Otte 1 – das Künstlerhaus

18.02.13

Stipendiaten im Künstlerhaus

in der Otte(Str.) 1 gibt es „Nachwuchs“. Zwei Stipendiaten sind für jeweils zwei Monate in das Künstlerhaus eingezogen und können mit Unterstützung unseres Bundeslandes sich ihren kreativen Aufgaben widmen.

Benjamin Zuber, 1982 geboren, studierte in Erlangen, Nürnberg und München bildende Kunst. Nach seinem Abschluss 2011 in der Meisterklasse ist dies sein erstes Stipendium. Begeistert zeigte sich der Süddeutsche vom Meer in Eckernförde und besonders regte ihn die gefrorene Meerkante an. Sogleich realisierte er einen kleinen Film: Ein Gipssack dümpelt auf einer Eisscholle und versinkt langsam in der Ostsee. Zuber hat den Sack geborgen und langsam trocknen lassen. Derzeit dient er in Hamburg in der Ausstellung bei „Frapant e.V.“ als Projektionsfläche für den Film. Als Kulturbotschafter oder als kreativer Gruss aus Eckernförde, sollen Sack und Film danach noch in München und in Wien ausgestellt werden. Neben Ausstellungsvorbereitungen hat sich Benjamin Zuber für Eckernförde weitere Auseinandersetzung mit dem maritimen Umfeld vorgenommen. Eventuell sind daraus entstandene neue Werke in einer kleinen Abschlussausstellung am Ende seines Eckernförder Stipendium zu sehen.

Der Literatur verschrieben hat sich Maja Ludwig (*1979). Sie wohnt derzeit in Dresden, hat Ethnologie, vergleichenden Religionswissenschaften und Literatur in Berlin und Leipzig studiert. Ihr Spektrum als als freischaffende Literatin umfasst Romane, Kurzgeschichten, Theaterstücke und Drehbücher. Auch für kleine Filme hat sie bereits die Vorlagen erarbeitet. In Eckernförde möchte sie ihren ersten Roman beenden. Eigene Ausgiebige Reisen nach Afrika ergaben das Erlebnisumfeld in denen sie die Handlung und ihre Protagonisten ansiedelt. Vielleicht ergibt sich ja die Möglichkeit, dass Maja Ludwig in einer Lesung der Eckernförder Bevölkerung einen kleinen Einblick in dieses meistenteils wärmere Umfeld ermöglicht. Wir wünschen beiden Stipendiaten eine kreativ-erfolgreiche Zeit in unserer Stadt! (fst)  

www.otte1.de – Das schleswig-holsteinische-Künstlerhaus im Internet

26. JULI 2011

Drei Mal Abschied im Künstlerhaus

Drei Mal Abschied

Ein Stipendium prägt. Den Künstler der drei Monate im Künstlerhaus in der Ottestr. auf Einladung des Landes Schleswig-Holstein verbringen konnte und auch die Stadt, in der der Künstler gewirkt hat. Megumi Fukuda zeigte die Wirksamkeit gleich dreifach. Entsprechend den Gepflogenheiten des Künstlerhauses zeigte sie am Ende ihres Stipendiums womit sie ich in der Ostseestadt beschäftigt hat. Drei Facetten ihres Aufenthaltes präsentierte die zierliche Japanerin an drei Terminen. Am Freitag stand das Meer, oder eher das Salz aus der Ostsee im Zentrum. Die aus Hiroschima stammende Künstlerin, deren Studien sie aus ihrer japanischen Heimat nach Hannover und Berlin führten, stellte dieses Ausstellung unter den Titel: „Triften von Meer zu Meer“.

Eine Woche lang destillierte sie jeden Tag aus drei Liter Meerwasser das Salz hinaus. Spannend zu sehen, wie in den sieben Tütchen vollkommen verschiedenfarbige und in der Konsistenz unterschiedliche Körner lagerten. Die Traditionen und Fertigkeiten ihrer japanischen Heimat aufgreifend benutzte sie das Ostseesalz um zu gestalten. Mit vielfältigen funkelnden Kristallen überzogen hing ein kleines Buch von der Decke. „Die Erhaltung der Welt“ hatte sie in Origamitechnik gefaltet und zehn Tage in eine Salzlösung eingelegt.

Ein weiteres Buch (über Schleswig-Holsteins Städte) lag als vielfach befaltete Plastik aus und zeigte wie gebundenes bedrucktes Papier ohne jegliche Zerstörung sich wandeln kann.  Weitere Salzwerke präsentierte die in Berlin residierende Künstlerin im Rahmen eines aufgebauten Labors. Eine Rose, die ihr in Eckernförde geschenkt wurde, war in Salz konserviert, weitere Gegenstände aus ihrem Eckernförder Alltag waren zu bizarren, funkelnden Kunstwerken mutiert.

Den Brückenschlag zu der zweiten Ausstellung mit verlassenen Besitztümern, der am Samstag stattfand, stellte Sven Wlassack in seiner Einführungsrede her: „Strandgut ist ertrunkener Sperrmüll“. Megumi Fukuda hatte in ihrer ersten Zeit in der Ostseestadt vielerlei Gegenstände gesammelt, die sie jetzt als Geschenk an die Ausstellungsbesucher anbot. Schüsselchen, Vasen, Blumentöpfe mit Wildwuchs aus dem Garten des Künstlerhauses, Spiegel und wunderliche Weihnachtsdekoration waren zu einer bizarren Skulpturenausstellung im Flur des Hauses aufgebaut. Getragen war diese bunte Ansammlung von einer Beobachtung die die Künstlerin in Berlin gemacht hatte. Verlassenschaften waren in einer grossen Kiste am Strassenrand aufgestellt und mit einem „zu verschenken“-Schild gekennzeichnet. Nicht wegzuwerfen, sonder weitergeben – diesen Gedanken war sie in ihrer japanischen Heimat nicht begegnet. „So bekommt man Erinnerungen anderer Leute geschenkt“ erklärte die Künstlerin ihre Faszination. Bald waren, wie bei grösseren Ausstellungen üblich, viele der ausgestellten Werke mit aufgeklebten roten Punkten als bereits vergeben gekennzeichnet.

Den letzten Teil der kreativen Trilogie widmete Megumi Fukuda am Sonntag in ihrem Atelier dem Thema Fisch. Eckernförder Fische begegneten der japanischen Küche  und die Besucher durften diesmal ihren Geschmackssinn aktivieren. Ein sehr feinsinniger und vielfältiger Abschied aus Eckernförde, der Traditionen zweier sehr unterschiedlichen Gegenden mit Kunst und Humor in gekonnter Weise verband. Tschüss Megumi Fukuda, wir werden dich vermissen! (fst)

26. AUGUST 2010

Dreierlei Künste in einem Haus

Eckernförde und Künstler. Eine beliebte Kombination. Nicht nur die vielen Kreativen die im Umfeld der Ostseestadt leben setzen bunte Akzente, auch das international sehr beliebte Künstlerhaus wirkt als Magnet. Die Landesregierung lobt jährlich mehrmonatige Stipendien aus, die für alle Kunstgattungen gelten. Damit die Künstler nicht ganz unvorbereitet die Stadt und ihr neues Domizil erkunden müssen, lädt der betreuende Künstlerhaus e.V. interessierte Menschen ein, mit ihnen die neuen angekommenen Kreativen Willkommen zu heissen. Derzeit sind drei neue Mitbewohner in der Ottestr. eingezogen. Akos Doma, (Literatur), Gordon Kampe (Musik) und Takashi Mitsui (Bild.Kunst) können zwischen zwei und drei Monaten die Stadt erkunden und sich zu neuen Werken inspirieren lassen.

Gordon Kampe ist zeitgenössischer Komponist und war auch schon bei dem Chiffren Festival zu hören. Er studierte u.a. bei Nicolas A. Huber und arbeitet als Komponist, Kirchenmusiker und Lehrbeauftragter der Folkwangschule in Essen. In Eckernförde wird er zwei Kompositionen beenden, für die er Aufträge erhalten hat.

Der in Ungarn geborene und in England und Deutschland aufgewachsene Schriftsteller Akos Dorma lebt in Bayern und schreibt seine Romane in deutscher Sprache. Nachdem bereits 2001 sein Roman „der Müßiggänger“ erschienen ist, redigiert er in Eckernförde sein neustes Werk, das unter dem Arbeitstitel „der Kaputtmacher“ für nächstes Jahr zu Publikation vorgesehen ist. Dorma arbeitet darüber hinaus als Übersetzer und langjährig auch als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Universität.

Der aus Japan stammende bildende Künstler Takashi Mitsui hat in Tokyo, Mainz und Düsseldorf studiert und lebt in Köln. Der freischaffende Künstler arbeitet in dem Bereich Installationen, zu denen er gefundene Materialien, Licht, Klänge und Videos benutzt. Er hat bereits viele Stipendien, hauptsächlich in Skandinavien zur Unterstützung seiner Arbeit erhalten. Den norddeutschen Arbeitsaufenthalt will er besonders nutzen, um in Schloß Gottorf Recherchen über die Steinzeit zu betreiben, die in seine nächsten Arbeiten einfliessen sollen. (fst)

Termine und Infos Gordon Kampe: 14.09.2010, ab 21.05h im Deutschlandfunk

Ripley-Musik V für Bassklarinette, Violoncello und Klavier
Gassenhauermaschinensuite für Klarinette, Akkordeon, Schlagzeug,
Violoncello, Klavier und ZuspielungenInternet: www.gordonkampe.de
Akos Doma, Der Müßiggänger, Rotbuch, Hamburg, 2001
Akos Doma, Die Kaputtmacher, ersch. Feb. 2011, Rotbuch, Hamburg
Samstag, 18. September 2010 um 16:00 Uhr Kiel, Literaturhaus Schleswig-Holstein Gespräch mit dem ungarischen Schriftsteller Akos Doma
Künstlerhaus e.V. www.shkh.de oder Sven Wlassack 04351/710170
23. JUNI 2010

Resumée und Ausblick

Internationale Künstler sind die ständigen Besucher im Künstlerhaus in der Ottestr. 1. Auf Einladung des Landes Schleswig-Holstein wird ihnen eine mehrmonatige Arbeitszeit in Eckernförde geboten. Inzwischen sind kleine Ausstellungen der Kreativen Besucher schon eine Tradition.

 

Am Wochenende zeigte die aus Korea stammende Jeong-Eun Lee ihre Impressionen unter dem Titel „Alltagshaiku in Eckernförde“. Lutz-Rainer Müller, gerade erst 14 Tage hier, öffnete sein Atelier auch für Gäste und zeigte einige skizzenhafte Installationen aus seinem momentanen Beschäftigungsfeld.

Jeong-Eun Lee hat in Seol und in Hamburg, wo sie momentan lebt, studiert. Ihren Arbeitsraum in der Ottestr. 1 hat sie aufwendig mit einem Fries aus Zeichnungen und Videoinstallationen versehen, der ihre Eindrücke und Erlebnisse in Eckernförde seit Februar 2010 zeigt. Während draussen Eis und Schnee die Natur und die Stadt beherrschten zeichnete sie die Innenräume ihres Ateliers und erkundete mit dem Fotoapparat und der Filmkamera das Umfeld. Ihr Aufbau lies den Spannungsbogen Innen-Aussen beim Betrachter zum deutlichen Erlebnis werden, die Bilder sowie die sehr gelungene Zusammenstellung, die sich an teilweise imaginären Horizonten ausrichtete, erzählten eine Geschichte ohne Worte. Jeong-Eun Lee hat sich sehr intensiv mit dem Umfeld ihres Stipendiums auseinander gesetzt.

Lutz-Rainer Müller hatte bisher erst wenig Zeit sich in Eckernförde heimisch zu fühlen. Er stammt aus Neustadt in Ostholstein und studierte in Oslo in Norwegen. Sein jetziger Heimatort ist Leipzig. Er nutzte den grossen Atelierraum um zwei Installationen und ein Bildinstallation zu zeigen, die er aber als Skizzen oder Notizen verstanden haben möchte. Unter dem Arbeitstitel „Spuren“ beherrschte eine grosse Leinwand den Raum, auf dem Spuren von Hölzern eingebrannt, die wie Betrachter sich vor dem Bild versammelten. Da der Künstler gerne Momente seiner Umfelds aufgreift und reflektiert, konnte man Spuren der grossen Bagger die die Ottestr. derzeit beackern auch in einer Bodeninstallation erleben. Ein kleineres, sehr vielschichtiges Bild war direkt in die Atelierwand eingebrannt und regte unmittelbar zum sinnieren über Nachhaltigkeit und Flüchtigkeit von Spuren an. Lutz Müller überlegt ob er noch weitere Impressionen von Eckernförde während seines zwei monatigen Stipendiums in die Öffentlichkeit bringt. (fst)

15. DEZEMBER 2009

Klassenkameraden und ungewöhnliche Weihnachten

Zwei Lesungen unterschiedlicher Art erfreuten an diesem Adventswochenende das literarische Publikum in Eckernförde. In der Stadtbibliothek fand die Reihe LesArt ihren diesjährigen Endpunkt mit der Autorin Almut Tina Schmidt. Die Stipendiatin des Schleswig-Holsteinischen Künstlerhauses präsentierte zum Abschluss ihres zweimonatigen Stipendiums in unserer Stadt einigen Geschichten aus ihrem neusten Roman. Das Buch „in Wirklichkeit“ spielt hintergründig mit verschieden Wahrnehmungsmöglichkeiten und grotesken Situationen. Die Protagonistin, stets auf der Flucht vor Überwachung und sich selbst, begegnet überall ehemaligen Klassenkameraden, die über unterschiedliche Sichtweisen ihres (gescheiterten) Lebens reflektieren. Gekonnt las die Autorin von der Geschwätzigkeit ihrer Hauptdarstellerin und den wunderlichen Situationen ihrer Weltsicht vor. Vielach wurde sie von Lachen unterbrochen, sprachgewaltig und von herrlich dunklen Humor zeugten die vorgelesenen Kapitel.

In dem kleinen „Figurentheater im Kabuff“ in der Rendsburger Strasse 100 zelebrierte Rosi Elmholt weihnachtliche Bösartigkeiten. Die Autorin und Malerin ist vielen Eckernfördern auch unter Ritha Ceglars bekannt las auch ihrem Buch „Morgengedeck“ und aus dem noch unveröffentlichten Kinderbuch „Liang Jensen“ (Arbeitstitel) vor. Ihre Geschichten zeichnen sich durch einen sowohl liebevollen wie leicht bösartigen Grundton aus. Stets betrachtet sie die handelnden Gestalten und ihre Geschehnisse mit Ironie und viel Phantasie. Kein Wunder, wenn in einer weihnachtlichen Küche die Gegenstände lebendig sind und ihr eignes, sehr ungewöhnliches Leben praktizieren. Da werden aus fünf Weihnachtsäpfeln genauso viele hübsche Mädchen. Und die möchten in Paradies, dass sich als zwielichtiges Haus mit eindeutigen Ruf entpuppt. Oder doch nicht? Spannend, phantasievoll und humorvoll sind die Geschichten der Eckernförderin. Das Publikum in sehr verschiedenen Altersstufen war von der unkonventionellen Sichtweise der Autorin sehr angetan und führte mit ihr im Anschluss der Lesung noch interessierte Gespräche.

Bücher: Almut Tina Schmidt, In Wirklichkeit“ Literaturverlag Droschl, Graz 2008, ISBN: 9783854207481

Ritha Elmholt „Morgengedeck“ Mohland-Verlag, 3-936120-64-1

fst

26. November 2009

Die letzte Künstlerin

Im Künstlerhaus Schleswig-Holstein in der Otte Str. 1 ist es ruhig geworden. Aber nicht das das Land keinen kreativen Gast hätte. Almut Tina Schmidt hält bis zum Jahresende die Stellung. Die Schriftstellerin nutz ihr zweimonatiges Stipendium um besonders fleissig zu sein. Ein Roman, ein Erzählband und auch ein Theaterstück, dass sind die Werke die derzeit in Eckernförde beackert werden. Die in Göttingen geborene Künstlerin hatte in Freiburg studiert und lebt jetzt als freie Schriftstellerin. Bereits mehrere Bücher hat sei bereits veröffentlicht, zuletzt hat sie ein Kinderbuch geschrieben: Das Ding der Unmöglichkeit. Roman für Kinder (ab 10 Jahre). Mit Illustrationen von Franziska Biermann. Erscheint Anfang 2010 im Gerstenberg Verlag, Hildesheim. Vielfache Produktionen für Radio (Hörspiele und „Hörbär“ für Kinder), ergänzen ihre vielseitigen Tätigkeiten. „Nur Gedichte schreibe ich nicht“ berichtet die junge Frau„das ist nicht mein Ding.“

Ihr neues Theaterstück, das in Eckernförde beim entstehen ist, wird von Menschen handeln, die als Berate anderen erklären, wie man erfolgreich sein ann, selbst aber genau dieses nicht zu leisten vermögen.

Ob Eckernförde in ihren neuen Erzählungen oder in dem Roman mit dem Arbeitstitel „Das halbe Herz“ auftauchen wird, will sie noch nicht verraten. Aber ausschliessen auch nicht. Almut Tina Schmidt wird aus ihrem Roman „In Wirklichkeit“ der letztes Jahr im Literaturverlag Droschi erschienen ist am 12. Dezember um 20.00 Uhr in der Stadtbücherei vorlesen.

 

1. Juni 2006

Abschlussausstellung

Zu den kulturell sehr belebenden Traditionen gehören die Abschlussaustellungen der Stipendiaten des schleswig-holsteinischen Künstlerhauses in der Otte Str. 1. Nach dem die Künstler ihren mehrmonatigen Gastaufenthalt zum kreativen arbeiten nutzen konnten, zeigen sie, wie ihre Gaststadt Eckernförde auf sie wirkte und was für Werke dort entstanden. In einem dreitägigen Einblick auf ihre neusten Werke stellten Ju Hyun Lee, Kerstin Liebst und Yukari Kosakai jetzt im Künstlerhaus aus. Von der ehemaligen Studentin der Muthesiusschule Yukari Kosakai aus Japan waren zwei große Installationen vor und in ihrem Atelier zu sehen. Die koreanische Malerin Ju Hyun Lee zeigte ebenfalls in ihrem Atelier ihre „vernünftigen Tiere“. Im Stile von Abbildungen von Menschen portraitierte sie Tiere, die leicht befremdlich aus ihren Bildern die Betrachter anschauen. Als Holzbildhauerin und Freie Künstlerin wurde Kerstin Liebst ausgebildet. Ihre Leidenschaft gilt Dingen des Alltags, Abfallgegenständen und banalen Dingen, die sie zu phantasievollen Plastiken vereint. Ihre Werke zeigte sie im Künstlerhaus in allen Ebenen. Erstmalig wurde auch der verwinkelte Keller mit einer stimmungsvollen und meditativ beleuchteten Plastik genutzt, auch in ihrem Atelier und im Ausstellungsraum wurden ihre Werke gezeigt. Unterstützung fand die Freidorfer Künstlerin durch einen Eckernförder Bürger, der spontan als „Künstlerpate“ sich zu Verfügung stellte und ihr bei den Materialbeschaffungen und sonstigen Fragen hilfreich zur Seite stand. (fst)
3. MAI 2009

Abschied vom Atelier am Strand

Maki Takano verlässt das Schleswig-Holsteinische Künstlerhaus nach zweimonatigem Stipendium.

Im schleswig-holsteinischen Künstlerhaus in der Otte Str. 1 können Künstler aus aller Welt ein mehrmonatiges Stipendium machen. Während der Zeit, die von der Landesregierung mit einem Taschengeld und Unterkunft gesponsert wird, sollen sie sich mit der Stadt und der Umgebung auseinandersetzen und so künstlerische Impulse aufnehmen.

Die japanische Konzeptkünstlerin Maki Takano hatte zwei Monate Zeit ihr gedankliches Atelier am Strand aufzubauen. Sie hat einen virtuellen Künstler erdacht, dessen nähere Daten zunächst nicht bekannt sind. Durch seine Werke, die er in ihm fremden Ländern und nicht wirklich geläufiger Sprache fertigt, entsteht für das Publikum langsam ein Bild über diesen Kreativen. In ihrer Ausstellung stellte die Japanerin mit Wohnsitz in Berlin ihre Idee vor und ließ dann ihren erdachten Künstler für sie und sich durch verschiedenste Werke sprechen. Traditionelle japanische Muster, wie sie in Kleidung und Textilien auftauchen erfuhren eine Metamorphose, Farbflächen die vorgegeben sich in Nachgestaltungen spiegeln, filigrane Zeichnungen aus Strichen und Flächen: alles Hinweise auf die Wirksamkeit des Künstlers, die sich ein der Wahrnehmung der Betrachtenden zu einer Geschichte verdichten kann.

Maki Takano recherchiert im Internet und nimmt natürlich auch ihre eigenen Erfahrungen als Grundlage zu der ständig weiter sich entwickelnden Legende. Sie hat in Tokyo studiert und ist später erst nach Düsseldorf, dann nach Berlin umgezogen, wo sie heute ständig lebt und arbeitet. Ihr besonderer Eindruck galt der ruhigen aber die Stadt beherrschenden Ostsee, die sie gedanklich mit den ganz anderen Weiten des heimatlichen Pazifiks verband. Um Herkunft und Stipendium zu einer virtuellen Einheit zu verbinden nannte sie ihre Abschlussausstellung „Atelier am Strand“. (fst)

23. JANUAR 2009

Kreative Frühjahrs Gäste

Im Schleswig-Holsteinischen Künstlerhaus in der Otte Str. 1 sind zwei neue Künstler eingezogen.

Fünf Monate sind die beiden jeweils Gast in Eckernförde auf Einladung der Landesregierung. Diese finanziert das Stipendium im Künstlerhaus. Eine kompetente Jury wählst die Bewohner aus zahlreichen Bewerbungen aus. So kommen zahlreiche Künstler aus aller Welt nach Eckernförde als Gäste für einige Zeit um hier zu arbeiten und zu leben. Die zwei junge Frauen sind jetzt in das Künstlerhaus eingezogen. Beide haben in Kiel studiert und sind für den Bereich bildende Kunst nominiert. Ju Hyun Lee stamm ursprünglich aus Korea und studierte dort in Yong-In und Seoul. Bereits ab 2002 setzte sie ihre Studien in Deutschland fort. In Eckernförde hat sie mit gehörigen Fleiß sofort angefangen etliche Bilder zu malen und einige bereits fertig gestellt. Sie zeigte sich sehr angetan von der Arbeitsatmosphäre in den großzügigen Räumen in der Ottestrasse. Diese inspirierte Arbeitswut muss in den Räumen des Künstlerhauses eingebaut sein, denn auch Kerstin Liebst hat bereits angefangen Materialien für ihre großen Objekte zu sammeln und solche zu bauen. Die Künstlerin, ursprünglich ausgebildete Holzbildhauerin und Absolventin der Kieler Muthesius Kunsthochschule ist mir ihrer Tochter Helena nach Eckernförde gezogen. Auffällig und spannend sind ihre großformatigen Plastiken die aus gefunden Materialien und ihrem Lieblingswerkstoff Schaumstoff zusammengesetzt sind. Beide Künstlerinnen planen zum Ende ihres jeweils fünfmonatigen Stipendiums eine gemeinsame Abschlussausstellung zu gestalten, die einen Überblick über die kreative Phase in Eckernförde geben wird (fst)

16. Oktober 2008

Heimat und andere Räume

Gunnar Voß und Patricia Pisani sind neu im schleswig-holsteinischen Künstlerhaus eingezogen. Das schleswig-holsteinische Künstlerhaus fördert Künstler in dem sie mehrmonatig in Eckernförde leben und arbeiten können. Für jeweils drei Monate hat das Haus in der Ottestr. 1 neue Bewohner bekommen. Gunnar Voß beschäftigt sich mit Rauminstallationen in denen das Publikum mit sinnlichen Wahrnehmungen und veränderten Gegebenheiten mit einbezogen wird. Der Künstler aus Berlin, der 1978 in Kiel geboren wurde, hat ursprünglich an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel studierte und setze seine Ausbildungen in Oslo und Hamburg fort. Für seinen Eckernförder Aufenthalt hat er sich intensive Arbeiten an einem umfangreichen Videoprojekt vorgenommen, in dem er Stilelemente der Fotografie und der Bühnentechnik einarbeitet. Patricia Pisani ist 1958 in Buenos Aires, Argentinien geboren worden. Bereits seit 1990 lebt und arbeitet sie in Deutschland. In beiden Ländern hat sie Kunstausbildungen absolviert. Für Eckernförde hat sich die vielseitige Künstlerin ein witziges Projekt vorgenommen: „Ich habe erst sehr spät bemerkt, dass ich eine Einwanderin bin“ erzählt sie. Daraus entstand das Projekt, sich in Eckernförde auf die Spuren einer möglichen, aber fiktiven Biographie zu begeben. Ihr Aufruf um Mithilfe an die Leser unserer Zeitung steht weiter unten.Bei Beiden Stipendiaten darf man auf die obligate Abschlussausstellung bzw. Präsentation gespannt sein. (fst) Meine norddeutsche Kindheit Durch Anneignung von Erinnerungsfragmenten, neuen Erzählungen, Fälschungen und Verfälschung startet Patricia Pisani im Rahmen ihres Stipendiums im Schleswig-Holsteinischen Künstlerhaus in Eckernförde ein Experiment zum Thema Identität und Heimat. Für ihr Projekt unter dem Titel „Meine norddeutsche Kindheit“ bittet die Künstlerin die Leser der Eckernförder zeitung darum, ihr ein Fragment ihrer Erinnerungen (Erzählungen, Anekdoten, Bilder…) zu leihen. Diese geliehene Erinnerung soll einen Bezug zu Norddeutschland haben. Bitte solche Erinnerungsfragmente entweder an Patricia Pisani, Künstlerhaus, Otte Str. 1 24340 Eckernförde senden oder abgeben. Oder natürlich per eMail: mnik@patricia-pisani.de Die Materialien werden anonymisiert, kopiert und in die autobiographische Neuauslegeung integriert. Leihurkunden werden ausgestellt wenn die Absenderdaten vorliegen, eine anonyme Abgabe ist natürlich auch möglich.

30. AUGUST 2008

Neue Perspektiven im Künstlerhaus

Es ist eine schöne Tradition, dass die Künstler die im Schleswig-Holsteinischen Künstlerhaus als Stipendiaten Gast waren, zum Abschluss die Ergebnisse ihrer Arbeit präsentieren. Ina Weissflog hatte ein sechsmonatiges Stipendium in Eckernförde.

Ina Weißflog, die zunächst Kunsterziehung, Germanistik und Französisch an der Universität Kiel studierte, widmete sich dann der freien Kunst, indem sie an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel studierte. Es folgte ein Auslandsstudienjahr in Nantes in Frankreich an der Ecole Régionale des Beaux Arts. Die Künstlerin stellt aus Fotografien „neue Räume“ her, in dem sie eine Unzahl verschiedener Bilder am Computer kombiniert und zu perspektivischen Kunstwerken verdichtet. Ihre Werke strahlen eine seltsam berührende Ästhetik aus und besonders, wenn dem Betrachter die fotografierte Umgebung bekannt ist, werden seh- und Erlebnisfähigkeiten neu gefordert. In Eckernförde sind einige neue Arbeiten entstanden, besonders thematisiert sie auch das Künstlerhaus. Ihre Arbeiten, die eine veränderte Totalübersicht über die abgebildeten Räume ermöglichen, allerdings mit einigen künstlerische freien Eingriffen in die vermeintliche Wirklichkeit beschreibt Ina Weissflog als „Lügen um der Wahrheit willen“. Oder auch als „subjektive poetische Wahrheiten“. Die Ausstellung „Ferien an der See“ war leider nur an einem Abend zu sehen, aber die nun ehemalige Stipendiatin plant für nächstes Jahr eine Ausstellung in Kiel. (fst)

Fotos auf Wunsch von Ina Weißflog gelöscht

13. AUGUST 2008

Internationale Künstler an Board

Im Schleswig-Holsteinischen Künstlerhaus in der Ottestr. 1 sind Künstler aus Israel, Frankreich und Deutschland zeitweilig zu Hause.

Carole Rivalin stammt aus Frankreich und arbeitet mit Installationen und Gestaltung von Raumflächen. Teilweise basieren ihre Raumobjekte auf eigenen Zeichnungen und wirken stark über Farben- und Formgebung. Die Künstlerin die in La Roche sur Yon wohnt, wurde von ihrem Bundesland ausgewählt in Schleswig-Holstein zu arbeiten und befindet sich schon seit Mitte Juli in Eckernförde. In Kiel möchte sie am Ende ihres zweimonatigen Stipendiums eine Ausstellung bestreiten.   Dina Shenhav wurde 1968 in Jerusalem geboren.1993 begann sie ihr Studium der Bildenden Kunst am Hamidrasha Art College Ramat Hasharon in Israel. Sie ist auf Einladung der Heinrich Böll Stiftung u.a. hier und beteiligt sich an den „Kulturwochen Nahost – radius of art“ in Kiel und Salzau. Die Ausstellungen werden Anfang November in Kiel präsentiert. Einen Monat verbringt Dina Shenhav mit ihrer Familie in Eckernförde und will sich in dieser Zeit mit der Ideenfindung für das radius Projekt beschäftigen. Ihre Werke aus dem Bereich bildender Kunst umfassen Bilder und Rauminstallationen.  Katy Feuersenger lebt und arbeitet in Düsseldorf als bildende Künstlerin. Sie gestaltet zeichnerische, teilweise textbasierte Werke. In Eckernförde sucht sie „besondere Orte“ und Plätze, die von hier lebenden Menschen als ihre Lieblingsbereiche erlebt werden. Von diesen Orten möchte sie sich inspirieren lassen und die so gewonnenen Eindrücke als Zeichnungen festhalten. Wer Vorschläge machen möchte und somit erleben, wie diese kreativ umgesetzt werden, schreibt per email an Katy Feuersenger unter kfeuersenger@yhaoo.com oder an das Künstlerhaus in der Ottestr. 1. (fst)

10. MÄRZ 2008

Fotoräume entstehen im Künstlerhaus

Eckernförde

Das schleswig-holsteinische Künstlerhaus bietet Kreativen aus aller Welt die Möglichkeit im Rahmen eines Stipendiums Eckernförde kennen zu lernen und hier künstlerisch zu arbeiten. Neue Stipendiaten werden mit einem Gespräch begrüßt und vorgestellt. Diese Gespräche sind für Mitglieder des Künstlerhaus e.V. öffentlich. Ganz neu in eins der vier Ateliers eingezogen ist die aus Hamburg stammende und in Kiel lebende Fotokünstlerin Ina Weißflog.Ina Weißflog hat ein sechsmonatiges Stipendium in unserer Stadt. Aus mehr als 200 Bewerbungen konnte sie sich mit ihren Unterlagen durchsetzen. Ihr kreatives Gebiet ist die Fotografie. Aus bis zu 200 einzelnen Fotos erstellt sie neue Bilder – Räume, innere wie äußere, in denen sie sich mit der subjektiven Wahrnehmung ihrer Umwelt auseinandersetzt. Diese Fotomontagen bilden aus den aufgenommenen Räumen neue Orte deren oft frappierende Wirkung sich noch steigert, wenn die ursprünglichen Örtlichkeiten dem Betrachtenden bekannt sind. Ina Weißflog möchte die Zeit in Eckernförde für die Aufarbeitung bereits begonnener Projekte nutzen, sich aber auch intensiv mit der Stadt und ihren markanten Orten auseinandersetzen um vielleicht daraus eine neue Kunstserie zu schaffen.Traditionell zeigen die Stipendiaten die einige Zeit in Eckernförde zugebracht haben ihre aktuellen Werke oder ihre Eindrücke von Stadt und Leuten in einer Ausstellung, Performances oder mit einem offenen Atelier-Empfang. So wird auch Barbara Kirsch ihren Schaffensraum öffnen, in dem sie zwei Monate in der Ottestrasse 1 gelebt und gearbeitet hat. Sie lädt am 30.3. ab 11 Uhr in das Künstlerhaus um im Gespräch ihre neuen Werke zu präsentieren. (fst)

Fotos auf Wunsch von Ina Weißflog entfernt

15.01.08

Künstlerhaus belebt

Eckernförde

Ein Kulturjuwel funkelt still in Eckernförde. Das schleswig-holsteinische Künstlerhaus in der Eckernförder Ottestr. 1 (www.shkh.de) bietet Künstler aus aller Welt eine vorübergehende Heimstatt, wenn es ihnen gelungen ist, eins der begehrten Stipendien zu erringen. Während das Land den Künstlern ein Salär bezahlt, kümmert sich ein kleiner Verein vor Ort um das Haus und die Gäste. Immer wenn neue Stipendiaten anreisen, bittet der Verein seine Mitglieder und die Presse zu einem Gespräch mit den Kreativen. Im Frühjahr sind drei Stipendiaten angekommen, die mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen ihre Ideen in Eckernförde ausarbeiten wollen. Aus Japan stammt die Künstlerin Kayoko Matsunaga stammt aus Japan und arbeitet derzeit an Projekten mit dem Themen Spiegel und Spiegelbilder. Leider konnte die Künstlerin an dem Gespräch in der Ottestr. nicht teilnehmen.

Ilona Stumpe – Speer ist Schriftstellerin und kommt aus Leipzig. Dort studierte sie am Literaturinstitut und arbeitet als Publizistin bei der Edition Maldoror. Mehre Gedichtbände wurden von ihr veröffentlicht und auch bibliophile Ausgaben wie das Buch „Holunderschwarz“ mit Radierungen von Lothar Böhme. Sie arbeitet an der auf Künstlerhandschriften spezialisierten Literaturzeitschrift „Herzattacke“ mit. Für ihren dreimonatigen Aufenthalt in Eckernförde, den sie in zwei Etappen aufgeteilt hat, hat sie sich außer Lesungen in Kiel und Eckernförde auch Workshops bzw. literarische Beratungen für schreibende Menschen vorgenommen. Sie arbeitet an auch Gedichten und Erzählungen zu maritimem Themen, in denen sie die Eindrücke der Ostseestadt verarbeiten wird.

Die Performance-Kunst nach Schleswig-Holstein gebracht hat Alexandra Gneissl, die an der Muthesius-Hochschule in Kiel studierte und durch ihre Aktionen in Salzau und im Kieler Kunstraum B bereits kunstinteressierte Kreise auf sich aufmerksam machte. Ursprünglich stamm die 1970 geborene Künstlerin aus Heilbronn, neben Kiel studierte sie auch in Braunschweig bei Marina Abramovic. Das Performance-Festival in Salzau wurde von ihr gegründet und gleitet und lockte viele internationale Künstler an. In Eckernförde wird sie versuchen ihre Kunstrichtung dem Publikum nahe zu bringen. Sie arbeitet gerade an mehren Live-Performances und auch drei Videoperfomances sollen demnächst entstehen. Interssant dürft auch die Zusammenarbeit mit der chinesischen Künstlerin Yingmei Duan werden, die sie in Eckernförde besuchen wird. Inzwischen ist es schon Tradition, das die Gäste im schleswig-holsteinischen Künstlerhaus etwas von ihren hier erarbeitenden Werken zum Abschluss des Stipendiatenaufenthalts dem örtlichen Publikum präsentieren.(fst)

Bu: Literatur und Performance: Ilona Stumpe Speer und Alexandra Gneissl

29.10.2007

Künstlerhaus neu bestückt

Eckernförde

In das Schleswig-Holsteinische Künstlerhaus in der Otte Strasse können künstler aus aller Welt einziehen, wenn es ihnen gelungen ist, eines der begehrten Stipendien zu erhalten. Aus dem Bereich Musik zog jetzt Noriko Kawakami für zwei Monate in eines der Ateliers ein. Die japanische Komponistin ist in Eckernförde keine Unbekannte mehr, führte doch das renommierte Eckernförder „Ensemble reflexion K“ bereits mehrfach Werke von ihr auf. Im Jahr 2005 besuchte die Komponistin Eckernförde und eines der Konzerte. Geboren wurde sie 1955 in Ehime, Japan. Noriko Kawakami studierte Komposition bei Kyonei Hirose an der Kunitachi-Musikhochschule in Tokyo. Später setzte sie ihre Studien in Deutschland fort unter anderen bei Nicolaus A. Huber an der Folkwang-Hochschule in Essen, wo sie auch ihre Abschlussprüfung machte. Inzwischen lebe sie in Köln. In Eckernförde vollendet sie ein Stück für die neue Musik-Reihe von Beatrix Wagner und Gerald Eckert das mit Flötte, Harfe, Villoncello und Akkoredon im Dezember in Eckernförde uraufgeführt wird. Ausserdem feilt sie an einer Auftragsarbeit für den WDR, dass am 9 Februar live im Rundfunk übertragen wird.

Aus dem Bereich bildende Kunst wurde Farideh Jamshidi nominiert drei Monate in Eckernförde zu verbringen. Die Iranerin versteht sich als Konzeptkünstlerin sie macht Textile Werke, Performance und Fotografie. Farideh Jamshidi schneidert jeden Tag ein Kleid. Die Kleider haben alle den gleichen Schnit, werden aber je nach Wochentag verschiedenfarbig beschriftet, bemalt oder bedruckt. Sie erzählen laut Jamshidi von: „Geschichten, Erfahrungen, Wünschen, Trauer und Unterdrückung“. In Fotografien hält sie sich, ihre Umwelt und natürlich ihre „Seelenkleider“ Kunstwerke fest. Beide Künstler freuen sich auf eine ergiebige Arbeitszeit in Eckernförde

23.10.2007

Good buy Eckernförde

Eckernförde

Barak Reiser war Gast im Künstlerhaus Schleswig-Holstein und sagt nun „Good Buy!“ mit einer kleinen Werkschau seiner Eckernförder Arbeiten. Zweimal ein Monat war der israelische Künstler mit Wohnsitz in Frankfurt in Eckernförde und hat die Stadt kreativ beobachtet. In einer Ausstellung im Künstlerhaus in der Otte Str. 1 wird er am Freitag den 26. Okt. 2007 von 18 – 20Uhr und am Samstag den 27. Okt. 2007 von 11 – 16 Uhr seine Eindrücke weitergeben. Im Ausstellungssaal im Erdgeschoss zeigt er seinen Film „Grant“. Rund 20 Minuten zeigt der Künstler „sein“ Eckernförde: Wie vom Sommer sich die Stadt innerlich und äußerlich wandelt, die Vorbereitungen und das abbauen für ein Großkonzert am Südstrand, Landschaften, Menschen, Plätze und Meer. Neben einer kreativen Sicht unserer Stadt vermittelt der Film auch ein Portrait des Künstlerhauses und lässt ein bisschen Teilhaben am Leben eines Stipendiaten. So beschreibt der Künstler sein Werk mit den Worten: „Die Idee mit der sich die Arbeit beschäftigt ist die Situation der so genannten „Grants“, einer Einladung durch die ein Künstler an anderem Ort für einen bestimmten Zeitraum, leben und tätig sein kann. Was ist das Atelier? Wie öffentlich oder privat ist dieser Raum und die Verbindung zwischen diesem Raum und seiner Umgebung? Gibt er die gewünschte Einsamkeit in dem neuen Ort? Einsamkeit die eine Art Distanz schafft, um klarer zu Beobachtung zu kommen.“

Unter dem kontrastierenden Titel „What I Havn´t Seen“ zeigt Barak Reiser in seinem Atelier im ersten Stock Werke auf Papier. Kommunikation ist der Oberbegriff unter dem sich seine in Eckernförde entstandenen Bilder summieren lassen. Verarbeitet hat er, meist in einer interessanten Ei-Tempera-Technik unter der Verwendung reiner Farbpigmente, Schlagzeilen aus den Nachrichten der letzten zehn Jahre. So sind militärische Motive, neben Aufarbeitungen des 11. September zu besichtigen. Aber auch Wortspielmotive des internationalen Künstlers der neben Hebräisch auch in Englisch und Deutsch denkt. So geht er auf aktuelle Entwicklungen in Eckernförde ein, wenn die Tatsache verarbeitet, dass der Englische Begriff „seen“ im Hebräischen „China“ bedeutet.

Für Eckernförde Kunstinteressierte besteht am Freitag den 26. Okt. 2007 von 18 – 20Uhr und am Samstag den 27. Okt. 2007 von 11 – 16 Uhr im Künstlerhaus Schleswig-Holstein, Ottestr. 1, die Möglichkeit, das Wirken eines internationalen Künstlers in Eckerförde mitzubekommen. (fst)

2. SEPTEMBER 2007

Berührende Glaskunstwerke

Eckernförde

Zwei Künstler aus Korea zeigen ihre, teilweise in Eckernförde beendeten Werke im Künstlerhaus in der Otte Str. 1. Eigentlich hatte das koreanische Künstlerpaar Jinsouk Lee und Seontae Hwang ein 5monatiges Stipendium für das schleswig-holsteinische Künstlerhaus in Eckernförde. Aber es gab viel zu tun, die beiden Kreativen verlängerten um weitere drei Monate und zeigen nun in der Otte Str. 1 die Früchte ihres Aufenthalts in unserer Stadt. Im hinteren Gang zu den unteren Atelierräumen stellt Jinsouk Lee ihre Bilder aus. Eindrückliche Gemälde, deren Motive sich auf eine klare Aussage reduzieren und die unmittelbar ansprechend sind. Die auf den ersten Blick fast schlicht wirkenden Bilder erschließen sich dem Betrachter schnell und nehmen ihn durch ihre eigene Formsprache gefangen.

Im vorderen Ausstellungsraum der Künstlerhauses stellt Jinsouk Lees Mann Seontae Hwang seine Werke aus. Sein Material ist Glas. Geradezu spektakulär wirken seine Bücher aus dem filigranen Werkstoff auf den Betrachter. Bei den aufgeschlagen präsentierten Büchern ist die erste Seite klar, die weiteren teilweise und die hinteren nicht sichtbar. Schwer nur gelingt es, die Finger im Zaum zu halten, denn das natürliche Bedürfnis in einem Buch auch zu blättern, muss sich der Kunstfreund leider versagen. Transparent, nicht aber flexibel ist der Werkstoff und was nur andeutungsweise sichtbar ist, will der Künstler im Ungefähren lassen. Die teilweise von unten beleuchteten Bücher wirken magisch. Sie spielen mit den Betrachter, wecken Neugier und Interesse und lassen keinen der Anschauenden unberührt. Ob der Inhalt koreanische Schriftzeichen, ein englisches Nachschlagwerk oder mit Wort- und Schriftzeichen gestaltete Skizzen – stets gibt es weitere Ebenen die zu Spekulationen, Irritationen und genauester Ergründung auffordern. Geduldig erklärt Seontae Hwang, der hervorragend Deutsch spricht, den zahlreichen und sichtlich angetanen Besuchern die Entstehungsweise seiner Werke. Zu denen gehören auch einige Bilder, die mit dem Medium Foto und wiederum Glas so spielen, das ein räumlicher Effekt sich einstellt.

Die starke Wirkung der Werke des Künstlerpaares begeisterte auch einen Eckernförder Sammler, der von Beiden mehrere Werke spontan erwarb und ein weiteres, ein thematisch abgestimmtes Glasbuch, beauftragte. Diese sehr sinnlich ansprechende Kunst lässt sich eher erfahren als abgerundet beschreiben. Die Ausstellung ist noch bis Dienstag im Künstlerhaus, Ottestr. 1 zwischen 12 und 17 Uhr zu erleben. Das Eckernförder Publikum sollte die Gelegenheit nutzen, denn die Nächste Europäische Ausstellung der Ausnahmekünstler wird erst nach längerer Zeit in Berlin staffinden. (fst)

15. AUGUST 2007

Israel trifft Japan in Eckernförde

Im Künstlerhaus Eckernförde in dem Künstler aus aller Welt während eines Kreativaufenthalts eine Stipendiatenzeit verbringen können, sind zwei neue Bewohner eingetroffen. Die Japanerin Etsuko Ozawa wird drei Monate eines der Ateliers in der Ottestr. 1 bewohnen. Sie arbeitet mit Ton und macht Keramiken in denen sie verschiedene Materialien mit ihrem Werkstoff mischt. Ihre Werke sind reine Objekt, ganz wichtig ist ihr, dass sie keine Töpferwaren herstellt. Für ihren Eckernförder Aufenthalt hat sich die 29jährige neue Skulpturen und Installationen aus Ton vorgenommen, wobei sie noch eine nahe liegende Möglichkeit zum Brennen ihrer Werke sucht. Die letzten vier Jahre lebte und arbeitete sie in Kiel.

Ursprünglich aus Israel stammt Barak Reiser der Videos, Fotos und Installationen gestaltet. Sein Thema sind innere und äußere Räume und die Abgrenzung dieser. Der 34 Jahre alte studierte Bildhauer hat die letzten Jahre in Frankfurt gelebt, studiert und gearbeitet. Für Eckernförde möchte er sich von Strandkörben, den ansonsten so ungeliebten Quallen und den Altstadtgassen inspirieren lassen und plant eventuell Videos und vielleicht sogar eine Zeichenserie auf Papier zu erstellen. Durch eine Kürzung der Stipendiatenzeit durch das Land Schleswig-Holstein bleiben ihm allerdings nur zwei Monate für seine Vorhaben. Beide Stipendiaten planen zum Abschluss ihrer Zeit in Eckernförde sich der interessierten Bevölkerung durch eine Ausstellung vorzustellen. (fst)

18. APRIL 2007

SHKH – alle Zimmer besetzt

Eckernförde

Im Schleswig-eswig-Holsteinischen Künstlerhaus in der Ottestr. 1 ist „Full-House“. Neue Stipendiaten, die zwischen 2 und sechs Monaten in Eckernförde verweilen werden haben alle Ateliers belegt und werden ihren Aufenthalt in der Ostseestadt nutzen um neue Projekte zu entwickeln. In Tokyo / Japan sind sie geboren und aufgewachsen, aber aus der Schweiz angereist: Mai Yamashita und Naoto Kobayashi. Das Paar kennt sich schon seit gemeinsamen Schultagen. Inzwischen beschäftigen sie sich mit Videokunst und Installationen. Hier möchten sie sich vom Meer inspirieren lassen und dabei neue Projekte entwickeln. Ihre Werke zeichnen sich durch einen Humorvollen und leicht anmutenden Umgang mit sehr unterschiedlichen Themen aus. Ein halbes Jahr haben sie Zeit sich mit der Stadt, Land und Leuten auseinander zusetzen. Zum Abschluss ihres Aufenthaltes möchten sie gerne etwas von ihren Werken präsentieren. Jutta Konjers Anreise war nicht ganz so weit. Die Stipendiatin lebt in Hamburg. Auch sie arbeitet mit Visualisierungen, sie nennt ihre Kunst inszenierte Fotografie. Dabei greift sie bestehendes wie Denkmäler und Kunstwerke auf und ergänzt sie auf eine besondere Weise. Ihr Freund und Kollege Manfred Kroboth war bereit im Jahr 2000 Stipendiat in Eckernförde. Jutta Konjer trifft hier auch auf gute Bekannte: Bereit im Jahr 1997 hatte sie in der KAOS Galerie ausgestellt, die Marianne Tralau damals noch in Köln betrieb. Für zwei Monate ist Christian Hellwing aus Berlin in die Ottestrasse eingezogen. Der bildende Künstler, der sein Tätigkeitsfeld mit „im weitesten Sinne Bildhauer“ beschreibt, will in der Ostseestadt Kräfte für neue Projekte sammeln. Im Herbst plant er eine größere Ausstellung in Bremerhaven, für diese soll der Katalog in Eckernförde entstehen. Alle vier Künstler sind froh mit Beginn der der schönen Jahreszeit in Eckernförde sein zu können und wollen das Flair der Ostseestadt als Inspirationsquelle nutzen. Da es bei den Stipendiaten des Schl

Holsteinischen Künstlerhauses üblich ist, gegen Ende ihres Stipendium eine Ausstellung, Installation oder eine andere Art von Präsentation zu zeigen, können wir gespannt sein, wie sich das hiesige Umfeld auf ihre künstlerische Arbeit auswirken wird. (fst)

Vorübergehend ihren Platz gefunden im schlewsig-holsteinischen Künstlerhaus haben die Stipendiaten Christian Hellwing, Jutta Konjer, Mai Yamashita und Naoto Kobayashi. Das Künstlerhaus wird zusammen von der Kulturabteilung der Landesregierung und dem Eckernförder Verein „Förderverein S.-H.-Künstlerhaus e.V.“ unterhalten und ermöglicht Künstlern der unterschiedlichsten Sparten sich durch die Ostseestadt zu neuen Projekten anregen zu lassen.

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