Tralauer: Selbstportrait Marianne Tralau

Tralauer 4 Marianne Tralau Selbstporträt 3 Teile
1985 21.00 Min.

Marianne Tralau’s Selbstporträt ist eine kaleidoskopartige Sicht auf den künstlerischen Standort mit knapp 50 Jahren. Der Blick ist auf das Jetzt gerichtet, Arbeiten die gezeigt werden, sind höchstens 4 Jahre alt oder werden im Entstehen gezeigt, manchmal sind es nur Phänomene der Wahrnehmung, die sichtbar werden. Die Vergangenheit spielt keine Rolle, das hat seinen Grund: Vor wenigen Jahren hat es einen Bruch im künstlerischen Selbstverständnis gegeben mit dem Ergebnis einer längeren Kunstpause. Das geglückte Experiment, dieses Tief zu überwinden, findet sich auszugsweise am Schluss des Videos, es sind einige Blätter eines Kunsttagebuchs in den Jahren 1981/82. Das Fazit dieser Selbstbetrachtung ist: Es wachsen mir abwechselnd Flügel und Schweinsohren. Ich sehe eine Chance, heil zu entkommen. Die Zuschauer werden seltener – aber es macht Spaß, ungeheuren Spaß. (Marianne Tralaus Selbstporträt ist bei Kanal 4 und im WDR III in der Reihe Experimente gezeigt worden.)

Teil1 von 3

Teil 2 von 3

Teil 3 von 3

Autor: Marianne Tralau,
Kamera: Peter Kleinert, Dieter Oeckl,
Ton: Peter Kleinert,
Schnitt: Peter Kleinert, Marianne Tralau

Tralauer: Bilder der Geschichte 34 Krzflme von Marianne Tralau

Tralauer 2. Bilder der Geschichte 1-3
1991 22.22 Min.
34 Kurzvideos

Lässt man die Grenzziehung zwischen wichtig und unwichtig fallen, dann ist Geschichte alles, was an jedem Ort zu jeder Zeit geschieht: Ein unendliches Chaos, an dem jeder beteiligt ist.
Bilder der Geschichte ist ein Griff in das Videomaterial aus 10 Jahren Arbeit von KAOS Film- und Video-Team, gedreht an verschiedenen Orten zu unterschiedlichen Themen – 34 Einblicke in irgendwas, lediglich mit einer Orts- und Zeitangabe versehen – 34mal eine ungeschnittene Kameraeinstellung.  
Teil1:



Teil 3: 


 

krzflm

Krzfilm von Marianne Tralau
aus der Serie Tralauer

Ungeziefer

Am Sonntag ist Ehrenamtsmesse, Eine Homage

Wider das Ehrenamt!

Eine Polemik

Anruf bei einem freien (sprich selbstständigen) Journalisten: Ober er einen Artikel schreiben könne, über eine Person des öffentlichen Lebens, ca. 10 Seiten, 5 Fotos….

„Ich schreibe nur für Geld“ so die vorsichtige Antwort des Schreiberlings. „Bei uns wird alles ehrenamtlich gemacht, sogar das Jahrbuch“ kommt der Konter des Gesprächspartners, der als ehemaliger Beamter eine nennenswerte Pension sein eigen nennt. „Aber es gibt eine Aufwandentschädigung“. Der Journalist überlegt: Kein Auftrag heisst auch keine Einnahmen. Die Zeiten sind mau, längst sind seine monatlichen Verdienste unter den Satz von Hartz IV gesunken. Jeden Monat aufs Neue heisst es Bangen, ob die Miete und der Strom bezahlt werden können. Klar versucht er zu verhandeln, das Angebot der Ehrenmenschen mit Amt lautete auf 200 Euro für 10 Seiten Text mit fünf Fotos. Und der Aufwand? Zwei Gesprächstermine a eineinhalb Stunden plus jeweils eine Stunde Vorbereitung, zehn Stunden Recherche, zwei Fototermine mit insgesamt fünf Stunden, Bildbearbeitung von ca. 60 Fotos zur Auswahl, pro Bild vorsichtig geschätzte 30 Minuten. Sind rund 50 Stunden. Geht auch schneller, aber nicht besser. Der Artikel ist dabei noch nicht geschrieben, die Bänder abtippen lassen kostet auch schon fast einen dreistelligen Betrag.

Ja, 200 Euro sind viel Geld. Fast die halbe Monatsmiete, wenn man den Strom und die anderen Fixkosten einrechnet eher ein Drittel. Wie die Kamera und die Computer bezahlt wurden, dürfte hier ja egal sein? Und womit man die Versicherungen und anderen Kosten leistet, die ein selbständig arbeitender Mensch von seinem Staat aufgebrummt bekommt wohl auch? Die Ehrenämtler sind der vollen Überzeugung, dass das was sie leisten mit ihrem Jahrbuch, ihrem Verein und ihren vielen hundert Stunden unentgeltlicher Arbeit eine Bereichung für die Menschheit ist. Ist es auch, auch ich blättere gerne in ihren Büchern. Doch da, wo diese Menschen, die fast alle einen besonders gesicherten finanziellen Hintergrund haben, andere beauftragen (oder muss man hier schon erpressen sagen? Nein so böse Begriffe gibt es in der heilen Welt der sozial tätigen nicht) für sie zu arbeiten, stimmt das Konzept nicht. Natürlich zahlt dieser Verein an (akademische) Vortragsredner bei Veranstaltungen die üblichen Honorare. Diese Menschen haben den Vorzug bei ihnen nicht Mitglied zu sein, einen festen Arbeitsplatz zu haben und überhaupt nicht erpressbar zu sein. Entweder es wird anständig gezahlt oder der Herr Doktor bleibt zu Hause.

Unser Journalist hat keine Auswahl. Er muss annehmen, egal wie viel Arbeit er für unter drei Euro die Stunde zu leisten hat. Da sein Name unter dem Artikel stehen wird, kann er sich auch nicht mit oberflächlicher und schlampiger Arbeit aus der Affäre ziehen. „Scheiss Kapitalismus!“? Neinja! Die sogen. „soziale“ Marktwirtschaft funktioniert mit dem Bild einer Vollbeschäftigung, in der gut versorgte Bürger in ihrer Freizeit sinnvolles für das Gemeinwohl leisten können und sollen. Leider haben sich die Zeiten geändert. Das Heer der Arbeitslosen, die mit Garantie nie wieder einen Job finden werden, ist Legion. Hartz IV Empfänger sind besser versklavt durch Bürokratie und Amputation ihrer Würde als die lebendige Ware auf antiken Märkten. Damals wie heute ist diese Unterdrückung und Ausbeutung streng im Rahmen des Gesetzes. Aber diejenigen die solche Gesetze machen singen das hohe Lied des Ehrenamtes: Sie sind nicht betroffen und werden es nie sein. Betroffen sind Kleinunternehmer und Angestellte, die auch wenn sie heute noch einen Job ihr Eigen nennen, morgen vielleicht schon die Seiten wechseln müssen. Und dann erst mal gezwungen werden ihre Ersparnisse, die sie für die Ausbildung der Kinder sich abgerungen haben, aufzufressen. Dann sind diese sogar froh, für drei Euro die Stunde arbeiten zu dürfen. Natürlich findet das bürgerliche, durch beamtung gesicherte Mittelfeld ihre Welt in Ordnung. Sie haben ja diese Politiker auch gewählt, werden es wieder tun und sind mit sich, ihrem Ehrenamt (für das vielleicht sogar mal einen Orden gibt!) vollkommen zufrieden. Das ist eine Ehre. Ist es auch eine Ehre für den (un)genannten Verein hungern zu dürfen?(fst

Onart Stipendium erstmals an Pablo Wittrock verliehen

Onart Stipendium

Im Rahmen der Eckernförder Frühstücksbühne wurde erstmalig das  

Onart Stipendium für Konsequente Kunst in Leben und Werk an Pablo Wittrock

verliehen. In der Laudatio auf den jugendlichen Preisträger wurde von fognin die kreative Lebensführung von Pablo Wittrock gewürdigt, die ihn befähigt, im Sinne des Stiprendiums als onart/ig Künstler zu wirken.

https://onart.in/onartstipendiumverleihung.mp3

Gerhart Bettermann

Gerhard Bettermann

Bilder aus Eckernförde und dem Rest der Welt.
Einer der interessantesten Maler die in der norddeutschen Region wäre im Februar 100 Jahre alt geworden. Das Eckernförder Museum widmet Gerhart Bettermann eine Sonderausstellung und zeigt unter dem Motto „In Schwansen und der Welt zuhause“ spannende Teilaspekte des ungewöhnlichen Künstlers.
Gerhart Bettermann wurde am 23. Februar 1910 in Leipzig geboren, er absolvierte auf Druck seiner Eltern, die einer künstlerischen Laubahn ablehnend gegenüber standen, eine Schlosserlehre.
Bereits während der Ausbildung begab er sich auf umfangreiche Wanderungen. So als 1927 die sächsischen Metallarbeiter streikten und daraufhin ausgesperrt wurden, wanderte er mehre Wochen durch den Odenwald und am Rhein. Unterwegs zeichnete er um die Reise zu finanzieren. Heimlich hatte er zuvor im heimischen Leipzig bereis Zeichenunterricht genommen.
Weitere ausgedehnte Reise und Wanderungen sollten folgen, zumal er sich nach der Gesellenprüfung entschloss, die künstlerische Laufbahn einzuschlagen. Ausgedehnte Reisen durch ganz Europa folgten in denen viele Skizzen entstanden, die er daheim in Holz- und Linolschnitten ausarbeite.
1929 schloß es sich der „Künstlergruppe der internationalen Bruderschaft derVagabunden“ an zusammen mit Gregor Gog, Hans Tombrock und Hans Bönnighausen, bis 1933 fanden über 30 Ausstellungen statt. .
Als Debütant beteiligte er sich an der 1. Großen Leipziger Kunstausstellung und erhielt für das Gemälde „Arbeitsloser in der Dachkammer“ den 1. Preis des Landes Sachsen.
Bei seinen ausgiebigen Wanderungen, die ihn bis nach Ägypten führten, interessiert er sich besonders auch für die sozialen Verhältnisse und er versucht, das Typische in Landschaftsbildern festzuhalten.
Da er befürchtete wegen seinen sozialkritischen Interessen und seiner mitgliedschaft in der „ASS“ (Association revolutionärer Kunstler Deutschlands) politisch verfolgt zu werden, siedelt er 1933 in den Norden Deutschlands um. 1934 kaufte er in Emers bei Winnemark eine Tagelöhnerkate und lebte von Gelegenheitsarbeiten, seit 1935 verheiratet mit der in Leipzig geborenen Malerin Glore Becker.*
Kriegsteilnahme und Gefangenschaft erzwangen ab 1945 einen Neubeginn. 1953 gründete er ein Künstlerhaus bei Winnemark an der Schlei. Ausgedehnte Reisen, oft mit Künstlerkollegen zusammen führten zu einer Vielzahl von Reisebildern.
1954 gründete Bettermann den Landesberufsverband der Bildenden Künstler in Schleswig-Holstein mit und war bis 1970 als dessen 1. Vorsitzender tätig. 1956 beteiligte er sich an der Gründung der „Gruppe 56“, welche regelmäßig Ausstellungen veranstaltete. 1992 verstarb Gerhart Bettermann 82jährig in seinem Malerhaus an der Schlei und erhielt auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin eine Seebestattung. Er gilt heute als einer der bedeutendsten Künstler Schleswig-Holsteins.
Zum hundertsten Geburtstag Gerhard Bettermanns ist die Eckernförde Ausstellung der Auftakt einer Kooperation mit dem Künstlermuseum Heikendorf und dem Kunsthaus Hänisch in Kappeln, die den „ganzen“ Bettermann mit verteilten Schwerpunkten vorstellen werden. Das Museum Eckernförde biete einen konzentrierten Blick auf den Landschaftsmaler Gerhart Bettermann, beginnend bei den Graphiken und Malereien seiner Ägypten- und Südosteuropareisen der 30er Jahre über die Italien- und Jugoslawienreisen der 50er und 60er Jahre bis hin zu den hiesigen Motiven der frühen 80er Jahre. (fst)
Museum Eckernförde
Laufzeit: 31. Januar bis 14. März 2010
Öffnungszeiten:
di – sa 14.30 – 17 Uhr, so 11 – 17 Uhr
Publikationen:
Zur Ausstellung erscheinen 2 Museumssammelblätter (je 0,50 Euro)
Begleitende Veranstaltungen:
Führungen am 11. Februar um 15.00 Uhr, am 4. März um 15.00 Uhr und am 14. März um 11.30 Uhr mit Dr. Uwe Beitz
* lt Museumsblatt mit Johanna Bauch.

Kuttel Daddeldu an der Ostsee

Kuttel Daddeldu an der Ostsee

Er hatte ein bewegtes Leben, bevor er als humoristischer Dichter Unsterblichkeit erlangte. Joachim Ringelnatz (1883-1943), seine Gedichte und auch das bewegte Leben als Seefahrer, Gelegenheitsarbeiter und und Künstler in vielen Sparten, waren das Thema eines unterhaltsamen Abends im Schleswig-Holsteinischen Künstlerhaus.
Thomas Schleissing-Niggemann begnügte sich nicht, die unterhaltsamen Gedichte vorzutragen, sondern verwandelte den Saal des Künstlerhauses in ein Kabarettprogramm der Vorkriegszeit. So musste es in etwa gewesen sein als Ringelnatz im Berliner Kabarett Schall und Rauch als Matrose seine zarten Verse und deftigen Geschichten vorgetragen hat. Schleissing-Niggemann, erst als altertümlicher Jünger von Turnvater Jahn, später als versoffener Matrose, spielte, sang und zeigte, die Gedichte als Bühnenshow. Nebenbei berichtete er aus dem ereignisreichen Leben des geborenen Leipzigers.
Bevor Ringelnatz seine Turngedichte 1920 veröffentlichte, war sein Leben hauptsächlich von vielerlei Berufen und künstlerischen Misserfolgen geprägt. Stets in bitterer Armut lebend, versuchte er sich als Matrose, Bibliothekar, Schaufenstergestalter etc.
Während der Weimarer Republik in Berlin wurde der rezitierende Dichter als Geheimtipp gehandelt, Tourneen durch die Kleinkunstbühnen und Kabaretts festigten seinen Ruhm als Kabarettist und Schriftsteller und auch als Maler wurde er zögernd bekannter.
Den Nationalsozialisten war der ungebändigte, teilweise deftige und respektlose Humor des Künstler unheimlich. Es erfolgten Auftrittsverbote und Bücherverbrennungen und für Ringelnatz wieder, die ihm lebenslang begleitende Armut. Er erkrankte an Tuberkulose und starb 1943 in Berlin.
Ebenfalls in Berlin beheimatet ist Thomas Schleissing-Niggemann, der als Pädagoge, Schauspieler und Rezitator tätig ist. Ein umfangreiches Programm, vielfach vertiefend deutschen Dichtern gewidmet, zeichnet sein Repertoire aus. In Eckernförde trat er bereits mehrfach erfolgreich auf und dürfte, die die gut besuchte Vorstellung im Künstlerhaus zeigte, bereits ein Stammpublikum haben. Seine lebendige, dem Werk verpflichtete Vortragsweise die nicht nur gute Unterhaltung produziert, sondern auch mühelos den Dichter dem Publikum näher bringt, kam bei dem letzteren sehr gut an. Selbst Ringelnatzkenner, davon waren mehre leise mitsprechend im Saal, haben noch neue Aspekte über „ihren“ Dichter mitgenommen. (fst)
Recherche:

natur betrachten – ewig lang version video

natur betrachten – ewig lang
ein fognin onart Video
Hardcore Langweile Version

Die ultra hardcore super langweilig edit Version von Natur betrachten (60 sec)

kamera………….semjon, markus
act……………….marianne, semjon
sound……………fognin
#Grüsse an greenscreen in Eckernförde#
es git auch eine kurzversion – die ist ganz anders
ein onart /ig projekt 2010 ø~宆 ⁄©

(c) left 2010 by fognin ø~宆 ⁄© 
60 Sekunden für Natur. Ein onartfilm mit semjon & markus, Kamera. Marianne und Semjon als Schauspieler, Sound von fognin.

Und liebe Grüsse an die Greenscreener in Eckernförde

(c) left 2010 by fognin onart /ig

Kategorie:  Bildung
Tags: 

natur betrachten – ein fognin onart naturfilm

naturbetrachten – ein fognin onart video

kamera………….semjon, markus
act……………….marianne, semjon
sound……………fognin
#Grüsse an greenscreen in Eckernförde#

es git auch eine langversion – die ist ganz anders

fognin ø~宆 ⁄© 2010

neues fognin onart video: pubern

pubern – ein fognin onart video

mit:
Stimme 1……Jelle
Kamera………Semjon
act……………Hagen
……………….Kjell
……………….Anna
……………….Finn
……………….Nicki u.a.
Sound……….fognin
video………..fognin

(C) left 2010 fognin onart /ig Eckernförde

onart /ig stiftet Stipendium

ø~宆 ⁄©

Heute wurde die Stiftungsurkunde mit der die onart /ig ein Stpendium auslobt feierlich unterzeichnet.

Folgender Text steht in der Urkunde:

Hiermit stiften die Mitglieder der onart /ig

Markus Feuerstack und Marianne Tralau

das

 

 

onart Stipendium

für Konsequente Kunst in Leben und Werk

 

Das Stipendium wird unregelmässig bei Bedarf an Menschen verliehen, die eigenständig ohne äussere Beeinflussung ihr Leben oder ihre Werke künstlerisch entwickeln. Im Sinne der Interessengemeinschaft onart ist es wesentlich, dass kommerzielle Ausrichtung oder Interesse an der Wirkung für andere ausgeschlossen werden können.

„Onanistische Kunst“ bemüht sich, die Werke ausschließlich nach den originären Interessen des Schöpfers zu entwickeln und distanziert sich ausdrücklich von jeder Wirkung die Rücksicht auf Publikum oder Verkauf etc. nimmt.

 

Die Stipendiaten werden in diesem Sinne entweder für ihre Lebensführung oder für Werke ausgezeichnet. Sie sind damit im Sinne des Stiftungsrates Künstler.

 

Das Stipendium umfasst:

  • eine Urkunde
  • Verleihung der Urkunde und des Stipendiums
  • das Recht sich als Mitglied der onart /ig zu bezeichnen (zB. Als Namenszusatz)
  • ein Arbeitsessen
  • Aufnahme in den Stiftungsrat (der nächste Stipendium vergibt)

Der Stipendiat verpflichtet sich, das Stipendium in seiner Vita (Lebenslauf etc. zu erwähnen)

 

Der Stiftungsrat entscheidet im Konsens.

 

21.01.2010 Eckernförde

Unterschrift Markus Feuerstack, Marianne Tralau

fognin on art

fognin ist onartig

onart ( ø~宆) steht für „onanistische Kunst“. Kunst die nichts weiter will, als ihrem Schöpfer zu dienen. Also mir, wenn ich sie gestalte. „Kunst an und für mich“.

Ich glaube nicht an Publikum

Meine Erfahrungen mit Ausstellungen sind seltsame. Ich habe drei Einzelausstellungen gemacht, und mich an einigen Gemeinschaftsausstellungen beteiligt. (Als Photograph). Abgesehen, dass sich nur meine Bilder ausstellen lassen, alles andere Probleme bereitet, wenn es an die Wand soll, – was soll das Publikum mit meiner Kunst? Einigen gefällt einiges, anderen nicht. Schön: das ist nicht meine Sache. Weiterhelfen kann mir ein Urteil nicht, jedenfalls nicht von Menschen, die sich selber aussuchen. Interessante Kritiker, an deren Urteil mir etwas liegt, laufen mir nicht zu. Ich muss sie suchen und fragen. Anstrengende Sache, die sich meist lohnt.

Die Bilder (bleiben wir mal beim Photographen, das ist einfacher) die ich mache, verkaufen sich nicht. Einmal habe ich es ernsthaft versucht. Abgesehen davon, dass ich Probleme habe, wenn andere an meinen Werken mehr verdienen als ich, letztlich kann ich mit den Einnahmen kaum die Materialkosten decken, schon gar nicht die benötigte Technik. Für mich lohnen sich Ausstellungen mit Bilder an den Wänden nicht,- warum soll ich daran teilnehmen?

Soll ich jetzt nur im „stillen Kämmerlein“ werkeln? Nein! Gerne stell ich da, wo meine Kosten gering sind (Internet, an meinen eigenen Wänden, etc.) aus. Wen es erfreut, der soll sich freuen. Wer Geschäfte machen will, kann das gerne auch – wenn ich zustimme.

Wichtig ist für mich, das die künstlerische Entwicklung voran geht. Da ich keine Auftraggeber habe und kaum Kritiker, muss ich meine Ziele in mir finden. Ich arbeite hart daran. Und ich glaube zwar nicht an Publikum, aber ich glaube daran:

Kunst entwickelt die Welt.

Sozial, ästhetisch und auf vielen Ebenen. Am wenigsten dort, wo es sich materiell ausbildet. Viele Kollegen arbeiten mit ihren kreativen Fähigkeiten – sagen wir es ganz naiv – an einer besseren Welt. Je weniger diese Mitgestalter Rücksichten nehmen müssen, um so konsequenter können ihre Werke werden. Gut für sie. Gut für mich, denn ihnen verdanke ich meine Schulung.

Ein Netzwerk für sich selbstverpflichtete Kunst

Kreative Werke, die aus dem kompromisslosen Bemühen um Entwicklung entstehen, haben es sicher materiell schwerer, als solche, die für das Publikum geschaffen wurden. Kreative, die mit mir sich bemühen wollen, Konsequent an „sich selbst verpflichteter Kunst“ zu arbeiten, begrüsse ich gerne in der „Interessengemeinschaft für onanistische Kunst“ kurz

onart / ig (ø~宆 ⁄©)

also

fognin onart /ig

ƒø©~⁄~ ø~宆 ⁄©

(Die pseudophonetische Schrift ist reiner Spielkram, gefällt mir allerdings ausgesprochen gut!)

Danke an Marianne, für die Entwicklung.

Danke an SIEMERS für die Begriffskurzfassung!

Berlin U-Bahn


Berlin U-Bahn, ursprünglich hochgeladen von fognin1

Noch mehr Fotos bei Flickr

Tralau Ausstellung


Tralau Ausstellung, ursprünglich hochgeladen von fognin1

Neue Fotos von fognin bei Flickr!

Videos von fognin

Kleinkunst aus Eckernförde bei Youtube

Diese Videos sind als Sythesen zu ungewöhnlichen Klängen gedacht – erst war der Ton, Sound, Krach etc, der als eigenständiges Werk gestaltet wurde, dann wurden dazu passende Videosequenzen gesucht.

Meine Mutter sagte … III

Direktlink

sound: Siemers – D:U:R – fognin
Kamera: Semjon, Maurice
Video: fognin
copyleft 2010 by fognin

Krach! der zweite Teil.

ein fognin Projekt
mehr Schauspieler, mehr Ideen, mehr Krach und mehr mehr.
Direktlink

Krach! der erste Teil.

Direktlink
Sound wenn nicht anders angegeben: fognin

Meine Mutter sagte … (III) Krch-Video

SIEMERS: Stimme
D:U:R – Sound
fognin – Remix of Remix Sound
fognin – Videoart
Semjon, Maurice – Kamera

Mitspieler, die es nicht wissen.

Ein fognin projekt
Link Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=NKbNjkHSFlo

Krch! Neu! Schrecklich! Einsam! ohne Senf, Maionaise und Ketchup!

YouTube:
https://www.youtube.com/watch?v=YdWhVBysgsU

„Spieglein, Spieglein an der Wand…

Geniale Unterhaltung für die ganze Familie

Zur Weihnachtszeit gibt es Märchen. Das eine gekonnte Bearbeitung, viel Phantasie und kreative Figuren zu einem äusserst unenthaltsamen Puppenspiel zusammenwachsen können, zeigt Cordula Thonett derzeit in ihrem „Figurentheater im Kabuff“ in der Rendsburger Str. 100. Die altbekannte Geschichte von Schneewittchen und den sieben Zwergen, mutiert ohne sinnentstellende Eingriffe zu einer spannenden Story. Das 13jährige Schneewittchen (von der kaum älteren Mila Thonett meisterhaft gespielt- und gesprochen), ärgert sich sehr über Helene, der neuen Freundin ihres königlichen Vaters. Nicht nur, dass sie den Monarchen sofort heiraten will, auch ihre Versuche, das pubertierende Mädchen umzustylen und zur Tussi auszustaffieren, gefallen dem hübschen Kind wenig. Und dann versucht die designierte Stiefmutter auch noch den allein erziehenden Vater mit Drogen zu manipulieren. Um die Hochzeit zu verhindern, haut das clevere Mädchen einfach ab. Denn ohne Prinzessin, keine Hochzeit – das ist doch klar. Im Wald, bei den sieben Zwergen wird sie gerne aufgenommen, auch wenn sie mit der Hausarbeit wenig klarkommt. Sowas liegt dem Zwerg Gelbo sowieso besser.

Währenddessen werden bei König Walter auf Schloss Tralalau die Plätzchen knapp, mit der die Königin in spe den Monarchen gefügig zu machen versucht. Natürlich lässt sich so eine durchtriebene Person einiges einfallen, um den ehrgeizigen Plan doch noch durchzuführen. Und bevor es zum brausenden Finale kommt, müssen die Akteure auf der Puppenbühne noch manch überraschendes Abenteuer bestehen.

Der Puppenspielerin Cordula Thonett gelang es mit ihren Figuren aus Kochlöffeln, Abwaschbürsten und Würstchenzangen ein witziges zeitloses Stück zu kreieren, dass nicht nur für Kinder äusserst unterhaltsam ist. Vieler der gut gestalteten Gags und Überraschungen sind für das ältere Publikum bestimmt. Das Premierenpublikum jeglichen Alters zeigte dass dieses Unterfangen geglückt ist. Sowohl die Erwachsenen, wie auch die Kinder folgten vergnügt dem Spielgeschehen und oft jagten Lachsalven durch den kleinen gemütliche Theaterraum, wenn eine Figur sich etwas anders gebärdete, als man es erwartet hätte. Erwachsene Besuchen können auch ohne Alibikind eine der Vorstellungen besuchen, es handelt sich hier eindeutig um ein Theaterstück, das für Erwachsen ist und bei Kindern genau so gut ankommt.Überraschend ist, wie es den beiden Spielerinnen gelingt eine Vielzahl von Puppen gleichzeitig zu führen und jeder Gestalt einen ganz eigenen Charakter zu verpassen. Alle Puppen, Kulissen etc sind von Cordula Thonett selbst gebaut und entworfen worden. Die sehr passende Theater-Musik stammt von Benjamin Schulte, der auch einer Figur seine Stimme lieh. Den Spiegel spricht Ruben Beyer.“Spieglein, Spieglein an der Wand…

Klassenkameraden und ungewöhnliche Weihnachten

15. DEZEMBER 2009

Klassenkameraden und ungewöhnliche Weihnachten

Zwei Lesungen unterschiedlicher Art erfreuten an diesem Adventswochenende das literarische Publikum in Eckernförde. In der Stadtbibliothek fand die Reihe LesArt ihren diesjährigen Endpunkt mit der Autorin Almut Tina Schmidt. Die Stipendiatin des Schleswig-Holsteinischen Künstlerhauses präsentierte zum Abschluss ihres zweimonatigen Stipendiums in unserer Stadt einigen Geschichten aus ihrem neusten Roman. Das Buch „in Wirklichkeit“ spielt hintergründig mit verschieden Wahrnehmungsmöglichkeiten und grotesken Situationen. Die Protagonistin, stets auf der Flucht vor Überwachung und sich selbst, begegnet überall ehemaligen Klassenkameraden, die über unterschiedliche Sichtweisen ihres (gescheiterten) Lebens reflektieren. Gekonnt las die Autorin von der Geschwätzigkeit ihrer Hauptdarstellerin und den wunderlichen Situationen ihrer Weltsicht vor. Vielach wurde sie von Lachen unterbrochen, sprachgewaltig und von herrlich dunklen Humor zeugten die vorgelesenen Kapitel.

In dem kleinen „Figurentheater im Kabuff“ in der Rendsburger Strasse 100 zelebrierte Rosi Elmholt weihnachtliche Bösartigkeiten. Die Autorin und Malerin ist vielen Eckernfördern auch unter Ritha Ceglars bekannt las auch ihrem Buch „Morgengedeck“ und aus dem noch unveröffentlichten Kinderbuch „Liang Jensen“ (Arbeitstitel) vor. Ihre Geschichten zeichnen sich durch einen sowohl liebevollen wie leicht bösartigen Grundton aus. Stets betrachtet sie die handelnden Gestalten und ihre Geschehnisse mit Ironie und viel Phantasie. Kein Wunder, wenn in einer weihnachtlichen Küche die Gegenstände lebendig sind und ihr eignes, sehr ungewöhnliches Leben praktizieren. Da werden aus fünf Weihnachtsäpfeln genauso viele hübsche Mädchen. Und die möchten in Paradies, dass sich als zwielichtiges Haus mit eindeutigen Ruf entpuppt. Oder doch nicht? Spannend, phantasievoll und humorvoll sind die Geschichten der Eckernförderin. Das Publikum in sehr verschiedenen Altersstufen war von der unkonventionellen Sichtweise der Autorin sehr angetan und führte mit ihr im Anschluss der Lesung noch interessierte Gespräche.

Bücher: Almut Tina Schmidt, In Wirklichkeit“ Literaturverlag Droschl, Graz 2008, ISBN: 9783854207481

Ritha Elmholt „Morgengedeck“ Mohland-Verlag, 3-936120-64-1

fst

Almut Tina Schmidt SHKH Künstlerhaus

26. November 2009

Die letzte Künstlerin

Im Künstlerhaus Schleswig-Holstein in der Otte Str. 1 ist es ruhig geworden. Aber nicht das das Land keinen kreativen Gast hätte. Almut Tina Schmidt hält bis zum Jahresende die Stellung. Die Schriftstellerin nutz ihr zweimonatiges Stipendium um besonders fleissig zu sein. Ein Roman, ein Erzählband und auch ein Theaterstück, dass sind die Werke die derzeit in Eckernförde beackert werden. Die in Göttingen geborene Künstlerin hatte in Freiburg studiert und lebt jetzt als freie Schriftstellerin. Bereits mehrere Bücher hat sei bereits veröffentlicht, zuletzt hat sie ein Kinderbuch geschrieben: Das Ding der Unmöglichkeit. Roman für Kinder (ab 10 Jahre). Mit Illustrationen von Franziska Biermann. Erscheint Anfang 2010 im Gerstenberg Verlag, Hildesheim. Vielfache Produktionen für Radio (Hörspiele und „Hörbär“ für Kinder), ergänzen ihre vielseitigen Tätigkeiten. „Nur Gedichte schreibe ich nicht“ berichtet die junge Frau„das ist nicht mein Ding.“

Ihr neues Theaterstück, das in Eckernförde beim entstehen ist, wird von Menschen handeln, die als Berate anderen erklären, wie man erfolgreich sein ann, selbst aber genau dieses nicht zu leisten vermögen.

Ob Eckernförde in ihren neuen Erzählungen oder in dem Roman mit dem Arbeitstitel „Das halbe Herz“ auftauchen wird, will sie noch nicht verraten. Aber ausschliessen auch nicht. Almut Tina Schmidt wird aus ihrem Roman „In Wirklichkeit“ der letztes Jahr im Literaturverlag Droschi erschienen ist am 12. Dezember um 20.00 Uhr in der Stadtbücherei vorlesen.

„Gestreamte“ Musik

24. 11 2009

Gestreamte Musik

Neue Musik im Zeichen der Elektronik.

„stream / Kontraste V“ lautete der Titel des letzten Konzerts des „Ensemble reflexion K“ in der St.-Nikolaikirche in diesem Jahr. Beatrix Wagner (Flöten), Gerald Eckert (Cello), Lenka Zupkova (Violine), Joachim Striepens (Klarinette) stellten zusammen mit dem Gast André Bartetzki (Elektronik/Klangregie) ein kontrastreiches Programm vor. Rein natürliche klingende Kompositionen, die auf den gewohnten analogen Klang aufsetzten standen elektronisch beeinflussten Werken gegenüber.

„Analoge“ Kompositionen erklangen von Helena Tulve (*1972), Salvatore Sciarrino (*1947) und Gerald Eckert. Zwei Einspielungen kamen ohne jegliche Liveaktion aus, sie wurden ausschließlich eingespielt. Stella Perales (*1944) aus Argentinien war mit einem Werk von 2007 vertreten und auch die als Stipendiatin im Schleswig-Holsteinischen Künstlerhaus bereits in Eckernförde bekannte Chinesin Pei-Yu Shi (*1973) lieferte zwei Fragmente für „Tonband“ dazu.

Wie in der technischen Welt üblich, gibt es auch in der Form der elektronischen Musik „hybride“ Kompositionen, die sowohl auf notieren Material aufsetzen, als auch Einspielungen über Lautsprecher während der Aufführung beinhalten. Die Musiker werden also ergänzt mit elektronischen Klängen. In dieser Sparte waren Kompositionen von Isabel Soveral (*1961) und Bernfried Pröve (*1963) als beispielhaft vertreten.

Für die Zuhörer besonders attraktiv gestaltete sich die letzte Sparte der vorgeführten elektronisch beeinflussten Kompositionen. Komponierte Werke wurden dabei von so genannter „Liveelektronik“ ergänzt. Jede Menge Mikrophone kamen bei dem legendären Stück „A Pierre. Dell’Azzurro Silenzio, Inquietum…“ das der Altmeister Luigi Nono 1985 in Deutschland und Venedig komponierte. Um das Stück ranken sich einige Geschichten. Eine Besonderheit ist der Einsatz von einer Kontrabassflöte in G, von denen es nur sehr wenige Exemplare überhaupt gibt. Als zweites Instrument kommt eine Kontrabassklarinette zum Einsatz. Beide werden nicht mit ihren äußerst tiefen Tönen zum Erklingen gebracht sondern töntn mit Obertönen, also recht hoch. Während des gekonnten Spiels von Beatrix Wagner und Joachim Striepens wurden die erzeugten Klänge aufgenommen, nach Vorgaben Nonos manipuliert und mit festgelegter Verzögerung dem Klangeschehen über Lautsprecher wieder beigefügt. Der Effekt faszinierte sehr, auch wurde André Bartetzki (*1962) als Tonmeister kreativer Mitarbeiter am Klangeschehen.

Dieser wurde zum Abschluss des Konzertes, dass die Reihe Neue Musik für dieses Jahr beschloss, auch als Komponist aktiv. Die Uraufführung von Bartetzkis Stück „Areal BA 44“ zeigte das volle Spektrum zeitgenössischer Manipulation in Zusammenklang mit live aufgeführter Musik. Seine Komposition wurde den Musikern als Hörstück mit dynamischer Notation zur Verfügung gestellt. Diese spielten also aus ihrer Erinnerung. Zur den Klängen der Instrumente wurde sowohl vorbereites Material über die Lautsprecher eingespielt, als auch die erklungenen Töne manipuliert wieder dem Klangeschehen zugefügt. Dies klingt komplizierter als es sich letztlich anhörte.

Das komplette Konzert war nicht nur didaktisch spannend, auch wurde die gewohnt hohe Marke gekonnter Interpretation wieder mühelos erreicht. Das pure Vergnügen an neuen Klängen wurde nur durch die sehr mäßigen Temperaturen in der Kirche und durch das durch eine Konkurrenzveranstaltung dezimierte Publikum gemindert. Den Freunden dieser ungewöhnlichen aber spannenden Reihe bleibt die Freude auf die nächste Veranstaltung im Februar.

(fst)

https://www.hp-haller.homepage.t-online.de/venedig.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Luigi_Nono

fognins Kulturnotizen 4

5. NOVEMBER 2009

Kulturbettelei

Meine Ablehnung des „Ehren“-Amtes als Entbrotungs-Aktion habe ich an anderer Stelle schon verdeutlicht. Wenn ich darauf verzichte, Museen und andere sehr kostenpflichtige Veranstaltungen zu besuchen, dämpft dies zwar meine Kosten (und meine Lebensqualität), trägt aber nicht zu dem Deckungsbeitrag bei, den ich benötige um z.B. meine Miete zu bezahlen. Aufträge die meinen Lebensunterhalt sichern werden immer weniger. Photos kann auch Tante Elfriede machen, wofür hat sie denn zu Weihnachten die tolle Digicam bekommen? Als Rentnerin freut sie sich doch sicher über ehrenamtliche Aufträge.

Die Texte, die ich gelegentlich für die Zeitung geschrieben habe, fabriziert inzwischen ein Praktikant. Der macht diese Arbeit sehr diensteifrig, hofft er doch auf einen späteren Arbeitsplatz.

Und Webseiten gestalten? Dafür ist ein ehemaliger Kollege zuständig. Nach dem er den Kampf um die raren Aufträge aufgegeben hat, ist er jetzt Hartz-IV Sklave. Dafür darf er für einen Euro jetzt jobben und zum Wohle der Gesellschaft das machen, was er früher für 34 Euro mehr pro Stunde erledigte.

Was bleibt noch zum beklagen? Das BOD mich als Verleger arbeitslos macht? Das stimmt nicht und wäre auch nur normaler kapitalistischer Wettbewerb. Gegen Kapitalismus darf man ja nichts mehr sagen, zumal wenn er nicht subventioniert ist.

Das war die Trauerarie für heute. Jetzt wird gehandelt. Schon seit geraumer Zeit stelle ich unter meinen vielfachen Netzveröffentlichungen einen Link, diesen: https://fognin.net/fg_art11.htm . Das ist Artikel 11…

Die naive Idee dahinter ist, dass jemand der meine kulturellen Ergüsse konsumiert, das unbändige Verlangen haben könnte, mich dafür zu entlohnen. Auch wenn es wenig glaubhaft erscheint: In den letzten 15 Jahren konnte ich zwei- bis drei Überweisungen aus dieser Motivation auf meinem Konto feststellen. Aber Web 2.0 ist anders. Deshalb positioniere ich mich hier und heute als modernen Kulturbettler: Meine Aufsätze kosten für Endverbraucher 1 Euro. Bitte per paypal an tate@euromusikant.de :

„Ey Alder, hastemal nen Euro, ich schreib dich auch was!

fognins Kulturnotizen 3

4. NOVEMBER 2009

Was darf Kultur denn kosten (*)

Neulich war ich in Hamburg. Zusammen mit einigen jugendlichen Begleitern im Alter meiner Kinder. Wir freuten uns auf einen Tag voller Großstadt und Kultur. An der Tür der grossartigen Kunsthalle der Hansestadt, kam dann, zumindest für mich, das unangenehme Erwachen: Zehn Euro Eintritt! Die jungen Freunde brauchten nichts zu zahlen. Ich sollte für anderthalb Stunden Schauvergnügen eine Summe zahlen, die auch für einige Tage Lebensunterhalt ausreichen muss.

Einige Zeit vorher in Kiel. Wir waren extra für die spannende Metallausstellung von Eckernförde zur Kunsthalle angereist. Diesmal waren meine Begleiter älter als ich. Den recht hohen Eintritt hatte ich allein in voller Höhe zu entrichten. Mein etwas älterer Freund ist „schwerbehindert“, meine Freundin, die meine Mutter sein könnte, logischer Weise, Rentnerin. Ich bin als Kreativer selbständig, die Mangelhaftigkeit meines Budget wurde oben schon angedeutet. Ich verstehe nicht, warum ich, der nicht mehr Schüler bin und noch nicht Rentner, die beiden anderen Gruppen subventionieren muss.

Angenommen ich würde als Angestellter richtig gut verdienen, bekäme dann die Frage „Wer muss meinen Museumsbesuch bezahlen?“ ein anderes Gewicht? Als Vater von zwei Kindern bezahle ich dann reichlich Steuern und zahle auch in die Rentenkasse nicht gerade kleine Beiträge ein. Und ich sorge für die Kids, von Essen über Kleidung bis Taschengeld, das habe ich aufzubringen. (Übrigens bis vor Kurzem auch ohne gute Einnahmen). Wenn Eltern über die Finanzierung von Kindern ernsthaft nachdenken würden, hätten sie keine. Mit den Steuern wird unabhängig vom Eintrittspreis das notwendige Defizit der Kunsthalle finanziert. Und die Rentenversicherung funktioniert momentan noch, weil es noch Menschen gibt die einzahlen. In dieser Situation wird der Kulturort von immer demselben Personenkreis gleich mehrfach subventioniert. Scheint mir nicht sonderlich gerecht zu sein. Denn….

 

… ich behaupte mal frank und frei, dass Kultur zu den Grundbedürfnissen des Menschen zählt. Und ungehinderter Zugang zur Kultur eigentlich ein Menschenrecht sein müsste. Aber nicht ist, Notabene!

Warum eigentlich nicht? Wie sorgt eigentlich unser Staat für seine Bürger? Was unsere Lobbygesteuerten Berufspolitiker und ihre beamteten Erfüllungsgehilfen wirklich treiben, darüber kann ich noch nicht einmal spekulieren. Und meinen Nerven zuliebe will ich das auch lieber lassen, schliesslich bin ich im besten Herzinfarktalter. Nebenbei: Diese Leute kenne ich nicht (und sie mich auch nicht), sie interessieren sich nur zu Wahlzeiten für Normalbürger.

Es geht auch eine Nummer kleiner. Wir haben neben unserem Land und dem dazugehörigen Bundesland auch unsere kleine Stadt. Deren Politiker kennen meistenteils wenigstens meinen Namen und man grüsst sich auf der Strasse mehr oder weniger höflich.

Diese Politiker sind „Ehrenämtler“ wie sie immer wieder betonen. D.h. sie bekommen nur kleines Geld dafür, dass sie den Kulturausschuss besuchen. Und sie haben bei kommunalen Kulturveranstaltungen (meist) freien Eintritt. Und was unternehmen sie, damit ihr Souverän (vulgo: das Volk) diesen auch erhält?

Sie reden von Finanzierung. Und von Refinanzierung. Von Investoren und zu vermeidenden Belastungen. Im Kulturausschuss, wohlgemerkt. Und solche Bemerkungen wie: In Eckernförde gäbe es bereits genügend Kultur, da müsse man nicht investieren, gibt es als Zugabe. Auch die an anderer Stelle verkündete Idee von einem Kulturkonzept für die Ostseestadt gibt es in diesem Umfeld. Ein Kulturkonzept, in dem man die kulturellen Aktivitäten per Bestandsaufnahme feststellen (lassen?) möchte.

Wir „Kulturbürger“ investieren derweil eifrig in unsere Kinder, ganz ohne externen Investor, Refinanzierung und Bestandsaufnahmen. Und träumen davon, dass zumindest diese mit ihren Kindern ins Museum gehen können. Weil Kultur für alle da ist. In einer fernen, tollen, traumhaft schönen Zeit, in der nicht nur Strassen vierspurig ausgebaut werden, sondern auch die Kulturautobahn. Träum weiter, Demokrat!

 

 

(*) Die Frage wurde hier genauso wenig beantwortet, wie die, wer sie denn eigentlich zahlen soll. „Ich nicht!“ darin sind sich der Kulturauschuss und ich uns wohl einig. Immerhin.

fognins Kulturnotizen 2

3. NOVEMBER 2009

Wider das Ehrenamt!

Eine PolemikAnruf bei einem freien (sprich selbstständigen) Journalisten: Ober er einen Artikel schreiben könne, über eine Person des öffentlichen Lebens, ca. 10 Seiten, 5 Fotos….

„Ich schreibe nur für Geld“ so die vorsichtige Antwort des Schreiberlings. „Bei uns wird alles ehrenamtlich gemacht, sogar das Jahrbuch“ kommt der Konter des Gesprächspartners, der als ehemaliger Beamter eine nennenswerte Pension sein eigen nennt. „Aber es gibt eine Aufwandentschädigung“. Der Journalist überlegt: Kein Auftrag heisst auch keine Einnahmen. Die Zeiten sind mau, längst sind seine monatlichen Verdienste unter den Satz von Hartz IV gesunken. Jeden Monat aufs Neue heisst es Bangen, ob die Miete und der Strom bezahlt werden können. Klar versucht er zu verhandeln, das Angebot der Ehrenmenschen mit Amt lautete auf 200 Euro für 10 Seiten Text mit fünf Fotos. Und der Aufwand? Zwei Gesprächstermine a eineinhalb Stunden plus jeweils eine Stunde Vorbereitung, zehn Stunden Recherche, zwei Fototermine mit insgesamt fünf Stunden, Bildbearbeitung von ca. 60 Fotos zur Auswahl, pro Bild vorsichtig geschätzte 30 Minuten. Sind rund 50 Stunden. Geht auch schneller, aber nicht besser. Der Artikel ist dabei noch nicht geschrieben, die Bänder abtippen lassen kostet auch schon fast einen dreistelligen Betrag.

Ja, 200 Euro sind viel Geld. Fast die halbe Monatsmiete, wenn man den Strom und die anderen Fixkosten einrechnet eher ein Drittel. Wie die Kamera und die Computer bezahlt wurden, dürfte hier ja egal sein? Und womit man die Versicherungen und anderen Kosten leistet, die ein selbständig arbeitender Mensch von seinem Staat aufgebrummt bekommt wohl auch? Die Ehrenämtler sind der vollen Überzeugung, dass das was sie leisten mit ihrem Jahrbuch, ihrem Verein und ihren vielen hundert Stunden unentgeltlicher Arbeit eine Bereichung für die Menschheit ist. Ist es auch, auch ich blättere gerne in ihren Büchern. Doch da, wo diese Menschen, die fast alle einen besonders gesicherten finanziellen Hintergrund haben, andere beauftragen (oder muss man hier schon erpressen sagen? Nein so böse Begriffe gibt es in der heilen Welt der sozial tätigen nicht) für sie zu arbeiten, stimmt das Konzept nicht. Natürlich zahlt dieser Verein an (akademische) Vortragsredner bei Veranstaltungen die üblichen Honorare. Diese Menschen haben den Vorzug bei ihnen nicht Mitglied zu sein, einen festen Arbeitsplatz zu haben und überhaupt nicht erpressbar zu sein. Entweder es wird anständig gezahlt oder der Herr Doktor bleibt zu Hause.

Unser Journalist hat keine Auswahl. Er muss annehmen, egal wie viel Arbeit er für unter drei Euro die Stunde zu leisten hat. Da sein Name unter dem Artikel stehen wird, kann er sich auch nicht mit oberflächlicher und schlampiger Arbeit aus der Affäre ziehen. „Scheiss Kapitalismus!“? Neinja! Die sogen. „soziale“ Marktwirtschaft funktioniert mit dem Bild einer Vollbeschäftigung, in der gut versorgte Bürger in ihrer Freizeit sinnvolles für das Gemeinwohl leisten können und sollen. Leider haben sich die Zeiten geändert. Das Heer der Arbeitslosen, die mit Garantie nie wieder einen Job finden werden, ist Legion. Hartz IV Empfänger sind besser versklavt durch Bürokratie und Amputation ihrer Würde als die lebendige Ware auf antiken Märkten. Damals wie heute ist diese Unterdrückung und Ausbeutung streng im Rahmen des Gesetzes. Aber diejenigen die solche Gesetze machen singen das hohe Lied des Ehrenamtes: Sie sind nicht betroffen und werden es nie sein. Betroffen sind Kleinunternehmer und Angestellte, die auch wenn sie heute noch einen Job ihr Eigen nennen, morgen vielleicht schon die Seiten wechseln müssen. Und dann erst mal gezwungen werden ihre Ersparnisse, die sie für die Ausbildung der Kinder sich abgerungen haben, aufzufressen. Dann sind diese sogar froh, für drei Euro die Stunde arbeiten zu dürfen. Natürlich findet das bürgerliche, durch beamtung gesicherte Mittelfeld ihre Welt in Ordnung. Sie haben ja diese Politiker auch gewählt, werden es wieder tun und sind mit sich, ihrem Ehrenamt (für das vielleicht sogar mal einen Orden gibt!) vollkommen zufrieden. Das ist eine Ehre. Ist es auch eine Ehre für den (un)genannten Verein hungern zu dürfen?(fst)

fognins Kulturnotizen 1

01. November 2009

fognins Kulturnotizen

Kultur ist keine refinanzierbare Investition, sonder eine Notwendigkeit wie Essen. Kultur ist Bestandteil des Lebensglückes. Genau wie bei der Nahrungsaufnahme, kommt der Mehrwert der Kultur auf anderer Ebene aber zwangsläufig zurück. Da Kultur allen offen steht, die sie sich leisten können, sollten Politiker endlich begreifen, dass Investition in Kultur sozial ist. Kultur ist nicht vom Konsumenten zu bezahlen, sondern von der Gemeinschaft, damit jeder sie nutzen kann. Und Produzenten von Kultur, also Künstler müssen leben können, um diese Sozialität zu schaffen. Ergo muss die Gemeinschaft die Künstler ernähren, damit die Gemeinschaft Nutzen davon hat. Kultur als elitäre Angelegenheit Begüteter verhindert, dass weniger Privilegierte Zugang zur Kultur finden.

Ziel jegliche Politik sollte es sein, das Lebensglück der Bevölkerung zu mehren, nicht zu mindern. Ob Politiker das wissen?

Für lebenslange Pubertät

Für lebenslange Pubertät

– ein Tagebuch Manifest

von fognin

 

Solche Männer und ihresgleichen sind geniale Naturen, mit denen es eine eigene Bewandtnis hat, sie erleben eine wiederholte Pubertät, während andere Leute nur einmal jung sind. […] Daher kommt es denn, dass wir bei vorzüglich begabten Menschen auch während ihres Alters immer noch frische Epochen besonderer Produktivität wahrnehmen, es scheint bei ihnen immer einmal wieder eine temporäre Verjüngung einzutreten, und das ist es, was ich eine wiederholte Pubertät nennen möchte

 

Goethe, Eckermann, 11.3.1828

 

„Ich bitte euch bei dieser Gelegenheit von ganzem Herzen: Vergeßt eure Kindheit nie! Versprecht ihr mir das? Ehrenwort?“

Erich Kästner, Vorwort zum „Fliegenden Klassenzimmer“

….

Ich will nicht wieder jugendlich sein. Nur die Unbeschwertheit, das Lockere und das umfassende Gottvertrauen meiner früheren Jahre vermisse ich sehr.

….

Dieses ist es, warum ich Jugendliche schätze und suche: Sie haben Fragen, nicht Antworten. Fragen an die Welt, an das Leben, Fragen an sich selbst. Sie sind offen, für alles was als Antwort sich anbietet und nichts – oder zumindest sehr wenig – wird von vorneherein als „Unmöglich“ verworfen. Dies ist auch mein ideeller Entwurf, nach dem ich versuche zu denken und moralische Vorstellungen und Handlungen zu entwickeln. Meist wir „Altersweisheit“ gesucht, wenn es um Ratschlüsse geht. Ich suche „Jugendweisheit“, oder eigentlich die Fähigkeit, durch Fragen zu erkunden und unvoreingenommen betrachten zu können. Nicht auf die vorgedachte Lösung zurück zu greifen, sondern durchaus ungewöhnlich und experimentell zu handeln. Das bringt die Welt weiter.

Das Alter ist konservativ, Jugend progressiv. Wer macht sich denn Gedanken über die Umwelt, den Ausgleich von arm und reich, über Frieden und Gerechtigkeit? Die alten Säcke meines Jahrgangs haben sich längst angepasst, auch wenn sie sich oft noch für die gewesenen Revolutionäre halten. Wen stört es von uns den wirklich noch, das der Strom aus der Steckdose kommende Generationen und ihre Umwelt für immer verseucht?

Gesellschaftlich gilt es als selbstverständlich Jugendliche zu belehren, sie mit Meinungen und (Vor-)Urteilen voll zu stopfen und sie möglichst schnell so dröge, phantasielos und angepasst zu machen, wie es die Belehrenden selbst sind.

Die Idee, Jüngere wirklich zu befähigen, weiser, klüger, und „besser“ zu werden, als man selbst es geschafft hat zu sein, ist nicht sonderlich verbreitet. Sie würde auch eine deutlich andere Haltung voraussetzen: Respekt, Achtung, Ehrfurcht und Neugier im Umgang mit jüngeren Menschen und ein umfassendes Vertrauen. Das schulden wir alte Säcke den schlummernden Fähigkeiten der Nachkommen.

Wie schnell solch eine Haltung Früchte trägt, ist dort zu beobachten wo eine Schule einen solchen Ausnahmelehrer zum Kollegium zählt. Eher wohl bei freien Schulen sind solche seltenen Pädagogen zu finden, da weisungsgebundene Beamte sich wohl kaum über das System erheben können, das sie beschworen haben.

Jugendlich ist für mich ein Mensch, wenn er die Idee entdeckt „selbst sein zu wollen“, also meist mit dem Beginn der Pubertät. (Übrigens nicht zwingend: es gibt junge Menschen, die ihre Jugendlichkeit versäumt haben). Das Bestehende zu hinterfragen, eigene Bedürfnisse zu erleben, zu artikulieren und versuchen sie durchzusetzen ist der Keim des Menschseins. Wer nicht versucht Freiheit zu fassen und nach ihr strebt, hat wesentliche Bestandteile des sich entwickelnden Menschen verloren. Der Drang, Erfahrungen selbst zu machen und so die eigenen Möglichkeiten und Grenzen zu erkunden bzw. zu erweitern, schafft Fähigkeiten und ist somit ein wichtiger und notwendiger Prozess. Diesen gilt es zu fördern und mit Vertrauen und Verständnis zu begleiten. Widerstand aus dem Bestreben Jugendliche vor den Fährnissen des Lebens zu bewahren, behindert diese in ihrer Entwicklung und für mich ein Verbrechen.

„Pubertät ist, wenn die Eltern anfangen schwierig zu werden“ ist nicht nur humoristisch sondern auch programmatisch zu verstehen. Der Jugendliche verändert sich und es stände dem sogen. Erwachsenen gut an, dies zum Anlass zu nehmen, sich auch zu verändern. Und der neuen Situation positiv zu begegnen. Die Gelegenheit von jüngeren lernen zu können kommt in eine wesentliche Phase. Wohl dem, der diese Change zu nutzen versteht. Es könnte der Start in ein entwicklungsfähiges Leben voller Offenheit und Unvoreingenommenheit sein. Lebenslang zu pubertieren also. Für mich ein fester Bestandteil meines Traumes von einer besseren, humaneren, liebevolleren und ehrlicheren Welt!

Abschlussausstellung in der Otte 1

1. Juni 2006

Abschlussausstellung

Zu den kulturell sehr belebenden Traditionen gehören die Abschlussaustellungen der Stipendiaten des schleswig-holsteinischen Künstlerhauses in der Otte Str. 1. Nach dem die Künstler ihren mehrmonatigen Gastaufenthalt zum kreativen arbeiten nutzen konnten, zeigen sie, wie ihre Gaststadt Eckernförde auf sie wirkte und was für Werke dort entstanden. In einem dreitägigen Einblick auf ihre neusten Werke stellten Ju Hyun Lee, Kerstin Liebst und Yukari Kosakai jetzt im Künstlerhaus aus. Von der ehemaligen Studentin der Muthesiusschule Yukari Kosakai aus Japan waren zwei große Installationen vor und in ihrem Atelier zu sehen. Die koreanische Malerin Ju Hyun Lee zeigte ebenfalls in ihrem Atelier ihre „vernünftigen Tiere“. Im Stile von Abbildungen von Menschen portraitierte sie Tiere, die leicht befremdlich aus ihren Bildern die Betrachter anschauen. Als Holzbildhauerin und Freie Künstlerin wurde Kerstin Liebst ausgebildet. Ihre Leidenschaft gilt Dingen des Alltags, Abfallgegenständen und banalen Dingen, die sie zu phantasievollen Plastiken vereint. Ihre Werke zeigte sie im Künstlerhaus in allen Ebenen. Erstmalig wurde auch der verwinkelte Keller mit einer stimmungsvollen und meditativ beleuchteten Plastik genutzt, auch in ihrem Atelier und im Ausstellungsraum wurden ihre Werke gezeigt. Unterstützung fand die Freidorfer Künstlerin durch einen Eckernförder Bürger, der spontan als „Künstlerpate“ sich zu Verfügung stellte und ihr bei den Materialbeschaffungen und sonstigen Fragen hilfreich zur Seite stand. (fst)

Abschied vom Atelier am Strand

3. MAI 2009

Abschied vom Atelier am Strand

Maki Takano verlässt das Schleswig-Holsteinische Künstlerhaus nach zweimonatigem Stipendium.

Im schleswig-holsteinischen Künstlerhaus in der Otte Str. 1 können Künstler aus aller Welt ein mehrmonatiges Stipendium machen. Während der Zeit, die von der Landesregierung mit einem Taschengeld und Unterkunft gesponsert wird, sollen sie sich mit der Stadt und der Umgebung auseinandersetzen und so künstlerische Impulse aufnehmen.

Die japanische Konzeptkünstlerin Maki Takano hatte zwei Monate Zeit ihr gedankliches Atelier am Strand aufzubauen. Sie hat einen virtuellen Künstler erdacht, dessen nähere Daten zunächst nicht bekannt sind. Durch seine Werke, die er in ihm fremden Ländern und nicht wirklich geläufiger Sprache fertigt, entsteht für das Publikum langsam ein Bild über diesen Kreativen. In ihrer Ausstellung stellte die Japanerin mit Wohnsitz in Berlin ihre Idee vor und ließ dann ihren erdachten Künstler für sie und sich durch verschiedenste Werke sprechen. Traditionelle japanische Muster, wie sie in Kleidung und Textilien auftauchen erfuhren eine Metamorphose, Farbflächen die vorgegeben sich in Nachgestaltungen spiegeln, filigrane Zeichnungen aus Strichen und Flächen: alles Hinweise auf die Wirksamkeit des Künstlers, die sich ein der Wahrnehmung der Betrachtenden zu einer Geschichte verdichten kann.

Maki Takano recherchiert im Internet und nimmt natürlich auch ihre eigenen Erfahrungen als Grundlage zu der ständig weiter sich entwickelnden Legende. Sie hat in Tokyo studiert und ist später erst nach Düsseldorf, dann nach Berlin umgezogen, wo sie heute ständig lebt und arbeitet. Ihr besonderer Eindruck galt der ruhigen aber die Stadt beherrschenden Ostsee, die sie gedanklich mit den ganz anderen Weiten des heimatlichen Pazifiks verband. Um Herkunft und Stipendium zu einer virtuellen Einheit zu verbinden nannte sie ihre Abschlussausstellung „Atelier am Strand“. (fst)

Kreative Frühjahrs Gäste

23. JANUAR 2009

Kreative Frühjahrs Gäste

Im Schleswig-Holsteinischen Künstlerhaus in der Otte Str. 1 sind zwei neue Künstler eingezogen.

Fünf Monate sind die beiden jeweils Gast in Eckernförde auf Einladung der Landesregierung. Diese finanziert das Stipendium im Künstlerhaus. Eine kompetente Jury wählst die Bewohner aus zahlreichen Bewerbungen aus. So kommen zahlreiche Künstler aus aller Welt nach Eckernförde als Gäste für einige Zeit um hier zu arbeiten und zu leben. Die zwei junge Frauen sind jetzt in das Künstlerhaus eingezogen. Beide haben in Kiel studiert und sind für den Bereich bildende Kunst nominiert. Ju Hyun Lee stamm ursprünglich aus Korea und studierte dort in Yong-In und Seoul. Bereits ab 2002 setzte sie ihre Studien in Deutschland fort. In Eckernförde hat sie mit gehörigen Fleiß sofort angefangen etliche Bilder zu malen und einige bereits fertig gestellt. Sie zeigte sich sehr angetan von der Arbeitsatmosphäre in den großzügigen Räumen in der Ottestrasse. Diese inspirierte Arbeitswut muss in den Räumen des Künstlerhauses eingebaut sein, denn auch Kerstin Liebst hat bereits angefangen Materialien für ihre großen Objekte zu sammeln und solche zu bauen. Die Künstlerin, ursprünglich ausgebildete Holzbildhauerin und Absolventin der Kieler Muthesius Kunsthochschule ist mir ihrer Tochter Helena nach Eckernförde gezogen. Auffällig und spannend sind ihre großformatigen Plastiken die aus gefunden Materialien und ihrem Lieblingswerkstoff Schaumstoff zusammengesetzt sind. Beide Künstlerinnen planen zum Ende ihres jeweils fünfmonatigen Stipendiums eine gemeinsame Abschlussausstellung zu gestalten, die einen Überblick über die kreative Phase in Eckernförde geben wird (fst)

Das Glück – der Anderen

Das Glück – der Anderen

Wenn ein renomierter und nicht gerade kleiner Verlag ein Buch mit Lyrik und gemalten Bildern vorlegt erstaunt dies. Lyrische Veröffentlichung jenseits von Weltliteratur-Autoren sind selten geworden, künstlerische Bände mit Gemälden beschränken sich heute fast immer auf Kataloge oder Sammelwerke. Margit Buß, als Eckernförder Kreative im Bildbereich ist bisher mehr eine stille Grösse. Ihre „MakroArt“ genannten oft gossflächigen und sehr farbstarken Bilder wurden bisher Maschinenhaus und bei kleineren Ausstellungen in unserer Stadt gezeigt. Zusammen mit der Wortgewaltigen Schriftstellerin Dietlinde Hedwig Heckt präsentiert jetzt Margit Buß eine spannende Übersicht über ihre Makroart-Bilder. Dieses künstlerische Verfahren, das auch mit fotografischer Hilfe experimentell Zufälligkeiten aufarbeitet und Erahnbares sichtbar macht, bestich durch seine dichten Farben und zum träumen anregenden abstrakten Buldinhalte. Die Phantasie des Betrachtenden wird stark angesprochen, das abgebildete Bild beginnt zu korrespondieren und bewegt sich weiter. Dieses anhand der Originalbilder stark erlebbare Phänomen ist sogar in dem Buch „Andernglücks“ nachvollziehbar. Wenn der Leser erst die Bilder betrachtet, dann die selbst als Bilder wirkenden lyrischen Zeilen liest und mit dem Auge wieder auf das dazugehörende Bild schaut, verwandet sich dies. Seitenweise sollte man diese doppelte Bilderflut genießen und sie mit Zeit wirken lassen.
Margit Buß hält sich derzeit in Berlin auf um weitere künstlerische Studien zu machen und neue Inspirationen im Frühjahr nach Eckernförde mitzubringen. Bis sie neuen Werke in Eckernförde ausstellt, lohnt es sich, das wohlfeile Bändchen „Andernglücks“ zu studieren.
Andernglücks. Margit Buß (Bilder), Dietlinde Hedwig Heckt (Lyrik).Verlag der Kunst Husum. ISBN 978-3-86530-110-9, 14,95. Bei der Buchhandlung am Gänsemarkt vorrätig (fst)

EZ: Narrenschein für Barierefreiheit

Narrenschein für Barierefreiheit

Eckernförde

Der 5. Mai ist der „Europäische Protesttag für Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“. Deshalb trieb es Menschen mit Behinderung auf die sonnige Staße um im bunten Marktgetümmel auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Gleichzeit macht der Beirat für Menschen mit Behinderung auf die Aktionswoche in Eckernförde aufmerksam. Vom 5.- 11. Mai werden viele bunte Veranstaltungen auf die Anliegen aufmerksam machen. Am Sonnabend zog „Ersie“, der bunte Narr an der Hand der Puppenspielerin Cordula Thonett alle Blicke und viele Lacher auf sich. Ein strenges Examen galt es zu absolvieren, bis die Zuschauer den begehrten „Narrenschein“ mit nach Hause nehmen durften. So wurde auch Magda Franzke, unermüdlich Sprecherin der Mensch mit Behinderung in Eckernförde hart von der frechen Puppe rangenommen. „Wie schreibt man Leben“ fragte der Narr und man konnte deutlich das hintersinnige Lächeln in dem freundlichen Filzgesicht sehen. Die närrische Antwort: „Das schreibt man nicht, das geniesst man“. Neben Fragen wie „was würdest Du den gerne mal auf den Kopf stellen?“ und „Was ist der Unterschied zwischen schwindeln und Lügen?“ musste sich Magda Franzke auch als Zeitungsleserin outen: „Glaubst du alles was in der Presse steht?“ Doch Magda vertraut ihrer Zeitung und ganz selbstbewusst meinte sie: „Wenn ich mal nicht einverstanden bin, dann schreibe ich einen Leserbrief“. Zum Abschluss des närrischen Examens hatte Ersie noch eine spezielle Frage: „Wie ist das, wenn man besoffen Rollstuhl fährt?“ Obwohl wohl selbst kaum betroffen wusste die Rollstuhlfahrerin Magda Franzke auch drüber genau Bescheid. Den Rollstulführerschein kostet es nicht, aber das Gefährt wird stillgelegt und damit die Mobilität des Behinderten empfindlich eingeschränkt. Also besser nicht ausprobieren, so närrisch muss man ja nicht sein. Das bestandene Examen zum Narren wurde mit einem vielfach bestempelten Narrenschein gekrönt. Auch viele Kinder und Erwachsene bewarben sich um die begehrte Auszeichnung, es ist anzunehemen, dass Eckernförde närrischen Zeiten entgegengeht. Ernst ist es den Menschen mit Behinderung mit ihrem Anliegen die Stadt Barierefrei zu gestalten. Am Montag um 17 Uhr ist die Eröffnungsveranstaltung der Aktionswoche im Rathaussaal. Am Donnerstagabend wird als kulturelles Highlight bei einer Benefizveranstaltung Sigi Siemsen und Tochter Valentina in der Siegfriedwerft singen.

EZ: Harley Gewitter in Eckernförde

Harley Gewitter in Eckernförde

Eckernförde 24.6.07

Gewitter über Eckernfördes Hafen. Blitz und Donner folgen dicht aufeinander. Nicht so weit entfernt sind Einschläge zu vernehmen. Einsam steht ein schweres Motorrad auf dem neuen Platz vor dem Leuchtturm. Eine Harley, die amerikanische Mottorradlegende. Mehr ein Stück Weltanschauung als ein Transportmittel.. Der Regen ebbt ab, das Gewittergetöse bleibt aus. Andreas Röhlen steht neben seiner schweren Maschine und schaut aufmerksam Richtung Jungfernstieg: „Sie kommen“ Das kräftige Schnurren, Knattern und Tuckern von rund achtzig schweren Motorrädern lässt die Luft erzittern. Begleitet von vier Motorradpolizisten fahren wilde Gesellen auf die Harfenpromenade. Das „Breitenfeld-Chapter“ der Harley Owners Group feiert 15jähriges Bestehen und Harleyfreaks aus dem ganzen Bundesgebiet feiern mit. Andreas Röhlen ist „Activitiesofficier“ der Veranstaltung und als solcher ihr Organisator. Inzwischen ziert ein breites Lächeln sein Gesicht: „Ich hatte schon Angst die Polizei bricht die Fahrt von Schloss Noer nach Eckernförde ab, da Blitze für Motorradfahrer sehr gefährlich sein können“. Aber das Gewitter war nur lokal und alle Biker reihen ihre Maschinen schnurgerade auf der Promenade aus.
Das Durchschnittsalter der Fahrer der glänzenden Prachtstücke liegt bei 50 Jahren, die rund 20% Frauen sind mit 46 Jahren etwas jünger. Birgit Hengelhaupt, Direktorin des Kölner Chapters der Motorradgruppe berichtet, dass der Anteil der „Mädels“ stetig steigt. Viele fangen als Sozia an und wollen dann ihr eigens Kraftwerk aus Chrom und Stahl fahren. „Die eigenen Grenzen suchen und finden“ ist für sie ein Motiv gewesen vor ca. 15 Jahren mit dem aufwendigen Hobby anzufangen. Inzwischen verfügt sie über Erfahrungen von 150.000 km auf dem Feuerross und ist weit in der Welt damit rumgekommen.
In Eckernförde stellen sich die Maschinen einem „Schönheitswettbewerb“. das anwesende Publikum darf für ihr Lieblingsmotorrad votieren und kann dabei auch noch ein leckeres Essen für zwei Personen gewinnen. Selbst der hartnäckig tröpfelnde Regen stört nicht wirklich, bald sind überall kleine Grüppchen mehr oder weniger fachmännisch disputierender Menschen zu sehen, die die Vorzüge der verschiedensten Umbauten erläutern und das mit Tropfen dekorativ gesprenkelte Chrom bewundern. Jeder der 80 Feuerstühle hat sein eigenes Gesicht, man merkt mit wie viel Liebe die Eigner ihre Gefährte pflegen, restaurieren und umbauen. Ganz billig ist dieses Hobby nicht, daraus erklärt sich auch das reifere Durchschnittsalter der Mitglieder der Eignergruppe.
Nach einer Stunde sind alle Wahlzettel standesgemäß in einer Satteltasche verstaut. Glückgöttin wird die blonde 16jährige Saskia sein, ihre Freundin Sophie hilft ihr. Beide leben in einem Kinderheim in Schönberg, das vom Breitenfeld-Chapter unterstützt wird. Ralf Uhlmann aus Ascheffel ist der glückliche Gewinner des Essens im Stadthallenrestaurant.
Inzwischen hat der Regen sich weitgehend verzogen. Die Biker haben noch viel Programm vor, lassen ihre Maschinen an und fahren in kleinen Grüppchen davon. Ein „Riders Rodeo“ von 130 km Länge und schließend viel Party erwarten die Harley Davidson Freunde. Erstaunlich wie sanft die schweren Motoren klingen, wenn ihr Grummeln langsam aus dem Hafen der Ostseestadt entschwebt. (fst)
Infos: www.breitenfelde-chapter.de

EZ: Krimifieber in der Bücherei

Krimifieber in der Bücherei

Eckernförde 24.6.07

Eva Almstädt ist Autorin. Sie lebt in Hammoor in Schlesewig / Holstein. Eva Almstädt schreibt Krimis. Ihre Kommissarin Pia Korittki arbeite bei der Lübecker Kripo, Mordkommission. Bereits das erste Buch mit der Lübecker Ermittlerin ist im renommierten Bastei Lübbe Verlag erschienen, ein viertes „Grablichter“ wird derzeit lektoriert. Die Vollzeitautorin Eva Almstädt begann ihr Berufsleben pragmatisch mit einer Raumausstatter-Lehre, die mit einem Innenarchitektur Studium ergänzt wurde. Seit 2000 widmet die zweifache Mutter sich beruflich ganz dem Schreiben spannender Romane. Bisher sind „Engelsgrube“ (ISBN 3-404-15465-7), „Kalter Grund„ (3-404-15239-5) und „blaues Gift“ (3-404-15642-0) erschienen. Am Freitag las die Autorin aus ihrem neusten Werk und lies das Publikum ein wenig in ihre Schreibwerkstatt blinzeln. Am Strand wird ein Toter gefunden. Ertrunken? Ganz klar ist die Todesursache nicht, die Kripo wird eingeschaltet. Kommissarin Pia Korittki ist auch privat angespannt: Ihre Schwägerin ist verschwunden. Wandelt die lebenslustige junge Frau mit einem deutlichen Hang zu umfangreichen modebewussten Einkäufen auf eigenen Pfaden, oder gibt es einen anderen Hintergrund? Verschiedene Handlungsstränge breitete Eva Almstädt vor ihrem Lesepublikum aus und liest mit lebendiger klarer Sprachgestik aus dem „blauen Gift“ vor. Natürlich verschweigt die geschickte Autorin den dramatischen Zusammenfluss der Geschichten und erzählt lieber abschließend, dass sie ihre Story sehr strukturiert aufbaut und ausführlich recherchiert. So braucht ein neuer Krimi aus ihrer Feder ca. ein Jahr bis er dem Publikum präsentiert werden kann. Ihre Werke sind in der Buchhandlung am Gänsemarkt vorrätig, die auch die Veranstaltung in der Stadtbibliothek mit einem Büchertisch ergänzte. (fst)

EZ: Endlich Weihnachten

Endlich Weihnachten

Eckernförde 24.6.07

Weihnachten im Hochsommer? Was für Menschen auf der anderen Halbkugel der Erde jährliche Realität ist, können Eckernförder derzeit in der Galerie Frühstückbühne bei Marianne Tralau erleben.

24 Juni. Zeit zum feiern? Bestimmt, aber etwas ungewöhnlich mutet das Weihnachtsfest in der Galerie Frühstücksbühne in der Nicolaistr. 7 schon an. Und genau das bezweckt Galeristin Marianne Tralau – durch die perspektivische Zeitverschiebung ergibt sich ein neuer Blickwinkel. Während die Kerzen am Weihnachtsbaum mit frischen grünen Trieben in der Sommerhitze sich auch ohne Flamme reduzieren, liegen Päckchen unterm Christbaum. 24 Stück. Die Gäste sind aufgefordert diese zu öffnen, sie treffen auf Literatur. 24 Autoren, 24 Weltromane, 24 mal die Seite 24. 24 ist einer der roten Fäden bei der Eröffnung der Weihnachtsaustellung am 24. Juni. Ein weiterer ist das literarische Thema, dass sich in dem ungewöhnlichen Katalog zur Ausstellung fortsetzt. Beim betrachten der sechs mal 24 Exponate (!) zeigen sich weitere Spinnereien mit rotem Garn. Viele einheimische und auch auswärtige Künstler, Kreative und Geschäftsleute haben sich mit Leihgaben an der Gruppenausstellung beteiligt. Marianne Tralau arrangierte die Exponate zu einer Installation in der ironischer Schalk, pedantische Ordnung und hehre Kunst und Zufall heftig miteinander ringen. „Entstanden ist diese Ausstellung aus einer logischen Abfolge zweier anderer“ führt die Künstlerin aus. „Mit „Porno zum 70.“ wurde das Päckchenthema erstmalig in meinen Räumen aufgegriffen, es folgte ein Jahr später die Päckchen-Gemeinschaftsausstellung verschiedener Künstler.. Damals entstand das Versprechen, übrig gebliebene Objekte in einer Weihnachtsaustellung zu präsentieren.“ Allerdings: es blieben keine Päckchen unausgepackt, so das neue mit einem anderen Konzept zur sommerlichen Weihnachtszeit geschaffen werden konnten. Penible, mathematisch ausgerichtete Planung und genialer Zufall ist einer der roten Fäden, der nicht nur diese Ausstellung von Marianne Tralau beherrscht. Während der Aufbauzeit der Weihnachtsausstellung wollte die Galeristin eine Hose kaufen. Da bei einem der Eckernförder Modehäuser auch gleich die Treppenhausausstellung mit Bildern einer befreundeten Kollegin zu besichtigen ist, erklomm Marianne Tralau das kulturelle Treppenhaus. Oben begrüßte sie den Kaufmann Mohr und entdeckte in seinem Zimmer einen fetten Weihnachtsmann, der jetzt als freundliche Leihgabe in einem roten Liegestuhl die Sammlung bereichert. Diese umfasst sehr unterschiedliche Gegenstände, deren weihnachtlicher Geschenkwert nachdenklich hinterfragt werden kann und sollte. Wieso liegt eine Streichholzschachtel mit einigen verkohlten Hölzchen auf dem Tisch? Was verbindet „Einstein“ (Nr. 115 von P.L.G. Friesländer) mit der Nr. 121 „nackter Stein“ von Markus Thonett und daneben mit dem „Pflasterstein“ (122, Elke Grundmann)? Geschichten und Fäden, das Publikum ist aufgefordert sie zu spinnen oder sich leiten zu lassen. Die Frühstückbühne in der Nicolaistr. 7 ist mit der Weihnachtsausstellung bis zum 6. Juli immer Freitags bis Sonntags von 15 – 18 Uhr dafür geöffnet. www.tralau.com (fst)

EZ: In den siebten Himmel gehoben

In den siebten Himmel gehoben

Eckernförde 17.6.07

Wen Feuerwehrleute heiraten wird es spektakulär. So gab es am Sonnabend viel „tätü tata“, als Gruppenführer Kai Runge in den Hafen der Ehe einlief. Auf den Schoner Jachara gab der Feuerwehrmann Kirstin Willmer (ÜBERPRÜFEN) während einer Seetrauung das Jawort. Als der Traditionssegler bei leichten Rieselregen in Eckernförder Heimathafen einlief warteten schon 20 Feuerwehrleute und etliches schweres Gerät auf das Brautpaar. Unverzagt bestieg die Braut vor dem Bräutigam den Korb einer 50 Meter langen Drehleiter. Zusammen wurden die Beiden in den Eckernförder Himmel gehoben und durften eine Runde Panoramablick genießen, bevor sie sicher den festen Boden der neuen Hafenpromenade betraten. Dort standen die Kollegen von der Feuerwehr Spalier mit einem kräftigen Wasserschlauch. Aber dem jungen Brautpaar drohte kein Ungemach, auch nicht von den Äxten, die einige der Kameraden geschultert hatten. Allerdings am Ende des Tunnels wartete eine harte Prüfung auf den Jungehemann: Eingekleidet in die dicke Feuerwehrjacke und angetan mit eine Gasmaske mit verdunkelten Gesichtsfeld sollte er ein kleine Häuschen löschen. Die Gattin schuftete derweil an der Handspritze und dirigierte mit Zurufen die Löschaktion. Das Teamwork gelang, durch ein Fensterdrang Wasser in den das Haus. Befreit nahm das Brautpaar die Gratulationen der Feuerwehrleute entgegen um später noch ausgiebig zu feiern.
Die Hochzeit wurde von eine Team des NDR Fernsehens aufgezeichnet und wird als Feature über fünf Hochzeiten am 20. Juli um 20.15 gesendet. (fst)

EZ: Sonnenshine Show in Borby

Sonnenshine Show in Borby

Borby 16.06.07

31 begabte und hübsche Mädchen, gute Laune mit besinnlichen Texten und eine begeisternde Show: Die Sunshine Singers präsentierten ihr neuste Produktion in der Borbyer Kirche.
Lebenspunkte, so lautete der geheimnisvolle Titel des musikalischen Programms, dass die jungen Sängerinnen des Chores „Sunshine Singers“ an den beiden vergangenen Wochenendabenden in der Borbyer Kirche erfolgreich aufführten. Der Untertitel „eine musikalische Biographie“ zeigte den roten Faden durch das bunte Programm mit Liedern, Fotos, Bibelzitaten und Gedichten. Die Mädchen im Alter zwischen zwölf und 19 Jahren hatten sich intensiv mit den verschiedenen Aspekten des Menschseins auseinandergesetzt und anhand von nachdenklichen, heiteren und lebensbejahenden Texten und Liedern eine fiktive Biographie erstellt. Während die Interpretinnen mit ausgesprochenen Sangesfreude und viel Spass an ihren musikalischen Wirken abwechselungsreich agierten, wurden auf eine Projektionsfläche gekonnte und anregende Fotos in den Raum gestellt. Bilder die teilweise von den begeisterten Fotografen und Chorleiter Klaus Kaiser stammen. Dieser begleitete das anregende Programm dezent von der Seite und ließ seine jungen Künstlerinnen auf das Publikum wirken. In immer wieder mal wechselnden Formationen lasen, sangen und performten die jungen Frau Texte von Joachim Ringelnatz, der Bibel, Hermann Hesse, Alexander von Humboldt und vielen anderen. Selbst afrikanische Lieder mit ihrer genialen Mischung aus Lebensfreude mit melancholischen Grundton brachten sie begeisternd zum erklingen. Nach Afrika für soziale Projekte geht auch der Überschuss des bescheidenen Eintritts der Wochenendveranstaltungen. Das Publikum genoss sichtlich die leichte und unverkrampfte Art mit den die stets lockeren Sängerinnen auch an ernste und besinnliche Texte herangingen und überschütteten sie mit reichlich Applaus. Der Chor, der schon seit zehn Jahren besteht, ist für Mädchen ab 12 Jahren offen. Vorkenntnisse sind nicht notwendig, Chorleiter Klaus Kaiser legt viel mehr Gewicht darauf, mit viel Spaß auch ernsthafte Arbeit zu entwickeln. Jeweils am Dienstag treffen sich die Sunshine Singers zwischen 18 – 19.30 Uhr im Gemeindehaus in Borby (Noorstrasse / Pastorenweg). Auskunft erteil Klaus Kaiser unter Tel. 04351 – 88 99 45. (fst)

EZ: Neuer Mast für ein altes Schiff.

Neuer Mast für ein altes Schiff
Eckernförde 11-06-2007

Hafenspaziergänge mögen sich schon öfters gewundert haben. Ein altes, sehr gepflegtes Traditionsschiff liegt seit einiger Zeit im Hafen. Seltsamerweise ohne Mast. Der Krabbenkutter Martha, Baujahr 1925, stammt ursprünglich aus Finkenwerder und wurde bis 1969 als Fischkutter genutzt. Dann folgten wechselnde Besitzer und das Schiff verkam langsam aber sicher immer mehr. Sogar eine Expertise gab es, die dem aus Eiche erbauten Traditionssegler bescheinigte, das er „der schlechtest restaurierte Kutter weit und breit sei“. 1995 fand die Familie Böhm das Schiff an der Schwendtine und Robert Böhm kaufte es. Andreas „Bulli“ Böhm und seine Frau Inga fingen an, sich liebevoll um das Schiff zu kümmern. Bulli ist gelernter Schmied und Segelmacher und als erfahrener Bootsfachmann bei den Traditionsseglern äußerst begehrt. Der alte Mast war zum Segeln nicht geeignet und musste entfernt werden. Auf der Suche nach einen neuen Mast der für eine Gaffeltakelung geeignet ist, fand die Familie eine Douglasie auf Gut Altenhof. Etwas über zwei Monate Bauzeit brauchte der geschickte Handwerker um neben der alltäglichen Arbeit den Baum zu einem schmucken Mast umzuarbeiten. 15 Meter lang und 46 cm dick ist der fertige Mast geworden, unten achteckig. Am Sonntag wurde die Martha unter großer tatkräftiger Anteilnahme der Eckernförder Traditionssegler aufgebaut. Das 13 Meter lange und vier Meter breite Schiff glänzte plötzlich stolz, als innerhalb einer Stunde mit Hilfe eines mobilen Krans und voller konzentrierter Arbeit der Baum in dem Rumpf verankert wurde. Viel Zeit zum Feiern blieb allerdings nicht, mussten doch noch die Wanten gespannt werden und die Sicherheit immer wieder überprüft werden. Inzwischen liegt der Kutter im Binnenhafen und sieht aus wie ein schönes „normales“ Traditionsschiff. Den Winter will Skipper Bulli nutzen um die vier Segel zu nähen die insgesamt 126 m2 Segelfäche haben werden. (fst)

Getauschte Neue Musik

10.06.2007

Getauschte Neue Musik

Eckernförde

Aus Oldenburg stammt das „oh ton ensemble“, dass am Sonnabend innerhalb der renommierten Reihe „Neue Musik“ in der St.- Nicolai- Kirche auftrat. Die Organisatoren der Eckernförder Veranstaltungen Beatrix Wagner und Gerald Eckert hatten erstmalig einen Auftritt des „Ensemble Reflexion K“ gegen einen Gastauftritt getauscht und somit Möglichkeiten für eine vollkommen andere Instrumentierung eröffnet. Tatsächlich: Die Oldenburger Profimusiker kamen mit viel Elektronik und einer Band-Besetzung: Ulf Mummert an der E-Gitarre, Christoph Hansen mit dem Saxophon, Michael Pattmann an verschiedensten Schlagzeugen und John Eckhardt am Kontrabaß. Mitgebracht hatten die professionellen Musiker ein Durchgefeiltes Programm zeitgenössischer Komponisten mit meditativen klanglichen Charakter. Der künstlerische Leiter der Oldenburger, Eckart Beinke (*1956) steuerte die Komposition „Introversion II“ von 1990 als Auftakt des Abends bei. Erst einmal sehr ungewohnt war die Besetzung mit Saxpophon, E-Gitarre und Kontrabaß für das eingehörte Eckernförder Publikum, das ungewohnt sparsam erschienen war.

Mit zwei Trommeln und einer aufwendigen 4 Kanal – Live Electronic knüpfte die deutsche Erstaufführung von Stephen Davismoon (*1964) „…against the grain“ (1996) klanglich an. Dem Londoner Komponisten und seinem Interpreten, der als Soloschlagzeuger im Stockhausenorchester arbeitet, gelang ein ruhiges und doch spannungsgeladenes Klangmeisterwerk in den Kirchenraum zu projizieren.

Gleich anschließend gab es noch eine weitere Uraufführung: Helmut Oehring (*1961), der als Sohn gehörloser Eltern seine Berufslaufbahn mit einer Bauarbeiterausbildung begann, komponierte 1990 (-2007) das „Rapid-Eye-Movement. Das Werk das zwischen scharfer Bewegung und ausklingender Ruhe einen effektreichen Spannungsbogen erzeugte wurde in der Version für Saxophon, Kontrabass und einem sehr vielfältigen Schlagzeug interpretiert.

Ein aufregendes Duo zwischen 4-Spur-Tonband und einem agilen Tenor-Saxophon wurde im Jahre 2000 unter dem Titel „Siebenschlaf“ von der Kieler Komponistin Kirsten Reese (*1968) erschaffen. Bemerkenswert die feinen humoristischen Untertöne die dem gekonnt gespielten Saxophonpart eine subtile Würze verliehen.

Den Schlussakt eines musikalisch sehr anregenden Abends steuerte der Komponist Gordon Kampe (*1976) bei. Kampe, der unter anderem auch bei dem musikalisch in Eckernförde schon vielfach vertretenen Nicolaus A. Huber studierte, nannte sein Werk von 2006 „7 weiße Bilder“ nach Günther Ueckers Arbeiten. Das Werk wurde von den vier Musikern sehr lebendig und vielfältig in den Raum gestellt. Mit teilweise heftiger Amplitude vollendete die Komposition die Begriffsbestimmung des Programmnamens, den die musikalischen Gäste aus Oldenburg unter den Titel „innehalten“ gestallt hatten. Die Idee, durch einen Austausch neue musikalische Erfahrungen in der Reihe Neuer Musik einzuflechten, hat seine Bewährungsprobe glänzend bestanden und lässt auf weitere spannende Variationen hoffen.

Die Reihe mit Werken der Neuen Musik wird am Mittwoch den 22. August mit einem Japan – Themenabend fortgesetzt. (Markus Feuerstack)

EZ Liedermacher mit Hafenweitblick

Liedermacher mit Hafenweitblick
Eckernförde

Eckernförde als Tagungsort? Nicht nur das, die AG Lied innerhalb von Profolk e.V. musizierte sich in Besprechungslaune.Liedermachertreffen in der Siegfriedwerft. Jährlich trifft sich die Interessensvertretung der deutschen Liedermacher in einer anderen Stadt um ihre Angelegenheiten zu regeln. Damit das nicht nur staubtrocken abläuft, melden sich die Musiker mit ihren sinnhaltigen Liedern bei der Bevölkerung lautstark an. So durfte Sven Wlassack als kultureller Vertreter der Stadt Paul Bartsch aus Halle an der Saale, Dorle und Florian Schausbreitner aus Trier, Stefan Körbel aus Berlin und die Lokalmatadire „Tosse“ in der Siegfriedwerft begrüßen. Die Musiker, die aus der langen Tradition der fahrenden Sänger die besondere Variante der Liedermacher vertreten, zauberten schon nach kurzer zeit einen hauch „Burg Waldeck“ Atmosphäre an den Eckernförde Hafen. Traditionell besingen Liedermacher ihre Situation, das Umfeld und die leidige Politik mit eigenen Liedern meist zur Klampfe. Aber auch seit dem großen Liedermacherfestival ist die Zeit nicht stehen geblieben. Musikalisch haben die Liedermacher aufgeholt, inzwischen ist Bandbegleitung fast Standard und musikalische hatten alle Akteure weit mehr als wenige Griffe auf der Gitarre zu bieten. So traten Dorle und Florian als Duo auf, bei dem Florian seine Frau (Gesang und Gitarre) mit dem Bass musikalisch unterstützte. Die bekannte Lokalband Tosse spielt sogar mit den drei musikalischen Schwergewichten Kay Kankowski (Gesang, Gitarre, Musik, Text), Michael Biermann (Gesang, Gitarre, Klavier) und Eric Siemens (Gesang, Percussion, Schlagzeug) als Stammbesetzung. Allen vertretenen Sängerinnen und Sängern an diesem sowohl unterhaltsamen als auch besinnlichen Abend ist der textliche Sinngehalt ihrer Lieder eigen. Ob die stets deutschen texte von Erlebnissen aus der Jugendzeit, vom heimatlichen Umfeld oder schlicht von der großen Liebe erzählten – immer waren die Worte ausgesucht und sprachlich anspruchsvoll und luden zum zuhören und verstehen ein. Natürlich fehlten weder Spott, Satire noch Humor, so das das meist aus reiferen Besucher bestehende Publikum viel Anregendes mitnehmen konnte. Auch wenn die Liedermacher eher mit leiseren und kritischeren Tönen weit weg vom Mainstream daherkommen: Die Tradition der Fahrenden Spielleute aus uralter Vergangenheit hat eine sehr lebendige und zeitgemäße Zukunft noch vor sich. (fst)
Profolk ist ein Verein für „Lied, Folk und Weltmusik in Deutschland“. Die in der ganzen Welt in verschiedener nationaler Ausprägung lebendige Idee der ursprünglichen Volksmusik wollen die zusammengeschlossen Musiker zur Völkerverständigung und Entwicklung der Natur nutzen. Der Verein gründete sich 1984 in Norddeutschland und breitete sich schnell bundesweit aus. Die textorientierten Liedermacher haben eine eigene Arbeitsgruppe innerhalb des Vereins, die AG Lied. Jährlich wechselnd trifft sich deren Organisationsteam um die eigenen Belange zu regeln und gleichzeitig über Konzerte sich und ihre Musik der Öffentlichkeit zu präsentieren. Diesmal war die Eckernförder / Habyer Musikgruppe Tosse (www.tosse.de) Gastgeber. Mehr über Profolk e.V. unter www.profolk.de

2. Juni 2007 autor Leave a response ,

Jazz: Valentina Sophie präsentiert ihre erste CD und sich

Bennefiz PremiereJazz:

Valentina Sophie präsentiert ihre erste CD und sich

Eckernförde

Am Donnerstagabend können Eckernförder Jazzfreunde etwas erleben. Nicht nur das die renommierte Band Feel Jazz zu hören sein, natürlich mit ihrer Frontfrau Sigi Siemsen, deren modulationsreiche ausdruckstarke Stimme ein Publikumsmagnet ist. Der eigentliche Geheimtipp ist Valentina Sophie. Die junge Sängerin wird ihre erste CD vorstellen und zum Anlass der Aktionswoche für Menschen mit Behinderungen ihr Debüt als Benfezikonzert geben. Valentina verbindet selten gehörte Jazzperlen mit sanft ins jazzige transportierten Popsongs. anze 20 Jahre ist die Sängerin alt, in Eckernförde aufgewachsen und hat dort auch ihr Abitur abgelegt. Nebenbei blieb viel Zeit sich ihrer musikalischen Leidenschaft zu widmen. Ab Kindertagen sang sie in Chören, sowohl in der Kirche als auch in weltlicheren Formationen. Mit ihrer Mutter erlebt sie erste Auftritte und überwand die Bühnenangst vor einem Wohlgesonnenen heimischen Publikum. Aber mit zunehmenden Alter, mit dem Aufbruch aus heimischen Mauern und dem Beginn der Ausbildung stieg auch der Drang Eigenes zu schaffen. Bevor sie von der Ostseeküste aus die musikalische Welt erobert, wird dieses Konzert in der Siegfriedwerft ein besonderer Ausgangspunkt sein. Nicht nur, dass die Musiker Martin Moldenhauer (Piano), der vielfach bekannte Harry Kretzschmar (Bass) und Peter Weise (Schlagzeug) das junge Talent auf CD und Konzert mit ihrer umfassenden Erfahrung unterstützen, auch Mutter Sigi Siemsen steht bei der Premiere an ihrer Seite. Die Juwele die dieses Debut erglänzen lassen sind Songs von Silje Nergaard, John Legend, Feist, Norah Jones und Nouvelle Vague. Sowohl Sigi als auch Valentina Siemsen werden einen Solopart bestreiten und auch zusammen singen. Karten für die Veranstaltung am Donnerstag Abend um 20 Uhr in der Sigfried Werft können unter Telefon 75770 vorbestellt werden. (fst)

27. Mai 2007 autor Leave a response ,

EZ: Vacuum – Integrative Musik im Haus

Vacuum – Integrative Musik im Haus
Eckernförde

Zum musikalischen Abschluss der Aktionswoche des Beirats für Menschen mit Behinderung spielte die Eckernförde Band „Vacuum“ im Haus an der Reeperbahn. Vacuum ist die Band der Eckernförder Werkstatt, in der Menschen mit und ohne Behinderung sich zusammengeschlossen haben um fetzige Musik zu selbst geschriebenen deutschen Texten zu machen. Im Haus war der Andrang groß und schon während des Soundchecks füllte das Publikum den Saal. Vacuum, die bereits seit 1999 zusammen musizieren brachte neben Besuchen der Aktionswoche aus einen eigenen großen Fankreis mit. Durch viele Auftritte auch außerhalb Eckernfördes haben sich die Musiker die authentisch aus ihrer Lebenssituation heraus agieren, einige Bekanntheit erspielt. Zwei Cds zeugen davon, eine dritte ist in Arbeit. Ihre Lieder beschäftigen sich mit Alltagsfreunden und –sorgen und werden mit sehr viel Spielfreude interpretiert. Für einen „Schmusesong“ „Ich liebe Dich“ holten sich Timo Rene Andre, (Gesang / Percussion), Markus Blaschke (Gesang / Percussion), Andreas Bollhorn (Gesang / Gitarre / Bass), Lars Eckhoff (Gesang / Sologitarre / Bass), Wilke W.( Schlagzeug), Tim Wunderlich, (Bass / Gitarre / Percussion) und Hannes Michelsen (Keyboard / Gitarre / Bass) noch „Speciel Guest“ auf die Bühne: Dominik Kessener und Benjamin Schulte von Ecksist zeigten ihre Verbundenheit mit der integrativen Band und sangen bei der Liebeserklärung an ein Kopfkissen mit. Der Abend hatte eine super Stimmung und bildete so einen ausgesprochen gelungenen Abschluss der Aktionswoche des Beirates von Menschen mit Behinderung. (fst)

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13. Mai 2007 autor Leave a response ,