Auf Kaperfahrt mit Störtebeker Jörgen Braker erzählte und las in der Stadtbibliothek Ein Spannungsreichen Abend veranstaltete die Reihe Lesart und die Eckernförder Stadtbibliothek mit dem Wissenschaftler und Autor Prof. Dr. Braker. Braker, Autor mehre wissenschaftlichen Schriften und zweier Romane über die Vitalienbrüder und den Kaperfahrer Claus Störtebeker. Unendliche Legenden und Sagen ranken sich um Hansezeit um 1400. Jörgen Braker erzählt, wie in den Archiven der über 350 Hansestädte dieser Zeit sich verschiedenste Dokumente auffinden liessen, die immer wieder von der „Seeräuberei“ handelten. Was für die Hansekaufleute wüster Diebstahl war, stellte sich für ihre Gegner als normaler Krieg da: Fürsten und Herrscher stellten Kaperbriefe aus, mit denen die Schiffe, zwar auf eigene Rechnung, aber immerhin auf Kriegspfaden segelten. Braker, der 26 Jahre lang das Museum für Hamburgische Geschichte geleitet hatte, erzählte von den Gepflogenheiten des Mittelalters. In seinem ersten Roman Zeelander, beobachtet der Protagonist zusammen Claus Störtebeker, wie das Schiff des Kaperkapitäns auf geheiss der Hansestadt „gepfählt“ wird. Immerhin wurde mit Hilfe des Seglers ein grosser Klumpen Wachs gestohlen…. Störtebekers sagenumwobener Tod auf den Grasbrook in Hamburg erzählt der 1936 in Münster geborene Wissenschaftler, der familiäre Bindungen nach Eckernförde hat, ganz anders: Dem Seehelden gelingt die Flucht bei der Massenhinrichtung und er taucht unter dem Namen Johann Störtebeker zusammen mit Gödeke Michels in seiner Fortsetzungsgeschichte auf: Die Reliquien von Lissabon — Störtebekers Vermächtnis, so der Name des Romans. Braker berichtet darin wie die Kaperfahrer mal im Auftrag der Hansestadt, mal im heftigen Kampf gegen sie, für verschiedenste Fürsten und Länder in den Wirren des Hundertjährigen Krieges agieren. Jörgen Braker hat eine sehr bildhafte Vortragsart, man merkt seine didaktische Erfahrung, wenn er die verschiedensten Lesebeispiele mit farbigen Erzählungen verbindet. Sachkunde, durch lange Recherchen in Archiven und ausführliche Ortsbegehungen wird nicht zu trockenen Fakten, sondern bildet ein solides Gerüst für unterhaltsame und wissensverbessernde Geschichten. Nur die geheimnisvolle Andeutung, zu enthüllen was unsere Ostseestadt denn mit dem Piraten zu schaffen hatte, blieb er diesmal schuldig. Vielleicht der Anlass für einen weiteren spannenden Abend mit Abenteuern, Segelschiffen und harten Kerlen? (fst) Bücher Die Reliquien von Lissabon — Störtebekers Vermächtnis von Jörgen Bracker 1. Auflage 2008, Murmann Verlag GmbH, Hamburg ISBN 978-3-86774-021-0 Zeelander von Jörgen Bracke 1. Auflage 2005, Murmann Verlag GmbH, Hamburg ISBN 978-3-938017-42-5 INTERN (Recherche): https://www.joergen-bracker.de Jörgen Bracker ist Mitglied von «QUO VADIS Autorenkreis Historischer Roman» und war dort Koordinator des Sir Walter Scott-Preises, der für den besten historischen Roman im deutschsprachigen Raum verliehen wird. Profil von Jörgen Bracker beim Murmann Verlag Profil von Jörgen Bracker beim Piper Verlag Profil von Jörgen Bracker bei Histo-Couch.de Profil von Jörgen Bracker bei Historische-Romane.de https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_St%C3%B6rtebeker https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6deke_Michels https://de.wikipedia.org/wiki/Magister_Wigbold https://de.wikipedia.org/wiki/Grasbrook https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,569321,00.html

Offenes Haus fetzt in voller Werft Folk Baltica, das nordische Musikfestival starte dieses Jahr in Eckernförde mit einem fetzigen Konzert in der fast übervollen Siegfriedswerft. Fribo (norwegisch für „offenes Haus“), eine Fusion-Folk-Gruppe verbindet mit ihrer klangvollen melodischen bis sehr fetzigen Musik die Kulturen Schottlands und Sandinaviens. Im Mittelpunkt der Gruppe agiert die Sängerin und (Oberton-) Flötistin Anne Sofie Linge Valdal aus Westnorwegen, die jugendlich mit starker Stimme genauso zartfühlend agieren kann, wie sie mit hohen Tönen spielend den Raum füllt. Ebenfalls singend spielt der Gitarrist Ewan MacPherson auch Maultrommel. Er stammt aus Schottland und bringt den keltischen Einschlag mit seiner uralten Folktradition in die Gruppe. Aus Schweden stammt der Percussionist Magnus Lundmark, der dem Sound die differenziellen Spannungen verleiht. Für das Eckernförder Konzert ersetze Lauren MacColl die Geigerin Sarah-Jane Summers. Fribo wurde ein Opfer der metallischen Vulkan Wolken: Die Anreise der Gruppe aus Schottland mit Auto und Fähren gestaltete sich mühsam, zumal nur eine Fahrerin für die ganze Strecke zur Verfügung stand. Von Müdigkeit war aber in der Siegfried Werft nichts zu bemerken. Ihre bemerkenswerte Mischung aus schottischen Traditonals, skandinavischen Tanzmelodien und gälischer Mouthmusic arbeite die gemeinsame Grundlage der europäischen Folkmusik bestens heraus. Egal ob Tanzmelodien, die den eng sitzenden Zuhörern die Beine zucken liessen, oder unterhaltsame Balladen, die von wunderlichen Begebenheiten und Geschichten erzählten – stets war ein musikalischer Zusammenklang zu erleben, der nicht nur erfrischend und unterhaltsam war, sondern auch musikalisch mitreissend. Die 2003 gegründete Gruppe wird in den nächsten tagen noch auf weiteren Folkbaltica Spielstätten zu erleben sein (www.folkbaltica.de). In Eckernförde hat das Festival noch einen weiteren Höhepunkt zu verzeichnen: In der Galerie nemo des angesehenen internationalen Kurators Norbert Weber wird am Sonnabend, 24. April ab 17 Uhr, zeigt Evelina Deicmane unter dem Titel „Season Sorrow“ eine klangliche Rauminstallation. Die Arbeit der Künstlerin war 2009 in dem von Weber kuratierten Pavillon Lettlands auf der Biennale in Venedigzu sehen und kann nun kostenlos in Eckernförde bis 11. Juni begutachtet werden. Am Abend um um 19 Uhr wird im Kommunalen Kino im HAUS an der Reeperbahn 28 der NDR-Naturfilm „Lettland – Wildnis zwischen Riga und Russland“ gezeigt. (fst)

Kultur Monographie Eckernfoerde: Christiane Feuerstack Biografische Notiz: Christiane Feuerstack (1960), Eurythmistin, Heileurythmistin, Seminarleiterin und freie Autorin. Langjährige Erfahrung in spiritueller Schulung und Forschung, sowie in der Begleitung Rat suchender Menschen auf dem Weg individueller karmischer Selbsterkenntnis. Veröffentlichungen: „Graf Saint Germain im Spiegel der Widersprüche“ (2004), „Samenkörner – karmische Bilder  (mit einer Einführung in die Karmaerkenntnis)“(2006) und „Das Geheimnis der Goldmarie. Arbeit, Geld und Karma – ein Werkstattgespräch“ (Hg. 2008), alle im MenschMedien Verlag Eckernförde.  Christiane Feuerstack Kieler Str.21 24340 Eckernförde Tel.:04351-7266802 www.christiane.feuerstack.net cf@karmaarbeit.net Text: Anlage zum Hartz IV Fragebogen eine wahrhaftes Schreiben an die Bundesagentur „für“ Arbeit Sehr geehrte Damen und Herren! Noch ist er nicht da, der berühmt-berüchtigte Hartz IV – Fragebogen, den wir alle schon sehnlichst erwarten. Wir haben schon viel davon gehört und brennen geradezu darauf, ihn endlich ausfüllen zu dürfen. Da wir aber ohnehin die berechtigte Sorge haben, dass 16 Seiten für die Offenlegung unserer Vermögensverhältnisse keineswegs ausreichen, haben wir uns entschlossen, sozusagen in vorauseilendem Gehorsam schon heute mit entsprechenden Enthüllungen zu beginnen. Wir haben nichts zu verheimlichen! Aus Datenschutzgründen nenne ich im Folgenden meine Kinder Max (17) und Moritz (16), denn für Jugendliche ist die Offenbahrung ihrer Vermögensverhältnisse besonders peinlich. Sie bekommen drei Euro Taschengeld pro Woche. Bitte erzählen Sie das auf keinen Fall weiter, um Spott und Ausgrenzung seitens anderer Jugendlicher zu vermeiden. Meinen Mann nenne ich – ebenfalls aus Datenschutzgründen – Hempel. Bei ihm sieht es meistens so aus, wie bei anderen Leuten unter dem Sofa. Hempel ist aber in diesem Fall sein Vorname. Mit Nachnamen heißt er Wassermann, so wie ich. Da Hempel Wassermann ein „Messie“ ist, sind seine Vermögensverhältnisse besonders schwer zu durchschauen. Es könnte sogar sein, dass sich noch geringfügige Reste von D-Mark-Beständen in einem der Berge von Unordnung befinden. Auch Moritz förderte neulich beim Aufräumen noch eine gute alte Mark zutage. Man kann also nie genau wissen… In meiner Geldbörse befinden sich zum jetzigen Zeitpunkt genau 87 Euro (in Worten siebenundachtzig) und 32 Cent. Hempel verfügt sogar über 102 Euro (in Worten hundertzwei) und 7 Cent. Max und Moritz weigern sich, ihrer Mutter genaue Auskünfte zu geben. Ich bitte Sie also um Verständnis, dass ich wegen solcher Lappalien nicht den Familienfrieden aufs Spiel setzen möchte. Da der Inhalt unserer Geldbörsen sich nicht nur täglich, sondern manchmal sogar stündlich ändert, können wir leider keine Garantie dafür übernehmen, dass sich zum Zeitpunkt Ihrer Überprüfungen unserer Angaben noch genau derselbe Betrag darin befindet. Ihre Frage nach Sparbüchern soll wohl ein Witz sein! Was soll ein Langzeitarbeitsloser sparen? Das Einzige, was wir uns sparen können, ist ein Kommentar dazu. Lediglich Max und Moritz besitzen noch Sparbücher aus der Zeit ihrer Kindheit, als sie mühselig ihre Sparschweine mit Mark und Pfennig fütterten, um sie am Weltspartag voller Stolz zur Bank zu bringen. Omas, Opas und Paten taten das Übrige dazu, um für spätere Klassenfahrten, Führerscheinstunden oder sonstige wichtige Zwecke eine kleine Reserve zu haben. Ich würde Ihnen nicht raten, sich mit Max und Moritz bezüglich ihrer Spargroschen anzulegen. Das könnte Aggressionen auslösen! Bargeld in …

[5 Minuten Kultur täglich] Kultur Monographie Eckernfoerde: Christiane Feuers… Read more »

Ein weiterer Beweis, dass Knst ist. Und die engültige Antwort auf die Frage nach der Notwendigkeit für Kultur(flut) Mit Videomaterial von Pablo & Semjon Stimmen von Keno (wie geil ist das denn?) und Pablound dem Titel von Justin (der wie immer nix weiss) und natürlich viel onart/ig sound und mix von fognin www.kulturflut.orgwww.fognin.net

Die neuesten  Videos Neue Videos von fognin fognin sprechende bilder 2 – marianne fognins sprechende Bilder 1- ruben ECKTV – Rosenmontag In Eckernförde mit Cordula Thonett Cordula Thonett – Felix macht Interview Cordula was machst du da 3 Porträt der Puppenspielerin Cordula Thonett Cordula was machst du da 2 Porträt der Puppenspielerin Cordula Thonett  

Felix macht Interview Ein Cordula Thonett Figurenvideo Cordula Thonetts beliebte Handpuppe Felix ist auch ein gewiefter Reporter. Hier einige Beispiele, wie eine Figur vollkommen ungehemt Prominete, Schüler und Passanten für Castings, Umfragen oder zur Unterhaltung befragen kann.Figurentheater im KabuffCordula ThonettRendsburgerstr. 10024340 EckernfördeTel.: 04351 / 883772Fax 04351 / 726188cordula@figurentheater-im-kabuff.dewww.figurentheater-im-kabuff.de Link

„Cordula, was machst Du da?“ 1-3Porträt der Puppenspielerin Cordula Thonett    Autor: Peter Kleinert, Marianne TralauAuftraggeber: Kanal 4 Produktionsjahr: 1991 1988 gründete Cordula Thonett, nachdem sie in Irland Puppenspielerin geworden war, in der Wohnungemeinschaft 50672 Köln, Palmstraße 19, das „Theater im Kabuff“ – das kleinste Theater in Köln. Nach ein paar Monaten schloß sich ihr Ingrid Eickelmann, ebenfalls WG-Bewohnerin, als Puppenspielerin an. In dem knapp 18 Quadratmeter kleinen Raum gab es – neben der Puppenbühne – Platz für maximal zehn zuschauende Kinder. Deren Eltern mußten, wenn genug Kinder kamen, in der WG-Küche warten und Kaffee trinken. Der Titel der Sendung stammt von Felix, Cordulas 1990 zur Welt gebrachter Handpuppe, die später nicht nur Alkoholiker von ihrer Sucht zu heilen versuchte, sondern auch Moderator eines eigentlich ausgesprochen ernsthaften Gewerkschafter-Films für Trucker (Siehe: „Das glaubt uns keiner.“) werden sollte. Als der Andrang immer größer wurde, zogen Cordula, Ingrid und Felix um – in einen etwas größeren Raum in der Kölner Niederichstraße. Sie wurden richtig erfolgreich. Warum? Das zeigt der Film. Inzwischen lebt Cordula in Eckernförde www.figurentheater-im.kabuff.de  Erster Teil Zweiter Teil Dritter Teil Kamera: Michael Karen, Peter Kleinert, Manfred LinkeTon: Stephan Thonett, Marianne TralauSchnitt: Peter KleinertGrafik:  Stephan Thonett

10. Zwischen Olpe und Ente – ein Heimatfilm1987 17.42 Min. Doppelvideo Ein mit zwei Kameras aufgezeichnetes Video – die eine nach vorne gerichtet, die andere nach hinten – während einer langsamen Autofahrt zwischen den Ortschaften Olpe und Ente im Bergischen Land. Teil 1 Teil 2 Autor: Marianne Tralau, Kamera: Peter Kleinert, Dieter Oeckl, Fahrer: Stephan Thonett

Tralauer 8: Der Faden, das Tuch und die Wäsche1998 18.32 Min.Dieter Stürmer über Marianne Tralau: Ein Porträt Aus der Zusammenarbeit von KAOS Galerie und KAOS Film- und Videoteam ergab sich im Frühjahr 1998 eine bis dahin unbekannte Variante. Ein Kameramann des KAOS Video-Teams machte der Künstlerin und Galeristin Marianne Tralau einen Antrag: „Ich möchte über Dich und Deine Kunst einen Film machen, erstens aus Interesse über Deine spezielle Auffassung über Kunst, zweitens wäre er ein Schritt auf dem Wege meiner Ausbildung an der Filmhochschule.“ Diese Kunstauffassung ist in der Tat speziell: Marianne Tralau erzählt darüber beim Aufhängen weißer Socken, sie spricht über „Kunst im öffentlichen Raum“ – unbeabsichtigte – wobei sie zum Trocknen aufgehängte Wäsche meint, sichtbar im Stadtbild. Der Faden spinnt sich weiter, buchstäblich, wird zum roten Tuch, ausgelegt und fotografiert an verschiedensten Orten, Landart, spurenlos und leicht wie Drachen-steigen-lassen. Ausgehend von der Wäsche sagt Marianne Tralau schließlich: „Jedes Ding ist kunstfähig, sei es noch so belanglos. Es geht um Emanzipation, nicht um meine, sondern um die der „armen Dinge im Geiste“. Darüber ist am Ende aus den Socken ein Konzertflügel geworden – zumindest optisch. Teil1 Teil2 Autor: Dieter Stürmer,Kamera: Dieter Stürmer,Ton: Jule Buerjes, rico prauss,Schnitt: Inge Kamps, Dieter Stürmer

Tralauer 7:  Manhattan Ein Marianne Tralau Kurzfilm 1996 0.37 Min.Fotovideo   Manhattan ist ein Video, bestehend aus 28 Fotos einer Straßenkreuzung in der Kölner Innenstadt, unterlegt mit Texten eines Reiseführers, der die Straßenführung durch Manhattan beschreibt, ausgehend vom südwestlichen Teil des Centralparks. (Gesendet 1996 bei Kanal 4, Magazin Twist)  www.tralauer.com www.tralau.com   Autor: Marianne Tralau, Fotos: Marianne Tralau, Schnitt: Marianne Tralau, Sprecher: Josef Tratnik

Tralauer 6 Unbeabsichtigte Kunst im öffentlichen Raum1997 2.07 Min. Fotovideo Wäsche auf der Leine, zum Trocknen aufgehängt, für jedermann sichtbar, wird in nordeuropäischen Breiten immer seltener – wird per Hausordnung untersagt. Marianne Tralau hat diese Art der textilen Installationen im öffentlichen Raum als Volkskunst deklariert und fotografiert, wo immer sie welche fand. Aus 50 Wäschefotos ist dieses Video entstanden, unterlegt mit Texten aus einem New Yorker Reiseführer, der die kulturelle Bedeutung einiger dortiger Museen hervorhebt und ihren Besuch für Touristen dringend ans Herz legt. (Gesendet 1997 bei Kanal 4, Magazin Twist)Zum Film Autor: Marianne Tralau, Fotos: Marianne Tralau, Schnitt: Marianne Tralau, Sprecher: Josef Tratnik

Tralauer 5 Voraus Schau1997  www.tralau.com   Ungeschnittene Kameraeinstellung  Kölner Hauptbahnhof. Eine einzige starre Kameraeinstellung vom Stativ: Zwei Minuten unbeteiligt angeschauter Alltagsrealismus – fast – wenn da nicht die Stimme aus dem Off wäre. Sie gibt präzise Regieanweisungen und die angesprochenen Passanten, Reisenden und Wartenden führen exakt das aus, was ihnen gerade gesagt worden ist. (gesendet bei Kanal 4 in der Reihe Twist)    Autor: Marianne Tralau Kamera: Dieter Stürmer Sprecher: Josef Tratnik

Tralauer 4 Marianne Tralau Selbstporträt 3 Teile 1985 21.00 Min. Marianne Tralau’s Selbstporträt ist eine kaleidoskopartige Sicht auf den künstlerischen Standort mit knapp 50 Jahren. Der Blick ist auf das Jetzt gerichtet, Arbeiten die gezeigt werden, sind höchstens 4 Jahre alt oder werden im Entstehen gezeigt, manchmal sind es nur Phänomene der Wahrnehmung, die sichtbar werden. Die Vergangenheit spielt keine Rolle, das hat seinen Grund: Vor wenigen Jahren hat es einen Bruch im künstlerischen Selbstverständnis gegeben mit dem Ergebnis einer längeren Kunstpause. Das geglückte Experiment, dieses Tief zu überwinden, findet sich auszugsweise am Schluss des Videos, es sind einige Blätter eines Kunsttagebuchs in den Jahren 1981/82. Das Fazit dieser Selbstbetrachtung ist: Es wachsen mir abwechselnd Flügel und Schweinsohren. Ich sehe eine Chance, heil zu entkommen. Die Zuschauer werden seltener – aber es macht Spaß, ungeheuren Spaß. (Marianne Tralaus Selbstporträt ist bei Kanal 4 und im WDR III in der Reihe Experimente gezeigt worden.) Teil1 von 3 Teil 2 von 3 Teil 3 von 3 Autor: Marianne Tralau, Kamera: Peter Kleinert, Dieter Oeckl, Ton: Peter Kleinert, Schnitt: Peter Kleinert, Marianne Tralau

Tralauer 2. Bilder der Geschichte 1-31991 22.22 Min.34 Kurzvideos Lässt man die Grenzziehung zwischen wichtig und unwichtig fallen, dann ist Geschichte alles, was an jedem Ort zu jeder Zeit geschieht: Ein unendliches Chaos, an dem jeder beteiligt ist. Bilder der Geschichte ist ein Griff in das Videomaterial aus 10 Jahren Arbeit von KAOS Film- und Video-Team, gedreht an verschiedenen Orten zu unterschiedlichen Themen – 34 Einblicke in irgendwas, lediglich mit einer Orts- und Zeitangabe versehen – 34mal eine ungeschnittene Kameraeinstellung.  Teil1: Teil 2:  Teil 3:   

Wider das Ehrenamt! Eine Polemik Anruf bei einem freien (sprich selbstständigen) Journalisten: Ober er einen Artikel schreiben könne, über eine Person des öffentlichen Lebens, ca. 10 Seiten, 5 Fotos…. „Ich schreibe nur für Geld“ so die vorsichtige Antwort des Schreiberlings. „Bei uns wird alles ehrenamtlich gemacht, sogar das Jahrbuch“ kommt der Konter des Gesprächspartners, der als ehemaliger Beamter eine nennenswerte Pension sein eigen nennt. „Aber es gibt eine Aufwandentschädigung“. Der Journalist überlegt: Kein Auftrag heisst auch keine Einnahmen. Die Zeiten sind mau, längst sind seine monatlichen Verdienste unter den Satz von Hartz IV gesunken. Jeden Monat aufs Neue heisst es Bangen, ob die Miete und der Strom bezahlt werden können. Klar versucht er zu verhandeln, das Angebot der Ehrenmenschen mit Amt lautete auf 200 Euro für 10 Seiten Text mit fünf Fotos. Und der Aufwand? Zwei Gesprächstermine a eineinhalb Stunden plus jeweils eine Stunde Vorbereitung, zehn Stunden Recherche, zwei Fototermine mit insgesamt fünf Stunden, Bildbearbeitung von ca. 60 Fotos zur Auswahl, pro Bild vorsichtig geschätzte 30 Minuten. Sind rund 50 Stunden. Geht auch schneller, aber nicht besser. Der Artikel ist dabei noch nicht geschrieben, die Bänder abtippen lassen kostet auch schon fast einen dreistelligen Betrag. Ja, 200 Euro sind viel Geld. Fast die halbe Monatsmiete, wenn man den Strom und die anderen Fixkosten einrechnet eher ein Drittel. Wie die Kamera und die Computer bezahlt wurden, dürfte hier ja egal sein? Und womit man die Versicherungen und anderen Kosten leistet, die ein selbständig arbeitender Mensch von seinem Staat aufgebrummt bekommt wohl auch? Die Ehrenämtler sind der vollen Überzeugung, dass das was sie leisten mit ihrem Jahrbuch, ihrem Verein und ihren vielen hundert Stunden unentgeltlicher Arbeit eine Bereichung für die Menschheit ist. Ist es auch, auch ich blättere gerne in ihren Büchern. Doch da, wo diese Menschen, die fast alle einen besonders gesicherten finanziellen Hintergrund haben, andere beauftragen (oder muss man hier schon erpressen sagen? Nein so böse Begriffe gibt es in der heilen Welt der sozial tätigen nicht) für sie zu arbeiten, stimmt das Konzept nicht. Natürlich zahlt dieser Verein an (akademische) Vortragsredner bei Veranstaltungen die üblichen Honorare. Diese Menschen haben den Vorzug bei ihnen nicht Mitglied zu sein, einen festen Arbeitsplatz zu haben und überhaupt nicht erpressbar zu sein. Entweder es wird anständig gezahlt oder der Herr Doktor bleibt zu Hause. Unser Journalist hat keine Auswahl. Er muss annehmen, egal wie viel Arbeit er für unter drei Euro die Stunde zu leisten hat. Da sein Name unter dem Artikel stehen wird, kann er sich auch nicht mit oberflächlicher und schlampiger Arbeit aus der Affäre ziehen. „Scheiss Kapitalismus!“? Neinja! Die sogen. „soziale“ Marktwirtschaft funktioniert mit dem Bild einer Vollbeschäftigung, in der gut versorgte Bürger in ihrer Freizeit sinnvolles für das Gemeinwohl leisten können und sollen. Leider haben sich die Zeiten geändert. Das Heer der Arbeitslosen, die mit Garantie nie wieder einen Job finden werden, ist Legion. Hartz IV Empfänger sind besser versklavt durch Bürokratie und Amputation ihrer Würde als die lebendige Ware auf antiken Märkten. Damals wie heute ist diese Unterdrückung …

Am Sonntag ist Ehrenamtsmesse, Eine Homage Read more »

Onart Stipendium Im Rahmen der Eckernförder Frühstücksbühne wurde erstmalig das   Onart Stipendium für Konsequente Kunst in Leben und Werk an Pablo Wittrock verliehen. In der Laudatio auf den jugendlichen Preisträger wurde von fognin die kreative Lebensführung von Pablo Wittrock gewürdigt, die ihn befähigt, im Sinne des Stiprendiums als onart/ig Künstler zu wirken. https://onart.in/onartstipendiumverleihung.mp3

Gerhard Bettermann Bilder aus Eckernförde und dem Rest der Welt. Einer der interessantesten Maler die in der norddeutschen Region wäre im Februar 100 Jahre alt geworden. Das Eckernförder Museum widmet Gerhart Bettermann eine Sonderausstellung und zeigt unter dem Motto „In Schwansen und der Welt zuhause“ spannende Teilaspekte des ungewöhnlichen Künstlers. Gerhart Bettermann wurde am 23. Februar 1910 in Leipzig geboren, er absolvierte auf Druck seiner Eltern, die einer künstlerischen Laubahn ablehnend gegenüber standen, eine Schlosserlehre. Bereits während der Ausbildung begab er sich auf umfangreiche Wanderungen. So als 1927 die sächsischen Metallarbeiter streikten und daraufhin ausgesperrt wurden, wanderte er mehre Wochen durch den Odenwald und am Rhein. Unterwegs zeichnete er um die Reise zu finanzieren. Heimlich hatte er zuvor im heimischen Leipzig bereis Zeichenunterricht genommen. Weitere ausgedehnte Reise und Wanderungen sollten folgen, zumal er sich nach der Gesellenprüfung entschloss, die künstlerische Laufbahn einzuschlagen. Ausgedehnte Reisen durch ganz Europa folgten in denen viele Skizzen entstanden, die er daheim in Holz- und Linolschnitten ausarbeite. 1929 schloß es sich der „Künstlergruppe der internationalen Bruderschaft derVagabunden“ an zusammen mit Gregor Gog, Hans Tombrock und Hans Bönnighausen, bis 1933 fanden über 30 Ausstellungen statt. . Als Debütant beteiligte er sich an der 1. Großen Leipziger Kunstausstellung und erhielt für das Gemälde „Arbeitsloser in der Dachkammer“ den 1. Preis des Landes Sachsen. Bei seinen ausgiebigen Wanderungen, die ihn bis nach Ägypten führten, interessiert er sich besonders auch für die sozialen Verhältnisse und er versucht, das Typische in Landschaftsbildern festzuhalten. Da er befürchtete wegen seinen sozialkritischen Interessen und seiner mitgliedschaft in der „ASS“ (Association revolutionärer Kunstler Deutschlands) politisch verfolgt zu werden, siedelt er 1933 in den Norden Deutschlands um. 1934 kaufte er in Emers bei Winnemark eine Tagelöhnerkate und lebte von Gelegenheitsarbeiten, seit 1935 verheiratet mit der in Leipzig geborenen Malerin Glore Becker.* Kriegsteilnahme und Gefangenschaft erzwangen ab 1945 einen Neubeginn. 1953 gründete er ein Künstlerhaus bei Winnemark an der Schlei. Ausgedehnte Reisen, oft mit Künstlerkollegen zusammen führten zu einer Vielzahl von Reisebildern. 1954 gründete Bettermann den Landesberufsverband der Bildenden Künstler in Schleswig-Holstein mit und war bis 1970 als dessen 1. Vorsitzender tätig. 1956 beteiligte er sich an der Gründung der „Gruppe 56“, welche regelmäßig Ausstellungen veranstaltete. 1992 verstarb Gerhart Bettermann 82jährig in seinem Malerhaus an der Schlei und erhielt auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin eine Seebestattung. Er gilt heute als einer der bedeutendsten Künstler Schleswig-Holsteins. Zum hundertsten Geburtstag Gerhard Bettermanns ist die Eckernförde Ausstellung der Auftakt einer Kooperation mit dem Künstlermuseum Heikendorf und dem Kunsthaus Hänisch in Kappeln, die den „ganzen“ Bettermann mit verteilten Schwerpunkten vorstellen werden. Das Museum Eckernförde biete einen konzentrierten Blick auf den Landschaftsmaler Gerhart Bettermann, beginnend bei den Graphiken und Malereien seiner Ägypten- und Südosteuropareisen der 30er Jahre über die Italien- und Jugoslawienreisen der 50er und 60er Jahre bis hin zu den hiesigen Motiven der frühen 80er Jahre. (fst) Museum Eckernförde Laufzeit: 31. Januar bis 14. März 2010 Öffnungszeiten: di – sa 14.30 – 17 Uhr, so 11 – 17 Uhr Publikationen: Zur Ausstellung erscheinen 2 Museumssammelblätter (je 0,50 Euro) Begleitende Veranstaltungen: Führungen …

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Kuttel Daddeldu an der Ostsee Er hatte ein bewegtes Leben, bevor er als humoristischer Dichter Unsterblichkeit erlangte. Joachim Ringelnatz (1883-1943), seine Gedichte und auch das bewegte Leben als Seefahrer, Gelegenheitsarbeiter und und Künstler in vielen Sparten, waren das Thema eines unterhaltsamen Abends im Schleswig-Holsteinischen Künstlerhaus. Thomas Schleissing-Niggemann begnügte sich nicht, die unterhaltsamen Gedichte vorzutragen, sondern verwandelte den Saal des Künstlerhauses in ein Kabarettprogramm der Vorkriegszeit. So musste es in etwa gewesen sein als Ringelnatz im Berliner Kabarett Schall und Rauch als Matrose seine zarten Verse und deftigen Geschichten vorgetragen hat. Schleissing-Niggemann, erst als altertümlicher Jünger von Turnvater Jahn, später als versoffener Matrose, spielte, sang und zeigte, die Gedichte als Bühnenshow. Nebenbei berichtete er aus dem ereignisreichen Leben des geborenen Leipzigers. Bevor Ringelnatz seine Turngedichte 1920 veröffentlichte, war sein Leben hauptsächlich von vielerlei Berufen und künstlerischen Misserfolgen geprägt. Stets in bitterer Armut lebend, versuchte er sich als Matrose, Bibliothekar, Schaufenstergestalter etc. Während der Weimarer Republik in Berlin wurde der rezitierende Dichter als Geheimtipp gehandelt, Tourneen durch die Kleinkunstbühnen und Kabaretts festigten seinen Ruhm als Kabarettist und Schriftsteller und auch als Maler wurde er zögernd bekannter. Den Nationalsozialisten war der ungebändigte, teilweise deftige und respektlose Humor des Künstler unheimlich. Es erfolgten Auftrittsverbote und Bücherverbrennungen und für Ringelnatz wieder, die ihm lebenslang begleitende Armut. Er erkrankte an Tuberkulose und starb 1943 in Berlin. Ebenfalls in Berlin beheimatet ist Thomas Schleissing-Niggemann, der als Pädagoge, Schauspieler und Rezitator tätig ist. Ein umfangreiches Programm, vielfach vertiefend deutschen Dichtern gewidmet, zeichnet sein Repertoire aus. In Eckernförde trat er bereits mehrfach erfolgreich auf und dürfte, die die gut besuchte Vorstellung im Künstlerhaus zeigte, bereits ein Stammpublikum haben. Seine lebendige, dem Werk verpflichtete Vortragsweise die nicht nur gute Unterhaltung produziert, sondern auch mühelos den Dichter dem Publikum näher bringt, kam bei dem letzteren sehr gut an. Selbst Ringelnatzkenner, davon waren mehre leise mitsprechend im Saal, haben noch neue Aspekte über „ihren“ Dichter mitgenommen. (fst) Recherche: https://www.vorleser-berlin.de https://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Ringelnatz

natur betrachten – ewig lang ein fognin onart VideoHardcore Langweile Version Die ultra hardcore super langweilig edit Version von Natur betrachten (60 sec) kamera………….semjon, markusact……………….marianne, semjonsound……………fognin#Grüsse an greenscreen in Eckernförde#es git auch eine kurzversion – die ist ganz andersein onart /ig projekt 2010 ø~宆 ⁄© (c) left 2010 by fognin ø~宆 ⁄©  60 Sekunden für Natur. Ein onartfilm mit semjon & markus, Kamera. Marianne und Semjon als Schauspieler, Sound von fognin. Und liebe Grüsse an die Greenscreener in Eckernförde (c) left 2010 by fognin onart /ig Kategorie:  Bildung Tags:  eckernförde  natur  fognin  kunst  krach  krch 

pubern – ein fognin onart video mit:Stimme 1……JelleKamera………Semjonact……………Hagen……………….Kjell……………….Anna……………….Finn……………….Nicki u.a.Sound……….fogninvideo………..fognin (C) left 2010 fognin onart /ig Eckernförde

ø~宆 ⁄© Heute wurde die Stiftungsurkunde mit der die onart /ig ein Stpendium auslobt feierlich unterzeichnet. Folgender Text steht in der Urkunde: Hiermit stiften die Mitglieder der onart /ig Markus Feuerstack und Marianne Tralau das     onart Stipendium für Konsequente Kunst in Leben und Werk   Das Stipendium wird unregelmässig bei Bedarf an Menschen verliehen, die eigenständig ohne äussere Beeinflussung ihr Leben oder ihre Werke künstlerisch entwickeln. Im Sinne der Interessengemeinschaft onart ist es wesentlich, dass kommerzielle Ausrichtung oder Interesse an der Wirkung für andere ausgeschlossen werden können. „Onanistische Kunst“ bemüht sich, die Werke ausschließlich nach den originären Interessen des Schöpfers zu entwickeln und distanziert sich ausdrücklich von jeder Wirkung die Rücksicht auf Publikum oder Verkauf etc. nimmt.   Die Stipendiaten werden in diesem Sinne entweder für ihre Lebensführung oder für Werke ausgezeichnet. Sie sind damit im Sinne des Stiftungsrates Künstler.   Das Stipendium umfasst: eine Urkunde Verleihung der Urkunde und des Stipendiums das Recht sich als Mitglied der onart /ig zu bezeichnen (zB. Als Namenszusatz) ein Arbeitsessen Aufnahme in den Stiftungsrat (der nächste Stipendium vergibt) Der Stipendiat verpflichtet sich, das Stipendium in seiner Vita (Lebenslauf etc. zu erwähnen)   Der Stiftungsrat entscheidet im Konsens.   21.01.2010 Eckernförde Unterschrift Markus Feuerstack, Marianne Tralau

fognin ist onartig onart ( ø~宆) steht für „onanistische Kunst“. Kunst die nichts weiter will, als ihrem Schöpfer zu dienen. Also mir, wenn ich sie gestalte. „Kunst an und für mich“. Ich glaube nicht an Publikum Meine Erfahrungen mit Ausstellungen sind seltsame. Ich habe drei Einzelausstellungen gemacht, und mich an einigen Gemeinschaftsausstellungen beteiligt. (Als Photograph). Abgesehen, dass sich nur meine Bilder ausstellen lassen, alles andere Probleme bereitet, wenn es an die Wand soll, – was soll das Publikum mit meiner Kunst? Einigen gefällt einiges, anderen nicht. Schön: das ist nicht meine Sache. Weiterhelfen kann mir ein Urteil nicht, jedenfalls nicht von Menschen, die sich selber aussuchen. Interessante Kritiker, an deren Urteil mir etwas liegt, laufen mir nicht zu. Ich muss sie suchen und fragen. Anstrengende Sache, die sich meist lohnt. Die Bilder (bleiben wir mal beim Photographen, das ist einfacher) die ich mache, verkaufen sich nicht. Einmal habe ich es ernsthaft versucht. Abgesehen davon, dass ich Probleme habe, wenn andere an meinen Werken mehr verdienen als ich, letztlich kann ich mit den Einnahmen kaum die Materialkosten decken, schon gar nicht die benötigte Technik. Für mich lohnen sich Ausstellungen mit Bilder an den Wänden nicht,- warum soll ich daran teilnehmen? Soll ich jetzt nur im „stillen Kämmerlein“ werkeln? Nein! Gerne stell ich da, wo meine Kosten gering sind (Internet, an meinen eigenen Wänden, etc.) aus. Wen es erfreut, der soll sich freuen. Wer Geschäfte machen will, kann das gerne auch – wenn ich zustimme. Wichtig ist für mich, das die künstlerische Entwicklung voran geht. Da ich keine Auftraggeber habe und kaum Kritiker, muss ich meine Ziele in mir finden. Ich arbeite hart daran. Und ich glaube zwar nicht an Publikum, aber ich glaube daran: Kunst entwickelt die Welt. Sozial, ästhetisch und auf vielen Ebenen. Am wenigsten dort, wo es sich materiell ausbildet. Viele Kollegen arbeiten mit ihren kreativen Fähigkeiten – sagen wir es ganz naiv – an einer besseren Welt. Je weniger diese Mitgestalter Rücksichten nehmen müssen, um so konsequenter können ihre Werke werden. Gut für sie. Gut für mich, denn ihnen verdanke ich meine Schulung. Ein Netzwerk für sich selbstverpflichtete Kunst Kreative Werke, die aus dem kompromisslosen Bemühen um Entwicklung entstehen, haben es sicher materiell schwerer, als solche, die für das Publikum geschaffen wurden. Kreative, die mit mir sich bemühen wollen, Konsequent an „sich selbst verpflichteter Kunst“ zu arbeiten, begrüsse ich gerne in der „Interessengemeinschaft für onanistische Kunst“ kurz onart / ig (ø~宆 ⁄©) also fognin onart /ig ƒø©~⁄~ ø~宆 ⁄© (Die pseudophonetische Schrift ist reiner Spielkram, gefällt mir allerdings ausgesprochen gut!) Danke an Marianne, für die Entwicklung. Danke an SIEMERS für die Begriffskurzfassung!

Kleinkunst aus Eckernförde bei Youtube Diese Videos sind als Sythesen zu ungewöhnlichen Klängen gedacht – erst war der Ton, Sound, Krach etc, der als eigenständiges Werk gestaltet wurde, dann wurden dazu passende Videosequenzen gesucht. Meine Mutter sagte … III Direktlink sound: Siemers – D:U:R – fogninKamera: Semjon, MauriceVideo: fognincopyleft 2010 by fognin Krach! der zweite Teil. ein fognin Projektmehr Schauspieler, mehr Ideen, mehr Krach und mehr mehr.Direktlink Krach! der erste Teil. DirektlinkSound wenn nicht anders angegeben: fognin

Geniale Unterhaltung für die ganze Familie Zur Weihnachtszeit gibt es Märchen. Das eine gekonnte Bearbeitung, viel Phantasie und kreative Figuren zu einem äusserst unenthaltsamen Puppenspiel zusammenwachsen können, zeigt Cordula Thonett derzeit in ihrem „Figurentheater im Kabuff“ in der Rendsburger Str. 100. Die altbekannte Geschichte von Schneewittchen und den sieben Zwergen, mutiert ohne sinnentstellende Eingriffe zu einer spannenden Story. Das 13jährige Schneewittchen (von der kaum älteren Mila Thonett meisterhaft gespielt- und gesprochen), ärgert sich sehr über Helene, der neuen Freundin ihres königlichen Vaters. Nicht nur, dass sie den Monarchen sofort heiraten will, auch ihre Versuche, das pubertierende Mädchen umzustylen und zur Tussi auszustaffieren, gefallen dem hübschen Kind wenig. Und dann versucht die designierte Stiefmutter auch noch den allein erziehenden Vater mit Drogen zu manipulieren. Um die Hochzeit zu verhindern, haut das clevere Mädchen einfach ab. Denn ohne Prinzessin, keine Hochzeit – das ist doch klar. Im Wald, bei den sieben Zwergen wird sie gerne aufgenommen, auch wenn sie mit der Hausarbeit wenig klarkommt. Sowas liegt dem Zwerg Gelbo sowieso besser. Währenddessen werden bei König Walter auf Schloss Tralalau die Plätzchen knapp, mit der die Königin in spe den Monarchen gefügig zu machen versucht. Natürlich lässt sich so eine durchtriebene Person einiges einfallen, um den ehrgeizigen Plan doch noch durchzuführen. Und bevor es zum brausenden Finale kommt, müssen die Akteure auf der Puppenbühne noch manch überraschendes Abenteuer bestehen. Der Puppenspielerin Cordula Thonett gelang es mit ihren Figuren aus Kochlöffeln, Abwaschbürsten und Würstchenzangen ein witziges zeitloses Stück zu kreieren, dass nicht nur für Kinder äusserst unterhaltsam ist. Vieler der gut gestalteten Gags und Überraschungen sind für das ältere Publikum bestimmt. Das Premierenpublikum jeglichen Alters zeigte dass dieses Unterfangen geglückt ist. Sowohl die Erwachsenen, wie auch die Kinder folgten vergnügt dem Spielgeschehen und oft jagten Lachsalven durch den kleinen gemütliche Theaterraum, wenn eine Figur sich etwas anders gebärdete, als man es erwartet hätte. Erwachsene Besuchen können auch ohne Alibikind eine der Vorstellungen besuchen, es handelt sich hier eindeutig um ein Theaterstück, das für Erwachsen ist und bei Kindern genau so gut ankommt.Überraschend ist, wie es den beiden Spielerinnen gelingt eine Vielzahl von Puppen gleichzeitig zu führen und jeder Gestalt einen ganz eigenen Charakter zu verpassen. Alle Puppen, Kulissen etc sind von Cordula Thonett selbst gebaut und entworfen worden. Die sehr passende Theater-Musik stammt von Benjamin Schulte, der auch einer Figur seine Stimme lieh. Den Spiegel spricht Ruben Beyer.“Spieglein, Spieglein an der Wand…

15. DEZEMBER 2009 Klassenkameraden und ungewöhnliche Weihnachten Zwei Lesungen unterschiedlicher Art erfreuten an diesem Adventswochenende das literarische Publikum in Eckernförde. In der Stadtbibliothek fand die Reihe LesArt ihren diesjährigen Endpunkt mit der Autorin Almut Tina Schmidt. Die Stipendiatin des Schleswig-Holsteinischen Künstlerhauses präsentierte zum Abschluss ihres zweimonatigen Stipendiums in unserer Stadt einigen Geschichten aus ihrem neusten Roman. Das Buch „in Wirklichkeit“ spielt hintergründig mit verschieden Wahrnehmungsmöglichkeiten und grotesken Situationen. Die Protagonistin, stets auf der Flucht vor Überwachung und sich selbst, begegnet überall ehemaligen Klassenkameraden, die über unterschiedliche Sichtweisen ihres (gescheiterten) Lebens reflektieren. Gekonnt las die Autorin von der Geschwätzigkeit ihrer Hauptdarstellerin und den wunderlichen Situationen ihrer Weltsicht vor. Vielach wurde sie von Lachen unterbrochen, sprachgewaltig und von herrlich dunklen Humor zeugten die vorgelesenen Kapitel. In dem kleinen „Figurentheater im Kabuff“ in der Rendsburger Strasse 100 zelebrierte Rosi Elmholt weihnachtliche Bösartigkeiten. Die Autorin und Malerin ist vielen Eckernfördern auch unter Ritha Ceglars bekannt las auch ihrem Buch „Morgengedeck“ und aus dem noch unveröffentlichten Kinderbuch „Liang Jensen“ (Arbeitstitel) vor. Ihre Geschichten zeichnen sich durch einen sowohl liebevollen wie leicht bösartigen Grundton aus. Stets betrachtet sie die handelnden Gestalten und ihre Geschehnisse mit Ironie und viel Phantasie. Kein Wunder, wenn in einer weihnachtlichen Küche die Gegenstände lebendig sind und ihr eignes, sehr ungewöhnliches Leben praktizieren. Da werden aus fünf Weihnachtsäpfeln genauso viele hübsche Mädchen. Und die möchten in Paradies, dass sich als zwielichtiges Haus mit eindeutigen Ruf entpuppt. Oder doch nicht? Spannend, phantasievoll und humorvoll sind die Geschichten der Eckernförderin. Das Publikum in sehr verschiedenen Altersstufen war von der unkonventionellen Sichtweise der Autorin sehr angetan und führte mit ihr im Anschluss der Lesung noch interessierte Gespräche. Bücher: Almut Tina Schmidt, In Wirklichkeit“ Literaturverlag Droschl, Graz 2008, ISBN: 9783854207481 Ritha Elmholt „Morgengedeck“ Mohland-Verlag, 3-936120-64-1 fst

26. November 2009 Die letzte Künstlerin Im Künstlerhaus Schleswig-Holstein in der Otte Str. 1 ist es ruhig geworden. Aber nicht das das Land keinen kreativen Gast hätte. Almut Tina Schmidt hält bis zum Jahresende die Stellung. Die Schriftstellerin nutz ihr zweimonatiges Stipendium um besonders fleissig zu sein. Ein Roman, ein Erzählband und auch ein Theaterstück, dass sind die Werke die derzeit in Eckernförde beackert werden. Die in Göttingen geborene Künstlerin hatte in Freiburg studiert und lebt jetzt als freie Schriftstellerin. Bereits mehrere Bücher hat sei bereits veröffentlicht, zuletzt hat sie ein Kinderbuch geschrieben: Das Ding der Unmöglichkeit. Roman für Kinder (ab 10 Jahre). Mit Illustrationen von Franziska Biermann. Erscheint Anfang 2010 im Gerstenberg Verlag, Hildesheim. Vielfache Produktionen für Radio (Hörspiele und „Hörbär“ für Kinder), ergänzen ihre vielseitigen Tätigkeiten. „Nur Gedichte schreibe ich nicht“ berichtet die junge Frau„das ist nicht mein Ding.“ Ihr neues Theaterstück, das in Eckernförde beim entstehen ist, wird von Menschen handeln, die als Berate anderen erklären, wie man erfolgreich sein ann, selbst aber genau dieses nicht zu leisten vermögen. Ob Eckernförde in ihren neuen Erzählungen oder in dem Roman mit dem Arbeitstitel „Das halbe Herz“ auftauchen wird, will sie noch nicht verraten. Aber ausschliessen auch nicht. Almut Tina Schmidt wird aus ihrem Roman „In Wirklichkeit“ der letztes Jahr im Literaturverlag Droschi erschienen ist am 12. Dezember um 20.00 Uhr in der Stadtbücherei vorlesen. Bernstein Kulturmagazin auf Facebook

24. 11 2009 Gestreamte Musik Neue Musik im Zeichen der Elektronik. „stream / Kontraste V“ lautete der Titel des letzten Konzerts des „Ensemble reflexion K“ in der St.-Nikolaikirche in diesem Jahr. Beatrix Wagner (Flöten), Gerald Eckert (Cello), Lenka Zupkova (Violine), Joachim Striepens (Klarinette) stellten zusammen mit dem Gast André Bartetzki (Elektronik/Klangregie) ein kontrastreiches Programm vor. Rein natürliche klingende Kompositionen, die auf den gewohnten analogen Klang aufsetzten standen elektronisch beeinflussten Werken gegenüber. „Analoge“ Kompositionen erklangen von Helena Tulve (*1972), Salvatore Sciarrino (*1947) und Gerald Eckert. Zwei Einspielungen kamen ohne jegliche Liveaktion aus, sie wurden ausschließlich eingespielt. Stella Perales (*1944) aus Argentinien war mit einem Werk von 2007 vertreten und auch die als Stipendiatin im Schleswig-Holsteinischen Künstlerhaus bereits in Eckernförde bekannte Chinesin Pei-Yu Shi (*1973) lieferte zwei Fragmente für „Tonband“ dazu. Wie in der technischen Welt üblich, gibt es auch in der Form der elektronischen Musik „hybride“ Kompositionen, die sowohl auf notieren Material aufsetzen, als auch Einspielungen über Lautsprecher während der Aufführung beinhalten. Die Musiker werden also ergänzt mit elektronischen Klängen. In dieser Sparte waren Kompositionen von Isabel Soveral (*1961) und Bernfried Pröve (*1963) als beispielhaft vertreten. Für die Zuhörer besonders attraktiv gestaltete sich die letzte Sparte der vorgeführten elektronisch beeinflussten Kompositionen. Komponierte Werke wurden dabei von so genannter „Liveelektronik“ ergänzt. Jede Menge Mikrophone kamen bei dem legendären Stück „A Pierre. Dell’Azzurro Silenzio, Inquietum…“ das der Altmeister Luigi Nono 1985 in Deutschland und Venedig komponierte. Um das Stück ranken sich einige Geschichten. Eine Besonderheit ist der Einsatz von einer Kontrabassflöte in G, von denen es nur sehr wenige Exemplare überhaupt gibt. Als zweites Instrument kommt eine Kontrabassklarinette zum Einsatz. Beide werden nicht mit ihren äußerst tiefen Tönen zum Erklingen gebracht sondern töntn mit Obertönen, also recht hoch. Während des gekonnten Spiels von Beatrix Wagner und Joachim Striepens wurden die erzeugten Klänge aufgenommen, nach Vorgaben Nonos manipuliert und mit festgelegter Verzögerung dem Klangeschehen über Lautsprecher wieder beigefügt. Der Effekt faszinierte sehr, auch wurde André Bartetzki (*1962) als Tonmeister kreativer Mitarbeiter am Klangeschehen. Dieser wurde zum Abschluss des Konzertes, dass die Reihe Neue Musik für dieses Jahr beschloss, auch als Komponist aktiv. Die Uraufführung von Bartetzkis Stück „Areal BA 44“ zeigte das volle Spektrum zeitgenössischer Manipulation in Zusammenklang mit live aufgeführter Musik. Seine Komposition wurde den Musikern als Hörstück mit dynamischer Notation zur Verfügung gestellt. Diese spielten also aus ihrer Erinnerung. Zur den Klängen der Instrumente wurde sowohl vorbereites Material über die Lautsprecher eingespielt, als auch die erklungenen Töne manipuliert wieder dem Klangeschehen zugefügt. Dies klingt komplizierter als es sich letztlich anhörte. Das komplette Konzert war nicht nur didaktisch spannend, auch wurde die gewohnt hohe Marke gekonnter Interpretation wieder mühelos erreicht. Das pure Vergnügen an neuen Klängen wurde nur durch die sehr mäßigen Temperaturen in der Kirche und durch das durch eine Konkurrenzveranstaltung dezimierte Publikum gemindert. Den Freunden dieser ungewöhnlichen aber spannenden Reihe bleibt die Freude auf die nächste Veranstaltung im Februar. (fst) — https://www.hp-haller.homepage.t-online.de/venedig.html https://de.wikipedia.org/wiki/Luigi_Nono

5. NOVEMBER 2009 Kulturbettelei Meine Ablehnung des „Ehren“-Amtes als Entbrotungs-Aktion habe ich an anderer Stelle schon verdeutlicht. Wenn ich darauf verzichte, Museen und andere sehr kostenpflichtige Veranstaltungen zu besuchen, dämpft dies zwar meine Kosten (und meine Lebensqualität), trägt aber nicht zu dem Deckungsbeitrag bei, den ich benötige um z.B. meine Miete zu bezahlen. Aufträge die meinen Lebensunterhalt sichern werden immer weniger. Photos kann auch Tante Elfriede machen, wofür hat sie denn zu Weihnachten die tolle Digicam bekommen? Als Rentnerin freut sie sich doch sicher über ehrenamtliche Aufträge. Die Texte, die ich gelegentlich für die Zeitung geschrieben habe, fabriziert inzwischen ein Praktikant. Der macht diese Arbeit sehr diensteifrig, hofft er doch auf einen späteren Arbeitsplatz. Und Webseiten gestalten? Dafür ist ein ehemaliger Kollege zuständig. Nach dem er den Kampf um die raren Aufträge aufgegeben hat, ist er jetzt Hartz-IV Sklave. Dafür darf er für einen Euro jetzt jobben und zum Wohle der Gesellschaft das machen, was er früher für 34 Euro mehr pro Stunde erledigte. Was bleibt noch zum beklagen? Das BOD mich als Verleger arbeitslos macht? Das stimmt nicht und wäre auch nur normaler kapitalistischer Wettbewerb. Gegen Kapitalismus darf man ja nichts mehr sagen, zumal wenn er nicht subventioniert ist. Das war die Trauerarie für heute. Jetzt wird gehandelt. Schon seit geraumer Zeit stelle ich unter meinen vielfachen Netzveröffentlichungen einen Link, diesen: https://fognin.net/fg_art11.htm . Das ist Artikel 11… Die naive Idee dahinter ist, dass jemand der meine kulturellen Ergüsse konsumiert, das unbändige Verlangen haben könnte, mich dafür zu entlohnen. Auch wenn es wenig glaubhaft erscheint: In den letzten 15 Jahren konnte ich zwei- bis drei Überweisungen aus dieser Motivation auf meinem Konto feststellen. Aber Web 2.0 ist anders. Deshalb positioniere ich mich hier und heute als modernen Kulturbettler: Meine Aufsätze kosten für Endverbraucher 1 Euro. Bitte per paypal an tate@euromusikant.de : „Ey Alder, hastemal nen Euro, ich schreib dich auch was!

4. NOVEMBER 2009 Was darf Kultur denn kosten (*) Neulich war ich in Hamburg. Zusammen mit einigen jugendlichen Begleitern im Alter meiner Kinder. Wir freuten uns auf einen Tag voller Großstadt und Kultur. An der Tür der grossartigen Kunsthalle der Hansestadt, kam dann, zumindest für mich, das unangenehme Erwachen: Zehn Euro Eintritt! Die jungen Freunde brauchten nichts zu zahlen. Ich sollte für anderthalb Stunden Schauvergnügen eine Summe zahlen, die auch für einige Tage Lebensunterhalt ausreichen muss. Einige Zeit vorher in Kiel. Wir waren extra für die spannende Metallausstellung von Eckernförde zur Kunsthalle angereist. Diesmal waren meine Begleiter älter als ich. Den recht hohen Eintritt hatte ich allein in voller Höhe zu entrichten. Mein etwas älterer Freund ist „schwerbehindert“, meine Freundin, die meine Mutter sein könnte, logischer Weise, Rentnerin. Ich bin als Kreativer selbständig, die Mangelhaftigkeit meines Budget wurde oben schon angedeutet. Ich verstehe nicht, warum ich, der nicht mehr Schüler bin und noch nicht Rentner, die beiden anderen Gruppen subventionieren muss. Angenommen ich würde als Angestellter richtig gut verdienen, bekäme dann die Frage „Wer muss meinen Museumsbesuch bezahlen?“ ein anderes Gewicht? Als Vater von zwei Kindern bezahle ich dann reichlich Steuern und zahle auch in die Rentenkasse nicht gerade kleine Beiträge ein. Und ich sorge für die Kids, von Essen über Kleidung bis Taschengeld, das habe ich aufzubringen. (Übrigens bis vor Kurzem auch ohne gute Einnahmen). Wenn Eltern über die Finanzierung von Kindern ernsthaft nachdenken würden, hätten sie keine. Mit den Steuern wird unabhängig vom Eintrittspreis das notwendige Defizit der Kunsthalle finanziert. Und die Rentenversicherung funktioniert momentan noch, weil es noch Menschen gibt die einzahlen. In dieser Situation wird der Kulturort von immer demselben Personenkreis gleich mehrfach subventioniert. Scheint mir nicht sonderlich gerecht zu sein. Denn….   … ich behaupte mal frank und frei, dass Kultur zu den Grundbedürfnissen des Menschen zählt. Und ungehinderter Zugang zur Kultur eigentlich ein Menschenrecht sein müsste. Aber nicht ist, Notabene! Warum eigentlich nicht? Wie sorgt eigentlich unser Staat für seine Bürger? Was unsere Lobbygesteuerten Berufspolitiker und ihre beamteten Erfüllungsgehilfen wirklich treiben, darüber kann ich noch nicht einmal spekulieren. Und meinen Nerven zuliebe will ich das auch lieber lassen, schliesslich bin ich im besten Herzinfarktalter. Nebenbei: Diese Leute kenne ich nicht (und sie mich auch nicht), sie interessieren sich nur zu Wahlzeiten für Normalbürger. Es geht auch eine Nummer kleiner. Wir haben neben unserem Land und dem dazugehörigen Bundesland auch unsere kleine Stadt. Deren Politiker kennen meistenteils wenigstens meinen Namen und man grüsst sich auf der Strasse mehr oder weniger höflich. Diese Politiker sind „Ehrenämtler“ wie sie immer wieder betonen. D.h. sie bekommen nur kleines Geld dafür, dass sie den Kulturausschuss besuchen. Und sie haben bei kommunalen Kulturveranstaltungen (meist) freien Eintritt. Und was unternehmen sie, damit ihr Souverän (vulgo: das Volk) diesen auch erhält? Sie reden von Finanzierung. Und von Refinanzierung. Von Investoren und zu vermeidenden Belastungen. Im Kulturausschuss, wohlgemerkt. Und solche Bemerkungen wie: In Eckernförde gäbe es bereits genügend Kultur, da müsse man nicht investieren, gibt es als Zugabe. Auch die an anderer Stelle …

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3. NOVEMBER 2009 Wider das Ehrenamt! Eine PolemikAnruf bei einem freien (sprich selbstständigen) Journalisten: Ober er einen Artikel schreiben könne, über eine Person des öffentlichen Lebens, ca. 10 Seiten, 5 Fotos…. „Ich schreibe nur für Geld“ so die vorsichtige Antwort des Schreiberlings. „Bei uns wird alles ehrenamtlich gemacht, sogar das Jahrbuch“ kommt der Konter des Gesprächspartners, der als ehemaliger Beamter eine nennenswerte Pension sein eigen nennt. „Aber es gibt eine Aufwandentschädigung“. Der Journalist überlegt: Kein Auftrag heisst auch keine Einnahmen. Die Zeiten sind mau, längst sind seine monatlichen Verdienste unter den Satz von Hartz IV gesunken. Jeden Monat aufs Neue heisst es Bangen, ob die Miete und der Strom bezahlt werden können. Klar versucht er zu verhandeln, das Angebot der Ehrenmenschen mit Amt lautete auf 200 Euro für 10 Seiten Text mit fünf Fotos. Und der Aufwand? Zwei Gesprächstermine a eineinhalb Stunden plus jeweils eine Stunde Vorbereitung, zehn Stunden Recherche, zwei Fototermine mit insgesamt fünf Stunden, Bildbearbeitung von ca. 60 Fotos zur Auswahl, pro Bild vorsichtig geschätzte 30 Minuten. Sind rund 50 Stunden. Geht auch schneller, aber nicht besser. Der Artikel ist dabei noch nicht geschrieben, die Bänder abtippen lassen kostet auch schon fast einen dreistelligen Betrag. Ja, 200 Euro sind viel Geld. Fast die halbe Monatsmiete, wenn man den Strom und die anderen Fixkosten einrechnet eher ein Drittel. Wie die Kamera und die Computer bezahlt wurden, dürfte hier ja egal sein? Und womit man die Versicherungen und anderen Kosten leistet, die ein selbständig arbeitender Mensch von seinem Staat aufgebrummt bekommt wohl auch? Die Ehrenämtler sind der vollen Überzeugung, dass das was sie leisten mit ihrem Jahrbuch, ihrem Verein und ihren vielen hundert Stunden unentgeltlicher Arbeit eine Bereichung für die Menschheit ist. Ist es auch, auch ich blättere gerne in ihren Büchern. Doch da, wo diese Menschen, die fast alle einen besonders gesicherten finanziellen Hintergrund haben, andere beauftragen (oder muss man hier schon erpressen sagen? Nein so böse Begriffe gibt es in der heilen Welt der sozial tätigen nicht) für sie zu arbeiten, stimmt das Konzept nicht. Natürlich zahlt dieser Verein an (akademische) Vortragsredner bei Veranstaltungen die üblichen Honorare. Diese Menschen haben den Vorzug bei ihnen nicht Mitglied zu sein, einen festen Arbeitsplatz zu haben und überhaupt nicht erpressbar zu sein. Entweder es wird anständig gezahlt oder der Herr Doktor bleibt zu Hause. Unser Journalist hat keine Auswahl. Er muss annehmen, egal wie viel Arbeit er für unter drei Euro die Stunde zu leisten hat. Da sein Name unter dem Artikel stehen wird, kann er sich auch nicht mit oberflächlicher und schlampiger Arbeit aus der Affäre ziehen. „Scheiss Kapitalismus!“? Neinja! Die sogen. „soziale“ Marktwirtschaft funktioniert mit dem Bild einer Vollbeschäftigung, in der gut versorgte Bürger in ihrer Freizeit sinnvolles für das Gemeinwohl leisten können und sollen. Leider haben sich die Zeiten geändert. Das Heer der Arbeitslosen, die mit Garantie nie wieder einen Job finden werden, ist Legion. Hartz IV Empfänger sind besser versklavt durch Bürokratie und Amputation ihrer Würde als die lebendige Ware auf antiken Märkten. Damals wie heute ist …

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01. November 2009 fognins Kulturnotizen Kultur ist keine refinanzierbare Investition, sonder eine Notwendigkeit wie Essen. Kultur ist Bestandteil des Lebensglückes. Genau wie bei der Nahrungsaufnahme, kommt der Mehrwert der Kultur auf anderer Ebene aber zwangsläufig zurück. Da Kultur allen offen steht, die sie sich leisten können, sollten Politiker endlich begreifen, dass Investition in Kultur sozial ist. Kultur ist nicht vom Konsumenten zu bezahlen, sondern von der Gemeinschaft, damit jeder sie nutzen kann. Und Produzenten von Kultur, also Künstler müssen leben können, um diese Sozialität zu schaffen. Ergo muss die Gemeinschaft die Künstler ernähren, damit die Gemeinschaft Nutzen davon hat. Kultur als elitäre Angelegenheit Begüteter verhindert, dass weniger Privilegierte Zugang zur Kultur finden. Ziel jegliche Politik sollte es sein, das Lebensglück der Bevölkerung zu mehren, nicht zu mindern. Ob Politiker das wissen?

Für lebenslange Pubertät – ein Tagebuch Manifest von fognin   Solche Männer und ihresgleichen sind geniale Naturen, mit denen es eine eigene Bewandtnis hat, sie erleben eine wiederholte Pubertät, während andere Leute nur einmal jung sind. […] Daher kommt es denn, dass wir bei vorzüglich begabten Menschen auch während ihres Alters immer noch frische Epochen besonderer Produktivität wahrnehmen, es scheint bei ihnen immer einmal wieder eine temporäre Verjüngung einzutreten, und das ist es, was ich eine wiederholte Pubertät nennen möchte   Goethe, Eckermann, 11.3.1828   „Ich bitte euch bei dieser Gelegenheit von ganzem Herzen: Vergeßt eure Kindheit nie! Versprecht ihr mir das? Ehrenwort?“ Erich Kästner, Vorwort zum „Fliegenden Klassenzimmer“ …. Ich will nicht wieder jugendlich sein. Nur die Unbeschwertheit, das Lockere und das umfassende Gottvertrauen meiner früheren Jahre vermisse ich sehr. …. Dieses ist es, warum ich Jugendliche schätze und suche: Sie haben Fragen, nicht Antworten. Fragen an die Welt, an das Leben, Fragen an sich selbst. Sie sind offen, für alles was als Antwort sich anbietet und nichts – oder zumindest sehr wenig – wird von vorneherein als „Unmöglich“ verworfen. Dies ist auch mein ideeller Entwurf, nach dem ich versuche zu denken und moralische Vorstellungen und Handlungen zu entwickeln. Meist wir „Altersweisheit“ gesucht, wenn es um Ratschlüsse geht. Ich suche „Jugendweisheit“, oder eigentlich die Fähigkeit, durch Fragen zu erkunden und unvoreingenommen betrachten zu können. Nicht auf die vorgedachte Lösung zurück zu greifen, sondern durchaus ungewöhnlich und experimentell zu handeln. Das bringt die Welt weiter. Das Alter ist konservativ, Jugend progressiv. Wer macht sich denn Gedanken über die Umwelt, den Ausgleich von arm und reich, über Frieden und Gerechtigkeit? Die alten Säcke meines Jahrgangs haben sich längst angepasst, auch wenn sie sich oft noch für die gewesenen Revolutionäre halten. Wen stört es von uns den wirklich noch, das der Strom aus der Steckdose kommende Generationen und ihre Umwelt für immer verseucht? Gesellschaftlich gilt es als selbstverständlich Jugendliche zu belehren, sie mit Meinungen und (Vor-)Urteilen voll zu stopfen und sie möglichst schnell so dröge, phantasielos und angepasst zu machen, wie es die Belehrenden selbst sind. Die Idee, Jüngere wirklich zu befähigen, weiser, klüger, und „besser“ zu werden, als man selbst es geschafft hat zu sein, ist nicht sonderlich verbreitet. Sie würde auch eine deutlich andere Haltung voraussetzen: Respekt, Achtung, Ehrfurcht und Neugier im Umgang mit jüngeren Menschen und ein umfassendes Vertrauen. Das schulden wir alte Säcke den schlummernden Fähigkeiten der Nachkommen. Wie schnell solch eine Haltung Früchte trägt, ist dort zu beobachten wo eine Schule einen solchen Ausnahmelehrer zum Kollegium zählt. Eher wohl bei freien Schulen sind solche seltenen Pädagogen zu finden, da weisungsgebundene Beamte sich wohl kaum über das System erheben können, das sie beschworen haben. Jugendlich ist für mich ein Mensch, wenn er die Idee entdeckt „selbst sein zu wollen“, also meist mit dem Beginn der Pubertät. (Übrigens nicht zwingend: es gibt junge Menschen, die ihre Jugendlichkeit versäumt haben). Das Bestehende zu hinterfragen, eigene Bedürfnisse zu erleben, zu artikulieren und versuchen sie durchzusetzen ist der Keim des Menschseins. Wer …

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1. Juni 2006 Abschlussausstellung Zu den kulturell sehr belebenden Traditionen gehören die Abschlussaustellungen der Stipendiaten des schleswig-holsteinischen Künstlerhauses in der Otte Str. 1. Nach dem die Künstler ihren mehrmonatigen Gastaufenthalt zum kreativen arbeiten nutzen konnten, zeigen sie, wie ihre Gaststadt Eckernförde auf sie wirkte und was für Werke dort entstanden. In einem dreitägigen Einblick auf ihre neusten Werke stellten Ju Hyun Lee, Kerstin Liebst und Yukari Kosakai jetzt im Künstlerhaus aus. Von der ehemaligen Studentin der Muthesiusschule Yukari Kosakai aus Japan waren zwei große Installationen vor und in ihrem Atelier zu sehen. Die koreanische Malerin Ju Hyun Lee zeigte ebenfalls in ihrem Atelier ihre „vernünftigen Tiere“. Im Stile von Abbildungen von Menschen portraitierte sie Tiere, die leicht befremdlich aus ihren Bildern die Betrachter anschauen. Als Holzbildhauerin und Freie Künstlerin wurde Kerstin Liebst ausgebildet. Ihre Leidenschaft gilt Dingen des Alltags, Abfallgegenständen und banalen Dingen, die sie zu phantasievollen Plastiken vereint. Ihre Werke zeigte sie im Künstlerhaus in allen Ebenen. Erstmalig wurde auch der verwinkelte Keller mit einer stimmungsvollen und meditativ beleuchteten Plastik genutzt, auch in ihrem Atelier und im Ausstellungsraum wurden ihre Werke gezeigt. Unterstützung fand die Freidorfer Künstlerin durch einen Eckernförder Bürger, der spontan als „Künstlerpate“ sich zu Verfügung stellte und ihr bei den Materialbeschaffungen und sonstigen Fragen hilfreich zur Seite stand. (fst)

3. MAI 2009 Abschied vom Atelier am Strand Maki Takano verlässt das Schleswig-Holsteinische Künstlerhaus nach zweimonatigem Stipendium. Im schleswig-holsteinischen Künstlerhaus in der Otte Str. 1 können Künstler aus aller Welt ein mehrmonatiges Stipendium machen. Während der Zeit, die von der Landesregierung mit einem Taschengeld und Unterkunft gesponsert wird, sollen sie sich mit der Stadt und der Umgebung auseinandersetzen und so künstlerische Impulse aufnehmen. Die japanische Konzeptkünstlerin Maki Takano hatte zwei Monate Zeit ihr gedankliches Atelier am Strand aufzubauen. Sie hat einen virtuellen Künstler erdacht, dessen nähere Daten zunächst nicht bekannt sind. Durch seine Werke, die er in ihm fremden Ländern und nicht wirklich geläufiger Sprache fertigt, entsteht für das Publikum langsam ein Bild über diesen Kreativen. In ihrer Ausstellung stellte die Japanerin mit Wohnsitz in Berlin ihre Idee vor und ließ dann ihren erdachten Künstler für sie und sich durch verschiedenste Werke sprechen. Traditionelle japanische Muster, wie sie in Kleidung und Textilien auftauchen erfuhren eine Metamorphose, Farbflächen die vorgegeben sich in Nachgestaltungen spiegeln, filigrane Zeichnungen aus Strichen und Flächen: alles Hinweise auf die Wirksamkeit des Künstlers, die sich ein der Wahrnehmung der Betrachtenden zu einer Geschichte verdichten kann. Maki Takano recherchiert im Internet und nimmt natürlich auch ihre eigenen Erfahrungen als Grundlage zu der ständig weiter sich entwickelnden Legende. Sie hat in Tokyo studiert und ist später erst nach Düsseldorf, dann nach Berlin umgezogen, wo sie heute ständig lebt und arbeitet. Ihr besonderer Eindruck galt der ruhigen aber die Stadt beherrschenden Ostsee, die sie gedanklich mit den ganz anderen Weiten des heimatlichen Pazifiks verband. Um Herkunft und Stipendium zu einer virtuellen Einheit zu verbinden nannte sie ihre Abschlussausstellung „Atelier am Strand“. (fst)

23. JANUAR 2009 Kreative Frühjahrs Gäste Im Schleswig-Holsteinischen Künstlerhaus in der Otte Str. 1 sind zwei neue Künstler eingezogen. Fünf Monate sind die beiden jeweils Gast in Eckernförde auf Einladung der Landesregierung. Diese finanziert das Stipendium im Künstlerhaus. Eine kompetente Jury wählst die Bewohner aus zahlreichen Bewerbungen aus. So kommen zahlreiche Künstler aus aller Welt nach Eckernförde als Gäste für einige Zeit um hier zu arbeiten und zu leben. Die zwei junge Frauen sind jetzt in das Künstlerhaus eingezogen. Beide haben in Kiel studiert und sind für den Bereich bildende Kunst nominiert. Ju Hyun Lee stamm ursprünglich aus Korea und studierte dort in Yong-In und Seoul. Bereits ab 2002 setzte sie ihre Studien in Deutschland fort. In Eckernförde hat sie mit gehörigen Fleiß sofort angefangen etliche Bilder zu malen und einige bereits fertig gestellt. Sie zeigte sich sehr angetan von der Arbeitsatmosphäre in den großzügigen Räumen in der Ottestrasse. Diese inspirierte Arbeitswut muss in den Räumen des Künstlerhauses eingebaut sein, denn auch Kerstin Liebst hat bereits angefangen Materialien für ihre großen Objekte zu sammeln und solche zu bauen. Die Künstlerin, ursprünglich ausgebildete Holzbildhauerin und Absolventin der Kieler Muthesius Kunsthochschule ist mir ihrer Tochter Helena nach Eckernförde gezogen. Auffällig und spannend sind ihre großformatigen Plastiken die aus gefunden Materialien und ihrem Lieblingswerkstoff Schaumstoff zusammengesetzt sind. Beide Künstlerinnen planen zum Ende ihres jeweils fünfmonatigen Stipendiums eine gemeinsame Abschlussausstellung zu gestalten, die einen Überblick über die kreative Phase in Eckernförde geben wird (fst)

Das Glück – der Anderen Wenn ein renomierter und nicht gerade kleiner Verlag ein Buch mit Lyrik und gemalten Bildern vorlegt erstaunt dies. Lyrische Veröffentlichung jenseits von Weltliteratur-Autoren sind selten geworden, künstlerische Bände mit Gemälden beschränken sich heute fast immer auf Kataloge oder Sammelwerke. Margit Buß, als Eckernförder Kreative im Bildbereich ist bisher mehr eine stille Grösse. Ihre „MakroArt“ genannten oft gossflächigen und sehr farbstarken Bilder wurden bisher Maschinenhaus und bei kleineren Ausstellungen in unserer Stadt gezeigt. Zusammen mit der Wortgewaltigen Schriftstellerin Dietlinde Hedwig Heckt präsentiert jetzt Margit Buß eine spannende Übersicht über ihre Makroart-Bilder. Dieses künstlerische Verfahren, das auch mit fotografischer Hilfe experimentell Zufälligkeiten aufarbeitet und Erahnbares sichtbar macht, bestich durch seine dichten Farben und zum träumen anregenden abstrakten Buldinhalte. Die Phantasie des Betrachtenden wird stark angesprochen, das abgebildete Bild beginnt zu korrespondieren und bewegt sich weiter. Dieses anhand der Originalbilder stark erlebbare Phänomen ist sogar in dem Buch „Andernglücks“ nachvollziehbar. Wenn der Leser erst die Bilder betrachtet, dann die selbst als Bilder wirkenden lyrischen Zeilen liest und mit dem Auge wieder auf das dazugehörende Bild schaut, verwandet sich dies. Seitenweise sollte man diese doppelte Bilderflut genießen und sie mit Zeit wirken lassen. Margit Buß hält sich derzeit in Berlin auf um weitere künstlerische Studien zu machen und neue Inspirationen im Frühjahr nach Eckernförde mitzubringen. Bis sie neuen Werke in Eckernförde ausstellt, lohnt es sich, das wohlfeile Bändchen „Andernglücks“ zu studieren. Andernglücks. Margit Buß (Bilder), Dietlinde Hedwig Heckt (Lyrik).Verlag der Kunst Husum. ISBN 978-3-86530-110-9, 14,95. Bei der Buchhandlung am Gänsemarkt vorrätig (fst)

Die deutsche Pokal Einzelmeisterschaften im Schach, besser bekannt unter dem Begriff „Dähne Pokal“, wurden für Schleswig-Holstein in Eckernförde entschieden. Aljoscha Feuerstack konnte sich bei einem dynamische Spiel das nach der Zeitnotphase entschieden wurde gegen Arne Jochens (Kieler SG/Meerbauer) durchsetzen. In einem Endspiel Turm gegen Läufer ging der Sieg an den20jährigen Eckernförder der für den SK Norderstedt spielt. Beide Spieler sind für die bundesweite Entausscheidung dieses KO Tunieriers am 11-13.6.2009 in Kassel nominiert. Dort werden sie dann gemeinsam die Fahne Schleswig-Holsteins gegen die Repräsentanten der anderen Bundesländer verteidigen. (fst)

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30. 11. 2008 Meisterliche Nacht Eine ganze Nacht neue Musik? Naja fast, von 19 bis 23 Uhr dauerte das Konzert zu Ehren des Altmeister der Moderne Olivier Messiaen. Aber nicht nur repräsentative Kompositionen hatte diesmal das ensemble reflexion K herausgesucht, auch ein informativer Film ergänzte das Angebot an Informationen. Davon gab es viele. Der bekannte Eckernförder Komponist Gerald Eckert führte sachkundig, verständlich und unterhaltsam durch das Programm und nahm sein Publikum mit auf die Reise durch das Abenteuerland neue Musik. Olivier Messiaen (1908-1992), der oft als „Vater der französischen Moderne“ bezeichnet wird, wäre am 10.12. 100 Jahre alt geworden. Für seine oft religiös motivierten Kompositionen verwendete er gerne Vogelstimmen als musikalische Vorlagen, die er weltweit in Notennotation aufschrieb. Außer Ornithologie studierte der künstlerisch seht vielseitig orientierte Altmeister der Neuen Musik auch Rhythmik und war besonders in Indien von den traditionellen Kunstfertigkeiten und Instrumenten angetan. Als Hochschullehrer bildete er die wichtigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts aus, unter anderem Pierre Boulez, Karlheinz Stockhausen und Iannis Xenakis. Messiaens Leben und Werk wurde sehr ansprechend und künstlerischer Weise in dem Film „Olivier Messiaen – The Chrystal Liturgy“ von Olivier Mille dargestellt, der zwischen den drei Blöcken des Konzert über eine Großleinwand zu sehen war. Der Konzertteil wurde diesmal von Beatrix Wagner (Flöten), Katja Kanowski (Stimme) und Gerald Eckert (Cello und Klangregie) bestritten. Als besonderer Gast des Abends musizierte Martin von der Heydt auf dem Bechstein Flügel der St.-Nicolai-Kirche. Besonders bei den „Qutre Etudes de Rythme“ (1950) von Messiaen überzeugte sein konzentriertes und hochmusikalisches Spiel mit kraftvollen Anschlägen, aberwitzig schnellen Läufen und einer beim zuschauen irritierenden Fingerakrobatik. Ausser dem Themengeber der neutönenden Musiknacht kamen aber auch noch andere Komponisten zum erklingen. Sowohl Bruno Maderna, Beat Furrer und auch Helmut Lachenmann wurden innerhalb der Reihe Neue Musik bereits vorgestellt, diesmal zeigten sie die dauerhafte Wirkung des französischen Großmeisters. Hervorzuheben ist das Werk „temA“ von Hellmut Lachenmann (*1935) für Flöte, Stimme und Violoncello. Katja Kanowski zeigte dabei eine ungewohnt Oralakrobatik. Erstaunlich wie viel verschieden Geräusche und Klangfarben allein mit dem Mund zu erzeugen sind und welche fantastische Wirkung diese haben. Natürlich fehlen auch Werke von dem beliebten Eckernförder Komponisten Gerald Eckert nicht indem gelungenen Programm. Geradezu als „Hit“ dürfte das abschließend gespielte Werk „Nachtbogen“ zu bezeichnen sein. Die feinen ätherischen Klänge, die bewusst mit der Hörbarkeitsgrenze spielen wurden wie der ganze Abend vom Publikum mitlangen, anhalten Applaus quittiert. Am Mittwoch, den 10.12. 2008 folgt dann um 19.30 Uhr ebenfalls in der St. Nicolai-Kirche Eckernförde der zweite Teil mit den „Trois petites Liturgies“ für Frauenchor, Orchester und Ondes Martenot. Außerdem stehen auf dem Programm das „Magnificat“ von Monteverdi und „Ubi caritas et amor“ von Maurice Duruflé. Mitwirkende sind der Frauenchor St. Nicolai, der gemischte St.-Nicolai-Chor, die Kammersymphonie Berlin und Claude-Samuel Lévine (Ondes Martenot) unter der Leitung von KMD Katja Kanowski. (Markus Feurstack)

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Groteskes Weinseminar Bei Römer und Wein steppte die Kellnerin auf dem Tisch. Wenn in einem kleinen aber sehr feinen Weinbistro plötzlich eine alte Dame auftaucht und die Gäste über den richtigen Weingenuss, sowie die Verabreichung von Handküssen belehrt und dabei jede Menge lustiger Sprüche macht, dann dürfte dies kein Zufall sein. Madame Euphrosine, grauhaarig, klein, alt, schwer am Stock gehend, aber unermüdlich und mit ständig blitzenden Augen hinter der runden Brille- das kann doch nur Pamms Aktionstheater mit Gabriele Pahms sein. Eine ausgesprochen witzige Kombination, die in der ausverkauften Weinstube von Römer und Wein sehr gut ankam. Die gelungene Mischung aus durchaus ernstgemeinte Informationen, teilweise assistiert von dem sachkundigen Uwe Römer, urkomischen Sprüchen und einen ständigen, liebevoll ironischen Kontakt zu dem begeistert mitspielenden Publikum schuf eine gelöste weindurchtränke Stimmung. Ob die Komische über die Weisheit des Weines philosophierte oder den anwesenden Herren galantes Benehmen beibrachte, stets wurde gelacht. Geschickt wurde auf den Spruch „die Art des Weines weist auch auf den Charakter des Trinkers hin“, vom Publikum eine umfassende Weinbeschreibung abgefragt, die dann mit leichten Schwung auf einen der Geniesser weiter gegeben wurde. Bei den Piratentagen hatten sich Uwe Römer und Gabriele Pahms kennengelernt, als die Aktionsschauspielerin als Magister Wiegbold schwadronierend durch die Stadt gezogen war und der Weinfachmann mit „Piratenblut“ die Piratenfreunde köderte. Das launige Weinseminar, das gleichermaßen gekonnte Unterhaltung, aufsehen erregendes Aktionstheater, Wissen und Anekdoten über Wein und ganz viel gute Laune vermischte, sollte fortgesetzt werden, auch wenn dabei ältere Damen wilde Stepptänze aufführen. Aber die Besucher sollten dann doch auch einen der Sprüche von Madame Euphrosine beachten: „Am Rausch ist nicht der Wein schuld, sondern der Trinker“ (fst)

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Gekonnte Augenblicke Ein Eckernfördebuch für literarische Innenräume „Augenblicke im Leben“ so lautet der Titel eines ganz frisch im Mohland Verlag erschienen Buches von Nicolaus Kessener mit Kurzgeschichten. Und wie Augenblicke Kontaktaufnahmen und kurze Zeiträume gleichermaßen sind, Momente und Begegnungen, so lässt der Autor in kompakter Form oft besondere Situationen, Erlebnisse und damit verbundene Gedanken vor dem Leser entstehen. Dabei reicht das Spektrum der behandelten Themen erstaunlich weit. Da ist die Krimistory, in der seltsame Todesfälle an einer Autobahnraststätte, die Kripobeamten fast verzweifeln lassen. Die Leichen waren unheimlich zugerichtet, stets passierten neue unheimliche Todesfälle an der selben Stelle und kein handfester Hinweis lies auf einen sadistischen Mörder schließen. Durch mühsame Kleinarbeit und hellwache Beobachtung findet dieser Fall ein überraschendes Ende. Gehobene Lektüre für Krimifans. Aber nur einer der vielen Augenblicke des Lebens, wenn auch ein Spektakulärer. Auch die Geschichte von dem Mann, der Mittelalt oder wie man heute eher sagt, als Jungsenior auf Brautschau geht und unerwartete fast banale Hindernisse trifft. Wie peinlich, und beim Lesen nachvollziehbar ist der Besuch in einem Eckernförder Strandcafeé, angetan mit dem neuen Sakko an dem protzig das Preisschild baumelt: 395 Euro. Fast alle Geschichten spielen rund um und in Eckernförde und geben einen intimen, sehr persönlichen Lokalkolorit der Ostseestadt wieder. Nicht Zweck des Buches ist die kleine Stadt mit dem schönen Strand, sondern gekonnte Dekoration. Die meisten handelnden Personen in dem Erzählband haben hier ihren Lebensmittelpunkt. So wie auch der Autor, Nicolaus Kessener der in der Nähe von Eckernförde lebt. Vielfältige berufliche Stationen wurden zu einem breiten Erfahrungsspektrum: Germanistik mit Lehramt, Dokumentar, Familientherapeut, Lehrer und Trainer um nur einige markante Punkte zu nennen. 2005 gewinnt Kessener mit seiner Geschichte „Das Bild“ einen Schreibwettbewerb des Museum Eckerförde. Die sehr eindringliche und bewegende Geschichte spielt in der Zeit von Carl Bössenroth (1863-1935) in Eckernförde. Der Autor lässt die alte Fischerstadt erstehen und beschreibt einfühlsam die Schnittstelle zwischen der vornehmen Gesellschaft die in den üppigen Landgütern rund um die Stadt einen großen Haushalt führt und den armen Fischern und Dienstleuten, die in der unteren Stadt ihren schweren Handwerken nachgehen und in beengten Häusern im Dunst der Räuchereien leben. Der wiederholte Besuch der bekannten und anerkannten Malers führt zu einer Begegnung mit einem einfachen Dienstmädchen und Fischerfrau – mit einem unerwarteten Ende. Gerade an dieser Geschichte lässt sich die farbige Arbeitsweise des begabten Autors wunderbar miterleben. Auf journalistisch recherchierter Fakten- und Ortkenntnis aufbauend, entsteht ein stimmiges Bild. Die Details sind wie feine Gewürze, unauffällig eingewoben, unaufdringlich aber stilbildend angewandt, ermöglichen ein Zeitgemälde in der die phantasievolle Story realistisch eingepackt wurde. Der große und noch heute bedeutende Maler bekommt mit wenigen Zeilen genauso ein realistisches ansprechendes Gesicht und eine erlebbare Ausstrahlung wie das schüchterne Dienstmädchen Luise, das zu seine Bedienung abgestellt wurde. Fiktion und mögliche Realität weben sich zu einer Einheit, die an die Traditionen großer Erzählkunst nahtlos anknüpft und den Leser mit unsichtbaren Fäden in die Geschichte hineinzieht: Der Genießende wird nach dieser wunderbaren Meistererzählung erst ein mal sein Buch zu Seite legen und die mächtigen Nachbilder wirken lassen. …

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In der kleinen aber eigenwilligen Galerie „Atelier Jungfernstieg 85“ sind unter dem Motto „Geschichten mit Farbe und Fundstücken“ Exponate von Friederike Thaler zu sehen. Die Künstlerin wurde 1948 in Chile geboren, wuchs aber in Deutschland auf. Zahlreiche Ausstellungen, auch international, zieren die Vita der Künstlerin, die in Hamburg, Hannover und Salzburg ihre Studien absolvierte. Im Jungfernstieg sind abstrakte Werke zu sehen, deren starke Farbigkeit sich als erster Eindruck aufdrängt. Farben, aber nicht bunt ist dieser Eindruck beim fragenden nachblicken und immer wieder ein warmes rot, das unauffällig wirkt aber sehr präsent ist. In den Bildern, sind teilweise nicht malübliche Materialien integriert: Ein grosses Stück Kupfer, vordem sicherlich anders bereits bearbeitet blinkt aus einem Bild und gibt dem Bild eine dreidimensionale Kontur, es wird zum Objekt für die Wand. Auch übermaltes Eisen in Verbindung mit Sisal ist zu entdecken, nd türmt sich zu gestalteten Landschaften auf. Viele der Motive sind auf Reisen entstanden und geben Landschaft und Reiseeindrücke wieder, die sich aber nicht als festhaltendes portraitieren zeigen, sondern den Fluss und die Eindrücke des bewegenden Wahrnehmens treffend verdeutlichen. Einige der Bilderobjekte von Friederike Thaler sind auf der Grundlage von eingearbeiteten Fotos entstanden, die als solche aber nicht mehr in Erscheinung treten. Bei der Eröffnung am Sonnabend führte die Schleswigerin Doris Rüstig – Ladewig kenntnisreich und sensibel in das Werk ein und beleuchtete auch die Schnittstellen zwischen Biographie und den Bildern und Objekten von Friederike Thaler. Eine weitere Motivserie ist als filigrane Objekte ausgeführt. Aus handgeschöpftem Büttenpapier aus Korea (aus Maulbeerbaumrinde) entstanden hingehauchte Skulpturen, die die Künstlerin ironisch als „Kunst am Stil“ bezeichnet. Die Ausstellung im Atelier Jungfernstieg 85 ist Di. –Do. 15 – 18 Uhr und Sonntags 16 – 18 Uhr geöffnet und endet am 29.11.2008. (fst)

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16. Oktober 2008 Heimat und andere Räume Gunnar Voß und Patricia Pisani sind neu im schleswig-holsteinischen Künstlerhaus eingezogen. Das schleswig-holsteinische Künstlerhaus fördert Künstler in dem sie mehrmonatig in Eckernförde leben und arbeiten können. Für jeweils drei Monate hat das Haus in der Ottestr. 1 neue Bewohner bekommen. Gunnar Voß beschäftigt sich mit Rauminstallationen in denen das Publikum mit sinnlichen Wahrnehmungen und veränderten Gegebenheiten mit einbezogen wird. Der Künstler aus Berlin, der 1978 in Kiel geboren wurde, hat ursprünglich an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel studierte und setze seine Ausbildungen in Oslo und Hamburg fort. Für seinen Eckernförder Aufenthalt hat er sich intensive Arbeiten an einem umfangreichen Videoprojekt vorgenommen, in dem er Stilelemente der Fotografie und der Bühnentechnik einarbeitet. Patricia Pisani ist 1958 in Buenos Aires, Argentinien geboren worden. Bereits seit 1990 lebt und arbeitet sie in Deutschland. In beiden Ländern hat sie Kunstausbildungen absolviert. Für Eckernförde hat sich die vielseitige Künstlerin ein witziges Projekt vorgenommen: „Ich habe erst sehr spät bemerkt, dass ich eine Einwanderin bin“ erzählt sie. Daraus entstand das Projekt, sich in Eckernförde auf die Spuren einer möglichen, aber fiktiven Biographie zu begeben. Ihr Aufruf um Mithilfe an die Leser unserer Zeitung steht weiter unten.Bei Beiden Stipendiaten darf man auf die obligate Abschlussausstellung bzw. Präsentation gespannt sein. (fst) Meine norddeutsche Kindheit Durch Anneignung von Erinnerungsfragmenten, neuen Erzählungen, Fälschungen und Verfälschung startet Patricia Pisani im Rahmen ihres Stipendiums im Schleswig-Holsteinischen Künstlerhaus in Eckernförde ein Experiment zum Thema Identität und Heimat. Für ihr Projekt unter dem Titel „Meine norddeutsche Kindheit“ bittet die Künstlerin die Leser der Eckernförder zeitung darum, ihr ein Fragment ihrer Erinnerungen (Erzählungen, Anekdoten, Bilder…) zu leihen. Diese geliehene Erinnerung soll einen Bezug zu Norddeutschland haben. Bitte solche Erinnerungsfragmente entweder an Patricia Pisani, Künstlerhaus, Otte Str. 1 24340 Eckernförde senden oder abgeben. Oder natürlich per eMail: mnik@patricia-pisani.de Die Materialien werden anonymisiert, kopiert und in die autobiographische Neuauslegeung integriert. Leihurkunden werden ausgestellt wenn die Absenderdaten vorliegen, eine anonyme Abgabe ist natürlich auch möglich.

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Liederjan eröffnete die neunte hafenmusic Saison. 33 Jahre gibt es sie schon. Und was als musikalisches Traditionsunternehmen anmutet stellt sich während eines quicklebendigen Konzerts als Zeitgeistüberlebensstrategie mit modernsten musikalischen und textlichen Kleinkunstwerken vor. Die Gruppe Liederjan einst vom irischen Folk zu deutschen Texten und Folk gewandelt, spielt ein Menschenalter lang schon raffinierte musikalische Entertainments mit frechen, stets aktuellen Texten. Hanne Balzer aus Bremen, Jörg Ermisch aus Hamburg und Klaus Irmscher aus Möln bilden ein Trio das sich niemals in die Strudel wandelnder Unterhaltungskategorien einordnen lies. Aber Commedian, Folk, Kabarett und Volkslied – alles wird auf ganz eigene Art aufbereitet und begeisterte das sehr zahlreiche Publikum in der Eckernförder Siegfried Werft. Bereits eine halbe Stunde vor dem Konzertbeginn am Freitag war der kleine stimmungsvolle Raum rammelvoll. Als Punkt acht die musikalischen Gladiatoren einzogen und ganze zwei Stunden lang viel Witz, spontanen und situationsbezogen Humor und eine sich immer wandelnde Musikalität präsentierten, ergab dies einen gelungenen Auftakt für die anstehende neunte hafenmusic Saison. Kleine Geschichten erzählen viele der Lieder, so von den alten Herren, der dank Navigerät leider nur noch zu spät kommt oder witzige Trinklieder die an eine durchgehende Folktradition anschließen. Praktisch jedes Lied, jede Geschichte ist anders instrumentalisiert, jeder der Musiker beherrscht augenscheinlich eine Vielzahl sehr verschiedener Instrumente. Ob es plattdeutsche Lieder oder Geschichten im sächsischen Dialekt sind, ob von dem Kurschattenkabinett berichtet wird oder aktuell von der Bankenkrise: die musikalische Begleitung ist schwungvoll und fetzig. Zum mitsingen und auch tanzen laden die Lieder ein, wenn nicht die Lust zum Zuhören und herzhaft Lachen oder Schmunzelnd dem entgegenstände. Rund zwanzig Platten, Cds und Dvds hat die Gruppe inzwischen publiziert, bei dem in Liedermacherkreisen sehr angesehenen Label „pläne“. Viele der Konzertgäste sind mit den frechen und aktuellen Liedern von Liederjan groß geworden, geleitet von der Pubertät und über das Erwachsensein bis zu den ersten grauen Haaren. Das Repertoire der Gruppe ist so umfassend, das für praktisch jede Zielgruppe etwas Passendes dabei ist. Und das ist auch der einzige Wermutstropfen des gelungenen Abends: Das die jüngere Generation nicht erreicht wurde, sollte vielleicht mit einem baldigen Konzert im „Das Haus“ nachgeholt werden. Denn dieser zeitlose Folk ist einfach für alle passend. (fst)

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30. 09. 2008 Neue CD von Gerald Eckert: Chamber Music Die brandneue CD „Chamber Music“ des gebürtigen Nürnberger Komponisten Gerald Eckert ist ab sofort im Musikhandel erhältlich. Eckert ist durch seine Reihe „Neue Musik“ zusammen mit dem „ensemble reflexion K“ in Eckernförde bekannt geworden. International ist er als Komponist gesucht und vielfach ausgezeichnet. Die CD mit Kompositionen des Wilfried Jentzsch-Schülers Eckert besticht durch musikalische Willensstärke und Beharrlichkeit. Die Komplexität der Töne, die bis in die Peripherie der Wahrnehmung zart sirren fordert damit die volle Konzentration des Hörers. Die Stücke wirken nicht aufdringlich; sie verströmen in der Dichte der Musik ihre feingliedrige Anmut. Auch die Wechsel von atemlosen Pausen zum fulminanten fortissimo lassen den Zuhörer schwerelos eintauchen in die durchgestalteten Kompositionen. Gerald Eckert hat neben Komposition und Violincello auch Klavier und Dirigieren studiert. Auch die Erkenntnisse aus seinem Mathematik- und Physikstudium vermag der interessierte Zuhörer bei näherer Beschäftigung mit den Klängen Eckerts wahrzunehmen. In dem künstlerisch gestalteten Booklet zur CD findet sich auch ein Interview mit dem Komponisten, in dem Eckert Einblicke in seinen Schaffensprozess gibt. Eine anspruchsvolle und hörenswerte CD mit Kammermusik, die Zuhören und Einlassen auf die Klangwelt des Komponisten verlangt. Wenn der Hörer dieser unabdingbaren Voraussetzung nachkommt, erwartet ihn ein großartiges Klangerlebnis, das die künstlerische Vielfalt des herausragenden Komponisten widerspiegelt. Das neue Album „Chamber Music“ umfasst acht Kompositionen des Eckernförder. Es wurde im Februar bis April dieses Jahres in Leipzig aufgenommen. Die CD ist bei Neos im Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk und MDR entstanden. Fast alle Aufnahmen sind Erstveröffentlichungen. Das Booklet beinhaltet auch eine Beschreibung der Stücke durch Meret Forster und Bilder von Partiturenblättern. Einige dieser Werke von Gerald Eckert werden am 26. 9. innerhalb der Reihe „Neue Musik von dem diesmal neunköpfigen „ensemble reflexion K“ in der St.-Nicolai-Kirche aufgeführt. Bei dem Konzert, das wie immer um 20 Uhr beginnt, wird die CD einmalig zu einem Sonderpreis erhältlich sein.

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Lieblingsplätze in zarten Bildern. Fast unsichtbar sind ihre Bilder mit sanften Strichten. Katy Feuersenger, Stipendiatin des schleswig-holsteinischen Künstlerhauses in der Otte Str. 1 zeigte zum Abschluss ihres Eckernförder Aufenthalts Bilder von Lieblingsorten der Bürger dieser Stadt. Über die EZ hatte sie nach solchen geheimnisvollen Plätzen gefragt und diese Orte besucht. Mit zarten Strichen wurde der Eindruck festgehalten. Zum Abschluss ihres zweimonatigen Stipendiums präsentierte die Künstlerin einige der entstandenen Arbeiten und Ausschnitte aus den Beschreibungen der Lieblingsorte des Publikums.

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29. 09. 2008 Neun Musiker, Videos und eine CD Unter dem Titel „Visuals“ wurde die Reihe Neue Musik mit dem Zyklus über Zeit fortgesetzt. Wie immer hatten auch diesmal die Musiker des ensemble reflexion K einiges vorbereitet, um ihren treuen Eckernförder Publikum Herausforderndes zu bieten. Mit den Videokünstlern Rolf Weißleder und Matthias Meyer und ihren künstlerischen Kurznotizen auf zwei rieseigen Monitoren wurden erstmals bewegte Bilder in das musikalische Geschehen integriert. Zu drei Stücken blinken kurze Filmsequenzen und einzelne, wie Fragmente anmutende Bilder auf. Teilweise war die Bildsprache in sehr kleine Häppchen zerlegt, so dass die volle Konzentration benötigt wurde um die kurzzeitige Informationen verarbeiten zu können. Konzentration, die aber auch die Musik benötigt hätte. Immerhin waren diesmal neun Musiker angereist um die hauptsächlich vom Eckernförder Komponisten Gerald Eckert stammenden Werke zum erklingen zu bringen. Die Stammbesetzung mit Beatrix Wagner (Flöten), Gerald Eckert (Cello), Eva Zöllner (Akkordeon) und Olaf Tzschoppe (Schlagzeug) sowie Eva Ingantjeva (Harfe) wurde ergänzt mit Katja Guedes (Sopran), Lenka Zupkova (Violine), Kirstin Maria Pientka (Viola) und John Eckhardt am Kontrabass. Die meisten Musiker sind nicht ganz zufällig auf der brandneuen CD von Gerald Eckert und dem ensemble reflexion K „Neos“ zu finden. Die CD wurde an diesem Abend erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert. Eckerts Werke „Studie über Nellie Sachs“ (2008), „Von Innen – Körnung“ (2003), „Nen VII“ (2007), „Schächte“ (2002) und Fäden „First Part“ konnten live erlebt und als Silberling mit nach Hause genommen werden. Das letzte Stück der CD wurde als Eröffnungsstück in der abgedunkelten Kirche gespielt. Die Musiker hatten ihre Aufstellung an verschiedenen Punkten in dem Klangraum Kirche eingenommen und spielten die Fäden sich einander zu und um und über das Publikum, wodurch eine besondere Hörsituation und ungemein sinnliche Atmosphäre entstand. Dem Namen des Stückes gerecht werdend, legten die Musiker die Fäden durch die Bänke der Zuhörer. Besonders auffallend, dass die Komposition auf diese besondere Hörsituation passte. Verklang ein Ton bei einem Instrument, wurde er bei einem anderen unmittelbar aufgefangen und weitergetragen. So entstand nie ein Gefühl der Leere oder des Nichts, es wurde immer ein “Faden“ gesponnen. Ergänzt wurden die von dem zahlreichen Publikum begeistert aufgenommenen Werke des Eckernförder Komponisten Gerald Eckert durch zwei weitere Werke. Vom Altmeister der Neuen Musik John Cage (1912-1992) erklang das Werk „Ryoanji“ von 1983 und der bereits in Eckernförde bekannte Komponist Elmir Mirzoev aus Aserbaidschan steuerte „Mumienportraits“ (2004) dazu. Elmir Mirzoev hat sein gewaltiges und sehr sinnlich wirkendes Klangebäude für das ensemble reflexion K komponiert. Nicht zuletzt die deutliche Präsenz der Werke von Gerald Eckert dürfte für den überaus guten Besuch des Konzertes gesorgt haben, auch die immer wieder überraschende thematische Regie ließ auch dieses Konzert zum mehrschichtigen Erlebnis werden. Neben der Videoinstallation sorgten die abgedunkelte Kirche und die Verteilung der Musiker auf den Kirchenraum für eine deutliche Sinnessteigerung. Der Klang und die inneren und äußeren Bilder strebten so wahrnehmbar zu einer Einheit. Das nächste musikalische Erlebnis innerhalb der Reihe wird am Freitag dem 29. November u.a. mit Werken von Messiaen zelebriert. (Markus Feuerstack)

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Fröhliches Musikfest für das grüne Haus Das Grüne Haus in Eckernförde ist ein wichtiger Anlaufpunkt für Jugendliche in Eckernförde. Mit dem Weltladen, in dem fair gehandelte Produkte angeboten werden, der Teestube und dem Internetkaffee und vielen bunten Veranstaltungen und Gruppen ist es einer der wenigen Plätze in der Ostseestadt bei denen Jugendliche willkommen sind und selbstbestimmtes Handeln erproben können. Ein Förderverein, der seinen Mitgliedsbeitrag bei einem Euro pro Monat beginnen lässt, versucht die kirchliche Einrichtung zu unterstützen und finanzielle über dem Wasser zu halten. Eine wichtige Aktion dabei ist das diesmal schon zum vierten Mal stattfindende Solidaritätskonzert in der St.-Nicolai-Kirche. Arne Leuschner, als universeller Ansprechpartner für das Grüne Haus und Markus Petersen, Vorsitzender des Fördervereins konnten durch ein buntes musikalisches Programm führen. Die wohl ältesten Freunde der Jugendeinrichtung dürfte die „Suhrbrook Family“ sein. Die Sänger der Elterngeneration unterstützen die jungen Menschen und ihr Domizil gerne, hatten sie sich in den 70iger Jahren aus ähnlichen Gründen zusammengefunden. Sie singen seither bewegende Folk und religiöse Songs, auch auf afrikanisch. Ernsthafte Konkurrenz bietet aber auch die Jugend und dort sogar eher die jüngste Generation: Die Sunshine Singers hatten sich seit dem letzten Jahr neu zusammen gefunden und zeigten äußerst überzeugend, das Gesang Jungen und Mädchen, aber auch Borby und Eckernförde verbindet. Der quicklebendige Chor gehört zur Borbyer Kirchengemeinde doch Jugend, Spielfreude und Solidarität waren schon immer gute Rezepte um scheinbare Grenzen zusprengen. Es steht zu hoffen, dass die hochmotiverte Gruppe mit ihrem begeisternden musikalischen Leiter Klaus Kaiser bald öfters in allen Stadteilen zu hören ist.Während in der Pause das zahlreiche Publikum (die Kirche fast ganz voll) den Stand des Grünen Hauses mit Weltladenprodukten umlagerte, steuerte der Konzertabend auf einen Höhepunkt zu: Das jugendliche Duo „Caldera“ mit Dominik Kessener und Benjamin Schulte spielte (und sang dazu) eigene Lieder auf zahlreichen Instrumenten. Als „experimentelle Liedermacher“ angekündigt, zeigten sie in ihren aufrechen, quicklebendigen und künstlerisch aufbereiteten Liedern jugendliche Weltsicht. „Wir werden alle in der Hölle stehen“ befürchteten sie anhand der alltäglichen Kalamitäten. Wie wenig Politiker mit ihren rituellen Geschwätz Jugendliche erreichen können, zeigte sich in dem Song „heute wird wieder gewählt“, der eine klare Absage für das Anliegen darstellt, immer jüngere Wähler zum absegnen von politischen Programmen heranzuziehen. Selbst surrealistisch anmutende eigene Werke und musikalisch perfekt aufbereitetes Liedgut gehörten zum Repertoire. Nicht endend wollender Applaus zeigte wie besonders das jüngere Publikum mit ihren Barden einverstanden war. Der Abschluss des gelungenen Abends machten die als „Green House Allstars & die Hökholz Horns“ angekündigte Gruppe, in der Markus Petersen ein fetziges Schlagzeug spielte. Zu den rockigen Klängen wurde von einigen Besuchern getanzt und die lockere Stimmung zeigte, dass allseits der Abend als ein vergnüglicher erlebt wurde. (fst) 2008

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Störrische Zeichnungen in der Frühstücksbühne Nach lange Pause zeigt Marianne Tralau mal wieder eigene Zeichnungen in der Galerie Frühstücksbühne in der St.-Nicolai-Str.. Ungewöhnlich ist es heute für einen modernen Künstler, Zeichnungen zu präsentieren. Diese nicht als Skizzen für auszuarbeitende Werke, sondern als Hauptwerk – das ist außergewöhnlich. Marianne Tralau hat über 50 Jahre an ihren Strich gearbeitet und präsentiert abstrakte Werke meist als Graphit auf präparierten Papier. In Serien zeigt sie, wie sie sich mit ihren Motiven anfreundet, sie variiert, sie spielen lässt und sie bis zur jener Grenze der Eskalation treib, die mit der Perfektion nah zusammen steht. Manchmal wagt sie den Schritt über diese abschließende Grenze, manchmal verweilt sie genüsslich davor. Deutlich ist diese spielerische Ernsthaftigkeit in der Hasenserie zu erleben. Ein Hase führt durch die Ausstellung, die diesmal nicht nur die Galerieräume umfasst, sondern sich auch über die Atelier- und Privaträume erstreckt. In jedem Raum begrüsst ein Hase die Betrachtenden, im Schlafzimmer gibt es einen kleinen, durchaus humoristischen Exkurs in das Wesen des Tieres in der Kunst: Tizian, Beuys, Paula Moderson-Becker und natürlich Albrecht Dürer sind als Tralausche Nachempfindungen zu erleben. Keine Frage: Die Grenze zwischen Karikatur und akribische Bildanalyse bleibt erlebbar. Die Spannungen die diesseits und jenseits von Grenzen entstehen und die damit verbundene Ängstlichkeit und Wollust, der Mut und die Schalkhaftigkeit spiegelt sich in den Bildern wieder. Während in der Küche Hammer und Sichel als bildhafte Symbole untersucht und abgehandelt werden, ereilt das selbe Schicksal einem inzwischen verfemten Symbol in einer „Giftkammer“. Dort mutieren Hakenkreuze weit jenseits der geschichtlich aufgeprägten Bedeutung, zwischen altgeschichtlicher Mythologie und unbefangener Experimentierlust. Da die Zeichnerin sich der Eigeninterpretation entzieht, liegt eine besondere Kladde aus, um die Kommentare der Besucher aufzunehmen. Neben vielen anderen in Serien geordneten Bildern sticht auch besonders die Reihe „Hans im Glück“ hervor. Es sind die einzigen Zeichnungen dieser Ausstellung bei denen sich zum Graphit auch Tusche gesellt und sie zeigen in besonders spannender Weise das Abstraktionsverständnis der Zeichnerin Marianne Tralau. Stets bleiben die Formen erkennbar, aber umfangreich reduziert auf mögliche Grundmotive. Die Phantasie des Betrachtenden wird zum Maß des Bildes. Sie ist nicht eingeschränkt durch umfangreiche Vorgaben, sondern darf und muss frei agieren um sich der Sinnhaftigkeit des Bildes zu nähern. Während der unbefangen sich Nähernde die anregende Leichtigkeit genießen kann und soll wird dem fachkundigen Besucher die ernsthaftige Qualität der durchgearbeiteten Striche berühren. Wenn auch selten geworden, hier gibt es die Zeichnung, die moderne Zeichnung noch, als selbständige Kunst. (fst)

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30. AUGUST 2008 Neue Perspektiven im Künstlerhaus Es ist eine schöne Tradition, dass die Künstler die im Schleswig-Holsteinischen Künstlerhaus als Stipendiaten Gast waren, zum Abschluss die Ergebnisse ihrer Arbeit präsentieren. Ina Weissflog hatte ein sechsmonatiges Stipendium in Eckernförde. Ina Weißflog, die zunächst Kunsterziehung, Germanistik und Französisch an der Universität Kiel studierte, widmete sich dann der freien Kunst, indem sie an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel studierte. Es folgte ein Auslandsstudienjahr in Nantes in Frankreich an der Ecole Régionale des Beaux Arts. Die Künstlerin stellt aus Fotografien „neue Räume“ her, in dem sie eine Unzahl verschiedener Bilder am Computer kombiniert und zu perspektivischen Kunstwerken verdichtet. Ihre Werke strahlen eine seltsam berührende Ästhetik aus und besonders, wenn dem Betrachter die fotografierte Umgebung bekannt ist, werden seh- und Erlebnisfähigkeiten neu gefordert. In Eckernförde sind einige neue Arbeiten entstanden, besonders thematisiert sie auch das Künstlerhaus. Ihre Arbeiten, die eine veränderte Totalübersicht über die abgebildeten Räume ermöglichen, allerdings mit einigen künstlerische freien Eingriffen in die vermeintliche Wirklichkeit beschreibt Ina Weissflog als „Lügen um der Wahrheit willen“. Oder auch als „subjektive poetische Wahrheiten“. Die Ausstellung „Ferien an der See“ war leider nur an einem Abend zu sehen, aber die nun ehemalige Stipendiatin plant für nächstes Jahr eine Ausstellung in Kiel. (fst) Fotos auf Wunsch von Ina Weißflog gelöscht

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13. AUGUST 2008 Internationale Künstler an Board Im Schleswig-Holsteinischen Künstlerhaus in der Ottestr. 1 sind Künstler aus Israel, Frankreich und Deutschland zeitweilig zu Hause. Carole Rivalin stammt aus Frankreich und arbeitet mit Installationen und Gestaltung von Raumflächen. Teilweise basieren ihre Raumobjekte auf eigenen Zeichnungen und wirken stark über Farben- und Formgebung. Die Künstlerin die in La Roche sur Yon wohnt, wurde von ihrem Bundesland ausgewählt in Schleswig-Holstein zu arbeiten und befindet sich schon seit Mitte Juli in Eckernförde. In Kiel möchte sie am Ende ihres zweimonatigen Stipendiums eine Ausstellung bestreiten.   Dina Shenhav wurde 1968 in Jerusalem geboren.1993 begann sie ihr Studium der Bildenden Kunst am Hamidrasha Art College Ramat Hasharon in Israel. Sie ist auf Einladung der Heinrich Böll Stiftung u.a. hier und beteiligt sich an den „Kulturwochen Nahost – radius of art“ in Kiel und Salzau. Die Ausstellungen werden Anfang November in Kiel präsentiert. Einen Monat verbringt Dina Shenhav mit ihrer Familie in Eckernförde und will sich in dieser Zeit mit der Ideenfindung für das radius Projekt beschäftigen. Ihre Werke aus dem Bereich bildender Kunst umfassen Bilder und Rauminstallationen.  Katy Feuersenger lebt und arbeitet in Düsseldorf als bildende Künstlerin. Sie gestaltet zeichnerische, teilweise textbasierte Werke. In Eckernförde sucht sie „besondere Orte“ und Plätze, die von hier lebenden Menschen als ihre Lieblingsbereiche erlebt werden. Von diesen Orten möchte sie sich inspirieren lassen und die so gewonnenen Eindrücke als Zeichnungen festhalten. Wer Vorschläge machen möchte und somit erleben, wie diese kreativ umgesetzt werden, schreibt per email an Katy Feuersenger unter kfeuersenger@yhaoo.com oder an das Künstlerhaus in der Ottestr. 1. (fst)

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10. 08. 2008 Zwischen Alpen und Ostsee Sommerkonzert der Reihe Neue Musik schuf Verbindungen. Marianne Tralaus Bild auf der Einladung zum diesjährigen Sommerkonzert der renommierten Reihe Neue Musik gab das Motto vor: Die Alpen spiegeln sich in der Ostsee. Genau diesen Bogen spannte das Ensemble Reflexion K mit einem umfassenden und durchaus auch sommerlich heiteren Programm. „Aus den Alpen“ umfasste nicht nur ernsthafte Werke gestandener Komponisten wie Georg Friedrich Haas (*1953), Bernhard Lang (*1957), Walter Zimmermann (*1949), Christian Wolf (*1934) und anderer, auch alpenländische Volksmusik. Die Walzer, Polka und Ländler spielten Beatrix Wagner (Flöten), Gerald Eckert (Cello) und Eva Zöllner (Akkordeon) zusammen mit dem Gast des Abends dem Zitterspieler Leopold Hurt nach Noten und klassisch konzentriert. Diese in diesem Zusammenhang etwas grotesk anmutende Tanzmusik kontrastierte großartig mit den virtuosen Einzelleistungen der ernsthaften Musik. Gleich vier Soli zeigten das wirkliche Können der Musiker. Gerald Eckerts Werk von 2006 „im Endlichen – dehnbar“ lies Eva Zöllner zu Hochform auffahren. Höchste Töne, schnelle Läufe und ausklingender Atem – Die markante Handschrift des Komponisten wurde durch die Interpreterin markant umgesetzt und begeistert aufgenommen. Ein rhythmisches Meisterwerk mit atemberaubendem Tempo zelebrierte Beatrix Wagner auf ihrer Flöte. Bernhard Langs „Schrift 1.2“ fordert nicht nur einen schnellen und anhaltenden Atem, auch konzentrierte Musikalität und einfühlsames Können. Die Eckernförder Musikerin zeigte wieder ein Mal, das schwierig wirkende Werke für sie keine wirkliche Hürde sein können. Gleich zwei Zitter-Soli bewiesen dass dieses Instrument die engen Grenzen der Volksmusik leicht zu sprengen vermag, wenn ein begnadeter Solist sich darauf ein lässt. In Walter Zimmermanns „Irrgarten“ von 1997 und Georg Friedrich Haas „ein Saitenspiel“ (2002) zeigte Leopold Hurt, dass er zu den Ausnahmemusikern gehört. Der Höhepunkt des Abends waren gleich zwei Ensemblestücke: Leopold Hurt komponierte „Aggregat“ 2005 für elektrisch verstärktes Cello und Zither nebst Tonband. Das Werk kam mit sehr viel Schwung daher und wirkte stellenweise genauso brachial wie genial. Es schien aber den Zeitgeist des Eckernförder Publikums getroffen zu haben, wie der lang anhaltende Applaus bewies. Gerald Eckerts bewegendes Werk von 2004 „Interferenz I“ ist für Flöte, elektrische Zither, Cello, Elektronik und Tonband ausgeführt. Das Ensemble spielte über den Kirchenraum verteilt – bei Eckerts Werken immer eine gute Entscheidung, denn das Spiel mit den oft nur seelisch wahrnehmbaren Tönen ist eine besondere Qualität des Eckernförder Komponisten.Sein Werk hat ein besonderen, seht tiefgehenden Charakter, es sollte unbedingt nochmals im Rahmen der Musikreihe wiederholt werden. Für das Sommerkonzert bildete es einen würdigen, gelungenen Abschluss dieses wunderbaren Konzertabends. Das nächste Konzert findet am Freitag den 26.09. wie immer in der St.-Nicolai-Kirche statt. (fst)

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Die Putzmacherin 4.4.2008 Eine schlanke und hübsche junge Frau steht auf der Treppe des alten Rathauses von Eckernförde und lässt sich fotografieren. Auffallend ist der elegante und extravagante Hut, der die Blicke der vorbeieilenden auf sich zieht. 24 Jahre ist Sara Mari Meiburg-Aaholm jung. Sie wurde in Norwegen geboren und lebte bis zum Jahr 2000 in Norwegen und Südafrika. Dann zog sie zu ihrer Mutter nach Eckernförde und besuchte die Waldorfschule. Da sie sich noch nicht wirklich in der deutschen Sprache heimisch fühlte machte sie in der 12 Klasse den Hauptschulabschluss. Ein freiwilliges soziales Jahr in einem Eckernförder Altenheim halfen ihr über die letzten Sprachhürden. Die Berufswahl fiel ihr sichtbar schwer. „Meine Interessen galten Handwerklichen Berufen, aber welches Handwerk und wie an einen Ausbildungsplatz kommen?“ berichtet Sara im Gespräch. Ausbildungsplätze zur Schusterin gab es keine, sie ging vorübergehend nach Dänemark an eine Sporthochschule. Eine Freundin erzählte von einer Firma in Kiel die einen Ausbildungsplatz als Modistin anbot. Sara nahm sofort Kontakt auf und arbeitet zwei Tage zur Probe. Sie bekam den ersehnten Ausbildungsplatz. Drei Jahre Ausbildung zur Modistin? Was ist das eigentlich für ein Beruf?Modistin – ist ein zusammengelegter Beruf. Früher gab es Putzmacherinnen und Hutmacherinnen, die sich mit der Verschönerung der Kleidung der eleganten Damenwelt beschäftigten. Während die Putzmacherin die Kleider der Schneider durch raffinierte Details verfeinerte, sorgte die Hutmacherin für eigenwillige und auf die Persönlichkeit der Trägerin abgestimmte Kopfbedeckungen. Heute ist aus den beiden Berufen die Modistin entstanden, deren Schwerpunkt aber bei der Herstellung individueller Hüte liegt. Außer handwerklichem Können, Einfühlungsvermögen in die Kundinnen und einem erlesenen Geschmack ist auch noch künstlerischer Sachverstand vonnöten, damit die elegante Dame von Welt sich in ihrer Garderobe sicher fühlt und den gewünschten Auftritt sicher und stolz bestehen kann.Während Hutmacher ein eher Männer dominierter Beruf war und ist, sind Putzmacherinnen und Modistinnen meist weiblich. Inzwischen gibt es nur wenige Gestalterinnen in diesen Fächern. Oder wie Sara es ausdrückt: „Mit der Dauerwelle ist der Hut fast ausgestorben.“ Aber die großen Feste des Lebens werden auch heute noch oft von Modistinnen mitgestaltet. Bei Hochzeiten, Trauerfeiern und besonderen Anlässen lassen sich die Damen gerne beraten und „aufputzen“. „Es gibt immer noch Menschen die auf besondere Qualität wert legen“ weiß Sara, die in ihrer Ausbildung lernte die Kundenwünsche zu verstehen und in eigene Kreationen umzusetzen. Sie lernte die Grundlagen kennen, wie Filze, Stroh und genähte Kopfbedeckungen und auch die Haare aufregend zu stecken. Wichtig war auch, dass sie bereits in der Schule zeichnen gelernt hatte. Schließlich sollten die Kunden ja vor der aufwendigen Herstellung des neuen Kleidungsstückes bereits eine Ahnung von dem zukünftigen Aussehen bekommen. Vor ihrem Abschluss war ihr schon etwas bange, aber mit großer Bravour meisterte sie diese Hürde. Sie wurde mit ihren Selbstentworfenen Modellhüten Landessiegerin und auch auf Bundesebene konnte sie den zweiten Platz erobern. Reichlich belohnt wurde ihr kreatives Engagement mit Urkunde, Silberteller, Geld und einem Stipendium für einen möglichen Meisterkurs. Aber soweit ist die Preisträgerin noch nicht. Erst einmal ging es zum Wandern nach Kanada – schon von klein auf ist …

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Grosse Kleinkunst auf kleiner Bühne Am vergangenen Wochenende stellte sich das „Figurentheater im Kabuff“ der Öffentlichkeit vor. Geladene Gäste aus der Kulturszene sowie viele Kinder feierten gemeinsam mit der Puppenspielerin Cordula Thonett und einem bunten Programm die Gründung des Puppentheaters und –Atelier in der Rendsburger Strasse 100. Cordula Thonett ist in Eckernförde schon während der Kreistheatertage und des Piratenspektakels als Figurenspielerin und Puppenbauerin in Erscheinung getreten. Auch ihre Bemühungen den Karneval aus ihrer Heimat Köln in Eckerförde heimisch zu machen fanden viel positive Resonanz. Mit einem witzigen und bunten Programm weihte sie nun ihre neue Wirkungsstätte ein. Am Nachmittag bauten zahlreiche Kinder Stabpuppen aus Kochlöffeln und konnten unter professioneller Anleitung gleich damit improvisierte Stücke aufführen. Gegen 18 Uhr begrüßte Eckernfördes Kulturbeauftragter Sven Wlassack die zahlreichen Gäste, die sich dicht gedrängt in den intimen Zuschauerraum versammelt hatten. Öfters unterbrochen von dem Manager des Theaters, Mr. Mereuro. Der Manager, eine der neuen Kreationen der umtriebigen Cordula Thonett, hatte seinen ersten Auftritt und wirkte noch etwas nervös. Kein Wunder, ist er doch das jüngste Kind in der zahlreichen Puppenfamilie der neu geschaffenen Experimentierbühne. Wlassack würdigte Cordula Thonetts künstlerischen Lebenslauf mit Stationen in Irland, Portugal und Köln. Als Schöpferin kreativer Figuren war sie im rheinischen eine gefragte Puppenbauerin und hat und anderem für das Fernsehen die Figuren von „Berni und Ert“ erstellt. Ihre erste Wirkungsstätte in Köln war eine Abstellkammer – für Zuschauer und Akteure gab es insgesamt 12m2 Aktionsflächen. Jetzt hat sie in der Rendsburgerstraße nach einem halben Jahr Umbauzeit eine Probenbühne mit ca. 50m2, in der 30-50 Zuschauer unterkommen können. Zur Eröffnung stellten sich einige Puppen vor. Beeindruckend war der zweiköpfige Drache. Jakopp und Neinkopp liegen ständig im Streit miteinander und können doch nur gemeinsam agieren. Die als ältere Dame mit sehr losem Mundwerk und viel überschäumender Lebensfreude bereits bekannte Clara Korn zeigte ihre gesanglichen Qualitäten, nachdem sie ihre Puppenführerin hinter den Vorhang verbannt hatte und Ersie Das eröffnete sein „Scheinamt“ und verteilte Narrenscheine. Musikalisch hatten begabte junge Künstler beeindruckende Leistungen zur Eröffnung zu präsentieren. Mila Thonett (13) debütierte als Gesangssolistin, und Ruben Beier zeigte mit Bodyperkussion, das Klangerlebniss und Tanz zu einer perfekten und gekonnten Synthese zusammen kommen können. Dominik Kessener und Benjamin Schulte, als Duo Caldera beeindruckend mit eigenen und übernommenen Liedern. Ihre Musik, die von mitreißender Spielfreude und hohem künstlerischen Vermögen zeugte begeisterte das Publikum sichtlich. Dieses wurde allerdings auch hin und wieder deutlich verunsichert, da Gabriele Pahms vollkommen mit ihrer Rolle als Journalistin Frau Pams verwachsen, zeigte, dass der lokalen Presse eigentlich die volle Aufmerksamkeit einer Veranstaltung gebühre. In jeder kleinen Umbaupause wurde das Publikum mit Interviews und Fotoaufstellen beschäftigt. Cordula Thonett wird in ihrer neuen Wirkungsstätte nicht nur ihr bewährtes Suchtstück präsentieren sonder auch allein und mit Interessierten Puppen bauen. Neue Stücke, die sie gerne auch über schwierige Themen entwickeln sollen hier Premiere feiern und sie überlegt eine kleine Spielergruppe aufzubauen und Kooperationen mit sozialen und kirchlichen Einrichtungen anzustreben. Weiterhin steht sie aber auch für Auftritte bei Kindergeburtstagen und Aktionen bei den Poratentagen außer Haus zu Verfügung. …

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„Sinnflut“ auf dem Rathausmarkt Für zufällige Passanten war am Sonnabend das Bild auf dem Rathausmarkt sehr überraschend: Um eine Bühne auf der verschiedene „Psychedelische Bands“ spielten gruppierten sich bunte Scharen von meist jugendlichen Besuchern. Ein normales Konzert konnte dies wohl kaum sein, denn selbst die Bühne zeigte eher Wohnzimmercharakter mit Zierpflanzen und bunten Transparenten, ohne jede werbende Aussage. Dafür war im Publikumsbereich ein „Outdoor Wohnzimmer“ aufgebaut, auf verschiedenen Sofas und Sesseln konnte entspannt den Klängen der drei Bands gelauscht werden und in den Umbaupausen fanden angeregte Gespräche zwischen jung und alt statt. Stände vom grünen Haus und Amarylis mit Mineralien boten ein bescheidenes Angebot mit alternativen Waren an, und nur ein Bierverkaufstand sorgte für Erquickung zu ungewöhnlich zivilen Preisen. Das Rätsel der Veranstaltung wurde auf bunten Plakaten gelöst: Unter dem Titel „Sinnflut“ hat ein sich neu gründender Verein von jüngeren Menschen ein erstes Fest in der Innenstadt organisiert. „Wir wollten eine Mischung aus Konzert und Straßenfest machen“ erzählt einer der Organisatoren. Bereits seit dem Herbst 2007 versuchten die jungen Menschen, die durchgängig unter 25 Jahre alt sind, eine Kulturveranstaltung in Eckernförde für Ihresgleichen zu organisieren. Vielfältig und scheinbar unüberwindlich schienen die bürokratischen Hürden. Die Idee, auf einer Demonstration den fehlenden Freiraum für Jugendkultur in unserer Stadt zu beklagen, ließen sie schnell wieder fallen: „Wir wollten uns nicht negativ abgrenzen, sondern zeigen, dass wir mit viel Phantasie und guten Ideen eigenes auf die Beine stellen können. „ erzählt Finn Mayeres. Also suchten sie weiter das Gespräch mit den Verantwortlichen der Stadt. Mit dem Kulturbeauftragten und dem Bürgermeister fanden sie Mitstreiter, die grundsätzlich ein offenes Ohr auch für Jugendbelange haben. „Wir wollten den Jugendlichen eine Gelegenheit geben, auch mal ihre eigenen Vorstellungen zu realisieren“ formuliert es Sven Wlassack. So wurde aus dem geplanten größeren Festival erstmal ein Straßenfest mit Konzert. Auch für das leibliche Wohl wurde durch einen jungen Koch gesorgt, Kinder jeglichen Alters konnten sich schminken lassen und die vielen Ordner suchten vergeblich nach Problemen. Die Organisatoren zeigten deutliches Interesse die Auflagen pünktlich einzuhalten. Punkt zehn bedankten sie sich beim Publikum dass das frühe Ende geduldig hinnahm und unmittelbar nach Ende des Programms bereits mit dem Einsammeln vom Müll begann. Natürlich zeigten auch einige Anwohner Unmut, fanden, die Musik zu laut und sicherlich auch zu fremd. Es bleibt so die Frage offen, ob Eckernförde groß und offen genug ist, auch zukünftig Veranstaltungen jenseits von Mainstream und Kommerz zu ermöglichen. Für die jugendlichen Organisatoren, die anschließend sichtbar geschafft aber auch ein bisschen stolz wirkten, keine Frage: „Wir haben noch viele phantasievolle Ideen für Veranstaltungen in unserer Stadt, für Jugendliche und den Dialog Jung und Älter“ (fst)

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Liliom – Theater in der Waldorfschule Am Mittwoch, Freitag und Sonnabend jeweils um 20 Uhr spielt die 12. Klasse der Waldorfschule das Theaterstück „Liliom“ von dem ungarischen Dramatiker Ferenc Molnár. Traditionell zum Ende der gemeinsamen Schulzeit üben die Waldorfschüler ein so genanntes Klassenspiel gemeinsam ein. Die Wahl der Klasse fiel auf ein Werk das eine sehr wechselvolle Aufführungsgeschichte hinter sich hat. Die Geschichte des leichtlebigen Lilion, der als Ausrufer eine Karussells in einem Vergnügungspark arbeitet und ein Verhältnis mit seiner Chefin hat, war bei seiner Uraufführung 1909 kein großer Erfolg. Auch die deutsche Erstaufführung 1912 in Berlin nach der Übersetzung von Alfred Polgar blieb erfolglos. Erst als das Werk von Polgar den österreichischen „Prater-Verhältnissen“ angepasst wurde und es 1913 in Wien Premiere feierte, wurde es zu einem weltweiten Erfolg und wurde in der Folge von Berlin über Amsterdam und von London bis New York gespielt. Der italienische Opernkomponist Giacomo Puccini bemühte sich darum aus dem Theaterstück eine Oper machen zu können, bekam aber eine Absage von Molnár. Inzwischen ist die Geschichte von dem Draufgänger Liliom, der aus Liebe zu seiner Frau einen Raubmord plant und sich der Verhaftung auf eine sehr eigenwillige Weise entzieht mehrfach verfilmt worden und feierte auch als Musical „Carousel“ Erfolge. Die Schüler haben den Inhalt, der sich um den Umgang mit Gefühlen und einer ungewohnten Behandlung von Gut und Böse dreht, behutsam genähert. In sehr sicherer Handhabung der künstlerischen Qualitäten lassen weder die großen moralischen Fragen, noch den feinen, manchmal auch fast grotesken Humor platt werden, sondern halten Urteile zurück und binden so den Zuschauer als urteilende Instanz lebendig in das Geschehen ein. Durch diese Inszenierung bekommt Molnárs Werk aus vergangenen Zeiten einen ständigen aktuellen Bezug, die seelischen Qualitäten der teilweise großen Lebensfragen sind deutlich, aber niemals abschließend herausgearbeitet. Dem interessierten Publikum sei empfohlen zwei aufeinanderfolgende Vorstellungen zu besuchen, da die umfangreicheren Rollen alle doppelt besetzt wurden und so unterschiedliche Feinheiten aufweisen. Bei beiden Besetzungen begeistern der freie Umgang mit den Sinnfragen und der Verzicht auf platte und wirkungsvolle Elemente zu Gunsten der Entscheidungskompetenz der Zuschauenden. (fst)

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Chinesische Zeichen im Kaffeehaus Eckernförde 2008-06-29 Großmeister der Kunst aus China in Reproduktionen und im Originalen schmücken die Wände des stilvollen Kaffees der Familie Heldt in der Nicolaistrasse. Falko Windhaus, der nächste Woche in seiner Galerie66 eine große Ausstellung mit dem chinesischen Meister Hao Xiaoshi zeigen wird, dekorierte die Wände im gemütlichen vorderen Raum neu. Die Exponate, Bilder mit kaligraphischen Schriftzeichen, natur- und Menschenmotiven und chinesische Bücher in Laparello-Faltung, stammen aus den Sammlungen von Wei Qian und Peter Jochimsen. Einige Bilder sind zugunsten des Baumhausprojektes verkäuflich. Die chinesische Malerei, oft in Tusche ausgeführt, ist für die deutschen Betrachter oft sehr rätselhaft. Die chinesischen Künstler haben traditionell einen starken Bezug zur Natur. Gerne vermengen sie literarische Elemente, wie besondere Gedichte mit ihren Bildern oder Kalligraphien. Gerade die Buchstaben, oder besser Schriftzeichen haben eine hohe ästhetische Ausstrahlung. Die oft traditionellen Gedichte sind auch für heutige Chinesen nur mit Mühen oder gar nicht zu lesen. Die Bilder, und auch besonders die ausgestellten Plastiken haben vielfach Symbolgehalt und sollen ihren Besitzern Reichtum oder Glück sichern. Praktische alle Bilder sind mit Stempeln signiert. Dem Kundigen erschließt sich daraus der Urheber, die Region seiner Tätigkeit und die Zeit der Entstehung. Solche Stempel, die als kleine Plastiken gestaltet wurden, werden ab nächsten Sonnabend in der Ausstellung in der Galerie66 auf dem Baltic Sea International Campus zu sehen sein. Wer lieber europäische Bilder betrachten will, sei auf den hinteren Raum im Kaffeehaus Heldt verwiesen. Dort hängen einige Katzenbilder von Falko, darunter auch Werke, die erst dieses Jahr entstanden sind. Eine Fundgrube von selteneren Werken für die Freunde des Eckernförder Künstlers. (fst)Großmeister der Kunst aus China in Reproduktionen und im Originalen schmücken dieWände des stilvollen Kaffees der Familie Heldt in der Nicolaistrasse.Falko Windhaus, der nächste Woche in seiner Galerie66 eine große Ausstellung mit demchinesischen Meister Hao Xiaoshi zeigen wird, dekorierte die Wände im gemütlichenvorderen Raum neu. Die Exponate, Bilder mit kaligraphischen Schriftzeichen, natur- undMenschenmotiven und chinesische Bücher in Laparello-Faltung, stammen aus denSammlungen von Wei Qian und Peter Jochimsen. Einige Bilder sind zugunsten desBaumhausprojektes verkäuflich. Die chinesische Malerei, oft in Tusche ausgeführt, ist für diedeutschen Betrachter oft sehr rätselhaft. Die chinesischen Künstler haben traditionell einenstarken Bezug zur Natur. Gerne vermengen sie literarische Elemente, wie besondereGedichte mit ihren Bildern oder Kalligraphien. Gerade die Buchstaben, oder besserSchriftzeichen haben eine hohe ästhetische Ausstrahlung. Die oft traditionellen Gedichtesind auch für heutige Chinesen nur mit Mühen oder gar nicht zu lesen. Die Bilder, und auchbesonders die ausgestellten Plastiken haben vielfach Symbolgehalt und sollen ihrenBesitzern Reichtum oder Glück sichern. Praktische alle Bilder sind mit Stempeln signiert.Dem Kundigen erschließt sich daraus der Urheber, die Region seiner Tätigkeit und die Zeitder Entstehung. Solche Stempel, die als kleine Plastiken gestaltet wurden, werden abnächsten Sonnabend in der Ausstellung in der Galerie66 auf dem Baltic Sea InternationalCampus zu sehen sein. Wer lieber europäische Bilder betrachten will, sei auf den hinterenRaum im Kaffeehaus Heldt verwiesen. Dort hängen einige Katzenbilder von Falko, darunterauch Werke, die erst dieses Jahr entstanden sind. Eine Fundgrube von selteneren Werkenfür die Freunde des Eckernförder Künstlers. (fst)

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Warum die Sprotte golden wird. Schauräuchern des Altstadtvereins in der historischen Räucherei Büll. Punkt 11 Uhr schaut Räuchermeister Hartmann Hesse mit strengen Blick auf die Uhr. „So jetzt!“. Bevor die goldenen Sprotten vor den Augen des dichtdrängenden Publikums aus dem Altonaer Räucherofen gezogen wurden, haben Hartmann Hesse, Dirk Löffler, Ulf Ratje und der zwölfjährige Oliver Löffler bereits seit über einer Stunde die ehemaligen Silberlinge betreut. Dr. Dirk Löffler, leidenschaftlicher Räucherer, erklärte in einem kleinen Vortrag den historischen Hintergrund, dieses für Eckernförde ehedem so wichtigen Handwerks. Mitte des 19. Jahrhundert war Eckernförde der bedeutendste Fischerort an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste. Die silbernen Breitlingen (lat.: Sprattus- Sprattus) werden 10 – 15 cm lang. Ihre Fangsaison geht von Oktober bis April. Echte „Kieler“ Sprotten müssen übrigens aus der Kieler Bucht zwischen Femarn und Schwansenküste, stammen. Um 1900 wurden die Fänge dann meist in einer der 30 Räuchereien von Eckernförde gebracht. Durch das Räuchern wurden (und werden) die kleinen Fische konserviert – das Räuchern ist eines der ältesten Verfahren zur Haltbarmachung von Lebensmitteln. Die einheimischen Laubholzsorten Erle und Buchenholz werden als Späne verfeuert und entziehen den Fischen ca. 10-40% des Wassergehaltes.   Der Rahmen mit den goldschimmernden Fischlein wird fast andächtig aus dem Ofen gezogen. Dichte Schwaden würzigen Rauchs geben ein anheimelndes Ambiente, es riecht nach Lagerfeuer. Das Publikum, neben Touristen überraschend viele älter Einheimische, die solche Vorgänge wohl noch in ihrer Jugend miterleben konnten, folgt gespannt und fast lautlos. Zwei Rahmen mit rund 860 echt Eckernförder Sprotten wurden heute geräuchert. Zehnstückweise werden die Fische in Butterbrotpapier und älteren Exemplaren der Eckernförder Zeitung verpackt und von den anwesenden Genießern gerne gekauft. Viele nutzen die Gelegenheit und machen es sich bequem. Zu den Fischen gibt es würziges dunkles Brot, für eine gute Flasche Bier ist auch gesorgt. Dirk Löffler führt immer wieder vor, wie die Fische verzehrt werden: Kopf ab, Schwanz ab, ein sanfter Druck auf den fest geräucherten Bau und mit eine geschickten Bewegung wird die Hauptgeräte entfernt.   Und die goldene Farbe? Auch hier weiß der gelehrte Räucherer Dirk Löffler die richtige Antwort: Russpartikel in dem rund 80 Grad heißen Rauch verfärben die Fische golden. „In Eckernför dar hebbt wi’t rut ut Sülwer Gold to maken.“   Das nächste öffentliche Schauräuchern des Altstadtvereins findet am 12. Juli in der Räucherei Büll in der Fischerstr. 25 in der Altstadt statt. (fst)

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Farbe und Licht Treppenhausgalerie im Modehaus Mohr unter neuer Regie. Eckernförde Eine neue Ausstellung ist im Modehaus Mohr in der Kieler Str. 16 zu sehen. Rainer Rudzynski zeigt abstrakte Bilder voller Farben und Licht, die sich mit den christlichen Jahresfesten und Lichträumen beschäftigen. Der 1961 in Bochum geborene Künstler ist als Pädagoge in Hagen / Westfalen tätig. Seine lichtdurchfluteteten Bilder passen sich wunderbar in das markante Treppenhaus des Modehauses Mohr ein. Diese kleine Galerie, der Konzept Ausstellungen von lokalen Künstlern und aufstrebenden Künstlern einschließt ist mit Ausstellung in die Regie von Friedhelm Scholz übergegangen. Zwölf Jahre lang wurden die wechselnden Ausstellungen von dem bekannten Eckernförder Künstler und Galeristen Falko Windhaus betreut, der sich jetzt ganz auf die neue Galerie 66 im Baltic Sea International Campus konzentrieren wird. Friedhelm Scholz, der als Architekt, Maler und Plastizierer bisher tätig war. Scholz betreibt in Thumby die Galerie GangArt. Scholz will die Treppenhausgalerie im Sinne seines Vorgängers weiter führen. Die Werke von Rainer Rudzynski sind zu den bekannten Ladenöffnungszeiten im Modehaus Mohr in der Kieler Str. 16 für Jedermann zu sehen. (fst)

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27. 05 2008 Zeit pur – Neue Musik definiert Klangzeit Eckernförde Dass sich zeitgenössische Komponisten und ihre Interpreten mit Zeit auseinandersetzen, dürfte logisch sein. So steht auch der komplette Jahreszyklus des „Ensemble Reflexion K“ unter dem Thema „Über Zeit“. Bei dem zweiten Konzert der Reihe in diesem Jahr sorgte der Untertitel „Dämmerung“ (Twilight) für das begriffliche Finetuning. Beatrix Wagner (Flöten) und Gerald Eckert (Cello und Perkussion) hatten auch diesmal wieder eine neue Zusammenstellung des flexibel sich zusammensetzenden Ensembles präsentiert. Eckernfördes Kirchenmusikdirektorin und Organistin Katja Kanowski (Stimme) ist schön öfters in dieser Musikreihe aufgetreten, genau wie die Akkordeonistin Eva Zöllner, die zur Stammbesetzung zählt. Neu und erstmalig wurden auch Blasinstrumente eingesetzt: Joachim Striepens glänzte mit den vielschichtigen Klangmöglichkeiten einer Klarinette und Andreas Roth gelang es eindrucksvoll zu beweisen, dass auch die Posaune aus der neuen Musik nicht wegzudenken ist. Das Programm umfasste sieben Kompositionen von verschiedenen Komponisten, wobei „Eckernfördes Hauskomponist“ Gerald Eckert leider diesmal nicht mit vertreten war. Auffallend sind immer Solodarbietungen, da Komposition, Instrument und Interpret sich in einer wahrnehmbaren Dichte besonders präsentieren. In Valerio Sannicandros (*1971) Werk von 2001 „Apogeo / Ipogeo“ für Posaune solo wurde dies besonders deutlich. Das Musikstück lotet die verschiedensten und ungewöhnlichsten Spieltechniken des Blechinstruments umfassend aus und zeigte nicht nur das Können des Interpreten, sondern auch den originellen Ideenansatz des Komponisten. Obwohl durchgehend dramatisch und teilweise auch sensationell in der Zusammenstellung der Einzelklänge, blieb das Werk in der Stimmung geschlossen. Beatrix Wagner als führende Flötistin im Genre der Neuen Musik konnte ihr ganzes Können, Wissen und musikalisches Einfühlungsvermögen in dem virtuosen Stück „Finale“, das Georg Friedrich Haas (*1953) 2004 komponierte, darlegen. Natürlich gelang es der Eckernförder Ausnahmemusikerin eindrucksvoll, die starke Räumlichkeit des Kirchenschiffes in ihre Interpretation einzubauen und so einen nachhaltigen Eindruck beim Publikum zu erwecken und so die Aufführung zu einem Erlebnis werden zu lassen. Als ein weiteres, durch das Ensemble (ohne Klarinette und Posaune) interpretiertes Klangereignis wurde das Werk von Klaus Lang (*1971) „The forest of frost II“ (1997) aufgenommen. In der nachfolgenden Pause drehten sich fast alle Gespräche über die gerade erlebten 27 Minuten. Bereits im Bühnenaufbau deutete die breite Anordnung auf eine Besonderheit hin. Weit vor dem Altarraum verteilt und auseinandergezogen platzierten sich Gerald Eckert (Schlagwerk und Cello), Katja Kanowski (Stimme), Beatrix Wagner (Flöte) und Eva Zöllner (Akkordeon). Fast statisch, kaum in der Tonhöhe schwankend oder diese modifizierend ertönte ein faszinierender Klangteppich von ungeheuerer Dichte, der direkt in die inneren Schichten des äußerst konzentrierten Publikums vordrang. Gerald Eckert wies in seiner Einführung ausdrücklich darauf hin, dass es die Zuhörer seien, die das Werk mit Leben zu füllen hätten und genau so berichtete das Publikum dann von sehr unterschiedlichen, aber immer eindrücklichen Erlebnissen mit diesem Stück. Der Österreichische Komponist Lang ist auch Kirchenmusiker – vielleicht passte gerade deshalb dieser Wald aus Klang so passgenau in den Aufführungsort. Die nächste Veranstaltung dieser besonderen Reihe mit Werken der Neuen Musik wird als Sommerkonzert am 9.8. um 21 Uhr sich unter anderen auch mit „alpenländischer Volksmusik“ beschäftigen. Markus Feuerstack

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Wachwechsel und markante Ausstellung Eckernförde Im Modehaus Mohr ist seit 12 Jahren eher unscheinbar und stille eine Galerie integriert. Seit 12 Jahre betreute der Maler Falko Windhaus diesen Kunstort und organisierte Ausstellungen mit bekannten und aufstrebenden Künstlern aus der Region. Jetzt präsentiert Falko mit einer Werkschau von Marc Burkert eine letzte Ausstellung als Galerist in der Kieler Strasse. Die Bilder des jugendlichen Künstlers aus Lübeck sind kein Schlusspunkt, sondern ein Übergang: Mit Friedhelm Scholz wurde ein Nachfolger gefunden der die Treppenhausgalerie mit dem selben Ansatz weiterführen möchte.12 Jahre betreute Falko Windhaus die Galerie in der Innenstadt, deren Besonderheiten ins Augefallen: Eher unauffällig in das lichtdurchflutete Treppenhaus des Modehauses Mohr integriert, gab es keine Eröffnungen und kein Sekt. In einen vorgegebenen Reigen von Rahmen konnten Künstler ihre Werke präsentieren. Die von Falko gezeigten Werke waren sowohl von lokal bekannten Größen, aber auch von Newcomern und hochstrebenden jugendlichen Gestaltern. So stellten in der Treppenhausgalerie aus: Hannes Harrs, Holger Späth, Inge Zorn, Marianne Tralau, Werner Tippel, Michael Essig, Christian Köhn, Monika Breustedt, Paul Nennecke und viele andere. Falko Windhaus zieht sich als Galerist nicht in das Privatleben zurück, sondern hat mit der „Galerie 66“ auf dem Baltic Sea International Campus (BSIC) eine neue, größere Herausforderung übernommen, der er sich ganz widmen möchte. Sein Nachfolger wird Friedhelm Scholz, der als Architekt, Maler und Plastizierer bisher tätig war. Scholz betreibt in Thumby die Galerie GangArt und will ganz in das bisherige Konzept der Treppenhausgalerie einsteigen: „Es sollen weiterhin regionale Künstler präsentiert werden, die besondere Aspekte ihres Werkes zeigen wollen und aufstrebende jüngere Menschen die das Potential ihres kreativen Schaffens der Öffentlichkeit vorführen möchten.“ Fasst Friedhelm Scholz das Konzept zusammen. Gerade für solche Bereiche ist der unaufdringliche Kunstort Treppenhausgalerie Mohr ideal und verfügt über eine umfassende Öffnungszeit. Bereits zum 700jährigen Stadtjubiläum präsentierte der damals 20jährige eine Vielzahl von Fotografien in der Treppenhausgalerie. Diesmal sind außer einigen aussagestarken schwarz-weiß Fotografien hauptsächlich freie Werke in Mischtechnik zu erleben, in den farbliche Eindrücke mit scheinbarer Leichtigkeit beeindrucken. Dabei wird eine Collagetechnik verwendet die Acryl, Tempera, Farbstifte und Stempel vereint. Die diesmal ausgestellten Fotos des in Eckernförde aufgewachsenen Architekturstudenten entstanden in Nicka / Andalusien. Die Treppenhausgalerie im Modehaus Mohr in der Kieler Str. 16 ist jeweils zu den üblichen Geschäftszeiten zu besichtigen. (fst)

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Altstadtverein – ein erfolgreiches Jahr Eckenrförde Viel hatte Katharina Mahrt die Vorsitzende des Altstadtvereins auf der Jahreshauptversammlung des Altstadtvereins zu berichten. Klarer Höhepunkt: Das Altstadtfest, dass seine dritte Runde erfolgreich absolvierte, obwohl das Wetter nur bedingt gut war. Viele Handwerke beteiligten sich an den nicht kommerziellen Fest rund um die Gudewerdtstrasse und den Rosengang. Infotafeln erzählten von den anliegenden Häusern, ihren ehemaligen Bewohnern und ihrer Geschichte. Viele Musiker und Vereine aus Eckernförde beteiligten sich mit Aktionen und Unterhaltung uns nicht zuletzt die Bewohner der Altstadt beteiligten sich lebhaft und nutzten die Gelegenheit ihre Hobbys zu präsentieren. Selbst finanziell konnte der Altstadtverein dieses große Projekt erfolgreich absolvieren, dank der vielen Spenden von Einwohnern, Firmen und der Unterstützung durch die Stadt. Aber nicht nur gefeiert wurde im letzten Jahr. Ein erstes Gespräch mit dem Bürgermeister Jörg Sibbel zeigte im Frühjahr Kooperationsbereitschaft. Sorgen bereitete dem Altstadtverein der Zerfall der oberen Stockwerke des Rundsilos und die Pläne für den Kirchenvorplatz. Die Mitwirkung an dem Rahmenplan für Eckernförde fand Katharina Mahrt auch erfolgreich. Viele der Anregungen des lebendigen Vereins wurden aufgegriffen. Ein besonderes Anliegen und mit eines der Gründe warum sich der Altstadtverein in Jahre 2000 gegründet hatte, ist die Schaffung eines Räuchereimuseums. Inzwischen ist das Projekt in eine erste Phase getreten und wird bei der Politik und der Verwaltung beraten. (Die EZ berichtete) Der Altstadtverein plant einen Förderverein zu gründen, der besonders auch Spenden und Fördergelder einwerben soll. Auf Wunsch der Anwohner der Langebrückstrasse nahm der Altstadtverein im September an einer Einwohnerversammlung teil. Doch die Präsentation der Umgestaltungsentwürfe zeigte nur bereits beschlossene und unveränderliche Umbaumaßnahmen. Der Verein unterstützte die Gründung der Aktivregion und die Bürgerinitiative die sich mit der Umgestaltung des Kirchplatzes beschäftigt. Besonders erfreut war man, dass in den Flächennutzungsplan für die Hafenspitze viele der Ideen und Anregungen des Altstadtvereins eingeflossen sind. Eine Liste der besonders schützenswerten Häuser im Altstadtbereich konnte im vergangenen Jahr erstellt werden. Eine Broschüre dazu, mit einer Auflage von nur drei Exemplaren, wird demnächst der Stadtverwaltung und dem Denkmalamt übergeben. Dieses arbeitet zur Zeit an einem Denkmalkataster für Eckernförde und die Anregungen des Altstadtvereins sollen dort einfließen. Nebenbei hatte die Arbeitsgruppe die dieses Thema vertiefte einen kompletten Foto- und Beschreibungskatalog der Eckernförder Altstadt aufgenommen. Später dürften diese Unterlagen einiges historische Interesse wachrufen Momentan trifft sich die Arbeitsgruppe Räuchereimuseum regelmäßig, um dieses für den Verein so wichtige Thema auf zu arbeiten. Die Regularien des Vereins wurden schnell abgehandelt. Die Finanzen sind gesund und solide. Gewählt wurde nur ein neuer Protokollführer. Für Marianne Tralau, die dieses Amt abgab, wurde Jörg Lüttjohann gewählt. Auch Stellvertreter für den Beirat wurden gewählt, damit die Vorstandsarbeit breiter gefächert werden kann. Der Verein will sich im laufenden Jahr mit Initiativen ähnlicher Art in anderen Städten zum Erfahrungsaustausch treffen. Und natürlich die Idee des Räuchereimuseums im Schnittersgang zur Realisierung vorantreiben. Auch sind Faltblätter in Arbeit zur Stadtgeschichte. An Ideen fehlt es dem Verein nicht, so wird überlegt, ob man einen Stadtdenker, ähnlich wie in Flensburg, in Eckernförde realisieren kann. Dies sollte ein kompetenter und / oder kreativer …

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Don Quijote in der Säule Eckernförde iteratur ist zum lesen, so glaubt man. Weltliteratur fasziniert über Generationen. Eines der bedeuteten Bücher der Weltliteratur ist der Roman über „den sinnreichen Junker Don Quijote von la Mancha“, aus der Feder des Spaniers Miguel De Cervantes (1547-1616). Die Eckernförder Künstlerin Marianne Tralau hat sich mit diesem Klassiker auf ganz eigene Art auseinandergesetzt. Seit gestern ist in der Galerie 66 auf dem Baltic Sea International Campus (BSIC) ihr „Literaturobjekt 4“ zu erleben. Die Abenteuer des fahrenden Ritters sind in verblüffender Art illustriert. Nicht mit dem Inhalt hat sich die bekannte Eckernförder Gestalterin beschäftigt, sondern mit der Form als solcher: dem Buch. Mit Hilfe von 2.090.398 Buchstaben Nudeln, wie sie handelsüblich für schmackhafte Suppen zu erwerben sind, gestaltete sie die ganze Geschichte nach. Allerdings: der Tralausche Don Quijote enthält genau die selbe Buchstaben Anzahl wie die Übersetzung von Ludwig Braunfels, die nach dem Krieg in Stuttgart erschien (und derzeit immer noch bei Artemis & Winkler in edler Aufmachung zu erwerben ist), aber die Anordnung ist eine willkürliche. In einer edlen Säule aus Eichenholz und Glas sind die Buchstaben wild und zufällig durcheinander genudelt und werden so zu einem äußerst reizvollen visuellen Objekt. In der rund 150 cm hohen Säule befinden sich knapp 88 Kg Buchstabennudeln – das Abbild der 1.019 bedruckten Seiten der Originalausgabe. „Soviel Buchstabennudeln kann man nicht im Laden kaufen“ berichtete Marianne Tralau. Mit Hilfe der Mitarbeiter des BSIC wurden die Massen direkt bei der Fabrik geordert. Die ließ die Produktion extra für das Kunstwerk starten: soviel Nudeln werden in ganz Deutschland normalerweise nicht auf einen Schlag verkauft. Die edle Säule erbaute der Barkelbyer Tischler Jörg Thietje nach den genauen Angaben der Künstlerin. Für diese ist es bereits das dritte Literaturobjekt in dieser Art. Ein Gedicht von Rilke hinterlässt nur ein sparsames Häuflein Buchstabennudeln, das sich mühelos sogar wieder in die richtige Ordnung bringen lässt. „Die Geschichte der O.“ ein Klassiker der erotischen Literatur, wir in der Tralauschen Version absolut jugendfrei und museal tauglich. Voranschreitend wollte Marianne Tralau nun ein umfangreicheres Werk der Weltliteratur auf ihre Art um- oder aufbereiten. Marcel Proust „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ wurde von ihr bereits durchgearbeitet und -gezählt,- denn die Findung der Buchstabenmenge ist eine komplizierte Zählarbeit mit Konzentrationszwang, als sie bemerken musste, das die Herstellerfirma die Größe der Nudeln beträchtlich erhöht hatte. „Das Proustsche Hauptwerk wäre raumfüllend geworden“ erkannte die Gestalterin und wandte sich dem inhaltlich zwar genauso hervorragenden, aber äußerlich doch etwas bescheideneren Werk des Spaniers zu. Die Befüllung der Säule mit den vielen zierlichen Nudeln, die in kleine 250g Tütchen wie sie in den Supermärkten präsent sind, verpackt waren, wurde in Anwesendheit der Presse und einiger spontaner Gäste in der Galerie 66 gemeinsam besorgt. Galerist Falko Windhaus freut sich über den Zuwachs in seiner aufstrebenden Galerie: „Nach dem Glasbuch von Seontae Hwang ist dies ein weiteres Werk, dass sich dem Thema Literatur auf eine eigene Art annähert.“ Natürlich kann das Werk auch käuflich erworben werden. Für rund 5.000 Euro bekommt der Käufer …

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Deutschlands erste mobile Streitschlichterin Dort wo Eckernförde am schönsten ist liegt der eingemeindete Stadtteil Borby, Hoch über den Hafen thronen stolz Häuser, die einen weiten Blick über die Eckernförder Bucht und die neu gestaltete Hafenpromenade zulassen. In einem solchen Herrschaftshaus hat Birgit Theresa Koch ihr Domizil. Im Hof der Psychologin steht ein Wohnmobil. Unübersehbar prangt der Schriftzug „www.diestreitschlichterin.de … für Sie unterwegs“ auf dem Gefährt. Die Entdeckerin Birgit Theresa Koch reist mit diesem Wohnmobil durch Deutschland und hilft Menschen ihre Konflikte zu bewältigen. Obwohl sie Streit, den sie in ihrer Kindheit innerhalb der Familie bereits intensiv erlebte, damals nicht besonders schätzte, studierte Birgit Theresa Koch Psychologie. Nach einer dreijährigen Tätigkeit in der Psychiatrie arbeitete sie jahrelang als freie Journalistin und Autorin unter anderen für mehrere Fernsehsender. Später vertiefte sie ihre psychologischen Studien und machte Weiterbildungen u. a. in Konfliktarbeit. Dabei entdeckte sie, das in Streitigkeiten durchaus positives Potential steckt, das den Betroffenen meist aber nicht bewusst wird. „Ich fühle mich als Entdeckerin zukünftiger Möglichkeiten“ sagt die charmante Frau, der man sofort ab nimmt, dass sie auf freundliche Art auch fest verknotete Zusammenhänge entwirren kann. Sie interessiert sich für Konflikte, weil dies für sie Grenzsituationen sind, in denen Menschen sich entwickeln wollen. „Konflikte entstehen, wenn etwas sich ändern will“ lautet ihre Erkenntnis. Dabei geht es bei ihr nicht um Schuld, sie möchte, dass sich Konflikte entfalten können. Ihre Augen leuchten, wenn sie über Fälle aus ihrer Praxis berichtet. Menschen zu helfen, sich zu entwickeln und weiter zu kommen, das ist ihre Aufgabe und vielleicht auch ihre Hingabe. Seit dem Jahr 2000 arbeitet sie unter dem Titel Konfliktberaterin. 2006 verwirklichte sie sich ihren Traum – sie reist mit dem Wohnmobil überall dort hin, wo Menschen ihre Hilfe in Anspruch nehmen wollen. „Es war eigentlich eine verrückte Idee“ sagt sie und scheint immer noch verwundert, dass diese so positiv aufgenommen wurde. Auf die Menschen zu gehen, Konflikte suchen, anstatt vor ihnen weg zu laufen, ist ein klares Motiv von Birgit Theresa Koch. Für die „Streitschlichterin“ sind Konflikte Chancen zur Veränderung. Diese als Wünsche zur Veränderung erlebt sie als Träume, die oft auf das Interesse an einer besseren Welt hinweisen. Sich selber und seine eigenen Wünsche besser zu verstehen, das ist das Ziele der meisten Konflikte. Wenn es gelingt in dem Streitpartner nicht mehr den Feind zu sehen, sondern einen „Entwicklungshelfer“ für Träume, ihn somit als Verbündeten zu erkennen, ergeben sich oft überraschende Lösungsmöglichkeiten. Auf der Suche nach Konflikten Auf ihren Reisen hat sie eine ganze Menge Angebote dabei. Oft sind Vorträge eine gute Möglichkeit mit ihr in Kontakt zu kommen. Aus der reinen Konfliktlösung in Familien- Nachbarschafts- und Arbeitsplatzstreitereien bietet sie auch Einzelgespräche und Coaching an, für Menschen an, die schwierige Situationen aufarbeiten oder beherrschen wollen. Auch Moderation in Firmen oder anderen Gruppen gehört zu den Angeboten. Durch ihre Mobilität und die Möglichkeit sie bei einem Vortrag ganz locker und unverbindlich kennen zu lernen, erreicht sie Menschen, die sonst nicht professionelle Hilfe in Anspruch nehmen würden. Für dieses Jahr liegt ihr Augenmerk auch …

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10. MÄRZ 2008 Fotoräume entstehen im Künstlerhaus Eckernförde Das schleswig-holsteinische Künstlerhaus bietet Kreativen aus aller Welt die Möglichkeit im Rahmen eines Stipendiums Eckernförde kennen zu lernen und hier künstlerisch zu arbeiten. Neue Stipendiaten werden mit einem Gespräch begrüßt und vorgestellt. Diese Gespräche sind für Mitglieder des Künstlerhaus e.V. öffentlich. Ganz neu in eins der vier Ateliers eingezogen ist die aus Hamburg stammende und in Kiel lebende Fotokünstlerin Ina Weißflog.Ina Weißflog hat ein sechsmonatiges Stipendium in unserer Stadt. Aus mehr als 200 Bewerbungen konnte sie sich mit ihren Unterlagen durchsetzen. Ihr kreatives Gebiet ist die Fotografie. Aus bis zu 200 einzelnen Fotos erstellt sie neue Bilder – Räume, innere wie äußere, in denen sie sich mit der subjektiven Wahrnehmung ihrer Umwelt auseinandersetzt. Diese Fotomontagen bilden aus den aufgenommenen Räumen neue Orte deren oft frappierende Wirkung sich noch steigert, wenn die ursprünglichen Örtlichkeiten dem Betrachtenden bekannt sind. Ina Weißflog möchte die Zeit in Eckernförde für die Aufarbeitung bereits begonnener Projekte nutzen, sich aber auch intensiv mit der Stadt und ihren markanten Orten auseinandersetzen um vielleicht daraus eine neue Kunstserie zu schaffen.Traditionell zeigen die Stipendiaten die einige Zeit in Eckernförde zugebracht haben ihre aktuellen Werke oder ihre Eindrücke von Stadt und Leuten in einer Ausstellung, Performances oder mit einem offenen Atelier-Empfang. So wird auch Barbara Kirsch ihren Schaffensraum öffnen, in dem sie zwei Monate in der Ottestrasse 1 gelebt und gearbeitet hat. Sie lädt am 30.3. ab 11 Uhr in das Künstlerhaus um im Gespräch ihre neuen Werke zu präsentieren. (fst) Fotos auf Wunsch von Ina Weißflog entfernt

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Ostern, Eier und Spaß Eckernförde Was hat Ostern mit den bunten Eiern zu tun? Diese unausgesprochene Frage erklärte Museumspädagogin und Kunsthistorikern Dagmar Rösner spielerisch am Sonnabend im Stadtmuseum Eckernförde. Während ein knappes Dutzend Kinder eifrig ausgeblasene Eier mit eigenen und historischen Motiven bemalten erzählte Dagmar Rösner von den verschiedenen Bräuchen die zum Osterfest seit alter Zeit gepflegt werden . Während der Osterhase zu dem wichtigen christlichen Fest noch immer bekannt und geliebt ist t und auch Osterfeuer auch in Eckernförde noch leuchten geraten alte Traditionen wie Osterwasser und Eierrollen langsam im städtischen Umfeld in Vergessenheit. Selbst wie in alter Tradition mit natürlichen Materialen die ausgeblasenen Eier bemalt werden, dürften vielen Erwachsenen nicht mehr geläufig sein. Dagmar Rösner zeigte den Kindern im frühen Schulalter wie man mit der von ihr Selbstgekochten Naturfarbe aus Efeu, Zwiebeln, Kümmel und Kaffeesatz („Der ist von meinem Frühstückskaffee“), die ausgeblasenen Eier erst einfärbt um sie anschließend liebevoll zu bemalen. Nach dem die Kinder jeder ein Osternest suchen durften wurden die verschiedenen Bräuche erläutert. Stolz zogen die Kinder dann mit ihren selbst gebastelten Osterschmuck nach Hause. (fst)

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25. 02 2008 Zeit und Wolken ECKERNFÖRDE Das kulturelle Leben Eckernfördes wird deutlich belebt durch die Reihe „Neue Musik“, die ihre aktuelle Saison mit einem Konzert am Sonntag einspielte. Zeit als zentraler Begriff steht über den fünf Konzerten die dieses Jahr zeitgenössische Werke dem Publikum näher bringen will. Die verschiedenen Kapitel des als Zusammenklang konzipierten Jahreswerks tragen eigene markante Überschriften. „Über Wolken“ hieß das erste Konzert, das hauptsächlich Werke des Eckernförder Komponisten Gerald Eckert präsentierte. Angereichert wurde das Programm mit einem Stück von Morton Feldmann (1926-1987)„Durations IV“ von 1980 und den von Eckert als Streichtrio umgesetzten Klavierwerken des französischen Komponisten Erik Satie (1888-1925) „Ogives“. Zu den in diesem Rahmen ungewohnten Wohlfühlklängen kontrastierte noch eine sehr zeitnahe Komposition des Engländers James Saunders. Die mit dem Tagesdatum versehen Komposition besteht aus Modulen die für jede Aufführung zusammengestellt werden – so das dieses Werk niemals gleich klingend zu Aufführung gelangen kann. Wie Wolken selten in Vereinzelungen auftreten, wurde auch in der musikalischen Umsetzung des Themas viele musikalische Meisterinterpreten präsentiert. Außer der Stammbesetzung mit Beatrix Wagner (Flöten), Gerald Eckert (Cello) und den bei diesen Konzerten oft präsenten Musikerinnen Eva Ignatjeva (Harfe) und Eva Zöllner (Akkordeon) kamen noch drei Streicher: Lenka Zupkova (Violine), Kiristin Maria Pinetka (Bratsche) und der Bassist Kristján Sigurleifsson. Ergänzt wurde das Ensemble Reflexion K noch durch die Sopranistin Sarah Maria Sun und den Schlagzeuger des Guilllaume Chastel. Wie gewohnt sind alle Musiker dieser Konzertreihe hervorragende und erfahrene Solisten, die jedes Musikstück zum Erlebnis gestalten können. Drei Werke des Konzerts kamen schon in der Nicolaikirche zum tönen: „Schächte – les nuages d´automne“ (2002 und „vom Innen – Körnung“ (2003) wurden diesmal in leicht anderer Besetzung aufgeführt. „wie Wolken um die Zeiten legt“ (1996/ 97) wurde 2007 bereits aufgeführt. Wirklich neu, wenn auch keine Uraufführung, war Gerald Eckerts in Zeitraum zwischen 2004 und 2008 entwickelte „Studie Nelly Sachs“, die acht der neun Musiker vereinte. Nicht nur der doch ungewohnt orchestrale Rahmen, der noch durch den Komponisten als Dirigenten ergänzt wurde, auch die dem „musikalischen Klang“ der Dichterin Nelly Sachs sehr angemessene Tonsprache faszinierten. Das Werk das auch für die momentan eingespielte neue CD von Gerald Eckert vorgesehen ist stimmt auch den Komponisten sehr zufrieden: „Ich bin ziemlich glücklich mit dieser Komposition“ gesteht er. Wie bei ihm üblich, arbeitet auch diese Studie stark mit dem Raumklang und feinen bis gewaltigen Dynamikübergängen. Eckert vermag es wie kaum ein anderer Komponist den Raum und die scheinbarere Stille zum Teil des Klangerlebnisses aufzubauen. Seine Musik arbeitet mit bewusst mit atmenden Pausen. So fordert er das Publikum zum intensiven Hören auf. Vielleicht erntete das Werk deshalb soviel Applaus, da jeder Teilhabende seine ganze Konzentration dazu geben musste?Das nächste Konzert findet am 24.5. abends in der St-Nicolai-Kirche statt. (Markus Feuerstack)

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Bunte Logbücher auf dem Wasser präsentiert Eckernförde Logbücher sind eine Tradition in der christlichen Seefahrt. Getreulich werden die Daten der Reisen vermerkt und besondere Vorkommnisse festgehalten. Auf dem beliebten Eckernförder Ausflugsschiff „Seebad Borby“ konnten am Wochenende besondere Logbücher erlebt werden. In Zusammenarbeit mit dem Kapitän Heinz Paasch und dem Galeristen Falko Windhaus zeigte Gerhard Schmidt seine aquarellierten Reisebeschreibungen aus den neuen Bundesländern. Da es eine Sturmfahrt wurde, sind auch reichlich Bilder von verlängerten Landaufenthalten eingeflossen. Gerhard Schmidt ist Segler aus Leidenschaft. Seine Segelabenteuer hält er in Logbüchern fest, wie es sich für einen Skipper gehört. Allerdings, die Logbücher des 1940 geborenen 17fachen Großvaters sind auch wunderbare Bilderbücher. Denn Gerhard Schmidt hält seine Eindrücke und Erlebnisse in zarten Aquarellen fest, die er an Board malt. Bis zu Windstärke acht lässt er sich den Pinsel nicht aus der Hand wehen und skizziert Leuchttürme, Schiffe und Häfen mit seinen feinen Strichen. Als Mitglied des Segelclubs Eckernförde, dem er bereits seit 40 Jahren angehört reichte er seine bunten Bücher ab 1980 ein. Anfänglich erntete er eher kritische Blicke, aber ab 1987 wurde er für seine originelle und sehenswerten Logbücher geehrt. Angefangen hatte es damit, dass seine Mutter etwas sauer war, wenn die Familie wegsegelte. Mit den besonderen Reiseberichten wurde die alte Dame schnell versöhnt und es stellte sich bei ihr eine kleine Sucht nach weiteren Abenteuerbeschreibungen ein. Zu der Präsentation des Logbuches der letztjährigen sechswöchigen Reise auf der Seebad Borby spielte die Stoker Jazzband jazzig auf. „Fietje“ Schinkel erzählte mit schwungvollen Worten von einem Buchprojekt das er zusammen mit G. Schmidt realisieren wird. Eine erzählte Reisebeschreibung von Carl Friedrich Schinkel mit Bildern von „Schmidtie“ wie der beliebte malende Skipper allgemein genannt wird, soll demnächst als Buch erscheinen. Ein erstes Leseexemplar erntete bei dem vielen Besuchern der Ausstellungseröffnung nachhaltiges Interesse. Die Ausstellung „See(h)stücke“ wird auch nach dem Wochenende präsentiert werden. Dann allerdings in der Treppenhausgalerie Mohr. Galerist Falko Windhaus läutet damit gleichzeitig seinen Abschied von diesem Kunstort ein. Zukünftig wird er anstatt der Treppenhausgalerie die „Galerie 66“ auf dem Baltic See International Campus (BSIC) betreuen. „Eine letzte Ausstellung plane ich noch in der Kieler Straße 16“. verrät Falko. Zum Abschied möchte er nochmals den jungen Eckernförder Künstler Marc Burkart mit neueren Werken zeigen. Vorerst sind die „See(h)stücke“ von G. Schmidt zu den üblichen Öffnungszeiten in der Treppenhausgalerie im Modehaus Mohr in der Kieler Straße 16 zu besichtigen. (fst)

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Lokal Star in übervoller Werft Hafenmusiker begeisterte mit großem Gastspiel Eckernförde 3.2.2008 Das die Eckernförder Hafenmusic gekonnte Glanzlichter zu setzen vermag hat sie in ihrer langen Geschichte schon vielfach bewiesen. Dass aber auch einheimische Stars die Siegfriedwerft bis auf den allerletzten Stehplatz zu füllen vermögen, konnte Kay Kankowski und seine rundum musikalische Band am Freitag eindrucksvoll beweisen. Bisher trat Kay Kankowski eher zurückhaltend als gekonnter Organisator bei der Hafenmusic und bei den Muckemachern und als geduldiger Gitarrenlehrer in Erscheinung. Offensichtlicher seine Arbeit als Musikalienhändler, und Stimmführer in vielen Bands. Mit der Band „Tosse“ gelang es Kankowski bereits Preise einheimsen, aber auch bei den Formationen „Die Gutmenschen“ (deutscher Folk), „Aver Liekers“ (eigene Musik zu Hein Hoop Texten), „Hans Dans“ (deutscher Folk“ und unzähligen anderen Bands und Musikprojekten erarbeitete er sich eine stetig steigende Beliebtheit. Während Kankowskis Band „Streetlife“ einfach nur gute und tanzbare Unterhaltung für jegliche Festivität produziert, zeigte der Allrounder mit „Kay Kankowski und Band“ eine geniale Zusammenschau. Unter dem Titel „Lieblingslieder“ brachte der Gittarist mit der markanten aber sehr wandlungsfähigen Stimme das Publikum zum kochen. Hauptsächlich Titel in deutscher Sprache, mit deutlichen skandinavischen Ergänzungen begeisterten das nicht nur einheimische Publikum. Fans des Musikers waren schon stundenlang vorher angereist um einen der begehrten Tische zu ergattern. Sogar aus Mecklenburg-Vorpommern waren die Besucher in die Ostseestadt gekommen. Das ein besonderer und Szenererfahrener Musikmensch wie Kay Kankowski für seine Band erlesene Mitspieler präsentieren kann, dürfte selbstverständlich sein. So begleiteten und ergänzten ihn seine alten und bewährten Bandgefährten und Freunde Eric Siemens (Percussion und Gesang) und Michael Biermann (Gitarre und Gesang) selbstverständlich auch hier. Dem Publikum bereits vertraut sind auch der besonders in gehobenen Jazzformationen heimische Bassist Harry Kretzschmar, der seinem Kontrabass lebendige und immer wieder erstaunliche Töne entlocken vermochte und Achim Prigge, ein einfühlsamer Folkmusiker der mit dem Akkordeon und Flöten ungemein stimmungsvolle Begeleitung und Solis in den Raum zu zaubern vermag. In Eckernförde noch wenig bekannt sein dürfte der quicklebendige Schlagzeuger Markus Zell. Der Kieler ist bereits mit vielen Bands aufgetreten und arbeitet als Schlagzeuglehrer. Erstaunlich ist es das es gelang die ca. 140 Zuhörer mit weitgehend deutschen Liedern und ausgesprochen gehaltvollen Texte zu begeistern. Musikalische Interpretationen von internationalen Musikstücken von Pat Metheny und Bob Dylon standen Lieder von Rio Reiser, Manfred Maurenbrecher, Achim Prigge und Udo Lindenberg zur Seite. Aber einen wohlverdienten Schwerpunkt bildeten die Kompositionen und Texte von Kay Kankowski deren unterhaltsame Nachdenklichkeit in überaus ansprechende Melodien verpackt sind. Das zahlreiche Publikum das sich aus allen Alterschichten zusammensetzte begeisterte diese Mischung so sehr, dass es drei Zugaben erzwang und das zweistündige Konzert sicher gerne noch fortgesetzt hätte. Eifrige Fans können dafür am 20 Februar nach Mönkeberg fahren, dort gastieren dann Kay Kankowski und Band im Gemeindezentrum . (Markus Feuerstack)

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15.01.08 Künstlerhaus belebt Eckernförde Ein Kulturjuwel funkelt still in Eckernförde. Das schleswig-holsteinische Künstlerhaus in der Eckernförder Ottestr. 1 (www.shkh.de) bietet Künstler aus aller Welt eine vorübergehende Heimstatt, wenn es ihnen gelungen ist, eins der begehrten Stipendien zu erringen. Während das Land den Künstlern ein Salär bezahlt, kümmert sich ein kleiner Verein vor Ort um das Haus und die Gäste. Immer wenn neue Stipendiaten anreisen, bittet der Verein seine Mitglieder und die Presse zu einem Gespräch mit den Kreativen. Im Frühjahr sind drei Stipendiaten angekommen, die mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen ihre Ideen in Eckernförde ausarbeiten wollen. Aus Japan stammt die Künstlerin Kayoko Matsunaga stammt aus Japan und arbeitet derzeit an Projekten mit dem Themen Spiegel und Spiegelbilder. Leider konnte die Künstlerin an dem Gespräch in der Ottestr. nicht teilnehmen. Ilona Stumpe – Speer ist Schriftstellerin und kommt aus Leipzig. Dort studierte sie am Literaturinstitut und arbeitet als Publizistin bei der Edition Maldoror. Mehre Gedichtbände wurden von ihr veröffentlicht und auch bibliophile Ausgaben wie das Buch „Holunderschwarz“ mit Radierungen von Lothar Böhme. Sie arbeitet an der auf Künstlerhandschriften spezialisierten Literaturzeitschrift „Herzattacke“ mit. Für ihren dreimonatigen Aufenthalt in Eckernförde, den sie in zwei Etappen aufgeteilt hat, hat sie sich außer Lesungen in Kiel und Eckernförde auch Workshops bzw. literarische Beratungen für schreibende Menschen vorgenommen. Sie arbeitet an auch Gedichten und Erzählungen zu maritimem Themen, in denen sie die Eindrücke der Ostseestadt verarbeiten wird. Die Performance-Kunst nach Schleswig-Holstein gebracht hat Alexandra Gneissl, die an der Muthesius-Hochschule in Kiel studierte und durch ihre Aktionen in Salzau und im Kieler Kunstraum B bereits kunstinteressierte Kreise auf sich aufmerksam machte. Ursprünglich stamm die 1970 geborene Künstlerin aus Heilbronn, neben Kiel studierte sie auch in Braunschweig bei Marina Abramovic. Das Performance-Festival in Salzau wurde von ihr gegründet und gleitet und lockte viele internationale Künstler an. In Eckernförde wird sie versuchen ihre Kunstrichtung dem Publikum nahe zu bringen. Sie arbeitet gerade an mehren Live-Performances und auch drei Videoperfomances sollen demnächst entstehen. Interssant dürft auch die Zusammenarbeit mit der chinesischen Künstlerin Yingmei Duan werden, die sie in Eckernförde besuchen wird. Inzwischen ist es schon Tradition, das die Gäste im schleswig-holsteinischen Künstlerhaus etwas von ihren hier erarbeitenden Werken zum Abschluss des Stipendiatenaufenthalts dem örtlichen Publikum präsentieren.(fst) Bu: Literatur und Performance: Ilona Stumpe Speer und Alexandra Gneissl

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Oberstufengebäude für Naturwissenschaften eingeweiht. Mit einer öffentlichen Monatsfeier und einem Empfang mit leckeren Essen wurde bei der Eckernförder Waldorfschule ein neues Gebäude eingeweiht. Im Erdgeschoss des neue Hauses sind Unterrichtsräume für Chemie und Physik und die dazu gehörenden Nebenräume untergebracht, im oberen Stockwerk, das auch durch eine separate Außentreppe erreichbar ist, ist ein lichdurchfluteter Atelier- und Malraum in dem aber momentan sich noch die 12. Klasse auf den Waldorfschulabschluss vorbereitet. Auf dem Dach sammeln Sonnenkollektoren das Tageslischt ein um es als Energie weiter zu verweden. Der neue Gebäudebereich wurde als Anbau an das Gärtnerhaus realisiert und ist der zweite Teil eines der Bauvorhaben der Waldorfschule. Der erste Teil war das Werkstattgebäude. 705.000 Euro kostete der neue Schulteil, 430.000 Euro davon wurden durch einen Zuschuss des Landebildungsministeriums abgedeckt, 200.000 Euro wurde durch einen Kredit finanziert. Den Rest erbrachte die Schule aus Eigenmittel, bzw. warb sie als Spenden ein. Für die rund 450 Kinder und Jugendlichen der Waldorfschule wird weiter eifrig gebaut und geplant. Ein neuer Gebäudebereich, der als Ostflügel bezeichnet wird, entsteht derzeit im Rohbau. Der Schulausbau, dem bereits teilweise jahrzehntelange Planungen vorausgingen, dient unter anderen dazu, die Schule als offene Ganztagsschule zu ermöglichen. So wurde bereits eine große Mensa geschaffen und in den neuen Gebäudeteilen werden zukünftig die Räume für den handwerklichen und kreativen Unterricht eine Heimat finden. Aber auch neue moderne Toiletten für die Schüler werden benötigt, eine Teeküche, Übungsräume und Platz für die Hausaufgabenhilfe. Auch ein neues Lehrerzimmer soll entstehen, das alte wurde mit dem alten Ostflügel abgerissen. Der Ausbau erfolgt in Teilabschnitten die Bernd Hardewig, Geschäftsführer der kollektiv geleiteten Schule als „Takte“ bezeichnet, der musikalischen Einteilung bei Musikstücken folgend. Während „Takt 1“ in einem Jahr eingeweiht werden soll, entsteht der zweite „Takt“ im Zeitraum von 2009 bis 2011. Mit den gewaltigen Bauvorhaben, deren Kosten und Termine bisher punktgenau eingehalten werden konnten, soll laut Hardewig auch eine Wandlung der Waldorfschule zur Eckernförder Kulturstätte stattfinden. Kreispräsident Lutz Clefsen zeigte sich sichtlich beeindruckt wie die Waldorfschule ihre großen Pläne auch mit erheblicher Eigenleistung durch mitarbeitende Eltern stemmt. In dem gerade frisch erschienen Heft „Bernstein“, das kostenlos in verschiedenen Läden in der Stadt zu erhalten ist, stellt die Schule ihre Bauvorhaben vor und bittet auch ihre Freunde und Eltern um Spenden. Dabei ist finanzielle Hilfe genauso willkommen wie „Muskelhypotheken“, wie Bernd Hardewig die tätigen Eigenleistungen der Eltern bezeichnet. (fst)

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29.10.2007 Künstlerhaus neu bestückt Eckernförde In das Schleswig-Holsteinische Künstlerhaus in der Otte Strasse können künstler aus aller Welt einziehen, wenn es ihnen gelungen ist, eines der begehrten Stipendien zu erhalten. Aus dem Bereich Musik zog jetzt Noriko Kawakami für zwei Monate in eines der Ateliers ein. Die japanische Komponistin ist in Eckernförde keine Unbekannte mehr, führte doch das renommierte Eckernförder „Ensemble reflexion K“ bereits mehrfach Werke von ihr auf. Im Jahr 2005 besuchte die Komponistin Eckernförde und eines der Konzerte. Geboren wurde sie 1955 in Ehime, Japan. Noriko Kawakami studierte Komposition bei Kyonei Hirose an der Kunitachi-Musikhochschule in Tokyo. Später setzte sie ihre Studien in Deutschland fort unter anderen bei Nicolaus A. Huber an der Folkwang-Hochschule in Essen, wo sie auch ihre Abschlussprüfung machte. Inzwischen lebe sie in Köln. In Eckernförde vollendet sie ein Stück für die neue Musik-Reihe von Beatrix Wagner und Gerald Eckert das mit Flötte, Harfe, Villoncello und Akkoredon im Dezember in Eckernförde uraufgeführt wird. Ausserdem feilt sie an einer Auftragsarbeit für den WDR, dass am 9 Februar live im Rundfunk übertragen wird. Aus dem Bereich bildende Kunst wurde Farideh Jamshidi nominiert drei Monate in Eckernförde zu verbringen. Die Iranerin versteht sich als Konzeptkünstlerin sie macht Textile Werke, Performance und Fotografie. Farideh Jamshidi schneidert jeden Tag ein Kleid. Die Kleider haben alle den gleichen Schnit, werden aber je nach Wochentag verschiedenfarbig beschriftet, bemalt oder bedruckt. Sie erzählen laut Jamshidi von: „Geschichten, Erfahrungen, Wünschen, Trauer und Unterdrückung“. In Fotografien hält sie sich, ihre Umwelt und natürlich ihre „Seelenkleider“ Kunstwerke fest. Beide Künstler freuen sich auf eine ergiebige Arbeitszeit in Eckernförde

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Meisterfotos im richtigen Rahmen Eckernförde 27.10.2007 Kunst mit Kunst zu verbinden ist ein gewagtes Unterfangen. Aber nicht Malerei und Gesang sollten im Kunsthaus Eckernförde zur einer Einheit zusammenklingen, sondern besondere Fotos mit dem richtigen Rahmen ihre Vollendung finden. Helmut Kluding fotografierte mit dem geschulten Blick des Naturwissenschaftlers Schleilandschaften. Farbe und Fläche kommunizieren in seinen Fotos und mit wissenschaftlicher Akribie gestaltete er Spannungsbögen zwischen abendlicher Dramatik, mittäglicher Entspannung am Rapsfeld und meditativer Ruhe, wie sie in Norddeutschland in besonderen Momenten am Wasser zu finden sind. Während seine Bilder gegenüber dem Betrachter für sich sprechen können, erzählt der Fotograf Kuding erst auch Nachfrage mit welch hohem technischem Aufwand er seine Naturerzählungen gestaltet. Meist mit einer digitalen Kamera (Nikon 200D) und auch am Computer arbeitet er. Auch ein analoges Umkehrbild ist unter dem Dutzend Bildern zu finden. Ebenfalls digital und ebenfalls Nikon benutzt Frank Baesleler für seine Fotografien. Aktfotografie gilt schon immer als die Meisterklasse des Lichtbildes und Baeseler beweist spielend, das der Themenkreis noch nicht ausgereizt ist und das es eine Synthese aus der alten analoge Schule und modernster Photoshopbearbeitung gibt. Als Autor von Schulungsmaterial für Adobe weis er nicht nur theoretisch über die Funktionen des mächtigen Standardprogramms Bescheid, er versteht auch unauffällig uns stillsicher die digitalen Regel zu bedienen. Seine Akte die bei einer hohen erotischen Dichte jeglichen Sexismus vermissen lassen sind mit monochromatischen Korn gestaltet und als höchstwertige Pigment-Drucke großformatig realisiert. Durch diese Gestaltung wird der ästhetische Wohlklang des menschlichen Körpers perfekt herausgearbeitet. Frank Baeselers künstlerische Fotographien können in der Meisterklasse spielend bestehen. Eine besondere Art der Vollendung strebt Uwe Svensson mit seiner zurückhaltenden Kunst an. Er gibt den Fotowerken den richtigen Rahmen. Nicht nur, weil er sie in seiner Galerie ausstellt, sondern weil er im wörtlichen Sinne perfekte Rahmen für jeder einzelne der Bilder erstellte. Dem aufmerksamen Betrachter dürfte es kaum entgehen, dass Bilder und Rahmen eine sehr unterschiedliche Sprache sprechen können. So wie ein wenig ansprechendes Werk richtig gerahmt immerhin freundlich wirken kann, wird ein Highlight der Kunst seine Vollendung erst mit der passenden Begrenzung finden. Uwe Svensson hat sich intensiv mit den ausgestellten Fotografieren auseinandergesetzt und für jedes der Bilder ganz individuell und teilweise mit beträchtlichen Aufwand den „richtigen“ Rahmen gefunden, wohl wissende, das das Richtige nur eine subjektive Entscheidung sein kann. Diese ist ihm gelungen. (fst) Ausstellung „BodyLandArt“ im Kunsthaus Eckernförde (Gewerbegebiet Nord, Amselweg 3) mit Bildern von Frank Baeseler und Helmut Kluding in Rahmen von Uwe Svensson.

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Erster Erfolgreicher Abschluss auf dem BSIC Drei Monate waren 13 chinesische Studenten in Eckernförde um zu studieren. Nicht nur den wissenschaftlichen Studien galt der Schwerpunkt wie Peter Jochimsen, Präsident des Baltic Sea International Campus (BSIC) in seiner kurzen Abschiedsrede betonte, sondern auch Einblicke in europäisches Leben sollten geboten werden. Eckernförde und Norddeutschland waren Ausgangspunkt vielfältiger Exkursionen die letztlich Verständnis für Europäische Lebensart und Denkweisen wecken sollten. Neben dem akademischen Programm mit internationalen Dozenten und Professoren konnten die jungen Chinesen, die größtenteils schon nach dem Doktorhut greifen, in ihren Gastfamilien und über intensive Freizeitbetreuung Lebensprägende Einblicke in ihnen bisher fremde Zusammenhänge nehmen. Die Studentin Na Zhang bedanke sich im Nahmen ihrer Kommilitonen für den hohen Aufwand den das Baltic Sea Team und zahlreiche fleißige Helfer für sie getrieben hatten. Als zum Abschluß der feierlichen aber fröhlichen Diplomübergabe Wei Quian die beteiligten akademischen Mitarbeiter nach vorne bat, konnte unschwer festgestellt werden, das pro Studierenden ein wissenschaftliche Mitarbeiter zur Verfügung stand. Ein weiterhin hohe und doch sehr persönliche Dichte bei der akademischen Wissensvermittlung strebt das BSIC Team auch an, wenn demnächst internationale Studierende in Eckernförde eintreffen. Arbeitskontakte und Absprachen bestehen inzwischen mit 16 Unis in aller Welt, berichtete Peter Jochimsen, der rechtzeitig zur Abschlussveranstaltung aus China zurückgehrt war. Nicht nur die Lehrenden und die Studenten zeigten sich mit diesem ersten Testlauf der Eckernförder Uni zufrieden, auch die Gasteltern und Freizeitbetreuer hatten die jungen ausländischen Gäste sichtbar in ihr Herz geschlossen. Bei einem umfassenden Festschmaus in der Mensa konnte dann gemeinsam Abschied genommen werden, am Sonntag flogen die Gäste wieder zurück in ihre asiatische Heimat. (fst)

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23.10.2007 Good buy Eckernförde Eckernförde Barak Reiser war Gast im Künstlerhaus Schleswig-Holstein und sagt nun „Good Buy!“ mit einer kleinen Werkschau seiner Eckernförder Arbeiten. Zweimal ein Monat war der israelische Künstler mit Wohnsitz in Frankfurt in Eckernförde und hat die Stadt kreativ beobachtet. In einer Ausstellung im Künstlerhaus in der Otte Str. 1 wird er am Freitag den 26. Okt. 2007 von 18 – 20Uhr und am Samstag den 27. Okt. 2007 von 11 – 16 Uhr seine Eindrücke weitergeben. Im Ausstellungssaal im Erdgeschoss zeigt er seinen Film „Grant“. Rund 20 Minuten zeigt der Künstler „sein“ Eckernförde: Wie vom Sommer sich die Stadt innerlich und äußerlich wandelt, die Vorbereitungen und das abbauen für ein Großkonzert am Südstrand, Landschaften, Menschen, Plätze und Meer. Neben einer kreativen Sicht unserer Stadt vermittelt der Film auch ein Portrait des Künstlerhauses und lässt ein bisschen Teilhaben am Leben eines Stipendiaten. So beschreibt der Künstler sein Werk mit den Worten: „Die Idee mit der sich die Arbeit beschäftigt ist die Situation der so genannten „Grants“, einer Einladung durch die ein Künstler an anderem Ort für einen bestimmten Zeitraum, leben und tätig sein kann. Was ist das Atelier? Wie öffentlich oder privat ist dieser Raum und die Verbindung zwischen diesem Raum und seiner Umgebung? Gibt er die gewünschte Einsamkeit in dem neuen Ort? Einsamkeit die eine Art Distanz schafft, um klarer zu Beobachtung zu kommen.“ Unter dem kontrastierenden Titel „What I Havn´t Seen“ zeigt Barak Reiser in seinem Atelier im ersten Stock Werke auf Papier. Kommunikation ist der Oberbegriff unter dem sich seine in Eckernförde entstandenen Bilder summieren lassen. Verarbeitet hat er, meist in einer interessanten Ei-Tempera-Technik unter der Verwendung reiner Farbpigmente, Schlagzeilen aus den Nachrichten der letzten zehn Jahre. So sind militärische Motive, neben Aufarbeitungen des 11. September zu besichtigen. Aber auch Wortspielmotive des internationalen Künstlers der neben Hebräisch auch in Englisch und Deutsch denkt. So geht er auf aktuelle Entwicklungen in Eckernförde ein, wenn die Tatsache verarbeitet, dass der Englische Begriff „seen“ im Hebräischen „China“ bedeutet. Für Eckernförde Kunstinteressierte besteht am Freitag den 26. Okt. 2007 von 18 – 20Uhr und am Samstag den 27. Okt. 2007 von 11 – 16 Uhr im Künstlerhaus Schleswig-Holstein, Ottestr. 1, die Möglichkeit, das Wirken eines internationalen Künstlers in Eckerförde mitzubekommen. (fst)

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30. 09. 2007 Neue Musik anders Eckernförde Manchmal kommt es anders. Erst musste aus Terminschwierigkeiten das geplante Konzert verschoben werden, dann erkrankt die Bratschistin kurzfristig. Widrigkeiten, die „Virtuosität“ nicht bremsen können. So der Titel der Aufführung im Rahmen der Reihe Neue Musik die mit geänderten Programm und Termin am Sonntag spätnachmittaglich zu Aufführung kam. Beatrix Wagner (Flöten), Eva Ignatjeva (Harfe) und Gerald Eckert (Cello) kamen mit dem Änderungen bestens klar und zelebrierten ein weiteres Highlight der zeitgenössischen Musik. Schwerpunkt, geplanter wie faktischer, waren Werke des Eckernförder Komponisten Gerald Eckert, dessen Tonsprache weit über die Grenzen der Republik zunehmend Anerkennung erfährt. Durch die aufgezwungenen Änderungen wurde das Konzert mit dem unausgesprochenen Untertitel „Wiederhören“ versehen. Vertiefung durch mehrfaches Hören ist gerade in dieser Musikrichtung äußerst wichtig, vielfach fordert die Musik das Publikum nachhaltig, so dass sich durch Wiederholungen viele Stücke erst wirklich erschließen. So wurde Dieter Macks (*1954) Werk „Trio V“ für Flöte, Cello und Harfe bereits im September in Eckernförde zum klingen gebracht und bei dem Konzert am Sonntag in der St.-Nicolaikirche auch doppelt wiederholt aufgeführt. „Klangräume II“ ein Werk Eckerts für Flöte und Zuspielband kannte das Publikum auch bereits, vielleicht wurde es deshalb so begeistert aufgenommen. Selbst in der Neuen Musik gibt es, wenn man die Konzerte der Reihe aufmerksam verfolgt, so etwas wie Hits. Als Kandidat zumindest machte sich das im letzten Konzert erstmals vorgestellte brandneue Werk „Nen VII“ bemerkbar. Flöte, Violoncello und Tonband stellen eine meditative, ja sakrale Stimmung in den Raum die stark die Befindlichkeiten des modernen Menschen reflektieren. Das Werk scheint mit dem Verständnis des Publikums zu wachsen, so dass weitere Aufführungen wünschenswert wären. Aus der Beschäftigung mit dem holländischen Maler und Bildhauer Armando entstand 2005 das Stück „Feld 3“ für Flöte und Harfe von Gerald Eckert. Das mit dem Raum und Raumvolumen arbeitende Werk wurde auch zweimal gespielt. Aber auch Ein- und Erstmaliges erklang. So brillierte Beatrix Wagner mit einem Flötensolowerk von Clemens Gnadenstätter (*1966) „Musik für Soloflöte“ von 1991. Während die Eckernförder Musikerin eine lange Strasse von sieben Notenständern dich bepackt mit Papier aufbaute, erzählte sie wie schwer ihr die Eroberung und Einstudierung dieses Werkes gefallen war. „Viel zu schwierig“ urteilte sie und das gleich mehrfach. Aber der Flötistin, die als Interpretin für neue Musik international anerkannt und begehrt ist und Notenschlachtfelder sogar in seltsamen Handschriften gewohnt ist, eroberte auch dieses Werk. Gnadenstätter, der bei seinem Kompositionsstudium ausgerechnet Flöte als Instrument gewählt hatte, kann stolz auf den donnernden Applaus sein, den das Publikum seinem Werk und der Interpretin zukommen lies. Auch Gerald Eckert hatte sich ein technisch äußerst grenzwertiges Werk als Solostück für sein Cello ausgewählt. Bernd A. Zimmermann (1918-1970) komponierte kurz vor seinem Freitod das zusammenfassende Stück „Vier kurze Studien“ in dem er neue und äußerst komplizierte Spieltechniken als Ausdruckmittel benutzte. Gerald Eckert zelebrierte mit scheinbarer Leichtigkeit die schwierigen Töne und konnte damit wiederholt beweisen, dass der Cellist dem Komponisten nicht nachsteht. Am ersten Dezember wird die Reihe „Neue Musik“ unter dem Titel „Fäden“ in der St.-Nicolaikirche fortgesetzt. (fst)

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Live in vielen Rollen Eckernförde 2007-09-29 Wen demnächst in den Wälder rund um Eckernförde Feen, Zauberer und Krieger gesichtet werden handelt es sich nicht um Wahnvorstellungen oder einen Film sondern vielleicht um die Mitglieder des ELB e.V. Das „Eckernförder Liverollenspiel Bündnis“ hat sich am Freitag in der BBS der Öffentlichkeit vorgestellt. Zusammengefunden haben sich junge Menschen jeglichen Alter und mit den verschiedensten berufen um ihren Hobby zu frönen. In aufwendige Kostüme gewandet bewegen sie sich mit vorliebe in mittelalterlichen Ambiente. Jeder hat eine besondere Rolle, wie z.B. Magier, Fee oder Krieger. Zusammen spielen sie nach einem Spielplan und versuchen ihre Geschichten und Charaktere so authentisch wir möglich zu gestalten. Aber außer dem eigentlichen Spiel hat sich der Verein viele Ziele auf die Fahnen geschrieben. So soll das Wissen über das Mittelalter, einschließlich Mythen und Legenden gemeinsam vertieft werden. Auch Kampftraining wird angeboten, damit mit die gepolsterten Waffen stilecht und schmerzfrei gehandhabt werden können. An Werkstattnachmittagen wird die aufwendige Ausrückung aus edlen Stoffen und teurem Leder verfeinert und repariert, bei so genannten „In-Time-Nachmittagen“ werden neue Charaktere entwickelt und ausprobiert. Der dreiköpfige Vorstand mit dem 22jährigen Japser Bornhöft als Vorsitzenden, Imke Burchardt-Clausen als Stellvertreterin und Kassenwart Heiko von Dithfurth haben sichj viel vorgenommen um ihr fantasievolles Hobby auszugestalten und auch in der Öffentlichkeit bekannter und akzeptierter werden zu lassen. Viele, teilweise langjährige Liverollenspieler folgten dem Ruf in die Bürger-Begegnungs-Stätte und bald knisterte der mittelalterlich gestaltete Raum von edlen Stoffen. Das leichte klingen von Kettenhemden mischte sich mit dem herben Duft von gepflegten Leder. Was im Mittelalter wohl alltägliche Kleidung der gehobenen Stände war, sind heute aufwende Kostüme, die viel Aufwand, Pflege und Geldeinsatzbenötigen, nebst einer gehörigen Portion Wissen um die Gegebenheiten der längst entschwundenen Zeiten. Die Liverollenspieler haben eine eigene Sprache, bals wimmelt es von Berichten von „cons“ (Spielveranstaltungen), „Orga“aufwand und zeitbezogenen Fachbegriffen. Um so klarer tragen die Vorständler ihr Konzept vor. Für die Vereinsform war mit ausschlaggebend, das bei Veranstaltungen eine Haftpflichtversicherung besteht, so das die Mitglieder abgesichert ihrem Hobby frönen können. Die Spieler verstehen ihre Profession nicht als Vorführung zur Beslustiugung von Zuschauern, sondern als Gemeinschafts- und Abenteuererlebnis für sich selbst. Vielfältig wie die gewählten Rollen sind auch die bürgerliche Berufe der Spieler. Neben Ärzten kämpfen Schüler, Bundis und Zivis teilen sich friedfertig ihre Erlebnisse. Mitglied kann demnach jeder werden, wenn sie oder er den mindestens 16 Jahre alt ist. Für jüngere gibt es die Möglichkeit einer bedingten Teilnahme an den vielen Veranstaltungen. Bei Interesse ist die Kontaktaufnahme im Internet über www.ELB-ev.de möglich, oder telefonisch mit Jasper Bornhöft (0173-203 75 80) (fst)

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Grünes Haus: Trommeln für Afrika Eckernförde Das Grüne Haus und der Weltladen beteiligten sich am Wochenende an den „fairen Wochen“. Es sollte auf die Situation in Afrika gemacht werden und die Öffentlichkeit darauf aufmerksam gemacht werden, wie durch fairen Handel den Menschen in den betroffenen Ländern direkt geholfen werden kann. Aber nicht nur ein abstrakter Bezug zu dem Anliegen konnten die Jugendlichen des Grünen Haus vorweisen, sondern unmittelbar Betroffenheit. Kristin Wohlenberg, stellt Bilder von einem Besuch bei den Massai im Norden Tanzanias in der Teestube des Grünen Haus aus. Bei der Hilfe für die Massai geht es um viele soziale Fragen, um Bildung, Gesundheit, Landwirtschaft, Frauenprojekte und wie so oft in Afrika auch um den Kampf gegen Aids. Wer wollte, konnte mit Kristin direkt über ihre Erlebnisse sprechen. Am Sonnabend wurde getrommelt. Christiane Lucas bot einen Trommelworkshop an, deren Einnahmen für die Massai gespendet wurden. Rund ein dutzenden Teilnehmer ließen sich in die Kunst des Trommelns einführen und schon nach kurzer Zeit klangen die Rhythmen durch die Nikoliastrasse. Sowohl bei den Jugendlichen als auch bei den Erwachsenen herrschte einhellig Begeisterung als sich unter der fachkundigen Führen mit den verschiedenen Trommeln aus einander setzten. In den kurzen Pausen sag die fröhliche Gruppe zusammen afrikanische Lieder. Als krönender Abschluss des Workshops zeigte die Gruppe ihr neu erworbenes Können bei einem live Konzert vor dem Grünen Haus den erst verwundert stehen bleibenden Passanten. Bald gab es viele Fragen zu beantworten und einige der Passanten informierten sich im Grünen Haus näher über den Weltladen und das Anliegen der nicht zu überhörenden Aktion. Auf der Straße vor dem Weltladen war auch noch ein besonderer Stand aufgebaut mit afrikanischen Handwerkerwaren. Dies war einen Kooperation mit dem Fairhandel Laden „el mundo“ aus der Kieler Straße Süd. Petra Franke-Weingart präsentierte zusammen mit dem Weltladen einen Teil ihres Sortiments. Beide Läden verstehen sich als Ergänzung zu einander und versuchen den Begriff fairer Handel auch in Eckernförde mit Leben zu erfüllen. Einen Abschluss fand die Aktion für Afrika mit einem Fest im Rahmen der Vollversammlung der Kreisjugendvertretung in den Räumen in der Nicolaistr. (fst) 2007-09-22

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Maritimes am Hafen An einem warmen Herbstabend in engen Kreise zusammensitzen und Geschichten von der See und den nahen Inseln lauschen – das ist gemütlich. Genau diese Gemütlichkeit stellte sich in den Räumen des Ateliers von Monika Breustedt am Freitag Abend schnell ein, als Heiner Egge aus seinen Büchern unter dem Titel „Arkje Blue, – Vagabondagen zur See“ vorlas. Der Autor, in Eckernförde kein Unbekannter mehr, mehrfach konnte man seinem ausdrucksstarken Vortrag schon lauschen. Obwohl er in Östermoor (Eider) beheimatet ist, hat Egge ein festes Standbein in Eckernförde: Sein Schiff liegt hier im Hafen. Seine lyrischen Geschichten spielen zwischen Ost- und Nordsee und aus jeder Zeile sprechen die sanften oder manchmal heftigen Wellen, tuschelt der Wind und der Zuhörer spürt das leichte Kränken des Schiffes. So erzählt Heiner Egge von Kapitän Brahen, der einst auf Grönlandfahrt war und Walfischen nachstellte. Nun sitzt der Seemann am Watt und zeichnet mit Blei. Aus den Worten des Autors entstehen Landschaften mit knorrigen Menschen und einer beherrschenden Natur, die mal massiv, mal – bei seltener Windstille –ganz sanft die Menschen und ihr Leben bestimmt. Äußere, fein durchgestaltete Bilder, werden durch innere, frei assoziierte, ergänzt. Die Geschichten erwachen nicht aus den Worten des Schriftstellers, sondern im Leser oder Zuhörer. So auch bei der Geschichte des Vaters der mit seinen Söhnen auf große Fahrt geht. Zu den Gewürzinseln soll die Reise gehen und ein alter Kapitän ist seit dem Winter auch an Board. Aber die Mannschaft landet in Helgoland. Für die Jungs und ihren „Steuermann“ wird die Insel zu dem sagenhaften Atlantis und sie erkunden auch das Unbestimmte. Was spricht der Meeresgrund? Aus einer Geschichte werden viele, sagenhafte Gestalten gesellen sich zu knorrigen Seeleuten und melancholischen Fischern, Spökenkiekereien entstehen neben Sagen und funkeln aus dem Meernebel hervor. Zum Abschluss der unterhaltsamen und bilderreichen Lesung im stilvollen Ambiente der Galerie las Heiner Egge noch eine Ostseegeschichte vor, die er tags zuvor erst geschrieben hatte. Die Geschichte eines Blattes das vom Schreibtisch auf dem Meer in die Wellen geweht wurde und, ohne nachhaltig durchnässt zu sein, von dem Dichter an Land getragen wurde. Von Heiner Egge sind die Bücher „Zwischen den Gezeiten“ (1998), „Der Eiderboote“ (2001), „In der Kajüte“ (2004) und „So weh an der Sonne“ (2005) erschienen. In Vorbereitung ist die Novelle „Die Fußreise“, die Anfang 2008 von dem heinepreisträger erscheinen soll. (fst)

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Kunst jenseits von Schubladen Eckernförde 2007-09_16 „Schwarz auf Weiß“, so der Titel einer Ausstellung in Marianne Tralaus Frühstücksbühne. Zeichnungen von Künstlern ungeachtet ob akademisch ausgebildet, anerkannt oder noch im Werden – das ist der weite Bogen den die thematisch sehr feinsinnige Ausstellung spannt. Vielerlei Zeichnungen werden präsentiert, die meisten unsigniert und nicht mit dem Künstlernamen beschriftet. Der Betrachter soll vorurteilsfrei der Zeichnung begegnen könne, ohne zu wissen, ob sie von einem etablierten Künstler oder einem aufstrebenden Schüler stammt. Entsprechend weit gespannt ist das Alter der Teilnehmer. Die Jüngste, Mila Thonett ist zwölf Jahre alt, der älteste Zeichner wäre heute 103 Jahre alt, wenn er noch leben würde. Marianne Tralau hat die eingereichten Zeichnungen von Zeitgenossen mit Werken ihres Vaters, dem Bauhausschüler Walter Tralau (1904 – 1975) und ihrem 1973 verstorbenen ersten Mann, dem Kölner Künstler Will Thonett angereichert. Dabei ergibt sich als schöner Nebeneffekt ein kleiner Einblick in das Wirken einer langjährigen Künstlerfamilie: Neben den beiden genannten Männern, den Enkelinnen Josy und Mila von Marianne Tralau ist auch ihr Sohn Markus Thonett und die als Puppenspielerin bekannte Cordula Thonett vertreten. Vier Generation in der ernsthaften Auseinandersetzung mit der Kunst, das reicht schon für eine eigene Ausstellung. Aber nicht um Familienbande, und seien sie noch so kunstvoll, geht die Gemeinschaftsausstellung, sondern um die wertfreie Auseinandersetzung mit der schwarz-weißen Kunst. So sind mit Lena Taulien und Raphael (nicht Santi sondern Lutz) zwei Schüler vertreten, die ihre Werke erstmalig im Galerieumfeld präsentieren, während Birgitta Krause, Falko Windhaus, Rita Frind, Martin Schwarz und andere die Profiliga vertreten. Erstaunlicherweise muss der Betrachter oft genau hinsehen und es bedarf manchmal einer detaillierten Werkkenntnis um zu erahnen, ob die Zeichnung von Seontae Hwang, Rita Elmholt, Ulrich Schulz, Barak Reiser oder Steffi Reusch stammt. Die Ungewissheit über den Urheber gebiert einen neuen Reiz und ein sehr vorsichtiges Urteilen der vielen Eröffnungsbesucher: Wer möchte, z.B. schon an einer Zeichnung von Monika Breustedt oder Jinsouk Lee rumkritteln? Galeristin Marianne Tralau betont die Gleichwertigkeit des künstlerischen Wollens, in dem sie sagt: „Genau so weinig wie die Sprache dem Literaten alleine gehört, gehört der Stift auch nicht nur dem Künstler“. Übrigens können die ausgestellten Bilder wohlfeil erworben werden: Für je 100 Euro ersteht der Käufer auf jeden Fall ein originales Werk, von wem, wird er erst nach dem Kauf erfahren. Die Ausstellung in der Frühstücksbühne, Nicolai Str. 7, ist Freitags bis Sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Zur Finissage am Freitag den 5. Oktober um 18 Uhr verspricht Marianne Tralau das Geheimnis der Schöpfer der Zeichnungen zu lüften. Wohl dem, der vorher das „richtige“ Bild eingekauft hat, dann ist es leider zu spät. (fst)

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2. SEPTEMBER 2007 Berührende Glaskunstwerke Eckernförde Zwei Künstler aus Korea zeigen ihre, teilweise in Eckernförde beendeten Werke im Künstlerhaus in der Otte Str. 1. Eigentlich hatte das koreanische Künstlerpaar Jinsouk Lee und Seontae Hwang ein 5monatiges Stipendium für das schleswig-holsteinische Künstlerhaus in Eckernförde. Aber es gab viel zu tun, die beiden Kreativen verlängerten um weitere drei Monate und zeigen nun in der Otte Str. 1 die Früchte ihres Aufenthalts in unserer Stadt. Im hinteren Gang zu den unteren Atelierräumen stellt Jinsouk Lee ihre Bilder aus. Eindrückliche Gemälde, deren Motive sich auf eine klare Aussage reduzieren und die unmittelbar ansprechend sind. Die auf den ersten Blick fast schlicht wirkenden Bilder erschließen sich dem Betrachter schnell und nehmen ihn durch ihre eigene Formsprache gefangen. Im vorderen Ausstellungsraum der Künstlerhauses stellt Jinsouk Lees Mann Seontae Hwang seine Werke aus. Sein Material ist Glas. Geradezu spektakulär wirken seine Bücher aus dem filigranen Werkstoff auf den Betrachter. Bei den aufgeschlagen präsentierten Büchern ist die erste Seite klar, die weiteren teilweise und die hinteren nicht sichtbar. Schwer nur gelingt es, die Finger im Zaum zu halten, denn das natürliche Bedürfnis in einem Buch auch zu blättern, muss sich der Kunstfreund leider versagen. Transparent, nicht aber flexibel ist der Werkstoff und was nur andeutungsweise sichtbar ist, will der Künstler im Ungefähren lassen. Die teilweise von unten beleuchteten Bücher wirken magisch. Sie spielen mit den Betrachter, wecken Neugier und Interesse und lassen keinen der Anschauenden unberührt. Ob der Inhalt koreanische Schriftzeichen, ein englisches Nachschlagwerk oder mit Wort- und Schriftzeichen gestaltete Skizzen – stets gibt es weitere Ebenen die zu Spekulationen, Irritationen und genauester Ergründung auffordern. Geduldig erklärt Seontae Hwang, der hervorragend Deutsch spricht, den zahlreichen und sichtlich angetanen Besuchern die Entstehungsweise seiner Werke. Zu denen gehören auch einige Bilder, die mit dem Medium Foto und wiederum Glas so spielen, das ein räumlicher Effekt sich einstellt. Die starke Wirkung der Werke des Künstlerpaares begeisterte auch einen Eckernförder Sammler, der von Beiden mehrere Werke spontan erwarb und ein weiteres, ein thematisch abgestimmtes Glasbuch, beauftragte. Diese sehr sinnlich ansprechende Kunst lässt sich eher erfahren als abgerundet beschreiben. Die Ausstellung ist noch bis Dienstag im Künstlerhaus, Ottestr. 1 zwischen 12 und 17 Uhr zu erleben. Das Eckernförder Publikum sollte die Gelegenheit nutzen, denn die Nächste Europäische Ausstellung der Ausnahmekünstler wird erst nach längerer Zeit in Berlin staffinden. (fst)

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Blackscreens in Kontur Eckernförde 2-09-07 Während im Künstlerhaus am letzten Tag die zarten gläsernen Werke von Seontae Hwang gezeigt werden, wurde in der neuen Galerie Kontur in der Frau Clara Str. eine weitere Ausstellung mit Einmaligkeiten eröffnet. Manfred Breuersbrock präsentiert mit „Crude Oil on Canvas“ Bilder aus Rohöl. Er dürfte weltweit der einzige Künstler sein, der den fossilen Rohstoff im Urzustand verarbeit. Ölbilder gibt es viele. Aber aus dem reinen Rohstoff gestaltete Werke sind sonst nicht anzutreffen. Der Kölner Manfred Breuersbrock setzte sich mit dem Werkstoff intensiv auseinander und erkannte bald: „Ich will reines Öl“: Seine Versuche bei den Mineralölkonzernen etwas von dem Material zu besorgen scheiterten jämmerlich. Keiner wollte für Kunstzwecke einen Kanister rausrücken. Anlässlich eines Tankerunglück in Dänemark reiste der hartnäckige Gestalter zur Küste und konnte so den klebrigen Werkstoff direkt auf die Leinwand schaufeln. Durch seine Mitgliedschaft in der DGMK, der „Deutschen Wissenschaftlichen Gesellschaftfür Erdöl, Erdgas und Kohle e.V.“ gelang es ihm dann direkten Kontakt zu bekommen und die Industrie stellte ihm Muster des frisch geförderten Erdöl zu Verfügung. Nun begann eine wissenschaftliche anmutende Experimentierphase: Wie das teilweise dünnflüssige, teilweise zähe, sogar phosphorzierende und verschiedenfach reagierende Material dauerhaft auf der Leinwand zu fixieren? Es wurde gekocht, gesiebt und ausprobiert bis die richtigen Lösungen gefunden wurden. Inzwischen läuft eine Ausstellung im deutschen Erdölmuseum und im Rahmen des Greenscren-Festivals in der Eckernförder Galerie Kontur in der Frau Clara Str. 11. Zur Eröffnung nannte Michael Packschies, Naturschutzbeauftragter der Stadt Eckernförde und initiativ Tätiger beim Naturfilmfestival, die teilweise monumentalen Bilder „Blackscreens“. Gleichzeitig betonte er, dass hier die Farbigkeit von Schwarz besonders spannend zu erleben sei. Die Preisgestaltung der Werke von Manfred Breuersbrock ist abhängig vom Barrelpreis des Rohöls, wie es international gehandelt wird. So sind in Sigi Siemsens Galerie die Bilder für den Gegenwert von fünf bis 90 Barrel Rohöl zu erwerben. Wie viel das in Euro ist? Das hängt vom Tagespreis ab, also vielleicht erst in die Zeitung schauen, vor dem Kunsteinkauf. Die Ausstellung von Manfred Breuersbrock „Crude Oil on Canvas“ ist bis zum 15. September werktäglich zwischen 10 und 18 Uhr (Samstags nur bis 16 Uhr) in der Galerie Kontur, Frau-Clara-Str. 11 zu besichtigen. (fst)

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Musikalische Solidarität mit dem Grünen Haus Das Grüne Haus in der Nicolaistr. ist eine beliebte Anlaufstelle für Jugendliche. Vielfältige Aktivitäten wie der Weltladen, die Teestube, offene Jugendarbeit und etliche Workshops und Freizeiten finden reges Interesse. Aber die 26 Jahre alte Einrichtung hat auch Probleme. Ein Verein versucht Gelder für die Aktivitäten aufzutreiben. Eine Ausbildung zum ehrenamtlichen Jugendleiter ist z.B. wichtig, aber die Kosten müssen aufgebracht werden. Eine der besonders beliebten Möglichkeiten Solidarität mit der wichtigen Jugendeinrichtung zu zeigen ist das Benefizkonzert, das auch dieses Jahr wieder mit einem bunten Programm in die Nicolaikirche lockt. Am Freitag den 7. September um 19 Uhr treffen sich jung und älter für ein vielseitiges und abwechselungsreiches Konzert zu Gunsten der offen Jugendarbeit des Grünen Hauses. Kay Kankowsky und Rainer Beuthel werden als Vertreter der älteren Generation ihren musikalischen Beitrag abgegeben. Ganz jung und immer beliebter sind Beni Schulte und Dominik Kessener die als „Caldera“ weitgehend eigene Songs in eigenwilliger Instrumentalisierung präsentieren. Die sehr lebendig vorgetragenen Stücke laden durchaus zum Nachdenken ein, wenn sie auch mit viel Humor gewürzt sind. Mit dabei, wie bereits letztes Jahr ist die „Green House Family“ die diesmal mit den solidarischen „Sun Shine Singers“ unter der Leitung von Klaus Kaiser aus Borby unterstützt werden. Marcus Petersen, Vorsitzender des Fördervereins, wird nicht nur durch das Programm führen, sondern auch selbst am Schlagzeug der „Green House all Stars“ und „Höckholz Horns“ für das Grüne Haus trommeln. Mit dabei sind dann Wulf Schnaase am Kontrabass, Martin v. Mutius und Markus Greve als Bläser. Spenden sind bei dem Konzert natürlich erwünscht, wer verhindert ist darf den Förderverein auch per Überweisung helfen: Fördesparkasse (BLZ 210 501 70) Konto 20 60 200. Oder einfach Marcus Petersen anrufen (04356-995853) und dem Verein beitreten. Es besteht während des Konzerts am 7. September in der Nicolaikirche auch die Möglichkeit Produkte des Weltladens zu erwerben und sich mit Getränken zu erfrischen. (fst) Kasten: Grüne Haus Grüne Haus ev. Jugend St.Nicolai Nicolai Str. 21 Ansprechpartner: Albert Leuschner, Kreisjugendwart. Tel: 04351 – 712388 email: grunenshaus@gmx.de Öffnungszeiten: Di-Fr 15.30-17.30 Uhr Träger: St.-Nicolaikirche Vörderverein und Freundeskreis Grünes Haus e.V. Vorsitzender Marcus Petersen (04356-995853)Fördesparkasse (BLZ 210 501 70) Konto 20 60 200 Aktivitäten des Grünen Haus: offene Jugendarbeit Weltladen Teestube Internet Dart-Gruppe Internet PC Gruppe Renovierungsgruppe Hausgruppe Projekte wie Jugendleitercard, Kanufreizeit, Trommelworkshop etc. Eckernförde 31.08.07

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22-08-07 Beschwingtes Sommerkonzert Eckernförde Die renommierte Reihe „Neue Musik“ hat einen offensichtlichen Höhepunkt. Das Sommerkonzert fällt deutlich aus dem Rahmen des sonst Üblichen. Nicht nur das eine Stunde später angefangen wird, die Pause gilt kulinarischen Sinneserfahrungen und das Programm glänzt durch einen sehr eigenen und durchkomponierten Spannungsbogen. Das Ensemble Reflexion K präsentierte sich mit seinem Konzert „surroundings“ sommerlich heiter mit einem deutlichen meditativen Grundton. Wie schon vor zwei Jahren stand das Land Japan Pate. Insgesamt drei alte japanische Gagakus, die ursprünglich orchestral mit der japanischen Mundorgel shô interpretier wurden, verbanden die Werke zeitgenössischer deutscher und japanischer Komponisten. Die Gagaku Stücke wurden von Eva Zöllner auf dem Akkordeon gespielt, denn dieses Instrument zeigt deutliche Bezüge zu der Mundorgel. Eva Zöllner gelang es das Publikum mit den tief innerlichen Stimmungen einzufangen und durch ihr meisterliches Spiel zu begeistern. Ein furioses Solo zeigte auch Schlagzeuger Stefan Kohmann am Marimbaphon mit Toshimitsu Tanakas (*1930) „Two Movemensts“ von 1970. Die Musik passte hervorragend zum Sommerthema, die gekonnte Spielweise der lebhaften Klänge wurde mit anhaltenden Applaus belohnt. Bemerkenswert auch Noriko Kawakamis Werk „Fu-In“ von 1979 für Flöte (Beatrix Wagner), Violoncello (Gerald Eckert) und Marimbaphon. Es wurde als Übergang von dem strengen japanischen Kompositionsstudium zur Fortsetzung in Deutschland geschrieben und verdeutlicht ihren persönlichen Auf- bis Ausbruch hörbar. Die Komponistin, die Eckernförde bereits vor einiger Zeit besuchte, wird demnächst als Stipendiatin in das Schleswig-Holsteinische Künstlerhaus in der Ottestrasse einziehen. Als einziges Werk mit elektronischer Beteiligung und ein deutlicher Höhepunkt des musikalisch so vielseitigen Abends, erklang „Nen VII“ von Gerald Eckert. Sehr ruhige und getragene Klänge mit tief meditativen Charakter produzierten Flöte und Cello. Teilweise war der Übergang von Tonbandklängen und den natürlichen Instrumenten nicht wahrnehmbar – im Raum webten nur Töne von bizarrer und ansprechender Schönheit. In seiner stimmungsvollen Dichte und mit einem warmen und tiefgehenden Grundklang wurde Gerald Eckerts neues Meisterwerk als sehr neue Kirchenmusik erfahrbar, die viele Schichten der Seele des im Leben stehenden zeitgenössischen Menschen musikalisch präsentierte. Als großartiger Schlusspunkt eines erfreulich wechselvollen Konzerts wurde Peter Gahns (*1970) Werk „ink, colours and gold on paper II+III- surroundings II“ wiederaufgeführt. Wer die Töne die vor zwei Jahren am selben Ort erklangen noch im Ohr hatte, dürfte sichtlich überrascht gewesen sein. Inzwischen hat die Komposition sich weiter entwickelt und zeigte neue Klangerlebnisse auf. Das Werk, das vom Ensemble Refexion K in der Besetzung Beatrix Wagner (Flöten), Eva Zöller (Akkordeon), Gerald Eckert (Cello) und Stefan Kohmann (Schlagzeug) meisterhaft gespielt wurde bildete den Erfahrungsprozess des anwesenden Komponisten deutlich ab. Das durch viele Sommergäste reichlich verstärkte Stammpublikum der besonderen Musikreihe nutze die Gelegenheit nach dem Konzert noch im Turmcafé mit den Musikern zu plaudern und die leckeren Schnittchen von Gisela und Sven Wlassack zu genießen. (Markus Feuerstack)

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15. AUGUST 2007 Israel trifft Japan in Eckernförde Im Künstlerhaus Eckernförde in dem Künstler aus aller Welt während eines Kreativaufenthalts eine Stipendiatenzeit verbringen können, sind zwei neue Bewohner eingetroffen. Die Japanerin Etsuko Ozawa wird drei Monate eines der Ateliers in der Ottestr. 1 bewohnen. Sie arbeitet mit Ton und macht Keramiken in denen sie verschiedene Materialien mit ihrem Werkstoff mischt. Ihre Werke sind reine Objekt, ganz wichtig ist ihr, dass sie keine Töpferwaren herstellt. Für ihren Eckernförder Aufenthalt hat sich die 29jährige neue Skulpturen und Installationen aus Ton vorgenommen, wobei sie noch eine nahe liegende Möglichkeit zum Brennen ihrer Werke sucht. Die letzten vier Jahre lebte und arbeitete sie in Kiel. Ursprünglich aus Israel stammt Barak Reiser der Videos, Fotos und Installationen gestaltet. Sein Thema sind innere und äußere Räume und die Abgrenzung dieser. Der 34 Jahre alte studierte Bildhauer hat die letzten Jahre in Frankfurt gelebt, studiert und gearbeitet. Für Eckernförde möchte er sich von Strandkörben, den ansonsten so ungeliebten Quallen und den Altstadtgassen inspirieren lassen und plant eventuell Videos und vielleicht sogar eine Zeichenserie auf Papier zu erstellen. Durch eine Kürzung der Stipendiatenzeit durch das Land Schleswig-Holstein bleiben ihm allerdings nur zwei Monate für seine Vorhaben. Beide Stipendiaten planen zum Abschluss ihrer Zeit in Eckernförde sich der interessierten Bevölkerung durch eine Ausstellung vorzustellen. (fst)

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7.8.2007 Musikalischer Reimport auf Weltstadtniveau Eckernförde Das Eckernförder Ensemble Reflexion K ging auf Reisen. Nicht zur Erholung, sondern einer Mission gehorchend. Die Neutöner um Beatrix Wagner (Flöten) und Gerald Eckert (Kompositionen und Cello) brachten als „Deutschlands nördlichstes Neue-Musik-Ensemble (Kölner Stadt Anzeiger) Eckernförder Avantgarde in die Großstädte. Berlin, Köln Düsseldorf – Stationen einer Reise mit musikalischen Impressionen. Und mit neuen, diesmal japanisch inspirierten Tönen. Mit dem Programm „Sourroundings – Räume, Flächen und Momente“ eroberten Beatrix Wagner, Gerald Eckert und Eva Zöllner (Akkordeon) und Stefan Kohmann (Schlagzeug) neue, teilweise ungewohnte Spielorte. Während japanische Kulturinstitute noch eher gewöhnlich anmuten, auch wenn dem Publikum beim lauschen der zeitgenössischen Klänge Aufsichten auf einen gepflegten japanischen Garten geboten wurden (Berlin). Oder es, wie in Köln, mit genialen Licht und überragender Akustik verwöhnt wurde. Sicher viel experimenteller war der Auftritt der Musiker im „Buddha Bay Club“ in Düsseldorf, wo Aquarium und Klimaanlage dem ungewohnten Diskoambiente noch weitere Komponenten zufügten. Aber in allen drei Städten war das Publikum angetan von den Nordbotschaftern der zeitgenössischen Musik und ihren japanischen Programm. Ruhender Pol und sehr traditionell sind die Gagaku Stücke, die bereits über 1000 Jahre alt sind. Ursprünglich für die japanische Mundorgel geschrieben werden die Zwischenspiele von Eva Zöllner auf dem Akkordeon interpretiert. Dazu gesellen sich Werke von modernen japanischen Komponisten von 2001 bis 2003. In Eckernförde, wo das Programm am 22. August als Sommerkonzert um 21 Uhr (!) in der Nicolai-Kirche zu hören sein wird, gibt es alte Bekannte wieder zu entdecken. Der Münsteraner Komponist Peter Gahn war bereits 2005 in Eckernförde zu hören und zu erleben. Er wird hier diesmal mit „ink, coulours and gold on paper II+III – surroundings 2“ (2005/6) für Flöte, Akkordeon, Violoncello, Schlagzeug vertreten sein. Auch seine japanische, in Deutschland lebende Kollegin Noriko Kawakami hat Eckernförde schon musikalisch und physisch besucht. Sie steuert zu Sommerkonzert ihr Werk von 1979: „FU-IN“ (1979) für Flöte, Violoncello und Marimba bei. Natürlich darf Gerald Eckert als Komponist nicht fehlen, soll das Programm beim heimischen Publikum Anklang finden. Sein Werk für diesen Abend heißt: „Nen VII“ (2007) und wird von Flöte, Violoncello und Tonband interpretiert. Es ist sicher, das die in Eckernförde so beliebte neue Musik auch einen Tag nach dem Joe Cocker Konzert ihre Freunde finden wird. Konzertdaten:Surroundings – Räume, Flächen und Momenteensemble Rlexion K: Beatrix Wagner (Flöte), Eva Zöllner (Akkordeon), Stefan Kohmann (Schlagwerk), Gerald Eckert (Violoncello / Klangregie) Sommerkonzert in der St-Nicolaikirche am Mittwoch den 22.8. 2007 um 21. Uhr in der St.-Nicolai-Kirche.Programm:Gagaku „Hyôjô no chôshi“ (traditionell japanisch)Fassung für Akkordeon Gerald Eckert „Nen VII“ (2007)für Flöte, Violoncello und Tonband Gagaku „Sôjô no chôshi“Fassung für Akkordeon Noriko Kawakami „FU-IN“ (1979)für Flöte, Violoncello und Marimba — Pause — Toshio Hosokawa „Bird fragments“ (2003)für Flöte und Akkordeon Jo Kondo „Twayn“ (2001) für Flöte und Vibraphon Gagaku „Banshikichô no chôshi“Fassung für Akkordeon Peter Gahn „ink, coulours and gold on paper II+III– surroundings 2“ (2005/6)für Flöte, Akkordeon, Violoncello, Schlagzeug (Markus Feuerstack)

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Modern art in Ecktown Zeitgenössische Kunst im Museum Eckernflörde 4.8.07 Lebende Künstler haben es schwer. So sagt man. Vielleicht haben es lebende Künstler in der Provinz noch schwerer. Uwe Beitz, Museumsdirektor ist mutig. Er stellt drei ehemaligen Stipendiaten des schleswig-holsteinischen Künstlerhauses seine Räume zu Verfügung. Und schon die Eröffnung am Sonntag zeigte: neue Kunst mit frischen Flair ist spannend und lustig. Viel Spaß hatte das Publikum am Sonntag bei der Ausstellungseröffnung „Manche mögen es“. Drei Stipendiaten des Künstlerhauses in Eckernförde zeigen ihre aktuellen Werke und wie ihre in Eckernförde veranlagten Werke in die Welt strahlen. Eine klammheimliche Kulturbotschafterin unserer Stadt ist die Kölner Textilgestalterin Carola Willbrand. Ihre 2004 hier entstandene Skulpturenserie „Eckernförder Bestiarium“ mit liebevoll ironischen Portraits hat inzwischen schon weite Reisen hinter sich und selbst in Nordfrankreich übte man sich den Stadtnamen fehlerfrei auszusprechen. Willbrand formte aus geschenkten typischen Kleidungstücken in der Ostseestadt fabelhafte allegorische tierähnliche Figuren, die den Vornamen der Stoffspender tragen. Für heimische Kulturkenner ein klammheimliches Vergnügen, die Plastiken mit den Namensgebern in Beziehung zu setzen! Besonders sehenswert auch die genähten Portraits die Carola Willbrand in Datca / Türkei von einheimischen Bauernfrauen in mühevoller Handarbeit fertigte. Dagmar Hugk weilte auch wie die anderen Ausstellenden 2004 im Künstlerhaus. Hier schuf sie kleine organische Plastiken die sie in den privaten Gärten Eckernförder Bürger fotografierte. Diese Fotos durchliefen einen vielfachen und subtilen weiteren Gestaltungsprozess bevor sie zu einer Großplastik auf CD Rohlingen mutierten, die als monumentales Wandgestaltungselement den hinteren Raum der Museumsaustellungsfläche dominiert. Sehr schön in den Gesamtklang dieser Kunstfläche passen sich auch die kleinen organische Plastiken von ihr ein und die von Willbrand aufgehängten Eckernförder Bestien. Eine Installation die im Zusammenklang eine eigene künstlerische Qualität offenbart und zum reflektierenden Verweilen einlädt. Die männliche Komponente der Ausstellung kommt etwas chaotischer und ruppiger daher. Ruppe Koselleck präsentiert verschiedenste Langzeitprojekte deren besonderer Charme in einer unnachahmlichen augenzwinkernden Ernsthaftigkeit begründet sind. Ein buntes, an ein altertümliches Kontor erinnerndes Büro belebte der Künstler zur Eröffnung. Mit Hilfe von Teer und Bitumenfunden von den Stränden aus aller Welt will Koselleck den Ölmulti BP „feindlich“ übernehmen. Aus den wenig erwünschten Hinterlassenschaften des Energieriesen erstellt er Bilder und Plastiken die das geneigte Publikum zu Börsenkursen erwerben kann und soll. Teile der Einahmen werden in Aktienkäufen angelegt. Außer dem Versuch den Großkonzern anhand seines eigenen Mülls aufzukaufen, das Unterfangen führte bereits zu dem Kauf von 167 Aktionen und wird nach neusten Berechnungen ca. 238 Jahre dauern, zeigt der unterhaltsame Münsterianer verschiedenste großvolumige Tagebücher. In den ehemalige Tapetenmusterbüchern können die Besucher nach Herzenslust stöbern und ihren Alltag mit künstlerischen Einsichten und Mutmaßungen anreichern. Über Ruppe Kosellecks Porsche Aktion berichtete die EZ schon gestern. Die unterhaltsame Ausstellung mit aktueller Kunst mit deutlichen Eckernförde Bezug ist im Museum noch bis Mitte September zu erleben. Zur Finissage am 16. September haben sich die Künstler und ihr Ausstellungsdirektor Dr. Uwe Beitz einiges einfallen lassen. Was? Das will das Kunstteam erst kurz vorher in unserer Zeitung verraten. (Markus Feuerstack)

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