und jeder geht seinen eigenen Interessen nach. Aus der alltäglichen Tristesse mit unerfüllten Hoffnungen und eingeschliffenen aneinander vorbei leben, entwickelt sich ein anrührendes Happyend. Ohne moralischen Zeigefinger wird klar: Liebe ist keine Frage des Lebensalters. Eine bezaubernde und sehr nachvollziehbare Erzählung, die durch den freien Vortrag noch viele feine Nuancen erfährt. Mancher der angegrauten Zuhörer wischt sich beim Klatschen beiläufig über die Augen….
Die Märchenerzählerin lässt jede Gestalt lebendig vor den Augen der gebannt lauschenden Zuhörer auferstehen. Sie wandelt ihre Stimme, und wenn, wie in einer „Erwachsenenfassung“ eines Märchens der Gebrüder Grimm sie von der bösen Hexe berichtet, die der jungen Liebe gehässig im Wege steht, dann funkeln ihre Augen und sie nimmt die knöchrige Gestalt der hässlichen alten Frau an. Den Zuhörern schauert es. Aber das junge und hübsche Mädchen sing ein melancholisches Lied und schon breitet sich eine ganz andere Stimmung im Raum aus. Auch dieses Märchen steuert auf ein glückliches Ende zu.
Nach jeder Geschichte, es sind auch gekonnt aufbereitete Anekdoten darunter, spielt der jugendliche Musikus Benjamin Schulte auf den Akkordeon ein kleines Musikstück. Allzu bald verbeugen sich die beiden perfekt zusammenagierenden Akteure, aber das Publikum lässt sie so nicht ziehen. Erst nach einer weiteren leicht frivolen jüdische Geschichte und noch einer Kostbarkeit auf dem Akkordeon endet die Vorstellung. Faszinierend wie die alte Kunst des Erzählens ganz moderne Zuhörer in ihren Bann zu ziehen vermag. Welch mächtige Bilder in dem kleinen Raum des Figurentheaters entstehen und gestandene Männer und Frauen beim zuhören sichtlich berührt werden. Schön das es grosse kleine Kunst noch gibt! (fst)
Bu: Märchenerzählerin Susanne Söder-Beyer mit der Gastgeberin Klara Korn auf dem Schoss

Fstb Feb. 2012 II: Menschen

8. FEBRUAR 2012

Frühstücksbühne Februar 2012

„Über den Schatten springen“

Organisiert, dekoriert und verantwortet

von Svenaja & Cyrill

II

Menschen

Frühstücksbühne „Über den Schatten springen“ 1

8. FEBRUAR 2012

Frühstücksbühne Februar 2012

„Über den Schatten springen“

Organisiert, dekoriert und verantwortet
von Svenaja & Cyrill

I

Ambiente

KaterFrÜhstÜcksBühne Januar 2012

2. JANUAR 2012

KaterFrÜhstÜcksBühne

Winter-Freiluft-Photo-Ausstellung-Eröffnung

Am 11.12. 2011 um 12 Uhr geht es los:

HofART, die Hinterhof Galerie in Eckernförde präsentiert die 2. Open-Air-Ausstellung.


Sankt – Nicolai- Strasse 

historische und ganz moderne Photos, in Zusammenarbeit von fognin und dem Archiv Willie Euler – Altes Eckernförde









Die Ausstellung ist durchgehend geöffnet, jeden Tag. Viel Spass! 


FrÜhstÜcksbÜhne Septümber 2011

25. SEPTEMBER 2011

FSTB 09-11

 

Keine Kunsthalle für Eckernförde

1. JULI 2011

Keine Kunsthalle für Eckernförde

Schandfleck zu KunsthalleEckernförde wandelt sich. Immerfort. Oft fehlt es im Nahfokus an der Möglichkeit dies zu erkennen. Dort wo die Gerichtsstrasse die Kieler Strasse in Süd und Nord aufspaltet hat sich viel verändert in den letzten Jahren. Beständig geblieben ist die dunkle Ecke mit dem Kiosk und der „Bedürfnisanstalt“.
Als der Kiosk noch ein Kiosk war und bei Michael Zeitschriften, Bücher und Zigaretten über den Tresen geschoben wurden, war es eine kleine Enklave der 60ger Jahre mitten in der Innenstadt. Passt doch: Post, Grundschule, Kiosk und die dunkle und etwas anrüchigen Klos, die einfach so gebaut sind, dass der Geruch von Urin in die Nase steigen muss, wenn man sich nähert. Schmuddelecke, aber geheimnisvoll. Der klotzige Bau des Kiosk mit seiner überzogenen Front trat hinter die Vielzahl der Auslagen zurück – alles war irgendwie funktional und belebt.Der Pächter wechselte, etwas steril lagen kümmerliche Auslagen in dem kleinen Raum und kurze Zeit später stand das Bauwerkchen leer und sah komisch aus. Fritz Schenk, gestaltender Glasermeister hatte einige der bombastischen Dachklötze mit seinen Mosaikarbeiten versehen und das Ensemble strahlte leer noch eine morbide Spannung aus. Früher halt, sehr viel früher.

 

Dann kam der witzige Plan auf, die Touristik GmbH mit einer Fiale zu versehen, in dem ehemaligen Kiosk, im Herzen der Stadt und 500 Gehmeter von dem eigentlichen Domizil des Dienstleistungsbetriebes entfernt. Die Bewohner Eckernfördes grinsten etwas, wenn das Gespräch auf diesen Plan kam und fragten sich, ob die Schlüssel für die Strandkörbe jetzt im Zuge einer Zwangs-Sight-Seeing-Tour der Innenstadt abzuholen seien.

 

Eines Tages war der ehemalige Kiosk bepflastert. Nicht mit Werbezettel für Veranstaltungen, dass war er immer, sondern mit aufwendigen und grellen Plakaten in übertrieben kräftigen Farben und Formatfüllend über allen Türen und Fenstern: Die Touristik machte ihren Besitzanspruch lautstark kund und warb für Gross-Veranstaltungen. Laut. Sehr Laut! Neben unzähliger Information mindestens genausoviele Bilder, die kündeten wie diese Stadt in ihren besten Tagen ausschauen kann. Dazwischen, natürlich, dieses hässliche Beutelratten-Fettwanst-Eichhörnchen-Vieh das den armen Bewohnern als eins der vielen Symbole für Eckernförde aufs Auge gedrückt worden war. Die Ecke war endgültig verkommen. Morbide, altertümlich und grell überpointiert zog der Platz Schmierfinken an, die ihre sinnlosen Zeichen mit schwarzer Farbe auf die noch nicht zugeklierten Flächen zeichneten. Einheimische eilten mit schnellen Schritten vorbei und betrachteten konzentriert die Stühle der Gastronomen auf der anderen Seite der Fussgängerzone.

Alles sollte besser werden, die Touristik GmbH wollt einen nennenswerten Betrag von der Stadtverwaltung um den Kiosk-Klo-Komplex aufzuhübschen. Wobei die Eckernförde-Werbefachleute bestimmt nicht ihrer eigene optische Umweltverschmutzung meinten. Der Ratsversammlung war aber dieser, nennenswerte Betrag, zu viel. Die Kassen der Ostseestadt sind klamm, Lochzangen für neue Gürtellöcher haben Hochkonjunktur und praktische Sparideen sind gefragter als protzige Hochglanz Lösungen.

 

Zu der Zeit, als der Kiosk noch leer stand, trafen sich Künstler aus Eckernförde mit dem Kulturbeauftragten der Stadt. Es wurde überlegt, wie man die Tatsache, dass Eckernförde eine Stadt voller Künstler und Kreativer ist, etwas deutlicher machen könnte. Was nützt es, wenn es reichlich Ateliers und Galerien gibt, jede Menge kleiner aber spannender Veranstaltungen und viele bunte Initiativen – und nur die Kollegen und wenige Einheimische merken es. Natürlich hat die Bevölkerungsgruppe der Kreativen kaum Geld und praktisch keine Lobby. Das Stadtmarketing, soweit überhaupt vorhanden, kümmert sich um Gross-Veranstaltungen, die Stadt ist gepflastert mit Aufstellern einer kommerziellen Disko, Kleinkünstlern, Malern, Fotographen etc. bleiben nur ihre eigenen spartanischen Kanäle. Besucher der Stadt können sich über Kultur nicht informieren, oder müssen dafür hart arbeiten.

Da meckern und kollektiv Leiden nicht so übertrieben fruchtbar ist, wurde die Idee geboren, eine „Eckernförder Kunsthalle“ zu schaffen. Der Begriff sollte sich nicht an den grossen Städtischen Museen orientieren, sondern eher der rheinischen „Trinkhalle“ verwandt sein, wo sich die Bevölkerung Abends trifft und Neuigkeiten austauscht. Der leerstehende, zusehends mehr und mehr vergammelnde Kiosk in der Kieler Strasse wäre doch der ideale Ort. Klein genug und überschaubar, aber auch ausreichend, dass jeder initiativer Kulturtätige mit seinen Infos vertreten sein könnte. Die Künstler würden für funktionierende Öffnungszeiten sorgen, für ansprechende Gestaltung und kompetente Informationen – die Sachkosten müssten gestellt werden. Der Plan, ohne dass er vertiefend mit Politik und Verwaltung besprochen werden konnte, scheiterte daran, dass der damalige Vermieter auf einen solventen Pächter wartete.

Inzwischen hat sich einiges gewandelt. Und wenn die Kioskecke, die inzwischen wieder der Stadt gehört, wieder zur Disposition stehen sollte, könnte man ja mal überlegen…. Natürlich: In die Kategorie „Gross-Laut-Massenhaft“ gehört diese Idee nicht. Aber vielleicht ist Eckernförde inzwischen soweit, das auch Zwischentöne und zartere Qualitäten erkannt und gefördert werden können. Vielleicht. Wir können uns gerne mal darüber unterhalten.

Ps: Inzwischen berichtete die Presse: Der Touristikkiosk wird kommen.

Kreative der Region: Ritha Elmholt

16. JUNI 2011

Kreative der Region: Ritha Elmholt

Ich möchte Euch eine aussergewöhnliche Künstlerin vorstellen. @Ritha Elmholt, deren kreative Seiten auf Facebook unter @Ritha Elmholt Fanbook

zu finden sind. Ritha hat ein sehr umfassendes Oeuvre, äusserst unterschiedich sind ihre Werke und doch haben sie alles eine gemeinsam: Sie sind überraschend. Ritha schreibt. Geschichten aus der Provinz und vom Leben. Gerne würde ich Euch einige dieser humorvollen, aber nicht platt unterhaltenden Geschichten auf https://blogg.onart.in/ vorstellen, aber ich habe sie noch nicht gefragt, ob ich das darf. Ihre Geschichten zu beschreiben übersteigt mein sprachliches Vermögen, das ihre ist dafür viel zu einfach und viel zu überraschend, als das es platt zu beschreiben wäre. Aber es gibt ein hübsches Buch „Morgengedeck“, Mohland Verlag, es ist 2004 herausgekommen.

Aber eigentlich malt Ritha Elmholt, die bereit früher unter dem Namnen Roswitha Ceglars Eckernförde kreativ aufgemischt hat. Mich begeistern am meisten ihre sehr freien Arbeiten, auf ungewöhnlichen Untergründen wie Packpackpapier. Vor einigen Jahren arbeitet sie den Tot ihres geliebten Hundes künstlerisch auf, es entstand eine eine Serie mit dem Titel „Picasso im Himmel“, verschiedene Materialien auf Packpapier. Diese Bilder nahm sie mit in die USA, wo sie zwischenzeitlich studierte. Im Handumdrehen waren diese anrührenden Werke verkauft. Ganz stolz bin ich auf einen Engel, der im Umfeld der Serie entstanden ist, und den ich mir „erschlichen“ habe. Jetzt ist er mein und ich gebe ihn nie wieder her!

 

Vor einiger Zeit hat sie an diese Zeichen-Mal-Technik angeknüpft und sie noch sehr erweitert. Die Serie, die mich vom Thema und Art und und vom optischen Anspruch sehr berührt, sind ihre Faustbilder, die teilweise bei Facebook unter @Ritha Elmholt Fanbook zu sehen sind. Ähnlich dazu auch „Passion of Christ“, die Bilder sind auf ihrer Homepage www.elmholt.de anzuschauen.

Für Pferdefreunde ist dort auch einiges aus ihrer Islandserie zu sehen, auch wenn ich mit dem Thema wenig anfangen, beunder ich ihr sicheres Können auch an dieser Stelle.

 

Ich wünsche mir eine kleine gepflegte Ausstellung, vielleicht mit den genannten Serien. Wie üblich in unsere Region fehlt es an Raum und Geld um die Werke würdig und zeitnah einem genussfähigen Publikum vor zu führen. Aber der virtuelle Raum bietet einen dürftigen Ersatz – vorerst.

Ihre findet Ritha Elmholt in der Kultur Monographie Eckernförde

KME

über ihre Homepage

https://elmholt.de

und auf den genannten Facebookseiten.

Ihr könnt sie gerne Kontakten, sie ist nicht sonderlich scheu. Und neben deutsch, dürft ihr gerne auch english oder dansk schreiben. Kann sie. (fognin)

FrÜhstÜcksbÜhne JÜni 2011

12. JUNI 2011

FrÜhstÜcksbÜhne JÜni

Hofart in der EZ

Hinterhöfe im Allgemeinen verfügen über einen verschwiegenen und eigentümlichen Charme. Sie entfalten diesen Charme besonders dann, wenn sie unvermutet in der Innenstadt Eckernfördes beim Schlendern durch die Nicolaistraße etwa, entdeckt werden. Genauer: In der St.-Nicolai-Str. 7A, fast neben Café Heldt, gibt es eine Fotoausstellung mit Motiven der Ostseestadt, die mit dem originellen Hinterhofcharme korrespondieren. „Hof Art“ nennt Fognin seine Bildergalerie, die bei schönem Wetter für alle Besucher geöffnet ist.

In der kleinen Ateliergalerie werden die Motive auf verschiedenen Materialien (AluDiBond, Kunststoff, Metalle) mit überraschender Tiefen- und intensiver Farbwirkung präsentiert. Fognin, der die gezeigten Motive in den letzten fünf Jahren in und um Eckernförde fotografierte, bietet sie auch als Postkarten an, die über die Händler in Eckernfördes Innenstadt zu erwerben sind.

„Die Künstlerstadt Eckernförde, die als solche immer noch zu wenig ins Bewusstsein der Besucher gerückt wird, hat mit meiner kleinen Ausstellung hoffentlich einen Akzentpunkt mehr aufzuweisen“, hofft der Künstler, der an dem Konzept zu dieser Präsentation über ein Jahr gefeilt hat. www.mmeck.de/fogart 

EZ am 25.5.2011

Grafische Arbeiten

16. MAI 2011

Grafische Arbeiten

Momentan beschäftige ich mich intensiv mit einem Gestaltungsprogamm. Hier einige „Übungsspielereien“

Natürlich nur zu Werbezwecken – ich erwarte jetzt jede Menge Aufträge für Prospekt, Visitenkarten und Broschüren….

Einladung Frühstücksbühne mit unausprechlichen Titel

 

Avatar für Facebook
Andere Version

Und ein Entwurf für eine CD:

 

Vorversion

 Für meine Freiluft – Photoaustellung, die jeden Tag bei schönen Wetter in der Nicolai-Str. 7 staffindet, zwei Schilder. Die „Biographie“ ist auf silbernen („Edelstahl) Hintergrund, die Preise vergolden (zumindesten mir) das Leben…

 

Infotafel bei der HofArt Ausstellung

 

 

Preisliste auf goldfarbenen Metal

Angefangen hat alles mit einem Plakat für die Frühstücksbühne letzten Monat zum Thema „RausAus“. Vielleicht lag es ja an diesem Werbeträger, dass kaum Menschen gekommen sind?

Plakat Fstb

„bewegtes Leben“

fognins bewegtes leben

Jetzt ist es 10 Tage her, dass ich hier meinen Katalog „der mir wichtigsten Bilder“ publiziert habe. Die Einträge auf diesem Blogg () landen automatisch auf dem Kulturblogg für Eckernförde und in der entsprechenden Gruppe bei Facebook.

Es ist ein komisches Gefühl, eine eingeschränkten Öffentlichkeit etwas zu präsentieren, dass einem selbst sehr wichtig, biographisch gesehen, sogar bedeutend erscheint.

Lieber als hier virtuell auszustellen, hätte ich meine Werke gerne an die weissen Wände einer Galerie gehängt. Hätte gerne etwaigen Interessenten in die Augen geschaut und bang gehofft, ob und wie sie sich äussern. Aber, leider ist die Realisierung der Werke als Wandschmuck recht teuer und ich kann es mir einfach nicht leisten. Vielleicht später mal. Vielleicht dann, wenn ich ein paar Bilder verkauft habe.

Ich werde keine Bilder verkaufen.

Das ist ein Teufelskreis: In der Überfülle des Internets gehen meine Werke unter. Oder werden sonstwie nicht bemerkt. Oder sind einfach nur schlecht: Wie soll ich es wissen, da ich keinerlei Feedbacks erlebe, ausser von guten Freunden, die letztlich mir applaudieren.

2011

[fognin] fognin – der Katalog 1: „bewegtes Leben“

Bilder die mir etwas bedeuten.
Mein Katalog. Teil 1:
„bewegtes Leben“
Eurythmie
HDR3
Pentax K20
Marktplatz belebt
HDR10
Pentax K20
raus aus
HDR 3
Pentax K20
Waschtag
HDR
Leevke
HDR3
Pentax K2
Gruppe (fstb)
HDR3


Von Blogger am 3/13/2011 12:29:00 PM unter fognin eingestellt

fognin – der Katalog 1: „bewegtes Leben“

Bilder die mir etwas bedeuten.
Mein Katalog. Teil 1:
„bewegtes Leben“
Eurythmie
HDR3
Pentax K20
Marktplatz belebt
HDR10
Pentax K20
raus aus
HDR 3
Pentax K20
Waschtag
HDR
Leevke
HDR3
Pentax K2
Gruppe (fstb)
HDR3

Fwd: [fognin] fognin – der Katalog 3: „Menschens-Kinder“

 

Bilder die mir etwas bedeuten. Mein Katalog. Teil 3:

„Menschenskinder“

Willy HDR3

Pentax K20

Janni (hofArt) HDR3

Pentax K2

Performance (fstb) Canon 20D
Svenja HDR3

Der Denker (haarig 2)

HDR3

Pentax K20

     

Von Blogger am 3/11/2011 12:37:00 PM unter fognin eingestellt

 

[fognin] fognin – der Katalog 4.1: „Stadt „

[https://picasaweb.google.com/fognin/FogninDerKatalog41Stadt?feat=directlink]

Mein Katalog. Teil 4:
„stadt-strand-meer“
Bilder die mir etwas bedeuten.
Rundspeicher

(Garten Künstlerhaus)

HDR4

Pentax K7

Altstadtfest

HDR3

Pentax K7

Altstadt

HDR

Hamburg Speicherstadt

HDR3

Gänsemarkt

HDR

Von Blogger am 3/10/2011 12:36:00 PM unter fognin eingestellt

 

fognin – der Katalog 4.1: „Stadt „

Mein Katalog. Teil 4:
„stadt-strand-meer“
Bilder die mir etwas bedeuten.
Rundspeicher
(Garten Künstlerhaus)
HDR4
Pentax K7
Altstadtfest
HDR3
Pentax K7
Altstadt
HDR
Hamburg Speicherstadt
HDR3
Gänsemarkt
HDR

[fognin] fognin – der Katalog 4.2: „Strand „

Bilder die mir etwas bedeuten.
Mein Katalog. Teil 4:
„stadt-strand-meer“
Eckstrand

HDR

Eckstrand

HDR

1. März 2007

Canon EOS 300D

Eckstrand
Eckstrand

Nikon 995

Eckstrand

HDR

[fognin] fognin – der Katalog 4.3: „Meer „

Bilder die mir etwas bedeuten.
Mein Katalog. Teil 4:
„stadt-strand-meer“
Spiegelschiff
Die Flotte IIHDR

Canon 20D

Hafen (rot)HDR

Canon 20D

 

[fognin] fognin – der Katalog 5. erzählt

Bilder die mir etwas bedeuten. Mein Katalog. Teil 5

  erzählt

Das schwarze Schaf

HDR

(Model: Marianne)

 

Enselble reflexion K

2009

 

Auf dem Sofa

HDR

 

Engel und Teufel?

HDR3

(Modell: Mila, Svenja)

 

Holzlichtmileu

HDR3

 

Löffel (rot)

HDR3

 

Ochsenkopf umgebaut

HDR3

 

Rat der Weisen

 

Die Meister

rechts Magnus Carlson 2001 in Kiel

Künstlerhaus mit Rot

 

HDR5, Pentax K7

 

Von Blogger am 3/07/2011 12:36:00 PM unter fognin eingestellt

 

fognin – der Katalog 6. Anderes

Bilder die mir etwas bedeuten. Mein Katalog. Teil 6
Calderas Faust
Marianne Carlshöhe
Smarties auf Stahl -HDR5- gedreht
Pentax K20
von hinten
HDR3 Pentax K20

Magister Wiegbolds informatives Piraten Theater

Magister Wiegbold – zum mieten!:
näheres: Frau Pamms: 04351 998946

SHKH Eckernförde / otte1

26. AUGUST 2010

Dreierlei Künste in einem Haus

Eckernförde und Künstler. Eine beliebte Kombination. Nicht nur die vielen Kreativen die im Umfeld der Ostseestadt leben setzen bunte Akzente, auch das international sehr beliebte Künstlerhaus wirkt als Magnet. Die Landesregierung lobt jährlich mehrmonatige Stipendien aus, die für alle Kunstgattungen gelten. Damit die Künstler nicht ganz unvorbereitet die Stadt und ihr neues Domizil erkunden müssen, lädt der betreuende Künstlerhaus e.V. interessierte Menschen ein, mit ihnen die neuen angekommenen Kreativen Willkommen zu heissen. Derzeit sind drei neue Mitbewohner in der Ottestr. eingezogen. Akos Doma, (Literatur), Gordon Kampe (Musik) und Takashi Mitsui (Bild.Kunst) können zwischen zwei und drei Monaten die Stadt erkunden und sich zu neuen Werken inspirieren lassen.

Gordon Kampe ist zeitgenössischer Komponist und war auch schon bei dem Chiffren Festival zu hören. Er studierte u.a. bei Nicolas A. Huber und arbeitet als Komponist, Kirchenmusiker und Lehrbeauftragter der Folkwangschule in Essen. In Eckernförde wird er zwei Kompositionen beenden, für die er Aufträge erhalten hat.

Der in Ungarn geborene und in England und Deutschland aufgewachsene Schriftsteller Akos Dorma lebt in Bayern und schreibt seine Romane in deutscher Sprache. Nachdem bereits 2001 sein Roman „der Müßiggänger“ erschienen ist, redigiert er in Eckernförde sein neustes Werk, das unter dem Arbeitstitel „der Kaputtmacher“ für nächstes Jahr zu Publikation vorgesehen ist. Dorma arbeitet darüber hinaus als Übersetzer und langjährig auch als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Universität.

Der aus Japan stammende bildende Künstler Takashi Mitsui hat in Tokyo, Mainz und Düsseldorf studiert und lebt in Köln. Der freischaffende Künstler arbeitet in dem Bereich Installationen, zu denen er gefundene Materialien, Licht, Klänge und Videos benutzt. Er hat bereits viele Stipendien, hauptsächlich in Skandinavien zur Unterstützung seiner Arbeit erhalten. Den norddeutschen Arbeitsaufenthalt will er besonders nutzen, um in Schloß Gottorf Recherchen über die Steinzeit zu betreiben, die in seine nächsten Arbeiten einfliessen sollen. (fst)

Termine und Infos Gordon Kampe: 14.09.2010, ab 21.05h im Deutschlandfunk

Ripley-Musik V für Bassklarinette, Violoncello und Klavier
Gassenhauermaschinensuite für Klarinette, Akkordeon, Schlagzeug,
Violoncello, Klavier und Zuspielungen

Internet: www.gordonkampe.de

Akos Doma, Der Müßiggänger, Rotbuch, Hamburg, 2001
Akos Doma, Die Kaputtmacher, ersch. Feb. 2011, Rotbuch, Hamburg
Samstag, 18. September 2010 um 16:00 Uhr Kiel, Literaturhaus Schleswig-Holstein Gespräch mit dem ungarischen Schriftsteller Akos Doma
Künstlerhaus e.V. www.shkh.de oder Sven Wlassack 04351/710170

KzK Kunst zu Kaufen

[https://fognin.net/angebot2.jpg]

Selbsportrait mit roter Klammer

eine Serie von 10 Photos
es können immer drei Bilder zusammen erworben. Die Bilder sind in Acrylglas (auch für Aussenmontage geeignet.
Die Zusammenstellung der Bilder erfolgt durch den Käufer,
auch die Grössen sind (nach Vorgabe) frei wählbar.
Jedes dieser gezeigten Motive wird nur einmal belichtet,
d.h., der Käufer erwirbt ein Unikat.
Die digitalen Urspungsbilder werden nach der erfolgreichen Belichtung vernichtet.
Nun zu den Formaten und Preisen (für je drei Photos in Acrylglas)
 
30 X 45,  1.500 Euro
40 X 60,  1.700 Euro
50 X 75, 1.900 Euro
60 X 90,  2.100 Euro
70 X 105, 2.300 Euro

Resumée und Ausblick im Künstlerhaus

23. JUNI 2010

Resumée und Ausblick

Internationale Künstler sind die ständigen Besucher im Künstlerhaus in der Ottestr. 1. Auf Einladung des Landes Schleswig-Holstein wird ihnen eine mehrmonatige Arbeitszeit in Eckernförde geboten. Inzwischen sind kleine Ausstellungen der Kreativen Besucher schon eine Tradition.

 

Am Wochenende zeigte die aus Korea stammende Jeong-Eun Lee ihre Impressionen unter dem Titel „Alltagshaiku in Eckernförde“. Lutz-Rainer Müller, gerade erst 14 Tage hier, öffnete sein Atelier auch für Gäste und zeigte einige skizzenhafte Installationen aus seinem momentanen Beschäftigungsfeld.

Jeong-Eun Lee hat in Seol und in Hamburg, wo sie momentan lebt, studiert. Ihren Arbeitsraum in der Ottestr. 1 hat sie aufwendig mit einem Fries aus Zeichnungen und Videoinstallationen versehen, der ihre Eindrücke und Erlebnisse in Eckernförde seit Februar 2010 zeigt. Während draussen Eis und Schnee die Natur und die Stadt beherrschten zeichnete sie die Innenräume ihres Ateliers und erkundete mit dem Fotoapparat und der Filmkamera das Umfeld. Ihr Aufbau lies den Spannungsbogen Innen-Aussen beim Betrachter zum deutlichen Erlebnis werden, die Bilder sowie die sehr gelungene Zusammenstellung, die sich an teilweise imaginären Horizonten ausrichtete, erzählten eine Geschichte ohne Worte. Jeong-Eun Lee hat sich sehr intensiv mit dem Umfeld ihres Stipendiums auseinander gesetzt.

 

Lutz-Rainer Müller hatte bisher erst wenig Zeit sich in Eckernförde heimisch zu fühlen. Er stammt aus Neustadt in Ostholstein und studierte in Oslo in Norwegen. Sein jetziger Heimatort ist Leipzig. Er nutzte den grossen Atelierraum um zwei Installationen und ein Bildinstallation zu zeigen, die er aber als Skizzen oder Notizen verstanden haben möchte. Unter dem Arbeitstitel „Spuren“ beherrschte eine grosse Leinwand den Raum, auf dem Spuren von Hölzern eingebrannt, die wie Betrachter sich vor dem Bild versammelten. Da der Künstler gerne Momente seiner Umfelds aufgreift und reflektiert, konnte man Spuren der grossen Bagger die die Ottestr. derzeit beackern auch in einer Bodeninstallation erleben. Ein kleineres, sehr vielschichtiges Bild war direkt in die Atelierwand eingebrannt und regte unmittelbar zum sinnieren über Nachhaltigkeit und Flüchtigkeit von Spuren an. Lutz Müller überlegt ob er noch weitere Impressionen von Eckernförde während seines zwei monatigen Stipendiums in die Öffentlichkeit bringt. (fst)

Peter und Heidi – Eine Frühstücksbühnen Performance von Johanna und Raphi

 12. Mai 2010

Peter und Heidi

Eine Frühstücksbühnen Performance von Johanna und Raphi

HDR Photos von fognin
Heidi 1
und Peter 1
wechseln die Kleider auf offener Bühne
und verwandeln sich in
Peter 2
und
Heidi 2
in vielen Einzelschritten

Frühstücksbühne 05-10: „Peter“ HDR Fotos

11. MAI 2010

Frühstücksbühne 05-10 „Peter“

HDR Fotos,

Das Thema war „Peter“

ez: Auf Kaperfahrt mit Störtebeker

Auf Kaperfahrt mit Störtebeker

Jörgen Braker erzählte und las in der Stadtbibliothek
Ein Spannungsreichen Abend veranstaltete die Reihe Lesart und die Eckernförder Stadtbibliothek mit dem Wissenschaftler und Autor Prof. Dr. Braker. Braker, Autor mehre wissenschaftlichen Schriften und zweier Romane über die Vitalienbrüder und den Kaperfahrer Claus Störtebeker. Unendliche Legenden und Sagen ranken sich um Hansezeit um 1400. Jörgen Braker erzählt, wie in den Archiven der über 350 Hansestädte dieser Zeit sich verschiedenste Dokumente auffinden liessen, die immer wieder von der „Seeräuberei“ handelten. Was für die Hansekaufleute wüster Diebstahl war, stellte sich für ihre Gegner als normaler Krieg da: Fürsten und Herrscher stellten Kaperbriefe aus, mit denen die Schiffe, zwar auf eigene Rechnung, aber immerhin auf Kriegspfaden segelten. Braker, der 26 Jahre lang das Museum für Hamburgische Geschichte geleitet hatte, erzählte von den Gepflogenheiten des Mittelalters. In seinem ersten Roman Zeelander, beobachtet der Protagonist zusammen Claus Störtebeker, wie das Schiff des Kaperkapitäns auf geheiss der Hansestadt „gepfählt“ wird. Immerhin wurde mit Hilfe des Seglers ein grosser Klumpen Wachs gestohlen….
Störtebekers sagenumwobener Tod auf den Grasbrook in Hamburg erzählt der 1936 in Münster geborene Wissenschaftler, der familiäre Bindungen nach Eckernförde hat, ganz anders: Dem Seehelden gelingt die Flucht bei der Massenhinrichtung und er taucht unter dem Namen Johann Störtebeker zusammen mit Gödeke Michels in seiner Fortsetzungsgeschichte auf: Die Reliquien von Lissabon — Störtebekers Vermächtnis, so der Name des Romans. Braker berichtet darin wie die Kaperfahrer mal im Auftrag der Hansestadt, mal im heftigen Kampf gegen sie, für verschiedenste Fürsten und Länder in den Wirren des Hundertjährigen Krieges agieren.
Jörgen Braker hat eine sehr bildhafte Vortragsart, man merkt seine didaktische Erfahrung, wenn er die verschiedensten Lesebeispiele mit farbigen Erzählungen verbindet. Sachkunde, durch lange Recherchen in Archiven und ausführliche Ortsbegehungen wird nicht zu trockenen Fakten, sondern bildet ein solides Gerüst für unterhaltsame und wissensverbessernde Geschichten.
Nur die geheimnisvolle Andeutung, zu enthüllen was unsere Ostseestadt denn mit dem Piraten zu schaffen hatte, blieb er diesmal schuldig. Vielleicht der Anlass für einen weiteren spannenden Abend mit Abenteuern, Segelschiffen und harten Kerlen? (fst)
Bücher
Die Reliquien von Lissabon — Störtebekers Vermächtnis
von Jörgen Bracker
1. Auflage 2008, Murmann Verlag GmbH, Hamburg
ISBN 978-3-86774-021-0
Zeelander
von Jörgen Bracke
1. Auflage 2005, Murmann Verlag GmbH, Hamburg
ISBN 978-3-938017-42-5
INTERN (Recherche):
https://www.joergen-bracker.de
Jörgen Bracker ist Mitglied von «QUO VADIS Autorenkreis Historischer Roman» und war dort Koordinator des Sir Walter Scott-Preises, der für den besten historischen Roman im deutschsprachigen Raum verliehen wird.
Profil von Jörgen Bracker beim Murmann Verlag
Profil von Jörgen Bracker beim Piper Verlag
Profil von Jörgen Bracker bei Histo-Couch.de
Profil von Jörgen Bracker bei Historische-Romane.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_St%C3%B6rtebeker
https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6deke_Michels
https://de.wikipedia.org/wiki/Magister_Wigbold
https://de.wikipedia.org/wiki/Grasbrook
https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,569321,00.html

Schäbige Wahrheit

Brötchentütengedicht

Kulturflut bringt ansehen

Ein weiterer Beweis, dass Knst ist. Und die engültige Antwort auf die Frage nach der Notwendigkeit für Kultur(flut)
Mit Videomaterial von Pablo & Semjon
Stimmen von Keno (wie geil ist das denn?) und Pablo
und dem Titel von Justin (der wie immer nix weiss)
und natürlich viel onart/ig sound und mix von fognin

www.kulturflut.org
www.fognin.net

Das ist Knst! (für nen Euro)

Kunst! Ein komplettes Video erklärt die Welt, 
erklärt Kunst und Kultur. 
Ohne Worte, nur mit tiefgründigen Bildern und Krch. 
Und das alles für einen Euro und in zehn Minuten. 
Alles von fognin onarti/ig mit Material von Semjon

fognins sprechende Bilder 3 – Mila

Mila spricht Mila

und auf der Frühstücksbühne 03-10

Photos und Sound von fognin
ein fognin onart/ig Projekt
www.fognin.net

Videos – 13. März 2010

fognins sprechende Bilder 2 – Marianne Tralau

fognins sprechende Bilder 2
Marianne Tralau auf der Frühstücksbühne 03-10, Thema „UND“
www.tralau.com

Photos und Sound von fognin
ein onart/ig Projekt
 www.fognin.net

[fognin] Heiner Marten Inspiration

Heiner Marten „Inspiration“, ursprünglich hochgeladen von fognin


Am Sonntag ist Ehrenamtsmesse, Eine Homage

Wider das Ehrenamt!

Eine Polemik

Anruf bei einem freien (sprich selbstständigen) Journalisten: Ober er einen Artikel schreiben könne, über eine Person des öffentlichen Lebens, ca. 10 Seiten, 5 Fotos….

„Ich schreibe nur für Geld“ so die vorsichtige Antwort des Schreiberlings. „Bei uns wird alles ehrenamtlich gemacht, sogar das Jahrbuch“ kommt der Konter des Gesprächspartners, der als ehemaliger Beamter eine nennenswerte Pension sein eigen nennt. „Aber es gibt eine Aufwandentschädigung“. Der Journalist überlegt: Kein Auftrag heisst auch keine Einnahmen. Die Zeiten sind mau, längst sind seine monatlichen Verdienste unter den Satz von Hartz IV gesunken. Jeden Monat aufs Neue heisst es Bangen, ob die Miete und der Strom bezahlt werden können. Klar versucht er zu verhandeln, das Angebot der Ehrenmenschen mit Amt lautete auf 200 Euro für 10 Seiten Text mit fünf Fotos. Und der Aufwand? Zwei Gesprächstermine a eineinhalb Stunden plus jeweils eine Stunde Vorbereitung, zehn Stunden Recherche, zwei Fototermine mit insgesamt fünf Stunden, Bildbearbeitung von ca. 60 Fotos zur Auswahl, pro Bild vorsichtig geschätzte 30 Minuten. Sind rund 50 Stunden. Geht auch schneller, aber nicht besser. Der Artikel ist dabei noch nicht geschrieben, die Bänder abtippen lassen kostet auch schon fast einen dreistelligen Betrag.

Ja, 200 Euro sind viel Geld. Fast die halbe Monatsmiete, wenn man den Strom und die anderen Fixkosten einrechnet eher ein Drittel. Wie die Kamera und die Computer bezahlt wurden, dürfte hier ja egal sein? Und womit man die Versicherungen und anderen Kosten leistet, die ein selbständig arbeitender Mensch von seinem Staat aufgebrummt bekommt wohl auch? Die Ehrenämtler sind der vollen Überzeugung, dass das was sie leisten mit ihrem Jahrbuch, ihrem Verein und ihren vielen hundert Stunden unentgeltlicher Arbeit eine Bereichung für die Menschheit ist. Ist es auch, auch ich blättere gerne in ihren Büchern. Doch da, wo diese Menschen, die fast alle einen besonders gesicherten finanziellen Hintergrund haben, andere beauftragen (oder muss man hier schon erpressen sagen? Nein so böse Begriffe gibt es in der heilen Welt der sozial tätigen nicht) für sie zu arbeiten, stimmt das Konzept nicht. Natürlich zahlt dieser Verein an (akademische) Vortragsredner bei Veranstaltungen die üblichen Honorare. Diese Menschen haben den Vorzug bei ihnen nicht Mitglied zu sein, einen festen Arbeitsplatz zu haben und überhaupt nicht erpressbar zu sein. Entweder es wird anständig gezahlt oder der Herr Doktor bleibt zu Hause.

Unser Journalist hat keine Auswahl. Er muss annehmen, egal wie viel Arbeit er für unter drei Euro die Stunde zu leisten hat. Da sein Name unter dem Artikel stehen wird, kann er sich auch nicht mit oberflächlicher und schlampiger Arbeit aus der Affäre ziehen. „Scheiss Kapitalismus!“? Neinja! Die sogen. „soziale“ Marktwirtschaft funktioniert mit dem Bild einer Vollbeschäftigung, in der gut versorgte Bürger in ihrer Freizeit sinnvolles für das Gemeinwohl leisten können und sollen. Leider haben sich die Zeiten geändert. Das Heer der Arbeitslosen, die mit Garantie nie wieder einen Job finden werden, ist Legion. Hartz IV Empfänger sind besser versklavt durch Bürokratie und Amputation ihrer Würde als die lebendige Ware auf antiken Märkten. Damals wie heute ist diese Unterdrückung und Ausbeutung streng im Rahmen des Gesetzes. Aber diejenigen die solche Gesetze machen singen das hohe Lied des Ehrenamtes: Sie sind nicht betroffen und werden es nie sein. Betroffen sind Kleinunternehmer und Angestellte, die auch wenn sie heute noch einen Job ihr Eigen nennen, morgen vielleicht schon die Seiten wechseln müssen. Und dann erst mal gezwungen werden ihre Ersparnisse, die sie für die Ausbildung der Kinder sich abgerungen haben, aufzufressen. Dann sind diese sogar froh, für drei Euro die Stunde arbeiten zu dürfen. Natürlich findet das bürgerliche, durch beamtung gesicherte Mittelfeld ihre Welt in Ordnung. Sie haben ja diese Politiker auch gewählt, werden es wieder tun und sind mit sich, ihrem Ehrenamt (für das vielleicht sogar mal einen Orden gibt!) vollkommen zufrieden. Das ist eine Ehre. Ist es auch eine Ehre für den (un)genannten Verein hungern zu dürfen?(fst

Onart Stipendium erstmals an Pablo Wittrock verliehen

Onart Stipendium

Im Rahmen der Eckernförder Frühstücksbühne wurde erstmalig das  

Onart Stipendium für Konsequente Kunst in Leben und Werk an Pablo Wittrock

verliehen. In der Laudatio auf den jugendlichen Preisträger wurde von fognin die kreative Lebensführung von Pablo Wittrock gewürdigt, die ihn befähigt, im Sinne des Stiprendiums als onart/ig Künstler zu wirken.

https://onart.in/onartstipendiumverleihung.mp3

Gerhart Bettermann

Gerhard Bettermann

Bilder aus Eckernförde und dem Rest der Welt.
Einer der interessantesten Maler die in der norddeutschen Region wäre im Februar 100 Jahre alt geworden. Das Eckernförder Museum widmet Gerhart Bettermann eine Sonderausstellung und zeigt unter dem Motto „In Schwansen und der Welt zuhause“ spannende Teilaspekte des ungewöhnlichen Künstlers.
Gerhart Bettermann wurde am 23. Februar 1910 in Leipzig geboren, er absolvierte auf Druck seiner Eltern, die einer künstlerischen Laubahn ablehnend gegenüber standen, eine Schlosserlehre.
Bereits während der Ausbildung begab er sich auf umfangreiche Wanderungen. So als 1927 die sächsischen Metallarbeiter streikten und daraufhin ausgesperrt wurden, wanderte er mehre Wochen durch den Odenwald und am Rhein. Unterwegs zeichnete er um die Reise zu finanzieren. Heimlich hatte er zuvor im heimischen Leipzig bereis Zeichenunterricht genommen.
Weitere ausgedehnte Reise und Wanderungen sollten folgen, zumal er sich nach der Gesellenprüfung entschloss, die künstlerische Laufbahn einzuschlagen. Ausgedehnte Reisen durch ganz Europa folgten in denen viele Skizzen entstanden, die er daheim in Holz- und Linolschnitten ausarbeite.
1929 schloß es sich der „Künstlergruppe der internationalen Bruderschaft derVagabunden“ an zusammen mit Gregor Gog, Hans Tombrock und Hans Bönnighausen, bis 1933 fanden über 30 Ausstellungen statt. .
Als Debütant beteiligte er sich an der 1. Großen Leipziger Kunstausstellung und erhielt für das Gemälde „Arbeitsloser in der Dachkammer“ den 1. Preis des Landes Sachsen.
Bei seinen ausgiebigen Wanderungen, die ihn bis nach Ägypten führten, interessiert er sich besonders auch für die sozialen Verhältnisse und er versucht, das Typische in Landschaftsbildern festzuhalten.
Da er befürchtete wegen seinen sozialkritischen Interessen und seiner mitgliedschaft in der „ASS“ (Association revolutionärer Kunstler Deutschlands) politisch verfolgt zu werden, siedelt er 1933 in den Norden Deutschlands um. 1934 kaufte er in Emers bei Winnemark eine Tagelöhnerkate und lebte von Gelegenheitsarbeiten, seit 1935 verheiratet mit der in Leipzig geborenen Malerin Glore Becker.*
Kriegsteilnahme und Gefangenschaft erzwangen ab 1945 einen Neubeginn. 1953 gründete er ein Künstlerhaus bei Winnemark an der Schlei. Ausgedehnte Reisen, oft mit Künstlerkollegen zusammen führten zu einer Vielzahl von Reisebildern.
1954 gründete Bettermann den Landesberufsverband der Bildenden Künstler in Schleswig-Holstein mit und war bis 1970 als dessen 1. Vorsitzender tätig. 1956 beteiligte er sich an der Gründung der „Gruppe 56“, welche regelmäßig Ausstellungen veranstaltete. 1992 verstarb Gerhart Bettermann 82jährig in seinem Malerhaus an der Schlei und erhielt auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin eine Seebestattung. Er gilt heute als einer der bedeutendsten Künstler Schleswig-Holsteins.
Zum hundertsten Geburtstag Gerhard Bettermanns ist die Eckernförde Ausstellung der Auftakt einer Kooperation mit dem Künstlermuseum Heikendorf und dem Kunsthaus Hänisch in Kappeln, die den „ganzen“ Bettermann mit verteilten Schwerpunkten vorstellen werden. Das Museum Eckernförde biete einen konzentrierten Blick auf den Landschaftsmaler Gerhart Bettermann, beginnend bei den Graphiken und Malereien seiner Ägypten- und Südosteuropareisen der 30er Jahre über die Italien- und Jugoslawienreisen der 50er und 60er Jahre bis hin zu den hiesigen Motiven der frühen 80er Jahre. (fst)
Museum Eckernförde
Laufzeit: 31. Januar bis 14. März 2010
Öffnungszeiten:
di – sa 14.30 – 17 Uhr, so 11 – 17 Uhr
Publikationen:
Zur Ausstellung erscheinen 2 Museumssammelblätter (je 0,50 Euro)
Begleitende Veranstaltungen:
Führungen am 11. Februar um 15.00 Uhr, am 4. März um 15.00 Uhr und am 14. März um 11.30 Uhr mit Dr. Uwe Beitz
* lt Museumsblatt mit Johanna Bauch.

Kuttel Daddeldu an der Ostsee

Kuttel Daddeldu an der Ostsee

Er hatte ein bewegtes Leben, bevor er als humoristischer Dichter Unsterblichkeit erlangte. Joachim Ringelnatz (1883-1943), seine Gedichte und auch das bewegte Leben als Seefahrer, Gelegenheitsarbeiter und und Künstler in vielen Sparten, waren das Thema eines unterhaltsamen Abends im Schleswig-Holsteinischen Künstlerhaus.
Thomas Schleissing-Niggemann begnügte sich nicht, die unterhaltsamen Gedichte vorzutragen, sondern verwandelte den Saal des Künstlerhauses in ein Kabarettprogramm der Vorkriegszeit. So musste es in etwa gewesen sein als Ringelnatz im Berliner Kabarett Schall und Rauch als Matrose seine zarten Verse und deftigen Geschichten vorgetragen hat. Schleissing-Niggemann, erst als altertümlicher Jünger von Turnvater Jahn, später als versoffener Matrose, spielte, sang und zeigte, die Gedichte als Bühnenshow. Nebenbei berichtete er aus dem ereignisreichen Leben des geborenen Leipzigers.
Bevor Ringelnatz seine Turngedichte 1920 veröffentlichte, war sein Leben hauptsächlich von vielerlei Berufen und künstlerischen Misserfolgen geprägt. Stets in bitterer Armut lebend, versuchte er sich als Matrose, Bibliothekar, Schaufenstergestalter etc.
Während der Weimarer Republik in Berlin wurde der rezitierende Dichter als Geheimtipp gehandelt, Tourneen durch die Kleinkunstbühnen und Kabaretts festigten seinen Ruhm als Kabarettist und Schriftsteller und auch als Maler wurde er zögernd bekannter.
Den Nationalsozialisten war der ungebändigte, teilweise deftige und respektlose Humor des Künstler unheimlich. Es erfolgten Auftrittsverbote und Bücherverbrennungen und für Ringelnatz wieder, die ihm lebenslang begleitende Armut. Er erkrankte an Tuberkulose und starb 1943 in Berlin.
Ebenfalls in Berlin beheimatet ist Thomas Schleissing-Niggemann, der als Pädagoge, Schauspieler und Rezitator tätig ist. Ein umfangreiches Programm, vielfach vertiefend deutschen Dichtern gewidmet, zeichnet sein Repertoire aus. In Eckernförde trat er bereits mehrfach erfolgreich auf und dürfte, die die gut besuchte Vorstellung im Künstlerhaus zeigte, bereits ein Stammpublikum haben. Seine lebendige, dem Werk verpflichtete Vortragsweise die nicht nur gute Unterhaltung produziert, sondern auch mühelos den Dichter dem Publikum näher bringt, kam bei dem letzteren sehr gut an. Selbst Ringelnatzkenner, davon waren mehre leise mitsprechend im Saal, haben noch neue Aspekte über „ihren“ Dichter mitgenommen. (fst)
Recherche:

natur betrachten – ewig lang version video

natur betrachten – ewig lang
ein fognin onart Video
Hardcore Langweile Version

Die ultra hardcore super langweilig edit Version von Natur betrachten (60 sec)

kamera………….semjon, markus
act……………….marianne, semjon
sound……………fognin
#Grüsse an greenscreen in Eckernförde#
es git auch eine kurzversion – die ist ganz anders
ein onart /ig projekt 2010 ø~宆 ⁄©

(c) left 2010 by fognin ø~宆 ⁄© 
60 Sekunden für Natur. Ein onartfilm mit semjon & markus, Kamera. Marianne und Semjon als Schauspieler, Sound von fognin.

Und liebe Grüsse an die Greenscreener in Eckernförde

(c) left 2010 by fognin onart /ig

Kategorie:  Bildung
Tags: 

natur betrachten – ein fognin onart naturfilm

naturbetrachten – ein fognin onart video

kamera………….semjon, markus
act……………….marianne, semjon
sound……………fognin
#Grüsse an greenscreen in Eckernförde#

es git auch eine langversion – die ist ganz anders

fognin ø~宆 ⁄© 2010

neues fognin onart video: pubern

pubern – ein fognin onart video

mit:
Stimme 1……Jelle
Kamera………Semjon
act……………Hagen
……………….Kjell
……………….Anna
……………….Finn
……………….Nicki u.a.
Sound……….fognin
video………..fognin

(C) left 2010 fognin onart /ig Eckernförde

onart /ig stiftet Stipendium

ø~宆 ⁄©

Heute wurde die Stiftungsurkunde mit der die onart /ig ein Stpendium auslobt feierlich unterzeichnet.

Folgender Text steht in der Urkunde:

Hiermit stiften die Mitglieder der onart /ig

Markus Feuerstack und Marianne Tralau

das

 

 

onart Stipendium

für Konsequente Kunst in Leben und Werk

 

Das Stipendium wird unregelmässig bei Bedarf an Menschen verliehen, die eigenständig ohne äussere Beeinflussung ihr Leben oder ihre Werke künstlerisch entwickeln. Im Sinne der Interessengemeinschaft onart ist es wesentlich, dass kommerzielle Ausrichtung oder Interesse an der Wirkung für andere ausgeschlossen werden können.

„Onanistische Kunst“ bemüht sich, die Werke ausschließlich nach den originären Interessen des Schöpfers zu entwickeln und distanziert sich ausdrücklich von jeder Wirkung die Rücksicht auf Publikum oder Verkauf etc. nimmt.

 

Die Stipendiaten werden in diesem Sinne entweder für ihre Lebensführung oder für Werke ausgezeichnet. Sie sind damit im Sinne des Stiftungsrates Künstler.

 

Das Stipendium umfasst:

  • eine Urkunde
  • Verleihung der Urkunde und des Stipendiums
  • das Recht sich als Mitglied der onart /ig zu bezeichnen (zB. Als Namenszusatz)
  • ein Arbeitsessen
  • Aufnahme in den Stiftungsrat (der nächste Stipendium vergibt)

Der Stipendiat verpflichtet sich, das Stipendium in seiner Vita (Lebenslauf etc. zu erwähnen)

 

Der Stiftungsrat entscheidet im Konsens.

 

21.01.2010 Eckernförde

Unterschrift Markus Feuerstack, Marianne Tralau

fognin on art

fognin ist onartig

onart ( ø~宆) steht für „onanistische Kunst“. Kunst die nichts weiter will, als ihrem Schöpfer zu dienen. Also mir, wenn ich sie gestalte. „Kunst an und für mich“.

Ich glaube nicht an Publikum

Meine Erfahrungen mit Ausstellungen sind seltsame. Ich habe drei Einzelausstellungen gemacht, und mich an einigen Gemeinschaftsausstellungen beteiligt. (Als Photograph). Abgesehen, dass sich nur meine Bilder ausstellen lassen, alles andere Probleme bereitet, wenn es an die Wand soll, – was soll das Publikum mit meiner Kunst? Einigen gefällt einiges, anderen nicht. Schön: das ist nicht meine Sache. Weiterhelfen kann mir ein Urteil nicht, jedenfalls nicht von Menschen, die sich selber aussuchen. Interessante Kritiker, an deren Urteil mir etwas liegt, laufen mir nicht zu. Ich muss sie suchen und fragen. Anstrengende Sache, die sich meist lohnt.

Die Bilder (bleiben wir mal beim Photographen, das ist einfacher) die ich mache, verkaufen sich nicht. Einmal habe ich es ernsthaft versucht. Abgesehen davon, dass ich Probleme habe, wenn andere an meinen Werken mehr verdienen als ich, letztlich kann ich mit den Einnahmen kaum die Materialkosten decken, schon gar nicht die benötigte Technik. Für mich lohnen sich Ausstellungen mit Bilder an den Wänden nicht,- warum soll ich daran teilnehmen?

Soll ich jetzt nur im „stillen Kämmerlein“ werkeln? Nein! Gerne stell ich da, wo meine Kosten gering sind (Internet, an meinen eigenen Wänden, etc.) aus. Wen es erfreut, der soll sich freuen. Wer Geschäfte machen will, kann das gerne auch – wenn ich zustimme.

Wichtig ist für mich, das die künstlerische Entwicklung voran geht. Da ich keine Auftraggeber habe und kaum Kritiker, muss ich meine Ziele in mir finden. Ich arbeite hart daran. Und ich glaube zwar nicht an Publikum, aber ich glaube daran:

Kunst entwickelt die Welt.

Sozial, ästhetisch und auf vielen Ebenen. Am wenigsten dort, wo es sich materiell ausbildet. Viele Kollegen arbeiten mit ihren kreativen Fähigkeiten – sagen wir es ganz naiv – an einer besseren Welt. Je weniger diese Mitgestalter Rücksichten nehmen müssen, um so konsequenter können ihre Werke werden. Gut für sie. Gut für mich, denn ihnen verdanke ich meine Schulung.

Ein Netzwerk für sich selbstverpflichtete Kunst

Kreative Werke, die aus dem kompromisslosen Bemühen um Entwicklung entstehen, haben es sicher materiell schwerer, als solche, die für das Publikum geschaffen wurden. Kreative, die mit mir sich bemühen wollen, Konsequent an „sich selbst verpflichteter Kunst“ zu arbeiten, begrüsse ich gerne in der „Interessengemeinschaft für onanistische Kunst“ kurz

onart / ig (ø~宆 ⁄©)

also

fognin onart /ig

ƒø©~⁄~ ø~宆 ⁄©

(Die pseudophonetische Schrift ist reiner Spielkram, gefällt mir allerdings ausgesprochen gut!)

Danke an Marianne, für die Entwicklung.

Danke an SIEMERS für die Begriffskurzfassung!

Berlin U-Bahn


Berlin U-Bahn, ursprünglich hochgeladen von fognin1

Noch mehr Fotos bei Flickr

Meine Mutter sagte … (III) Krch-Video

SIEMERS: Stimme
D:U:R – Sound
fognin – Remix of Remix Sound
fognin – Videoart
Semjon, Maurice – Kamera

Mitspieler, die es nicht wissen.

Ein fognin projekt
Link Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=NKbNjkHSFlo

Krch! Neu! Schrecklich! Einsam! ohne Senf, Maionaise und Ketchup!

YouTube:
https://www.youtube.com/watch?v=YdWhVBysgsU

Almut Tina Schmidt SHKH Künstlerhaus

26. November 2009

Die letzte Künstlerin

Im Künstlerhaus Schleswig-Holstein in der Otte Str. 1 ist es ruhig geworden. Aber nicht das das Land keinen kreativen Gast hätte. Almut Tina Schmidt hält bis zum Jahresende die Stellung. Die Schriftstellerin nutz ihr zweimonatiges Stipendium um besonders fleissig zu sein. Ein Roman, ein Erzählband und auch ein Theaterstück, dass sind die Werke die derzeit in Eckernförde beackert werden. Die in Göttingen geborene Künstlerin hatte in Freiburg studiert und lebt jetzt als freie Schriftstellerin. Bereits mehrere Bücher hat sei bereits veröffentlicht, zuletzt hat sie ein Kinderbuch geschrieben: Das Ding der Unmöglichkeit. Roman für Kinder (ab 10 Jahre). Mit Illustrationen von Franziska Biermann. Erscheint Anfang 2010 im Gerstenberg Verlag, Hildesheim. Vielfache Produktionen für Radio (Hörspiele und „Hörbär“ für Kinder), ergänzen ihre vielseitigen Tätigkeiten. „Nur Gedichte schreibe ich nicht“ berichtet die junge Frau„das ist nicht mein Ding.“

Ihr neues Theaterstück, das in Eckernförde beim entstehen ist, wird von Menschen handeln, die als Berate anderen erklären, wie man erfolgreich sein ann, selbst aber genau dieses nicht zu leisten vermögen.

Ob Eckernförde in ihren neuen Erzählungen oder in dem Roman mit dem Arbeitstitel „Das halbe Herz“ auftauchen wird, will sie noch nicht verraten. Aber ausschliessen auch nicht. Almut Tina Schmidt wird aus ihrem Roman „In Wirklichkeit“ der letztes Jahr im Literaturverlag Droschi erschienen ist am 12. Dezember um 20.00 Uhr in der Stadtbücherei vorlesen.

Für lebenslange Pubertät

Für lebenslange Pubertät

– ein Tagebuch Manifest

von fognin

 

Solche Männer und ihresgleichen sind geniale Naturen, mit denen es eine eigene Bewandtnis hat, sie erleben eine wiederholte Pubertät, während andere Leute nur einmal jung sind. […] Daher kommt es denn, dass wir bei vorzüglich begabten Menschen auch während ihres Alters immer noch frische Epochen besonderer Produktivität wahrnehmen, es scheint bei ihnen immer einmal wieder eine temporäre Verjüngung einzutreten, und das ist es, was ich eine wiederholte Pubertät nennen möchte

 

Goethe, Eckermann, 11.3.1828

 

„Ich bitte euch bei dieser Gelegenheit von ganzem Herzen: Vergeßt eure Kindheit nie! Versprecht ihr mir das? Ehrenwort?“

Erich Kästner, Vorwort zum „Fliegenden Klassenzimmer“

….

Ich will nicht wieder jugendlich sein. Nur die Unbeschwertheit, das Lockere und das umfassende Gottvertrauen meiner früheren Jahre vermisse ich sehr.

….

Dieses ist es, warum ich Jugendliche schätze und suche: Sie haben Fragen, nicht Antworten. Fragen an die Welt, an das Leben, Fragen an sich selbst. Sie sind offen, für alles was als Antwort sich anbietet und nichts – oder zumindest sehr wenig – wird von vorneherein als „Unmöglich“ verworfen. Dies ist auch mein ideeller Entwurf, nach dem ich versuche zu denken und moralische Vorstellungen und Handlungen zu entwickeln. Meist wir „Altersweisheit“ gesucht, wenn es um Ratschlüsse geht. Ich suche „Jugendweisheit“, oder eigentlich die Fähigkeit, durch Fragen zu erkunden und unvoreingenommen betrachten zu können. Nicht auf die vorgedachte Lösung zurück zu greifen, sondern durchaus ungewöhnlich und experimentell zu handeln. Das bringt die Welt weiter.

Das Alter ist konservativ, Jugend progressiv. Wer macht sich denn Gedanken über die Umwelt, den Ausgleich von arm und reich, über Frieden und Gerechtigkeit? Die alten Säcke meines Jahrgangs haben sich längst angepasst, auch wenn sie sich oft noch für die gewesenen Revolutionäre halten. Wen stört es von uns den wirklich noch, das der Strom aus der Steckdose kommende Generationen und ihre Umwelt für immer verseucht?

Gesellschaftlich gilt es als selbstverständlich Jugendliche zu belehren, sie mit Meinungen und (Vor-)Urteilen voll zu stopfen und sie möglichst schnell so dröge, phantasielos und angepasst zu machen, wie es die Belehrenden selbst sind.

Die Idee, Jüngere wirklich zu befähigen, weiser, klüger, und „besser“ zu werden, als man selbst es geschafft hat zu sein, ist nicht sonderlich verbreitet. Sie würde auch eine deutlich andere Haltung voraussetzen: Respekt, Achtung, Ehrfurcht und Neugier im Umgang mit jüngeren Menschen und ein umfassendes Vertrauen. Das schulden wir alte Säcke den schlummernden Fähigkeiten der Nachkommen.

Wie schnell solch eine Haltung Früchte trägt, ist dort zu beobachten wo eine Schule einen solchen Ausnahmelehrer zum Kollegium zählt. Eher wohl bei freien Schulen sind solche seltenen Pädagogen zu finden, da weisungsgebundene Beamte sich wohl kaum über das System erheben können, das sie beschworen haben.

Jugendlich ist für mich ein Mensch, wenn er die Idee entdeckt „selbst sein zu wollen“, also meist mit dem Beginn der Pubertät. (Übrigens nicht zwingend: es gibt junge Menschen, die ihre Jugendlichkeit versäumt haben). Das Bestehende zu hinterfragen, eigene Bedürfnisse zu erleben, zu artikulieren und versuchen sie durchzusetzen ist der Keim des Menschseins. Wer nicht versucht Freiheit zu fassen und nach ihr strebt, hat wesentliche Bestandteile des sich entwickelnden Menschen verloren. Der Drang, Erfahrungen selbst zu machen und so die eigenen Möglichkeiten und Grenzen zu erkunden bzw. zu erweitern, schafft Fähigkeiten und ist somit ein wichtiger und notwendiger Prozess. Diesen gilt es zu fördern und mit Vertrauen und Verständnis zu begleiten. Widerstand aus dem Bestreben Jugendliche vor den Fährnissen des Lebens zu bewahren, behindert diese in ihrer Entwicklung und für mich ein Verbrechen.

„Pubertät ist, wenn die Eltern anfangen schwierig zu werden“ ist nicht nur humoristisch sondern auch programmatisch zu verstehen. Der Jugendliche verändert sich und es stände dem sogen. Erwachsenen gut an, dies zum Anlass zu nehmen, sich auch zu verändern. Und der neuen Situation positiv zu begegnen. Die Gelegenheit von jüngeren lernen zu können kommt in eine wesentliche Phase. Wohl dem, der diese Change zu nutzen versteht. Es könnte der Start in ein entwicklungsfähiges Leben voller Offenheit und Unvoreingenommenheit sein. Lebenslang zu pubertieren also. Für mich ein fester Bestandteil meines Traumes von einer besseren, humaneren, liebevolleren und ehrlicheren Welt!